AQUACENTRUM

Ist Kritik an basischem Wasser berechtigt?

Hiltrut G.: Bei einem Aufenthalt vor vielen Jahren in Bad Füssing lernte ich bei einem Vortrag von Dr. med. Walter Irlacher das Basische Aktivwasser kennen und erwarb einen Wasserionisierer. Das basische Wasser trinke ich seitdem regelmäßig und habe auch anderen dieses Wasser empfohlen bzw. gegeben. Nun entdeckte mein Schwiegersohn einen Artikel im Internet unter: „Basisches Wasser – eine Geschäftsidee mit schädlichen Folgen“ publiziert am 11.09.2013 von VISION AQUA von Hans-Peter Bartos, in dem das basische Wasser als ungesund und schädlich dargestellt wird. Wir sind jetzt total verunsichert, ob wir weiterhin das basische Wasser trinken können.

Auf der von Ihnen genannten Internetseite eines Best-Water Vertriebs konnte ich diesen Artikel nicht finden. Solche Heckenschützenaktionen gegen aktiviertes Wasser von Befürwortern der —> Umkehrosmose und —> Verwirbelung haben eine gewisse Wanderungstendenz, da sie aufgrund ihrer unwahren Behauptungen natürlich auch wettbewerbsrechtlich verfolgt werden könnten. Dennoch kenne ich diesen Artikel, weil er mir mehrfach mit einer ähnlichen Anfrage wie der Ihren zugesandt wurde. Nachdem ich schon in den Artikeln —> Töth, —> Roberts, —> Misterwater, —> Twister und —> Umkehrosmose ausführlich auf den Kern der Argumentation eingegangen bin, setze ich mich allerdings nur mit neuen Argumenten des Hallenser Dipl. Ing. Hans-Peter Bartos auseinander.

  • Ich kann es Herrn Bartos gar nicht verübeln, dass er sich kritisch mit „basischem Wasser“ auseinander setzt, das neuerlich so inflatorisch den Markt überschwemmt. Er sagt in seinem Aufsatz völlig zurecht, dass jeder ein solches auch ohne teure Elektrolysegeräte sehr billig selbst herstellen könnte, „indem er reinem Wasser ein paar Krümel Ätznatron oder Ätzkali beimischt.“
  • Aber die Basizität ist nur die Sättigungsbeilage des elek- troaktivierten Wassers und keineswegs das, was auf der Speisenkarte steht. Auch eine Lauge, wie Herr Bartos sie mit Ätznatron herstellen will, könnte man ja als „basisches Wasser“ bezeichnen: Aber dem Argument fehlt der Zusatz: Aktiv-Wasser. Dies entsteht ausschließlich durch Elektrolyse. Weiter sagt Bartos:„Das Leitungswasser enthält natürlich je nach Gegend auch andere Stoffe wie z. B. Kalziumsulfat (Gips), das dann durch Elektrolyse in Kalziumhydroxid (Löschkalk) und Schwefelsäure zerlegt wird.“ Hier übersieht Bartos, dass Gips und Löschkalk Festsubstanzen sind, während Calcium-Kationen und Sulfat-Ionen in wässriger Lösung in vielen deutschen Mineral-, Heil- oder Leitungswässern ein völlig normaler Bestandteil sind, die Sie auf nahezu jeder Mineralwasserflasche unter den Anionen und Kationen finden werden.
  • Darum geht es aber bei Wasserionisierern überhaupt nicht! Die Ionen sind nur das Mittel zum Zweck, einen möglichst hohen Überschuss an Elektronen —> Redoxpotential im Wasser herzustellen, das man deshalb Aktivwasser nennt, bzw. „electrochemical activated water“.
  • Bartos erkennt nicht, worum es bei Aktivwasser geht, wenn er schreibt: „Es wird sogar argumentiert, ein Liter des so aufbereiteten „basischen Wassers“ habe die antioxidative Kraft von zehn Zitronen, obwohl Zitronensaft ganz und gar nicht basisch ist, sondern im Gegenteil extrem sauer (pH-Wert 2,4). Ein solcher Vergleich ist also nicht überzeugend, sondern belegt eher das Gegenteil.“
  • Bartos hat zwar immerhin verstanden, dass eine Zitrone nicht basisch ist (—> Basisch wirkende Nahrungsmittel). Da die Zitrone aber neben der Zitronen- auch die Ascorbinsäure (Vitamin C) enthält, ist sie durchaus reich an Antioxidantien, wenngleich bei weitem nicht so reich daran, wie basisches Aktivwasser.
  • Er hat aber hier saure Zitronen mit rostigen Schrauben verwechselt. Denn die antioxidative Kraft von basischem Aktivwasser ist eine Größe, die vom Basencharakter des Wassers vollkommen unabhängig ist. Mithilfe von Elektrolyse kann man nämlich sogar ein saures oder neutrales Wasser mit antioxidativer Kraft ausstatten. Bartos hat also die Grundidee von basischem Aktivwasser, basisch und antioxidativ zu sein, überhaupt nicht verstanden.
  • Der Kern von Bartos‘ Thesengebilde liegt aber in seiner folgenden Aussage: „Warum „basisches Wasser“ nicht gesund ist. Eine basische Wirkung käme nicht einmal über den Magen hinaus, da der Verdauungssaft des Magens stark sauer ist und das basische Wasser sofort neutralisieren würde. Eher würde dadurch die Magensäure abgeschwächt und der Körper müsste gegenreagieren, indem er mehr produziert.
  • Hierzu möchte ich anführen: Unser Mageninhalt, wenn er nicht gerade mit dem Verdauen einer Mahlzeit beschäftigt ist, mit pH 4 nicht einmal so sauer wie ein Glas Orangensaft. Lediglich der Magensaft, der allerdings nur bei Nahrungsaufnahme in den Magen eingespritzt wird, hat einen pH Wert von etwa 1,5, ist also etwa 10 x saurer als eine Limonade mit pH 2,5. Dieser Magensaft ist allerdings so stark sauer gepuffert, dass er weder durch neutrales Leitungswasser noch durch basisches Aktivwasser wesentlich geändert wird. Dies wurde in Russland schon 1997 gründlichst erforscht und wissenschaftlich bestätigt. (—> Russische Forschung, —> Magensäure). Blockierte Eiweißverdauung, Pepsin-Inaktivität, Parasitenförderung – alles, was Bartos aufführt, ist nach dem Stand der Wissenschaft erwiesenermaßen falsch.
  • Basisches Aktivwasser für Trinkzwecke besitzt einen pH- Wert von maximal 9,5, den die deutsche Trinkwasserverordnung sogar für Leitungswasser zulässt, denn natürliche Wässer, zum Beispiel in großen Gebirgsflüssen wie dem Inn, sind oft sehr basisch. Wasser mit diesem pH-Wert kann die Magensäureproduktion nicht im Entferntesten so stören wie bestimmte Mittel wie Alka-Seltzer oder Protonenpumpenhemmer es tun.
  • Es ist wichtig, dass unser Trinkwasser möglichst basisch ist und dass wir die vielen schädlich sauren Getränke dadurch ersetzen können. Das ist ein wichtiger ständiger Schritt gegen eine Übersäuerung. Genau deswegen sind die Elektrolysezellen in einem Wasserionisierer für Trinkwasserzwecke so konstruiert, dass sie ein antioxidatives basisches Wasser erzeugen. Man könnte auch ein antioxidatives neutrales oder saures Wasser erzeugen, aber die Erfahrungswerte, die Physiologie und der Geschmack sprechen für das basische. Aber in erster Hinsicht geht es beim basischen Aktivwasser um seinen Energiereichtum in Form des negativen —> Redoxpotentials.
  • Wenn Bartos vom Redoxpotential schreibt, zeigt sich sein ganzes Unverständnis der Zusammenhänge. Den Kernbe- griff der –> Relaxationszeit kennt er überhaupt nicht. Dass basisches Aktivwasser nicht permanent antioxidativ wirkt, hält er für einen Nachteil. Genau dies aber ist sein Kennzeichen, denn ein frischer Apfel ist ebenfalls gesünder als ein alter, sein Redoxpotential hat also auch eine, wenn auch längere, Relaxationszeit. Genau wie wir, wenn wir altern. Mit basischem Aktivwasser können wir diese Strecke offenbar verlängern.

Über den von Bartos irrig dargestellten Zusammenhang von Mineralien im Wasser und Herzinfarktrisiko, sowie die Einschätzung der WHO lesen Sie bitte näheres unter den Stichworten —> Herzinfarktrisiko, —> Magensäure

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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