AQUACENTRUM

Umkehrosmosewasser – kann man die vorhandene Anlage als Filter benutzen?

Umkehrosmosewasser

Patricia G.: Wir waren jahrelang von Umkehrosmoswasser überzeugt und haben sehr viel Geld für eine solche Anlage ausgegeben. Inzwischen haben wir unseren Irrtum eingesehen. Ist eigentlich logisch! Aber kann man die vorhandene Anlage denn nicht als Vorfilter für einen Wasserionisierer benutzen, damit man besonders reines Wasser ionisiert?

Das ist letztlich eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Filter von Umkehrosmoseanlagen sind meist nicht billiger als die für Wasserionisierer. Sie filtern natürlich auch mehr heraus, nämlich außer den Schadstoffen auch noch die wertvollen Mineralien, die man anschließend durch weitere Filterpatronen wieder hinzufügen müsste. Ich habe die meisten dieser Nachmineralisierungspatronen getestet. Das Ergebnis ist nicht praktikabel, da diese Kartuschen schon nach kurzer Zeit unbrauchbar werden, denn die Mineralien lösen sich in unterschiedlicher Menge, sodass man jedesmal andere Ergebnisse bekommt und ständig den Ionisierer nachjustieren müsste. Rechnen Sie einfach mal durch. Es lohnt sich nicht

Sie können dem Umkehrosmosewasser vor der Ionisierung auch nur Salz zugeben, dann lässt es sich auch ionisieren. Beim Enagic Leveluk SD 501® wird zum Beispiel flüssige Sole („Electrolysis enhancer“) zugegeben. Ähnlich, mit Kristallsalz, ist dies bei Wasserionisierern mit Salzzuführungsschacht möglich.

Da dies dann aber unangenehm laugig schmeckt, verwendet man das Verfahren in der Praxis nur zur Herstellung von hygienetechnischem Basen- und Saueraktivwasser. Es wäre auch nach der Trinkwasserverordnung nicht als Trinkwasser zugelassen. Das macht also nur für Labore, nicht aber für Haushalte Sinn.

Umkehrosmosewasser ist im Prinzip eine ebensowenig natürliche Angelegenheit wie basisches Aktivwasser, da beides auf dieser Welt nicht natürlicherweise vorkommt. Beides ist Funktionswasser und wurde von Ingenieuren erfunden. Es gibt zwar basisches, antioxidatives und hochmineralisiertes Wasser separat, aber in dieser intelligenten Kombination nirgendwo so wie aus einem Wasserionisierer. Umkehrosmosewasser dagegen wurde für Batterien erfunden und weiter entwickelt für Astronauten, um aus deren Urin wieder Trinkwasser zu machen. Dieses Wasser gibt es nicht einmal in Teilen auf der natürlichen Welt. Fragen Sie doch mal einen Raumfahrer, ob er dieses Wasser aus dem Urin seiner Crew gern getrunken hat!

Sie sind beim Kauf der Umkehrosmoseanlage wahrscheinlich auf den üblichen Verkaufstrick mit dem –> Leitwert hereingefallen, indem Ihnen die Behauptung serviert wurde, je mehr Leitwert, desto mehr Schadstoffe. Der Trick beruht auf der Verwechslung von Quantität mit Qualität.

Auf dem Feld der Umkehrosmose tummeln sich so viele abstruse Argumente, dass es schier eines eigenen Buches wert wäre. Selbst die Entgegenhaltungen der Mineralwasser- und Aktivwasserfans muten oft komisch an: Umkehrosmosewasser sei sauer und deswegen gefährlich! Das ist reiner Quatsch! Umkehrosmosewasser an sich ist absolut pH-neutral. Aber es wird, da es ja keine Ionen enthält, durch das saure Luftgas Kohlendioxid sauer, denn es enthält ja keinerlei basischen Widerstand und säuert sich genau so damit an wie Regen, der durch die Luft fällt.
In diesem Umkehrosmosewasser entsteht ein negatives Kalk-Kohlensäuregleichgewicht zulasten des Kalks, den es übersäuerten Wassertrinkern geradezu aus den Knochen ziehen könnte!

Umkehrosmosewasser wirkt, wie Dr. med. Walter Irlacher es in unserem Buch „Trink Dich basisch 2011“ (S. 24) unnachahmlich perfekt formuliert hat: “Entmineralisiertes Wasser saugt wie ein Schwamm lebenswichtige Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium aus der Zelle. Durch den Einsatz von basischem Aktivwasser dagegen können wir die Säuren aus dem Körper herausziehen. Und damit schaffen wir eine sehr starke Reinigungs- und Schutzwirkung für die kranke Zelle.“

Im Westen, vor allem in den USA, Kanada und Australien, haben viele diesen Lifestyle des Mineralienraubs, unterstützt durch Basenräuber wie Colagetränke, zum lukrativen Geschäft gemacht und propagieren immer noch erfolgreich das „Astronauten-Trinkwasser“.

In Ländern, wo über Jahrzehnte naturwissenschaftlich orientierte Wasserforschung betrieben wurde, wie im heutigen Russland, gibt es in guten Supermärkten Wasserionisierer zu kaufen, und über Umkehrosmosewasser hat man sich in Tier- und nicht in Menschenversuchen eine Meinung gebildet. Man sollte es dauerhaft nicht trinken! Dort schrieben zwei der führenden Wasserforscher: (Prilutsky/ Bakhir, Elekt- roactivated Water, Moskau, 1997):„Langfristiges Trinken von entionisiertem Wasser, Umkehrosmosewasser oder Schmelzwasser, sehr weichem Wasser, führt zu Störungen in der Nebennierenrinde, mit der Folge von Herzkrankheiten, Bluthochdruck, dem Auftreten von Gelenkschmerzen, einer Neigung zu Arthritis und Arthrose. Bei Rindern führt es zum Krampf-Syndrom und bei Laborratten zu Herzrhythmusstörungen.“

Die angebliche medizinische Fundiertheit der Umkehrosmose beruht auf einem französischen Wasserbauingenieur namens Louis-Claude Vincent, der 1988 verstorben ist, und der aus eigenen Statistiken ein höheres Sterblichkeitsrisiko für Gegenden mit hartem Wasser in Frankreich ermittelt haben will. Dies lässt sich allerdings nicht überprüfen, da diese Statistiken offenbar nicht mehr vorliegen.Dies wäre jedoch interessant, denn alle Statistiken und Studien, die von einer hochrangigen WHO-Kommission geprüft wurden, besagen für die übrigen Teile der Welt das absolute Gegenteil. Der Name Vincent wird dort nicht einmal zitiert und keines seiner von den Umkehrosmoseverkäufern zitierten und angeblich so wichtigen Bücher ist im normalen Buchhandel auch nur als antiquarische Ausgabe erhältlich.Gerne wird auch noch auf den amerikanischen Arzt Dr. Norman Walker (1886 – 1985) verwiesen, der 100 Jahre alt wurde, obwohl er über Jahrzehnte lang destilliertes Wasser trank. Verschwiegen wird dabei, dass er es über den Tag verteilt im Wechsel mit Obst- und Gemüsesäften trank oder mischte. Dass er dadurch das Mineralde zit des Wassers erfolgreich ausglich, ist offenkundig.

Natürlich kann man Mineralienmangel im Wasser auch durch reichliches Essen ausgleichen, Gewichtszunahme gratis. dabei. Zum Einsatz als Mischgetränk schreibt die Website www.whiskey.de:. „Stilecht ist ausschließlich schottisches stilles Quellwasser. Gut zu verwenden sind ebenfalls die stillen, ‚armen‘ Franzosen. Und haben Sie beides nicht zur Hand, so nehmen Sie doch einfach destilliertes Wasser. Warnung: Trinken Sie nie größere Mengen reines, destilliertes Wasser. Der Mangel an Ionen im destillierten Wasser kann Ihren körpereigenen Mineralhaushalt gravierend stören und sogar lebensbedrohend wirken. Fügen Sie Ihrem destillierten Wasser aus diesem Grund immer eine entsprechende Menge Single Malt Whisky hinzu. ;-)“

In Israel ist man aufgrund des Wassermangels bis zum Jahr 2020 gezwungen, 72 Prozent der städtischen Wasserversorgung durch entionisiertes Wasser aus Meerwasserentsalzungs- und Umkehrosmoseanlagen aufzubringen. Da dies die Mineralversorgung der Bevölkerung dramatisch reduzieren würde, hat der dortige Gesetzgeber verfügt, dem Wasser müsse mindestens 50 mg/l Calciumkarbonat beigemischt werden, der aus Kalkstein zugeführt wird. (Quelle: Brenner, A. Mineral Balance of mineral quality standards for desalinated water: The Israeli experience; in Bhattacharya, P. u.a., Metals and related substances in drinking water, London 2012, S. 114)
Gegenüber destilliertem Wasser gibt es praktisch keinen bedeutenden Unterschied, jedenfalls wenn man an das Trinken denkt: Destillation, insbesondere Mehrfachdestillation bringt pures Wasser, das man fürs Labor braucht, um kontrolliert zu experimentieren. Unter Laborbedingungen sollte es auch gasfrei sein und ist dann pH-neutral. Es hat dann die aus der Autoprotolyse stammende Zusammensetzung von 1 H3O+ und 1 OH- zu 10 Mio. Wassermolekülen.

Warum dies genau dieses Verhältnis ist, gehört zu den noch ungeklärten Fragen der Wasserwissenschaft. Es könnte sein, dass 10 Millionen Wassermoleküle ein elektrisches Feld aufbauen, das exakt der Zersetzungsspannung für 1 Wassermolekül entspricht.
Umkehrosmosewasser ROW enthält immer noch weitere Ionen, die man mit einem TDS-Messgerät bestimmen kann. Aber auch Nicht-Ionen und Gase. Insbesondere nimmt es gerne CO2 auf und erhält dadurch einen leicht sauren pH- Wert. Dieser spielt jedoch physiologisch keinerlei Rolle, da er nicht gepuffert ist.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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