AQUACENTRUM

Was ist Wasserstoff Wasser bzw. wasserstoffhaltiges?

Die Übertragung von Wasserstoff durch Wasserstoff Wasser auf gealterte Lebensmittel

Das Wassertrinken – man kann es aber auch lassen, wenn man Heinz Ehrhard’s Meinung teilt. Und sollte trotzdem einen Wasserionisierer haben. Ein fundamentales Kennzeichen von basischem Aktivwasser ist sein hoher Gehalt an gelöstem Wasserstoffgas dH2 . Dieser liegt bei einem guten Durchlaufionisierer schon bei einem pH-Wert von 9 und Zimmertemperatur zwischen 1200 und 1300 Mikrogramm/l. Trinken sollte man das Wasser bis zu einem pH Wert von 9,5, das bedeutet je nach Ionisierer 1250 bis 1450 Mikrogramm/l. Wenn der Wasserionisierer noch höhere pH-Werte erzielen kann, etwa pH 11, was man keinesfalls auf Dauer trinken sollte, ist auch ein dH2 -Wert von 1800 Mikrogramm (1,8 mg)/l möglich. Dies kann man nun zur Übertragung von Wasserstoff auf andere Lebensmittel nutzen. Da der Wasserstoff seine beiden Elektronen leicht abzugeben bereit ist, kommt es so zu einer Senkung des Redoxpotentials, das die Zunahme an Elektronenverfügbarkeit signalisiert.

buch

Der Lebensmittelforscher Prof. Manfred Hoffmann gibt in seinem Buch: „Vom Lebendigen in Lebensmitteln“ an, dass ein Absinken des Redoxpotentials um jeweils 18 mV eine Verdoppelung des Elektronenangebots bedeutet und dass der Qualitätsunterschied von Lebensmitteln einer jeweiligen Sorte am besten durch eine Messung des Redoxpotentials objektiviert werden kann:

Je niedriger – desto besser! Oft zeigt sich bei Bio-Ware ein niedrigeres Redoxpotential. Es kommt aber vor allem auf die Frische an. Denn das Redoxpotential, und damit vor allem der Wasserstoffgehalt des Zellgewebes unserer Nahrung, ist sehr flüchtig.

Denn Wasserstoff ist das kleinste aller Elemente überhaupt und kann als sehr flüchtiges Gas organische Strukturen nahezu mühelos durchdringen.

Das Entscheidende ist aber, dass man durch Einlegen von Lebensmitteln in basisches Aktivwasser (Wasserstoff Wasser) deren Wasserstoffgehalt wieder erhöhen kann und sie so „erfrischt“.

obst

Wir lieben Frische

Der Apfel frisch vom Baum, die Gurke frisch vom Feld – so schmeckt es uns am besten. Der Apfel aus Australien und die Gurke aus Spanien haben aber auf ihren langen Transportwegen viel von ihrer Lebensenergie verloren, bis wir endlich hinein beißen können. Durch Kühlung und Vakuumverpackung können wir zwar verhindern, dass zu viel Wasser verloren geht. So sehen unsere Produkte noch frisch und nicht verschrumpelt aus, wenn wir sie kaufen. Den Verlust an Wasserstoff können wir dadurch aber nicht so leicht aufhalten. Was wir sehen, ist scheinbare Frische. Allerdings können die meisten Menschen den Unterschied zwischen einer wirklich frischen Frucht vom Baum oder Feld und Lebensmitteln mit langer Transporthistorie durchaus riechen und schmecken.

Aber Frische ist auch objektiv messbar: Als Redoxpotential (ORP)

Links ein Beispiel:

Ein halber Apfel (Sorte Braeburn) wird 1 Stunde in basisches Aktivwasser (Wasserstoff Wasser) pH 9,5 mit ORP (-) 395 mV (CSE) eingelegt. Die andere Hälfte wird nur gemessen.

Ausgangs-ORP des Apfels:  (+) 328 mV (CSE)

End-ORP des Apfels:            (+) 232 mV (CSE)

Absolute ORP – Differenz              88 mV

Das Elektronenangebot des Apfels hat sich durch das 60-minütige Einlegen in basisches Wasserstoff Wasser (AktivWasser) beinahe fünf mal verdoppelt!

Grund dafür ist das Eindringen von dH2 in den Apfel, der das ORP sinken lässt.

messungen

Wie viel ORP-Gewinn ist möglich?

Meist reicht schon eine geringere Einlegezeit, vor allem, wenn die eingelegten Nahrungsmittel eine weiche Haut oder Schale haben, wie Johannisbeeren oder Aprikosen.

Beispiel Johannisbeeren 30 Min. in basischem Wasserstoff-Wasser (Aktivwasser) pH 9,8 mit ORP (-) 413 mV (CSE) eingelegt.

Ausgangs-ORP :                  (+) 068 mV (CSE)

End-ORP :                            (-) 250 mV (CSE)

Absolute ORP – Differenz:           318 mV

Eine halbe Aprikose wird 20 Min. in basisches Wasserstoff-Wasser (Aktivwasser) pH 9,9 mit ORP (-) 429 mV (CSE) eingelegt. Die andere Hälfte wird nur gemessen.

Unbehandelte Hälfte:            (+) 348 mV (CSE)

Behandelte Hälfte:                 (-) 209 mV (CSE)

Absolute ORP – Differenz:            557 mV

Bei schalenlosen Lebensmitteln wie rohem Fleisch oder Fisch reichen auch Einlegezeiten von 2-3 Minuten für einen deutlichen Effekt.

orp

Die sogenannte „kontaktlose“ Aktivierung

Als noch nicht bekannt war, dass wanderndes Wasserstoffgas für den Abfall des Redoxpotentials in benachbarten Flüssigkeitssystemen verantwortlich war, wurden allerlei Theorien über die sogenannte „kontaktlose“ Aktivierung diskutiert. Auslöser der „contactless“ Diskussion war ein Versuch, bei dem sich zeigte, dass ein mit elektro-aktiviertem basischen Wasser gefülltes Latex-Kondom, auf unerklärliche Weise sein negatives Redoxpotential auf ein Wasser übertrug, in das es eingelegt war. Später hat man dann erkannt, dass auch ein Kondom offenbar doch nicht so dicht ist, wie man gedacht hatte.

Bekanntermaßen porös ist dagegen der Darm, an dem ich gezeigt habe, wie gut basisches Wasserstoff Wasser (Aktivwasser) sowohl den Wasserstoff als auch die mitgeführten Mineralien in den Körper transportiert. Dazu füllte ich einen Schafsdarm, der normalerweise für Weißwurst verwendet wird, mit basischem Wasserstoffwasser pH 9,5 und ORP (-) 349 mV und legte ihn 10 Minuten in physiologische Kochsalzlösung (Blutersatz) mit pH 7,03 und ORP (+194 mV) ein.

Der absolute ORP-Gewinn betrug 480 mV, fast 0,5 Volt.

Da immer wieder fälschlich behauptet wird, „anorganisches Calcium“ aus hartem Wasser ließe sich über den Darm nicht aufnehmen, bestimmte ich auch die Härtegrade:

• Physiologische Kochsalzlösung: 0 mg/l CaCO3

• Basisches Wasserstoff-Wasser im Darm: 445 mg/l CaCO3

• Kochsalzlösung nach 10 Min.: 222,5 mg/l CaCO3

Calcium ist also mühelos wie der Wasserstoff gewandert. Mineralien in Wasser sind hervorragend resorbierbar.

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Wasserstofftransfer durch Verpackungen

Die schnelle Mobilität des in basischem Aktivwasser gelösten Wasserstoffs findet ihre Grenzen in Verpackungen aus dickwandigem Glas und Edelstahl. Diese sind daher auch gut zur Aufbewahrung wasserstoffreichen Wassers geeignet. Besonders durchlässig sind Kunststoffbeutel, die sich deshalb auch zur „Aktivierung“ flüssigen Inhalts wie Säften eignen.

So ließ sich ein ohnehin schon sehr hochwertiger Karottensaft, der 20 Minuten in einem Gefrierbeutel in basisches Wasserstoffwasser (pH 9,9 ORP (-) 423 mV (CSE) eingelegt wurde, um 241 mV in seinem Redoxpotential verbessern.

Dies entspricht einer ca.. 13-fachen Verdoppelung des Elektronenangebots.

Vielleicht am überraschendsten war das Ergebnis nach dem 30-minütigen Einlegen eines 0,5 l Kartons mit frischer Vollmilch:

Hier verbesserte sich das Redoxpotential um 97 mV. Ich bezeichne dieses Verfahren in meinen Vorträgen gerne als: „Die Kuh im Kühlschrank“.

Bei allen Beispielen verändert sich übrigens der pH-Wert nur im Zehntelbereich nach oben. OH- -Ionen werden durch viele Barrieren leicht gebremst.

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Eier in basischem Wasserstoff-Wasser

Fast jeder sieht, jeder schmeckt oder riecht, ob ein aufgeschlagenes Hühnerei frisch ist. Aber soll man deswegen Eier, die schon ein bisschen älter sind, wegwerfen oder an die Osterhasen verfüttern?

Wenn Sie rohe Eier 30 Minuten lang in basisches Wasserstoffwasser einlegen, werden Sie es sehen, schmecken und riechen. Verfaulte Eier, in die schon Bakterien eingedrungen sind, können Sie natürlich nicht mehr retten. Aber selbst ganz frische Eier gewinnen durch dieses Verfahren.

2 „handelsfrische“ Bio-Eier aus derselben Schachtel wurden getrennt in Eiklar und Dotter nach ihrem Redoxpotential beurteilt.

Unbehandeltes Ei:

• ORP Eiklar: (+) 59 mV (CSE)

• ORP Dotter: (+) 34 mV (CSE)

30 Min. in basischem Aktivwasser (Wasserstoff Wasser) eingelegtes Ei:

• ORP Eiklar: (-) 56 mV (CSE)

• ORP Dotter: (+) 14 mV (CSE)

ORP Gewinn absolut: Eiklar: 115 mV – Eidotter 20 mV

Schluss mit dem Saftladen

EOS Revelation II Untertisch Wasserionisierer

Das Ende der hohe Kosten und Umweltschäden verursachenden Flaschenwasserindustrie durch die Verbreitung von Wasserionisierern ist bereits vorhersehbar. Aber brauchen wir eigentlich noch Handelsketten für Obst- und Gemüsesäfte, ja selbst für Limonaden?

Von der Cola bis zum Orangensaft: Bei Licht betrachtet, sind doch die meisten heimischen Getränkehersteller gar keine Produzenten, sondern reine Abfüllbetriebe für irgendwo auf der Welt erzeugte Konzentrate, denen sie nur Wasser und ggf. Zucker oder Kohlensäure beifügen. Umweltpolitiker fordern schon lange, das Abmischen von Konzentraten mit Wasser und weiteren Zusätzen zu dezentralisieren und es dem Verbraucher zu überlassen. Fast jeder Profi-Gastronom benutzt solche Mischvorrichtungen an seinem Schanktresen.

Ansätze, das teure Herumkarren von Flaschen über unsere Autobahnen einzuschränken, gab es bereits. Aber es ist gar nicht so einfach, zum Beispiel Apfel- oder Orangensaftkonzentrat zum Selber mischen für den Haushalt zu bekommen, obwohl es doch in jedem Supermarkt haufenweise Apfel und Orangensaft „aus Konzentrat“ zu kaufen gibt.

Ist es die Erinnerung an längst vergangene „Sirup“-Zeiten, in denen man sich frische Säfte noch gar nicht leisten konnte? Oder ist es die Angst vor dem verpönten Leitungswasser, dem man weniger vertraut als dem Wasser, mit dem die Abfüllbetriebe die importierten Konzentrate verdünnen?

Mit einem Wasserionisierer und seinen erstklassigen eingebauten Vorfiltern kann man reineres und hochwertigeres Wasser herstellen als die Getränkeindustrie. Und ich werde Ihnen nun aufzeigen, dass auch das Mischergebnis aus Getränkekonzentraten messbar besser ist.

orangensaft

Die Suche nach dem optimalen Orangensaft

Selbst gepresst, direkt gepresst, aus Konzentrat – oder selbst aus Konzentrat gemischt?

Selbst gepresst aus „La Sarte“: pH 3,82; ORP (-) 104; dH2 : 0

„Bio Bio“ Konzentratsaft: pH 3,72; ORP (+) 158; dH2 : 0

„Fruchtstern“ Konzentratsaft: pH 3,82; ORP (+)117; dH2 : 0

„Wolfra“ Direktsaft: pH 3,92; ORP (+) 113; dH2 : 0

„Valensina“ (kühlfrisch): pH 3,88; ORP (+) 157; dH2 : 0

„Ratiodrink“ Bio-Orangensaftkonzentrat Leitungswasser Parameter: pH 7,49; ORP (+) 238; dH2 : 0 Aktivwasser (Wasserstoff Wasser) Parameter: pH 9,52; ORP (-) 632; dH2 : 1255 „Ratiodrink“ Parameter (pur): pH 3,47; ORP (+) 042; dH2 : 0

„Ratiodrink“ selbst gemischt im Verhältnis 1 : 2,5

Dieses Verhältnis ergab das am ehesten mit selbst gepresstem Saft vergleichbare optimale Geschmackserlebnis.

Mit Leitungswasser: pH 3,68; ORP (+) 190; dH2 0 mit Wasserstoff Wasser (Aktivwasser): pH 3,79; ORP (-) 349; dH2 : 622

Das Ergebnis fiel also noch besser aus als bei der selbst gepressten „La Sarte“ Saftorange. Übrigens: Bei Apfelsaftkonzentrat funktioniert es genauso!

Tomaten und (Wasserstoff Wasser) Aktivwasse
Tomaten

Die Tomate, der Liebesapfel – in Österreich Paradeiser, in Italien Pomodoro (Goldapfel) genannt – beschäftigt die Aktivwasserszene mehr als jede andere Frucht. Denn sie gehört zu einem Vertriebskonzept, bei dem Wasserionisierer vertrieben werden, die durch Zugabe von Salz vor der Elektrolyse ein basisches Funktionswasser mit einem pH-Wert über 11 erzeugen können.

Dies ist eine Chemikalie, die Fett emulgiert, also wasserlöslich macht. Dieses Wasser darf nicht getrunken werden, da es so gesundheitsschädlich ist wie eine Lauge: Es greift die aus Fettschichten bestehende Membran unserer Körperzellen an. Ebenso wie die Haut von Tomaten, in der sich deren wichtigster antioxidativer Wirkstoff befindet, der die Tomate rot färbt:

Das fettlösliche Carotinoid Lycopin. Dieses löst sich nun in dem hochbasischen Funktionswasser aus der Schale heraus und färbt das Wasser rotgelb. Die Verkäufer dieser Geräte behaupten nun fälschlich, an dieser Farbe erkenne man die nunmehr von der Schale gelösten Pflanzenschutzmittel und andere Schadstoffe, das basische Funktionswasser sei also ideal zum Reinigen von Obst und Gemüse geeignet.

In Wahrheit wird der Tomate das Beste entzogen, was sie mitbringt, Lycopin, eines der wenigen kochfesten Antioxidantien (weswegen Dosentomaten, Tomatenmark und sogar Ketchup immer noch wertvoll sind). Ein gleichzeitig in das Funktionswasser eingelegter konventionell angebauter Apfel verursachte übrigens keine „Schadstoff-Färbung“.

Die jeweils rechte Tomate war übrigens aus streng biologischem und schadstofffreien Anbau. Dennoch gab sie genau so viel roten Farbstoff ab. Es sind wirklich keine Schadstoffe! Dennoch zeigt die Bio-Tomate nach 12-stündigem Einlegen einen deutlich besseren ORP-Wert!

Bessere Tomaten durch Aktivwasser (Wasserstoff Wasser)

Bekanntlich gibt es super Tomaten und Supermarkt-Tomaten. Die ersteren schmecken besser und kosten viel mehr, die letzteren sind Züchtungen für das Auge des Verbrauchers.

Die schönen Tomaten aus den Gewächshäusern der Zulieferindustrie für Discounter gibt es immer, die guten nur zu bestimmten Jahreszeiten. Nur Tomatenkonserven haben immer dieselbe Qualität, weil sie grundsätzlich aus vollreifen Früchten hergestellt werden, deren Optik keine Rolle spielt.

Ohne große Umstände können wir auch Tomaten mehr messbare Lebensmittelqualität in Form eines negativen ORP verleihen, indem wir sie zur Übertragung von Wasserstoff in basisches Wasserstoff Wasser (Aktivwasser) einlegen. Zum Schutz des empfindlichen Lycopins in der Schale, sollte es aber einen pH-Wert von 10,5 nicht überschreiten. Damit sind in 30 Minuten ORP-Werte bis zu (-) 383 mV (CSE) möglich. Am besten funktioniert es mit halbierten Tomaten. Der pH-Wert der Tomate verändert sich dabei nicht, ihr Geschmack und ihre Säuerlichkeit bleiben also erhalten. Auch eine damit gekochte Nudelsauce besticht durch ihr negatives Redoxpotential.

Der Lycopingehalt einer rohen Tomate liegt pro 100 g bei ca.. 9 mg, Tomatensaft 11, bei Tomatenpüree und Ketchup 17, bei Tomatenmark bei 55,5 mg/100 g. Natürlich wird niemand 100 g Tomatenmark essen. Eher isst man ein Pfund Tomaten, dann hat man fast dieselbe Lycopinmenge.

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Besserer Tomatensaft

Fertig gewürzte und gesalzene Tomatensäfte überzeugen durch niedrige Redoxpotentiale im positiven Millivoltbereich. Der Biosaft ist etwas weniger säuerlich und hat ein deutlich günstigeres Redoxpotential. Beide Säfte schmecken ausgezeichnet, was auch an den Gewürzen liegen mag. Insofern wäre der geschmackliche Vergleich mit „frischen“ pürierten Tomaten vom Discounter unfair, denn man kann das Püree ja selbst würzen. Die ORP-Werte (CSE) unserer Proben aus dem Mixer von links nach rechts:

+ 72 mV: Rispentomaten; + 82 mV: Bio Rispentomaten und

+ 64 mV: Sorte Costolutto ( 4 x teurer). Knapper Sieger.

Keine der Proben zeigt gelösten Wasserstoff. Demgegen- über sticht 3-fach-konzentriertes Tomatenmark „Oro di Parma“ mit einem Wasserstoffgehalt von 680 Mikrogramm/l hervor bei einem ORP von (-) 352 mV. Schmeckt aber auch verdünnt mit Wasser ziemlich „metallisch“.

Die besten Endresultate nach 1 : 1 Verdünnung mit basischem wasserstoffhaltigem Aktivwasser pH 9,5, ORP (-) 620 mV (CSE) ergaben sich elektrochemisch und geschmacklich bei der Verwendung von fertigem Bio-Tomatenpüree eines Discounters im Verhältnis 1:1. Dieses Püree enthielt bereits ungemischt 613 Mikrogramm/l dH2 , das sich nach dem Mischen auf 708 ppb (Mikrogramm/l) erhöhte. Das ORP ließ sich auf (-) 104 mV senken. Nach dem Würzen ein sehr gutes Saftergebnis.

Fitness Pulver

Konzentrierte Proteine werden vor allem zum Muskelaufbau als Nahrungsergänzung für Leistungssportler wie z.B. Bodybuilder angeboten. Jedoch sind sie keine Nahrungs-Ergänzung, sondern Nahrung in konzentriertester, definiertester Form.

Am verbreitetsten sind „Whey“ – Mixturen aus pulverisiertem Molkeeiweiß, dem zur Ergänzung noch Vitamine, Mineralien, Enzyme etc. hinzugefügt werden. Gerade bei solchen durch die Trocknung absolut „toten“ Pulvern bietet es sich an, ihnen durch das Anmischen mit basischem Aktivwasser (Wasserstoff-Wasser) wieder etwas mehr von ihrer ursprünglichen Lebenskraft zu verleihen.

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Der Vergleich einiger beliebter Produkte dieser Art zeigt, dass der Testsieger nur knapp vorne liegt, dass es aber immer gegenüber dem Anrühren mit Leitungswasser erhebliche Vorteile bringt.

Links: Leitungswasser pH 7,5, ORP (+) 267 (CSE); dH2 0 Mikrogramm/l.

Rechts: Wasserstoff Wasser pH 9,9,;ORP (-) 683 (CSE); dH2 1313 Mikrogramm/l.

Dargestellt ist jeweils der Verlust/Gewinn gegenüber dem Leitungswasser nach dem Anrühren mit dem Pulver.

almased

Diätpulver

Die im Abschnitt „Fitnesspulver“ dargestellten Erwägungen für den Einsatz von basischem Wasserstoff Wasser zum Anrühren gelten auch für Pulvermischungen zum „Abnehmen“, wie wirksam diese auch sein mögen. Hierbei handelt es sich ebenfalls nicht um Nahrungsergänzungen, sondern um vollwertigen Nahrungsersatz, der den Verzicht auf Alltagsnahrung, die zur Gewichtszunahme geführt hat, während der Diätphase mit reduzierter Kalorienaufnahme erleichtern soll.

Solche Diäterleichterungspulver gibt es wie Sand am Meer. Ich habe daher nur eines der Vielbeworbensten Almased® getestet, um den Grundvorteil des Anmischens mit basischem Aktivwasser zu verdeutlichen. Basiswerte des Mischwassers wie bei Fitnesspulvern

Muttermilch und Wasserstoffwasser

stillen

Milchpulver werden im Privatbereich heutzutage kaum noch als Ersatz für Frischmilch eingesetzt, da zumindest in den Industrieländern eine gute Versorgung mit Frischmilch gesichert ist. Wie selbst diese noch verbesserbar ist, habe ich bereits im Kapitel „Wasserstofftransfer durch Verpackungen“ dargestellt. Als Formula-Nahrung für Säuglinge, die nicht gestillt werden, sind sie aber weit verbreitet und daher besonders wichtig für eine nähere Betrachtung ihrer elektrochemischen Qualitätsparameter. Denn Kuhmilch, aus denen die Babymilchpulver gewonnen werden, zeigt andere Messwerte als die Milch einer stillenden Frau.

Es ist auffällig, dass die elektrochemischen Normalwerte von Muttermilch den Schwankungsbereichen des menschlichen Blutes entsprechen. Offenbar erleichtert die Natur dem Säugling dadurch die Aufnahme der Milchnährstoffe in den Blutkreislauf.

Die grundsätzliche Frage ist also: Wie kann man die größtmögliche Ähnlichkeit der Babymilchmischungen zum natürlichen Mastermodel erreichen? Oder kann man das Baby durch die Formula-Nahrung sogar noch besser ernähren? Seit über 100 Jahren machen sich Wissenschaftler im Dienste von Milchpulverherstellern über diese Fragen Gedanken. Bringt die Verwendung von basischem Wasserstoff-Wasser hier einen zusätzlichen Vorteil?

milchpulver

Babymilchpulver

 

Einige Hersteller von Babymilchpulvern haben sich bereits selbst mit der Frage beschäftigt, welche Rolle das Wasser spielt, mit dem ihre Produkte angerührt werden.

Daher verkaufen sie eigene Marken von „Babywasser“.

Anhand eines solchen Babywassers Marke „Humana®“ habe ich dessen elektrochemische Auswirkungen auf das Endprodukt, das im Fläschchen landet, bei verschiedenen Marken getestet.

Die Ergebnisse sind für mich nicht sehr überzeugend.

Konventionelle Alternativen für Babymilch?

spannunghumana

Tatsächlich schnitten die mit dem Humana® Baby-Wasser angemixten Babymilchpulver allesamt elektrochemisch (ORP-Wert) noch besser ab als ein fertig gemixtes Fläschchen-Produkt, das jungen Müttern in manchen Geburtskliniken kurz nach der Geburt bei Still-Schwierigkeiten als Ersatz dargereicht wird.

Denn ein Redoxpotential von + 73 mV (CSE) bedeutet, dass der Säugling eine Spannung von mindestens 75 mV überwinden muss, um die Nährstoffe der Milch in seinen Organismus zu transportieren. Immerhin ist der pH-Wert dieses Produkts mit 6,92 aber noch besser als der beste mit dem „Baby-Wasser“ erzielte Wert von 6,64.

Ist der pH-Wert in diesem Fall wichtiger als der Redoxwert? Diese Frage ist in diesem Fall wissenschaftlich neu und noch nicht einmal andiskutiert. Ich denke: nein.

Mineralwässer zum Anmischen bieten selten bessere Werte als die angebotenen Baby-Wässer. Als Besitzer der wahrscheinlichen größten, elektrochemisch analysierten Mineralwassersammlung der Welt können Sie mir wirklich glauben:

Das Mineralwasser der St. Leonhardsquelle im oberbayerischen Leonhardspfunzen lieferte unter 120 Sorten die besten Werte beim Anmischen von Milchpulver.

Aber auch dieses Ergebnis ist nicht nur weit entfernt vom Original der Muttermilch, sondern bezogen auf den Preis auch teurer als das Pulver selbst.

Der pH-Wert ist immer noch um 0,7 pH unter dem „Soll“, der ORP-Wert von +24 mV (CSE) um 26 bis 86 mV unter dem Master-Model der Muttermilch. Mit basischem Aktivwasser (Wasserstoff Wasser) kommt man dem Ideal viel näher

Basisches Wasserstoff Wasser und Muttermilch

muttermilch Babyvita Milchpulver

Ich hoffe, dass dieses Buch die Hersteller von Babynahrung zu näheren Forschungen anregt, die dann in eine Empfehlung mündet. Ich möchte hier lediglich darauf hinweisen, dass sich mit dem Einsatz von basischem Aktivwasser (Wasserstoff Wasser) z.B. ein Milchpulver „Bebivita® Anfangsmilch 1“ näher an die bei natürlicher Muttermilch gemessenen elektrochemischen Parameter bringen lässt als mit verbreiteten bisherigen Methoden. Zum Anmischen verwendet wurde dabei Aktivwasser mit einer Temperatur von 14o C mit folgenden Parametern: pH 9,8; ORP (-) 609 mV (CSE); gelöster Wasserstoff 1353 Mikrogramm/l. Das Ergebnis: pH 7,3; ORP -053 mV (CSE), gelöster Wasserstoff 136 Mikrogramm/l.

Eine weitere durch wissenschaftliche Studien zu klärende Frage wäre, ob durch das Trinken von basischem Wasserstoff Wasser (Aktivwasser) während der Stillperiode seitens der Mutter die Qualität der Muttermilch verbessert werden kann. Mein Pilotversuch an einer Probandin legt dies nahe:

Muttermilchprobe 1: 8.5.2012 ohne Aktivwassertrinken pH 7,55 ORP: (-) 27 mV

Muttermilchprobe 2: 23.5.2012 mit vorherigem täglichen Aktivwassertrinken (pH 9,5, ORP -220 mV) ad libitum. pH 7,54 ORP: – 56 mV.

Die Verdoppelung des negativen Redoxpotentials in 15 Tagen bedeutet eine starke Zunahme des Elektronenangebots.

Die neue Wasserstoff-Diskussion

Die Forschungen des Japaners Shigeo Ohta zeigten 2007, dass auch molekular gelöstes Wasserstoffgas, das für das negative ORP verantwortlich ist, antioxidative Effekte besitzt. Seitdem ist molekulares Wasserstoffgas eines der interessantesten Themen der medizinischen Forschung geradezu explodiert. 12) Es ist vielversprechend bei der Therapie der häufigsten heute verbreiteten nichtinfektiösen Krankheiten.

Molekularer Wasserstoff bekämpft vor allem direkt das zerstörendste aller freien Radikale, das Hydroxyl-Radikal, das mit einem ORP von (+) 2300 mV die Liste der Zellzerstörer noch vor Ozon (+ 2000 mV) anführt. H2 hinterlässt im Gegensatz zu anderen hochwirksamen Antioxidantien auch keine Nebenwirkungen: Es wird einfach Wasser daraus! Außerdem neutralisiert H2 das Peroxynitrit-Anion und verhindert die Entstehung von Stickstoff-Radikalen, die für Zellstrukturen und wichtige Enzyme gefährlich sind.

Zuvor hatte man Wasserstoffgas (H2) in der Physiologie für unwichtig gehalten, weil es relativ viel Energie benötigt, um chemische Reaktionen einzugehen (435 kJ/Mol). Zudem geht unser Körper recht verschwenderisch damit um, indem über den Atem ständig Wasserstoffgas ausgestoßen wird. Nur einige japanische Wissenschaftler um Hidemitsu Hayashi verfolgten schon in den 1990er Jahren die Idee, Wasserstoff könne bei den beobachteten Heilwirkungen von basischem Aktivwasser eine Schlüsselrolle spielen.

Seit Shigeo Ohtas Entdeckungen ist molekulares Wasserstoffgas eines der interessantesten Themen der medizinischen Forschung. Prof. Garth L. Nicolson, ein für den Nobelpreis nominiertes wissenschaftliches Schwergewicht in der Zellmedizin, zitierte in einem 2016 publizierten 44-seitigen Übersichtsartikel bereits 338 wissenschaftliche Studien über das neue Heilgas.

Die überraschendste Erkenntnis der inzwischen auf über 1000 Studien angewachsenen Forschung ist: Wasserstoffgas ist kein starkes, sondern ein schwaches Antioxidans. Und genau dieser scheinbare Nachteil verschafft ihm den Vorteil der selektiven Wirkung:

Es wirkt nur dann als Antioxidanz, wenn ein besonders starker oxidativer Angriff auf Zellstrukturen besteht, wie es bei Hydroxyl- und Stickstoffradikalen der Fall ist.

Um es in einer Metapher auszudrücken: Molekularer Wasserstoff im Körper ist wie ein Rauchmelder, der nicht schon beim Anzünden einer Kerze die Sprinkleranlage in Gang setzt, sondern erst, wenn der Christbaum anfängt, zu brennen. Besonders im Zellkern, wohin Wasserstoffgas mühelos vordringen kann, würden größere und stärkere Antioxidantien wichtige Signalwege unterbrechen.

Hidemitsu Hayashi Foto Theorie der Wasserreglung Magnesium Stick

Garth L Nicolson Clinical effects of hydrogen administration

Somit ist molekularer Wasserstoff sehr vielversprechend bei der Therapie der wichtigsten nichtinfektiösen Krankheiten. Von den drei Darreichungsformen als Getränk, Infusionslösung und Inhalationsgas ist Wasserstoffwasser die häufigste.

Wasserstofftherapie Anwendung Grafik

Grafik über Wasserstofftherapie-Anwendungen. Nach Nicolson. a.a.O., 2016, p 35

Gelöster Wasserstoff (dissolved hydrogen dH2) wird vor dem Hintergrund dieser umfangreichen Erkenntnisse seit 2008 zu einer Schlüsselkomponente von elektroaktiviertem Wasser. Daraus ergibt sich natürlich die Frage: Welchen Parameter soll man denn nun zur Qualitätsbeurteilung von Wasser heranziehen: dH2 oder ORP und pH?

Um die jahrelange Diskussion zwischen Redoxpotential und Wasserstoff auf den Punkt zu bringen: Das Redoxpotential ist ein Nebeneffekt. Die phantasievollen Diskussionen über „freie Elektronen“ oder „kontaktlose Übertragung“ sind inzwischen nur noch von historischer Bedeutung. Allerdings hat es bis 2016 gedauert, bis eine auch für Laien überall praktikable Methode zur dH2 Messung gefunden wurde.

Das hat zunächst für den Anwender von basischem Aktivwasser eine ganz einfache praktische Folge, dass er alle Warnungen vor Metallgefäßen ignorieren kann: es kommt ausschließlich darauf an, dass das Gefäß gasdicht ist.

Glas oder Edelstahl lösen daher heute die verschiedenen Kunststoffe ab, die Wasserstoff nicht zurückhalten können.

Da mit steigender Wassertemperatur auch die Lösungsfähigkeit von H2 sinkt, sind doppelwandige Gefäße mit Thermoisolation das Aufbewahrungsgefäß der Wahl. Aufgefüllt werden sollte immer bis zum Rand, um zu vermeiden, dass der im Wasser gelöste Wasserstoff in eine Luftblase ausgast. So kann der dH2 Verlust wirksam begrenzt werden.

Das hat auch Folgen für die Flaschengröße: Einmal geöffnet und mit der Atmosphäre im Kontakt, entweicht der Wasserstoff unweigerlich und schnell.

Deshalb sollten die Flaschen nicht größer sein, als die Trinkmenge, die man in kurzer Zeit konsumieren kann. Es geht darum, so viel Wasserstoff wie möglich im basischen Aktivwasser zu produzieren und diesen Gehalt bis zum Trinkzeitpunkt maximal zu erhalten.

Es gibt Firmen, die O2 Wasser entwickelt haben und es mit Erfolg verkaufen. Das enthält keinerlei Wasserstoff. Aus heutiger Sicht ist das nicht sinnvoll. Sauerstoff ist der Verbrenner, Wasserstoff ist der Treibstoff im Körper. Nur durch die Aufladung von NADH+ zu NADH im Körper wird die Energiespeicherung durch Wasserstoff ermöglicht. Albert von Szént-György hat die schon 1937 in seiner Nobelpreisrede dargelegt – übriges genau in dem Jahr, in dem Elektrolytwasser in Deutschland als Arzneimittelspezialität registriert wurde. Wasserstoff können wir nur durch Energiezufuhr in Form von Nahrung gewinnen.

Am Ende des Stoffwechsels gewinnen wir Wasserstoff daraus und die ganze biochemische Raffinesse unserer Zellen dient nur dazu, die Knallgasreaktion zwischen Sauerstoff und Wasserstoff in mehrere sanfte Schritte zu zerlegen.

Sauerstoff können wir uns in beliebiger Menge über die Lungen zu den Zellen fächern. In allen Normalsituationen ist ausschließlich die Versorgung mit Wasserstoff das Problem in unserem Organismus.

Mithilfe von basischem, wasserstoffreichem Aktivwasser können wir die Stoffwechselkette überspringen, und uns ohne Atmungskette und Zitronensäurezyklus sofort mit Wasserstoff versorgen, der aufgrund seiner winzigen Molekülgröße den ganzen Körper einschließlich der Mitochondrien mühelos durchströmen kann. Mit basischem Aktivwasser  (Wasserstoff Wasser) kann der Treibstoff des Lebens einfach getrunken werden. Und zusätzlich ist er nicht nur das kleinste, sondern auch das eleganteste Antioxidanz. Denn er wird nicht zum Radikal, nachdem er seine Energie abgegeben hat, sondern Wasser.

Noch ein Wort zum scheinbaren Überschuss an Wasserstoff in unserem Körper, der dazu führt, dass wir ständig Wasserstoff ausatmen und verdunsten. Man hört ja oft: Wasserstoff ist das häufigste Element im Universum. Zum Beispiel Sie und ich bestehen zu 99 % aus Wasserstoffatomen. Jeder von uns besteht nur zu 1 % nicht aus Wasserstoff.

Und jetzt kommt der Clou: Das häufigste Element des Universums ist auf unserer Erde absolute Mangelware. Während Wasserstoff 75 % der Gesamtmasse unseres Sonnensystems darstellt, finden wir auf unserem Planeten nur 0,12 Prozent davon. Dagegen haben wir den Wasserstoffverbrenner Sauerstoff im Überfluss: Fast die Hälfte der Erdmasse besteht daraus.

Der auf der Erde eher seltene Wasserstoff liegt meistens nur in Verbindungen vor. Zum Beispiel als Wasser. Da ist er aber ziemlich unattraktiv, weil Wasser nichts anderes als verbrannter Wasserstoff ist. Wasser ist toter Wasserstoff. Nur das Leben auf dieser Erde, von den Pflanzen über Bakterien bis zum Menschen, ist imstande, aus Wasser wieder den Lebensmotor Wasserstoff zu gewinnen.

Und dazu nutzt das Leben die Energie, die es aus dem Universum bekommt:

Die Energie der Sonne und die im Inneren der Erde gespeicherte thermische und elektromagnetische Energie. Ungebundener molekularer Sauerstoff strebt als schnell aufsteigendes Gas zur Sonne zurück. Daher sind zum Beispiel Autos mit Wasserstofftank bei Unfällen weniger explosionsgefährdet als Benzinfahrzeuge, denn das auslaufende Benzin bleibt lange am Boden, während der Wasserstoff blitzartig nach oben wegfliegt.

Mithilfe der Wasserelektrolyse wandeln wir elektrische Energie, die letztlich aus der Umwandlung der Sonnenenergie stammt, in chemische Energie um, die uns dann als Wasserstoff, dem Gas des Lebens zur Verfügung steht. Wasserstoffwasser ist also energiereicher als normales Wasser. 

Die neue Frage bei basischem Wasserstoff Wasser (Aktivwasser) ist daher:

Wie bekommt man am meisten Wasserstoffgas im Wasser trink-fähig gelöst?

Seit etwa 2013 tobt darüber eine heftige Diskussion um den Globus. Mit den Ideen und Fehlkonzepten setze ich mich in den nächsten Kapiteln auseinander.

Neue Methoden und Geräte

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Erinnern wir uns zunächst daran, was ein klassischer Wasserionisierer bewirkt: Er teilt Wassermoleküle und trennt die daraus entstehenden Wasser-Ionen in einer Anoden- und Kathodenkammer. Dadurch verdichten sich Hydroxid-Ionen in der Kathodenkammer und Protonen (H+ Ionen in Form von H3 O+ -Ionen) auf der Anoden-Seite der Elektrolysezelle des Wasserionisierers.

Gleichzeitig durchwandern die basischen Kationen die Diaphragma-Membran zur Kathodenseite und die Anionen streben zur Anodenseite. Links sinkt der pH-Wert, rechts steigt er.

Das Wasser auf der Kathodenseite, das zum Trinken einen pH-Wert von 8,5 – 9,5 haben sollte, ist reicher an alkalischen Ionen wie Calcium, Magnesium etc. als das Leitungswasser.

Die erste Frage ist: geht es auch ohne einen Wasserionisierer?

Wasserstoffwasser in Beuteln

Wenn man ausschließlich auf Wasserstoff im Wasser aus ist und auf Basen und Mineralien im Wasser verzichten will, kann man auch auf einen Wasserionisierer verzichten. Wasserstoff aus der industriellen Schweißtechnik in Druckflaschen ist wahrhaftig nicht teuer. In Japan wurde eine erfolgreiche Methode zur Herstellung von wasserstoffreichem Wasser entwickelt, das mehrere Monate lang haltbar ist. Sie funktioniert folgendermaßen.

Diese Methode des japanischem Marktführers IZUMIO® nutzt einen hohen Wasserstoffdruck, um 2600 ppb Wasserstoff ins Wasser zu pressen. Das sind rund 1000 ppb mehr als es unter dem Normaldruck von 1 Atmosphäre möglich wäre. Vor der Abfüllung in vierlagige Aluminiumbeutel wird dem Wasser durch eine Vakuum-Membran auch noch der gelöste Sauerstoff entzogen. Dadurch sinkt das Redoxpotential stärker als bei Methoden, die den Sauerstoff im Wasser belassen.

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Wasserstoff in Beuteln

Shigeo Ohta, der Entdecker des medizinischen Nutzens von Wasserstoff, setzt sich in einem Youtube-Interview sehr für diese Methode ein. Doch es gibt ein entscheidendes Problem dabei.

Diese Methode ist sehr kostspielig. Die Portionsbeutel enthalten nur 0,2 Liter und der Preis für 1 Liter liegt deutlich über 10 €. Wie auf S. 8 dargelegt, sollte man aber mehr als einen Liter am Tag trinken.

Also kommt diese Methode wohl nur für die wenigen Leute infrage, bei denen Geld keine Rolle spielt. Billigere Nachahmerprodukte ohne die patentierte Methode zeigen schon nach dem Öffnen geringere Werte. Der Abfall bei einem amerikanischen Produkt, gemessen mit H2 blueTM Testtropfen zeigt eine Halbwertszeit von 50 Minuten. Der niedrige Anfangswert weist darauf hin, dass hier der gelöste Sauerstoff nicht ordnungsgemäß herausgepresst wurde.

Zwar ist davon auszugehen, dass die Preise für solche Produkte im Zuge eines Massenangebots sinken werden. Aber davon abgesehen sind die komplex aufgebauten EinweAluminiumbeutel schwierig zu recyclen und daher nach unserem heutigen Verständnis nachhaltiger Verpackungsökologie kaum wünschenswert.

Das bestehende Müllproblem bei Milliarden von Kunststoff aschen ist schon schlimm genug.

Ob die durch die Hochdruckabfüllung entstehende Übersättigung des Wassers mit molekularem Wasserstoff dem Wassertrinker tatsächlich zugute kommt, oder ob sie nur den durch Lagerung und Transport entstehenden Verlust des flüchtigen Gases kompensiert, ist eine weitere Frage.

 

Denn sobald man den Verschluss des Beutels aufschraubt, baut sich der Überdruck in wenigen Sekunden ab und fällt auf die üblichen 1600 ppb zurück, bei höherer Temperatur sogar noch tiefer. Werden die Beutel nicht in einer Kühlkette transportiert, bildet sich auch im Inneren des Beutels eine Blase mit ausgegastem Wasserstoff.

Dies liegt daran, dass molekularer Wasserstoff eigentlich nicht wirklich in Wasser gelöst wird wie mineralische Ionen. Denn Wasserstoffgas ist nicht polar. Es ist hydrophob, stößt also Wasser ab. Was in Wasser je nach Temperatur und Druck gespeichert wird, ist lediglich eine Art Dispersion.

In meinem folgenden Laborversuch zeigt sich dies. Ich habe dabei eine absolut dichte Gasmaus mit übersättigtem Wasserstoffwasser von 1680 ppb gefüllt.

In eine zweite Gasmaus, die mit demselben Wasser gefüllt wurde, gab ich noch einen Streifen mit metallischem Magnesium.

Dieses löst sich unter Bildung von Wasserstoffgas und Hydroxid-Ionen allmählich im Wasser, sodass es wasserstoffreicher und basischer wird. Beide Gasmäuse waren zu Beginn blasenfrei befüllt und wurden anschließend bei Zimmertemperatur gelagert.

Oben: Übersättigtes basisches Wasserstoffwasser (pH 10,5) aus einem Wasserionisierer. Rechts oben: Dasselbe Wasserstoffwasser aus einem Wasserionisierer mit einem 5 Zentimeter langen Streifen aus metallischem Magnesium.

Gasmaus (6)

Nach einer Woche hatte sich in der Gasmaus mit Magnesium (unteres Glas) eine weit größere Wasserstoff-Gasblase abgesondert. Das Wasser schied in beiden Fällen den übersättigten Wasserstoff aus und konnte mit dem zusätzlichen Angebot durch das Magnesium nichts anfangen.

Gasmaus (6)

Auch nach 6 Monaten konnte durch den Magnesium-Effekt kein weiterer Wasserstoff im Wasser gespeichert werden. Es bildete sich eine noch größere Gasblase.

Das Experiment zeigt zweierlei:

 

  • Ein elektrolytischer Wasserionisierer kann übersättigtes basisches Wasserstoffwasser erzeugen. Doch die Übersättigung bleibt nicht stabil.
  • Chemische Wasserstofferzeugung wie zum Beispiel durch metallisches Magnesium stößt ebenso an die Grenzen der Sättigung. Es können dadurch keine besseren oder stabileren Ergebnisse erzielt werden.

pH-neutrales Wasserstoffwasser

Mit der zunehmenden Bedeutung des Faktors Wasserstoff entwickelten manche Hersteller elektrolytischer Wasserionisierer neue Ideen, um mehr Wasserstoff im Wasser zu speichern. Einige davon sind interessant. Andere nicht. Ich will mit den schwächeren Methoden beginnen, die zwar nicht so viel Wasserstoff im Wasser speichern können, aber gegen- über dem relativ hohen Anschaffungspreis eines klassischen basischen Wasserionisierers mit Diaphragma-Elektrolyse deutlich günstiger herzustellen sind.

Diesen Geräten ist gemeinsam, dass die Hersteller ausschließlich den Wasserstoffgehalt im Auge haben. Sie erklä- ren es einfach für überflüssig, dass das Wasser auch basisch sein sollte und dass man den Sauerstoff wegen seines oxidierenden Charakters entfernen sollte. Auch die Entfernung der Anionen halten sie für ebenso überflüssig wie die Erhö- hung der Kationenmenge im basischen Aktivwasser.

Der pH-Wert ist für sie passé. Wasserstoffgehalt ist alles. Auf den folgenden Seiten schildere ich Ihnen die wichtigsten dieser seit etwa 2010 entwickelten Techniken.

Oxy-Hydrogen Generatoren

Am einfachsten ist die Herstellung von Wasserstoffwasser in einer 1-Kammer Elektrolysezelle, in der Kathoden und Anode nicht durch ein Diaphragma getrennt sind. Es wird also Sauerstoff und Wasserstoff zugleich im Wasser „gelöst“. Und zwar im Verhältnis 1:2. Das ist die Formel für Knallgas.

Die Hersteller vermeiden es allerdings von Knallgas-Ionisierern zu sprechen, weil das explosiv und gefährlich wirkt – obwohl es das in wässriger Lösung und in diesen Mengen gar nicht ist. Sie betonen daher ausschließlich den Wasserstoff und sprechen von „Hydrogen-rich-water“ Generatoren. Mein persönlicher Lieblingsausruck dafür ist „Double-Bubbler“.

Die Grundfunktion zeigt die Grafik rechts: Technisch sind sie sehr einfach. Und tatsächlich schaffen sie mit wenig Aufwand auch Wasserstoffgas ins Wasser, was normales Trink- oder Mineralwasser in der Regel nicht besitzt. Wirklich Hydrogen-rich, also reich an Wasserstoff, ist dieses Wasser zwar nicht. Aber man kann behaupten, dass dies für eine bessere Wasserstoffversorgung und bestimmte antioxidative Effekte ausreicht.

Der Vorteil: Eine simple Stromversorgung über einen per USB-Kabel aufladbaren Akku. Bis zu 20 Liter Wasser kann man damit unterwegs und ohne Steckdose aufbereiten. In einem OXY-Hydrogen Generator wird Sauerstoff nicht nur nicht entfernt, sondern sogar noch hinzugefügt. Dadurch wirkt der gelöste Sauerstoff als Gegenpol zum Wasserstoff und das Redoxpotential wird nie so niedrig wie in einem Wasserionisierer. Aber das macht nichts, sagen die Anhänger dieser Technik.

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Da diese Mobilgeräte durchweg mit sehr niedrigen Spannungen zwischen 4,5 und 8,7 Volt arbeiten, ist die Gefahr, dass neben Sauerstoff auch Ozon an der Anode gebildet wird, nicht gegeben.
Dennoch sind die meisten Hersteller – zum Teil auch wegen unserer Hinweise auf die Nachteile des Sauerstoff-Verbleibs, inzwischen von der Double-Bubbler Technik weg zu gegangen.

Nur im Bereich Bade- und Beauty-Wasser – also außerhalb des Trinkbereichs – wird diese Technik noch gepflegt, vor allem deshalb, weil sie wirklich sehr billig ist. Weitere Methoden stelle ich auf den nächsten Seiten vor.

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Chemische H2-Generatoren

Um wirklich den maximalen Nutzen von Wasserstoffwasser zu haben, sollte gelöster Sauersoff zumindest nicht zugefügt werden wie bei den „Double-bubblern“.

Chemische Wasserstoff-Generatoren wie H2 – Tabletten, bestimmte Keramik-Mischungen oder wasserstoffproduzierende Metalle wie Magnesium fügen keinen gelösten Sauerstoff zu.

Aber sie entfernen auch keinen Sauerstoff, der bereits im Wasser gelöst ist.

Sehr häufig werden sie auch als „Wasserionisierer“ bezeichnet.

Das damit erzeugte Wasser unterscheidet sich allerdings erheblich von elektroaktiviertem basischen Aktivwasser, wie ein erneuter Blick auf die Seiten 7-8 dieses Buches erklären könnte. Vgl. auch S. 43.

H² Tabletten

Auch wasserstoffgenerierende Sprudeltabletten basieren auf dem Magnesium-Effekt. Allerdings setzen sie durch ihre Komposition erheblich schneller Wasserstoff frei. Sie werden 10 – 20 Minuten in einer prall mit Wasser gefüllten Druckflasche aufgelöst, wodurch sich dH2-Werte über 3000 ppb erzeugen lassen, wenn die Flasche klein genug ist. Der Geschmack dieser Produkte wird aber meist nicht als angenehm empfunden und reizt nicht dazu, viel zu trinken.

Inzwischen wurden auch Tropfenlösungen entwickelt, die besser schmecken sollen. Es ist aber aufgrund mancher EU-Bestimmungen nicht immer einfach, solche Produkte zum Testen zu bekommen, da sie vom Zoll aus dem Verkehr gezogen werden. Hier ein Messbeispiel einer H2 – Tablette in 1 l Umkehrosmosewasser (ROW) und die Halbwertszeit des erzeugten Wasserstoffs 50 Minuten nach Öffnen der Druckflasche.

PEM/SPE/HIM-Ionisierer

Der beste chemische Wasserionisierer, den ich gefunden habe, speicherte 1200 ppb Wasserstoff im Wasser. Diesen Wert geben auch die meisten Hersteller solcher Vorrichtungen an, auch wenn er nicht in jeder Art von Wasser erreicht werden kann.

Allerdings ist zur Erreichung solcher Werte eine Wartezeit von ca.. 12 Stunden erforderlich und es kann auch nur eine geringen Menge Wasserstoffwasser – meist 0,5 Liter – damit erzeugt werden. Das ist mit einem normalen Lifestyle nicht vereinbar, weil niemand so viel Zeit hat, wenn er durstig ist.

Um das Problem der langen Zubereitungszeit zu lösen, wurden Wasserstoff-Infusions-Maschinen (HIM) entwickelt, die Wasserstoff aus einer Durchfluss-Elektrolysezelle gewinnen und diesen im Wasser lösen. Die Technik funktioniert so:

Die Grundidee der HIM-Ionisierer besteht darin, die Elektrolyse zur Erzeugung von Wasserstoffgas mit einer PEM-Zelle vorzunehmen, die mit entmineralisiertem Wasser betrieben wird und ausschließlich die Gase Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt. Der entstehende Wasserstoff wird dem normalem mineralhaltigen Trinkwasser in einer Dispersionkammer zugemischt, der Sauerstoff und das entstehende Ozon wird in die Luft abgelassen.

Ich habe 2016 und 2017 HIMs verschiedener Hersteller bezüglich ihres Wasserstoffgehalts getestet. Das Versprechen, 1200 ppb Wasserstoff zu lösen, konnte bei Münchener Leitungswasser keiner erfüllen. Die Werte lagen zwischen 300 und 800 ppb. Lediglich ein H2fXCell erreichte 1100 ppb.

Manche der Konstruktionen, in denen HWCM-Module eingebaut werden erinnern denn eher an einen LEGO-Baukasten als an eine serienreife Technik der als Untertischgerät eingebaut werden soll.

Meist haben auch nur die mitgelieferten 12 V Netzteile eine europäische CE-Zulassung, nicht die Geräte selbst. Diese Geräte, die ja nicht mehr, sondern weniger Wasserstoff speichern als ein heutiger Wasserionisierer, haben noch bedeutenden Nachholbedarf im Engineering. Auch das Ozonproblem ist ungelöst.

Auch Wasser aus einem HIM-Ionisierer der 1100 ppb schafft, sondert nach 11 Stunden deutliche Gasblasen aus, sogar schneller als bei Wasserionisierern.

Das Gerede von einer besseren Wasserstoffdispersion erweist sich damit als große Marketing-Sprechblase.

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V.l.nr.: Britney Jun (KYK Overseas department), Karl Heinz Asenbaum, Dr. Kim Young Kwi (KYK CEO), Dipl. Ing. Yasin Akgün (Inh. Aquacentrum München)

HIM mit Ozonmodus

Bei meinem Koreabesuch im Frühjahr 2016 hat mir Kim Young Kwi, Chef des renommierten Herstellers KYK, eine besondere Hydrogen-Infusions-Machine in seiner Entwicklungsabteilung gezeigt. Sie lieferte einen Wasserstoffwert von fast 1500 ppb.

Die spannende Frage war, ob dieses Ergebnis nicht nur mit dem mineralarmen Wasser aus Seoul erzielt werden konnte.

Denn normalerweise wissen wir, dass bei europäischen Wasserhärten wesentlich geringere Werte auftreten als die koreanischen und japanischen Hersteller angeben.

Das Ergebnis waren 1400 ppb bei Münchener Leitungswasser.

Doch im Gegensatz zu den HIMs mit HWCM Modulen war das Wasserstoffwasser hier nicht neutral, sondern basisch mit einem pH von 9,4 und einem ORP von (-) 675 mV (CSE).

 

Das Geheimnis dieses Wasserionisierers ohne Abwasser (nur mit Abluft) scheint eine revolutionäre Zellkonstruktion zu sein, die noch zu den Firmengeheimnissen von KYK gehört. Erklärbar wären die Resultate z.B. mit folgender Anordnung:HRW 3 device 3

Die Anodenkammer wird nicht von Wasser durchflossen.

Dort wird nur Sauerstoff und Ozon gebildet und gast über einen Ausgang aus dem Gerät.

KYK PEM H2Generator

Dagegen wird das Wasser in der Kathodenkammer elektrolysiert, wodurch sich Wasserstoff und Hydroxid-Ionen bilden.

Also steigt der pH-Wert und das Redoxpotential wird stark negativ. Das Gerät ist damit einem klassischen Wasserionisierer zumindest sehr ähnlich in der Entwicklung des pH-Werts und der Wasserstoffanreicherung. Auch der gelöste Sauerstoff wird entfernt. Allerdings kommt es nicht zu einem Zuwachs von Kationen bei gleichzeitiger Verringerung der Kationen.

Neben den 3 einstellbaren Wasserstoff-Stufen (blau umrandet) bietet das neue Gerät die Möglichkeit der Umschaltung zur Herstellung Ozonwasser für Desinfektionszwecke. Hierfür gibt es nur eine Einstellstufe. (Roter Kreis)

KYK H2 O3 WassergeneratorWährend der Betriebsart „Ozone Water“ kommt aus dem Ablaufschlauch Wasserstoffgas, das man zum Beispiel zum Aufsprudeln von Getränken aller Art verwenden kann.

Deren Wasserstoffgehalt wird dadurch ohne Zufügung von Flüssigkeit erhöht und das Redoxpotential gesenkt.

Vergleiche die etwas umständlicheren Verfahren mit dem basischen Aktivwasser eines klassischen Wasserionisierers auf den Seiten 46 ff.

Das parallel im OZONE WATER Modus entstehende Wasser aus dem Hauptauslauf kann man wegen seiner desinfizierenden Wirkung gut zum Putzen verwenden.

Abbildung oben: Nutzung des Gas-Ausfluss-Schlauchs im OZONE WATER Modus zur Wasserstoffbegasung von Getränken.
Die Ergebnisse von rund 330 ppb Wasserstoff bei Milch und einem Fruchtsaftgemisch wurden binnen einer Minute erzielt. Parallel wurde etwa 1 Liter Ozonwasser aus dem Hauptauslauf abgefüllt.

Die Frage bei den HIMs wird weniger sein, ob der Markt sie will, denn auch nach Ozonwasser gibt es im Internet eine gewisse Nachfrage. Die Frage ist, ob die europäischen Behörden ein Gerät zulassen, das im Regelbetrieb Ozon in die Luft bläst. Hier herrscht noch Denkbedarf.

SPE/PEM Mobiltechnik

Mit den ersten Oxy-Hydrogen-Generatoren hielt auch die Mobiltechnik Einzug in die Branche der Wasserionisierer. Um auch den unerwünschten Sauerstoff zu entfernen, kamen schnell spezielle SPE (Solid Polymere Electrolysis) Zellen mit PEM (Proton-Exchange-Membrane) in den Handel. Die funktionieren schon bei USB-Spannung, passen also perfekt zur etablierten Mobilfunk-Technik. Die Akkus sind überall leicht au adbar und reichen bis zu 40 Trinkportionen Wasserstoffwasser.

SPE:PEM Mobiltechnik

Manche haben nur ein winziges Loch, um den Sauerstoff abzulassen, andere ein richtiges Ventil und ein entleerbares Fach für das bei höherem Gesamtdruck immer auftretende Hybridwasser. Nach meinen Messungen können die Geräte mit einem solchen Fach mehr Wasserstoff speichern.

Höherer Druck ist das Erfolgsgeheimnis dieser kleinen Ge- räte. Füllt man das Wasser nicht ohne Luftblase ein und schraubt man den Verschluss nicht fest zu, ergibt sich in derselben Zeitspanne ein geringerer Wasserstoffgehalt. In dem Beispiel unten war rechts ein höherer Druck aufgebaut. Schon nach 7 Minuten Produktionszeit war der Unterschied groß.

Unterschiede sieht man auch schon während der Produktion. Wenn die Wasserstoffblasen schneller hochsteigen, löst sich weniger Wasserstoff im Wasser. Je kleiner die „Bubbles“ desto besser.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Produktionszeit: Je länger unter Druck elektrolysiert wird, desto höhere Werte an gelöstem Wasserstoff können erreicht werden. So sind bis zu 6000 ppb mit diesen Geräten in einer Stunde erreichbar. Bei höherem Druck versagen meist die Dichtungen oder der Druckausgleich erfolgt über den Sauerstoffausgang.

Auch die Art des verwendeten Wassers spielt eine wesentliche Rolle bei der Wasserstoffleistung. Wenn alle Bedingungen gleich sind, zeigen sich keine großen Unterschiede zwischen den verschiedenen Gerätetypen. Wie hier bei einem 10 Minuten Test mit 0,5 l Volvic.

SPE PEM Mobiltechnik ppm Messung

Von größter Wichtigkeit ist es, die Oberseite der PEM Zelle stets befeuchtet zu halten. Fabrikneue Geräte, die nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wurden, brauchen oft 20 – 30 Arbeitsgänge, bis die Membran die volle Leistung bringt.

Eine PEM-Zelle kann auch mit destilliertem Wasser oder Umkehrosmosewasser arbeiten. Allerdings liegt dann die Halbwertszeit des gelösten Wasserstoffs bei nur 10 – 15 Minuten. Bei der Verwendung von kalkhaltigem Wasser entstehen Ablagerungen auf der Kathode und der Membran. Diese müssen regelmäßig mit Zitronensäure entfernt werden.

Über die Haltbarkeit der SPE/PEM Technologie kann ich noch nicht viel sagen, da keines der etwa 200 Geräte, die wir in einem Großtest laufen haben, vor Mitte 2016 in Betrieb ging. Bei der ersten Aflage dieses Buches im März 2016 gab es die meisten dieser Geräte noch gar nicht.

Die meist in Korea und China sitzenden Hersteller firmen haben ein atemberaubendes Entwicklungstempo und beinahe alle zwei Wochen werden neue Varianten angeboten.

Ganz sicher haben die Mobilgeräte die besten Zukunftsaussichten, weil sie perfekt in das Alltagsleben der Generation Smartphone passen. Neue Entwicklungen in der Medizin wie die Entdeckung des therapeutischen Wasserstoffs sprechen sich schnell herum. Das Wasserstoffzeitalter ist ja schon lange da. Es gibt Wasserstoff-Autos zum Mieten in der Stadt, Der Gashersteller Linde hat ein wasserstoffbetriebenes Fahrrad mit Hilfsmotor entwickelt und die japanische Autofirma Honda wirbt bereits mit ihrer Wassermarke aus dem Auspuff.

Ist basisches Wasserstoff Wasser nun „out“?

Die auf den vorhergehenden Seiten dargestellten neuen Designs von Elektrolysezellen, die auf den Wasserstoffgehalt des Aktivwassers fokussiert sind, ohne das Wasser auch basisch zu machen, liefern einen Wasserstoffgehalt von bis zu 1200 ppb (1,2 ppm), was nach Ansicht der meisten Fachleute ausreicht, um die typischen therapeutischen Effekte von Sauerstoffwasser zu erzeugen. Mithilfe der SPE/PEM Mobilgeräte oder von Tabletten kann man unter Aufwand von Zeit sogar höhere Konzentrationen erzeugen.

Auch einige moderne Wasserionisierer können wasserstoffübersättigtes Wasser herstellen. Wirksame Entkalkungstechnologien, die in diesem Buch beschrieben worden sind, können auch eine konstante Leistung über viele Jahre garantieren. Allerdings macht ein Wasserionisierer das Wasser basisch, während die neuen Wasserstofftechniken das Wasser im pH-Wert in der Regel nicht verschieben.

Für Leute, die meinen, ihr Säure-Basen-Haushalt sei vollkommen in Ordnung, mag dies durchaus eine Alternative sein.

Auch jemand, der durch basenreiche Ernährung oder entsprechend wirksame Nahrungsergänzungsmittel genügend basisch wirkende Mineralien zu sich nimmt, mag damit gut bedient sein.

In Deutschland gibt es ja die längste Tradition bei der Anwendung von Elektrolytwässern. (Siehe S. 66 – 68). Deren Erfinder Alfons Natterer, der 3 Sorten (basisch – neutral – sauer) entwickelt hatte, bot seinen Kunden einen simplen Test: Trink die Sorte, die Dir am besten schmeckt. Diese wird Dir am besten helfen. Der Körper weiß wohl meist selbst, was ihm am besten bekommt.

Manche Therapeuten nutzen die Geschmacksempfundung beim Trinken von Elektrolytwasser sogar als diagnostisches Werkzeug. Mithilfe der heutigen Technik kann man alle Varianten von Elektrolytwasser optimal verfügbar machen. Ich habe keinen Zweifel, dass Wasserstoff der wichtigste Gesundheitsfaktor beim trinkbaren Elektrolytwasser ist. Aber es gibt keinerlei Anlass, zu glauben, die basische Komponente sei unwichtig.

Ich habe 12 Jahre lang mit dem 2016 verstorbenen Arzt Dr. med. Walter Irlacher im Thermalbad Bad Füssing zusammengearbeitet. Dieses Buch habe ich ihm gewidmet. Das Bad Füssinger Thermalwasser hat einen Gehalt an gelöstem Wasserstoff von 510 ppb und ist damit die wasserstoffreichste Quelle weltweit, soweit dieser bislang nur wenigen Spezialisten bekannte Messwert erhoben wurde. Keine bekannte Heilquelle in Russland, Amerika, Fernost, die wissenschaftlich darauf untersucht wurde, hat einen derartigen Wert und ein entsprechend niedriges Redoxpotential vorzuweisen.

Warum hat sich Dr. Irlacher im Jahr 2004 trotzdem entschieden, Tausenden seiner Patienten zusätzlich zum Bad im heilsamen Thermalwasser noch täglich mindestens 1,5 Liter basisches Aktivwasser bzw. Wasserstoffwasser aus einem Wasserionisierer zum Trinken zu geben?

Weil es im Gegensatz zu dem Thermalwasser viel basischer war und weil er überzeugt war, dass seine übersäuerten Patienten davon mehr haben würden! Der dauerhafte Erfolg gab ihm recht und viele Therapeuten sind ihm auf diesem Weg gefolgt.
Aber Dr. Irlacher setzte nicht nur das basische Aktivwasser zur Entsäuerung ein. In der Tradition von Manfred von Ardenne setzte er auch auf Sauerstoff. Denn Wasserstoff und Sauerstoff sind die besten Mittel, um Kohlendioxid aus dem Körper zu pressen, den mächtigsten aller Säuerungsfaktoren. Therapie ist immer individuell, das sollten wir nie vergessen.

Europa Therme Foto

Walter Irlacher

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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