AQUACENTRUM

Elektrischer Leitwert, PPM (Parts per Million) Erklärung

Elektrischer Leitwert, PPM (Parts per Million), spezifischer Widerstand

Folgende Wasserinhaltsstoffe können durch eine Widerstands- , Leitfähigkeits-, Leitwert- oder ppm (parts per million) – Messung nicht gemessen werden:

  • Arzneimittelrückstände, Antibiotikarückstände, Pflanzenschutzmittel, Lösungsmittel, Chlor, Hormone, Hormonaktive Substanzen, u.s.w.
  • Bakterien, Mikroorganismen, Parasiten, Viren, Pilze, Sporen
  • Blei, Cadmium, Nickel, Arsen, Chrom, Aluminium, Radioaktive Stoffe (Uran, angereichertes Uran, Plutonium (die Konzentrationen zu gering!)
  • Nitrat, Nitrit, Ammonium, Ammoniak

Es sind jedoch genau diese Schadstoffe, welche laut Umkehrosmose-Anlagenverkäufer oder Osmose-Wasser-Anhänger durch die Leitwert-, Leitfähigkeits- oder ppm-Messung schnell mal nachgewiesen werden sollen.
Siehe dazu auch > Der Trick mit der Elektrolyse-Testung

 

Lediglich ernährungsphysiologisch wichtige Mineralsalze bzw. Mineralstoffe bzw. Ionen (Umgangssprache Mineralien) können im Wasser durch eine Widerstands- oder Leitfähigkeits- bzw. ppm-Messung ermittelt werden.

Zudem wird nicht qualitativ sondern lediglich nur die gesamte, quantitative Menge an Mineralsalzen, die insgesamt im Wasser enthalten sind, gemessen.

 

Die ernährungsphysiologisch wichtigen Mineralsalze Im Wasser:

Kalzium, Magnesium, Kalium, Phosphat, Natrium, Chlorid, Selen, Sulfat, usw.

Gerade die basischen Mineralsalze Kalzium, Magnesium, Kalium, und Natrium kommen mengenmässig besonders viel im Körper vor, und sorgen für einen basischen pH-Wert im Wasser.

Somit ist eine Leitwertmessung (oder ohmscher Widerstand, auch ppm-Messung) nicht nur absolut ungeeignet zur Schadstoff-Analyse von Wasser, sondern wird vor allem zur Irreführung des Verbrauchers verwendet.

Siehe hierzu den Beitrag von ZDF WISO auf Youtube über Umkehrosmose-Wasser und -Anlagen.

Wichtige Informationenen über die >Bioverfügbarkeit von Mineralien sind auf dieser Seite zu lesen.

Folgend haben wir für Sie noch die detaillierten, physikalischen Definitionen der unterschiedlichen Begriffe nach bestem Wissen dargestellt:

Elektrische Leitfähigkeit, Spezifischer Widerstand, Elektrischer Leitwert, Ohmscher Wiederstand

Grundlagen:

Die Leitfähigkeit ist ein Mass für die gesamte Ionenkonzentration (in der Umgangssprache auch Mineralien bzw. Mineralsalze) einer Messlösung bzw. in unserem Fall Wasser.

Reines Wasser besitzt eine nur sehr kleine elektrische Leitfähigkeit. Gibt man dem Wasser Substanzen bei, die freibwegliche, elektrisch gelandene Ionen freisetzen (Elektrolyte), wie zum Beispiel Salze, Säuren oder Laugen, dann erhöht sich die Leitfähigkeit in Abhängigkeit von der Art und von der Konzentration dieser Ionen sowie von der Temperatur (Beweglichkeit der Ionen).

Je mehr Salze (Mineralsalze, Umgangssprache: Mineralien), Säuren oder Basen in der Messlösung anwesend sind, umso höher ist die Leitfähigkeit bzw. Der Leitwert.

Im Wasser und Abwasser handelt es sich vorwiegend um Ionen (Kationen und Anionen) von gelösten Salzen.

Die Leitfähigkeit liefert somit eine Aussage über die Salzbelastung und nicht die Schadstoffbelastung im Abwasser oder Trinkwasser.

Die elektrische Leitfähigkeit hat die Einheit:
µS/cm (Mikrosiemens pro Centimeter) oder S/cm (Siemens pro Centimeter)

Ionen (Kationen und Anionen)

Wie Leitfähigkeit von Flüssigkeiten entsteht

Die elektrische Leitfähigkeit in Flüssigkeiten entsteht dadurch, dass Salze, Säuren und Laugen in positiv geladene Kationen und negativ geladene Anionen zerfallen. Kochsalz (NaCl) als Beispiel zerfällt in Wasser zu Natrium-Ionen (Na+) und Chlorid-Ionen (Cl-).

Absolut reines Wasser besitzt eine sehr geringe Leitfähigkeit, da etwa jedes Milliardste Wasser Molekül (H2O) in die Ionen H+ und OH- zerfällt.

Umkehrosmose-Wasser, auch Osmose-Wasser genannt kann zwischen 5 µS/cm bei Osmose-Anlagen mit Tank und bis zu 50 µS/cm bei Direct-Flow Umkehrosmose-Anlagen (Durchfluss-Anlagen ohne Tank) betragen.

Messung der Leitfähigkeit

Die Messung der elektrischen Leitfähigkeit erfolgt über eine Widerstandsmessung. Im einfachsten Fall besteht die Messzelle aus zwei metallischen Elektroden, zwischen denen eine Wechselspannung angelegt wird. Je mehr Ionen die Messlösung enthält, desto grösser ist der zwischen den Elektroden fliessende Strom. Mit dem Ohm’schen Gesetz wird daraus die Leitfähigkeit berechnet. Die Einheit der elektrischen Leitfähigkeit ist S/cm.

Parts Per Million (PPM)

Der englische Ausdruck parts per million (ppm, zu deutsch „Teile von einer Million“) wird in der Wissenschaft und der Technik für den millionsten Teil verwendet, so wie Prozent (%) für den hundertsten Teil.

Die ppm-Werte werden anhand eines TDS-Messgerätes, einem TDS Meter ermittelt:

TDS-Messgeräte, TDS-Meter

TDS steht als Abkürzung für den englischen Begriff ‚total dissolved solids‘: Total gelöste Feststoffe.

Der TDS-Wert in ppm (Teile pro einer Million Teile) oder umgerechneten Einheiten (1 ppm entspricht ungefähr einem mg pro Liter) gibt an, wie hoch die Konzentration an gelösten Stoffen in Wasser ist. Da der TDS-Wert aus der Leitfähigkeitsbestimmung (EC) des Wassers resultiert, sind mit gelösten Stoffen salzartige Substanzen gemeint, die durch ihre im Wasser vorliegenden Ionen zur Leitfähigkeit beitragen.

TDS-Meter werden – durch Anwendung entsprechender Umrechnungsfaktoren – auch zur Salzgehalt-Bestimmung (Salinität in mg/L) herangezogen.

Die im Handel erhältlichen TDS-Messgeräte sind daher in der Regel Kombigeräte mit Option zur Bestimmung der Leitfähigkeit und anderer Wasserparameter (pH-Wert).
Weitere allgemeine Informationen zum Thema unter > TDS-Wert auf www.internetchemie.info

Mehr über Mineralien bzw. Mineralsalze im Wasser finden Sie auf > dieser Seite.

 

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