AQUACENTRUM

Alfons Natterer – Hintergrund und Einordnung

Barbara R.: In Ihrem Buch „Elektroaktivertes Wasser – eine Erfindung mit außergewöhnlichen Potential“ beschreiben Sie, dass der Münchner Ingenieur Alfons Natterer wohl der erste war, der bewusst und viele Jahre lang elektroaktiviertes Wasser hergestellt hat. In Ihrem Vortrag bei Youtube zeigen Sie auch einen Nachbau seiner 3-Kammer-Zelle, in der er basisches und saures, aber auch neutrales Elektrolytwasser hergestellt hat. Warum ist die heutige Wasserionisierer-Industrie – und Sie selbst offenbar auch – vom 3-Kammer-System auf 2-Kammer-Systeme umgestiegen? Auch mit dem neutralen „Hydropuryl“ hatte Natterer doch offensichtlich Erfolg – und nicht jeder mag und braucht vielleicht ein basisches Wasser trinken.

Das ist nicht gerade leicht zu erklären und es wird daher eine sehr ausführliche Antwort werden. Kurz gesagt ist es so, dass Natterer offenbar selbst nach und nach vom neutralen Hydropuryl abgekommen ist und es in seinen letzten Dokumenten nicht mehr direkt bewirbt. Der Grund scheint zu sein, dass man, wenn ein pH-neutrales Elektrolytwasser gewünscht wird, dies auch durch gezieltes Vermischen der sauren und basischen Sorte erzeugen kann.
Aber fangen wir von vorne an. Alfons Natterer lebte nach Informationen seines Enkels Siegfried Natterer, der mir viele Dokumente aus dem Nachlass seines Großvaters zur Auswertung übergeben hat, von 1893 bis 1981 und wurde 88 Jahre alt. Geboren am 18.1.1893 in Altusried kam er nach München, wo er 1930 über die Möglichkeit nachzudenken begann, Bier nach Münchener und Pilsener Art mit einem elektrolytisch behandelten Wasser zu brauen, das er so standardisieren wollte, dass man es überall auf der Welt herstellen konnte.

Dies berichtet die Weidener Zeitung „Der neue Tag“ 1974 in einer ganzseitigen Sonderveröffentlichung anlässlich seines Firmenjubiläums in Wernberg/Oberpfalz, wohin er in späteren Jahren seine Wasserfabrik verlegt hatte.
Bier, besonders Pilsener Bier, erfordert zumindest in der Brauphase des Würzekochens ein möglichst weiches Wasser, da sich die Inhaltsstoffe des Malzes damit besser herauslösen lassen als mit hartem Wasser.
Über die Aufbereitung von Trinkwasser durch Anwendung von Elektrolyse mit Gleichstrom kursierten in den 1920er Jahren einige Ideen: Die Berliner Elektro-Osmose-Aktiengesellschaft von Botho Graf von Schwerin formulierte in einem ab 11.9.1921 erteilten Patent über die „Reinigung von Wasser auf elektroosmotischem Wege“ wohl erstmals eine Erfindung, die auch der „Fabrikation künstlicher Mineralwässer“ und der Bierbrauerei nützen sollte. Sie beschrieb eine elektrische Methode, da alle chemischen Zusätze zum Wasser „nur Umsetzungen bewirken, die ein Salz entfernen und ein neues entstehen lassen.“

Die vorgeschlagene Lösung war der Einbau von zwei verschiedenen, statt nur einem Diaphragma in eine Elektrolysezelle, wodurch eine dritte Kammer (M) in der Mitte entsteht, aus der die Ionen des Speisewassers (S) je nach Ladung zur Anodenkammer (An)- oder Kathodenkammer (Kn) gezogen werden. An und Kn werden dabei über die Zuflüsse D und die Abflüsse F mit Leitungswasser gespült. Die Pumpe P lässt das Wasser so lange im Kreislauf durch das elektrische Feld von M laufen, bis der gewünschte Entionisierungsgrad von S erreicht ist. Nach Angaben der Patentschrift dauert der vollständige Entionisierungsprozess bis zu 37,5 Stunden. Unerwähnt bleibt, da damals unbedacht, dass aus den Abflüssen F jeweils basisches und saures Aktivwasser fließen. Das Gerät ist also ebenso ein Umlauf-Wasserionisierer wie ein Umlauf-Entionisierer! Hier die Zeichnung zum Reichspatent DE 383666 dazu:

Diagram Reichspatent DE 383666

Auch Natterer arbeitete mit sehr langen Elektrolysezeiten von etwa 24 Std.
Um die Reinheit ging es auch in der Schrift DE 631496 des aus Österreich stammenden Pariser Forschers Jean Billiter, die ab 13.4.1929 als deutsches Patent erteilt wurde. Aber auch sein „Verfahren zur Reinigung salzarmer Lösungen, insbesondere natürlicher Wässer mit Hilfe elektrischen Stromes“ sieht im sauren Anolyt und im alkalischen Katholyt lediglich schwer kalkulierbare Umstände. Er möchte mit seiner Erfindung ein Verfahren beschreiben, das hinsichtlich des erzielten Reinheitsgrades in der mittleren Kammer sogar mit der Mehrfach-Destillation in Wettbewerb treten kann.
Die Besonderheit von Billiters 3-Kammer-Zelle ist der Einsatz flüssigkeitsdurchlässiger Membranen und die Aufrechterhaltung der Ionentrennung durch hydrostatischen Druck.
Anfang der 30er Jahre war die Diskussion um die Entionisierung von Wasser auf ihrem Höhepunkt angelangt. Dem Münchener Erfinder Karl Kaisser gelang die Konstruktion einer völlig diaphragmafreien Elektrolysezelle mit 3 Kammern. Mithilfe von Strömungsdynamik und Gummiklappen wollte er die Rückvermischung der Ionen mit dem Wasser verhindern. Kaissers Erfindung wurde erstmals aktenkundig am 27. März 1931. 1936 wurde sie noch durch Zusätze ergänzt. Ihr Zweck war vor allem die Meerwasserentsalzung. Wie wir wissen, haben sich dafür heute andere Verfahren wie die Umkehrosmose durchgesetzt. Kaissers Erfindung floppte, doch sein Patent bestand international. Hier Kaissers komplexe Konstruktionszeichnung:

Komplexe Konstruktionszeichnung

Auch Alfons Natterer versuchte, die empfindlichen Diaphragmen durch eine raffinierte Strömungstechnik zu umgehen. Ober er schon in den 30er Jahren die später von ihm patentierte Zellkonstruktion verwendet hat, war weder durch Dokumente aus dem Nachlass noch durch die Befragung seines Enkels Siegfried ermittelbar. Natterer hat zuerst ein Verfahrenspatent „zum Haltbarmachen von Flüssigkeiten, insbesondere zur Gewinnung therapeutischer Flüssigkeiten“ beantragt, das ab dem 1. Juni 1944 auch geschützt wurde. Die letztlich erfolgreiche Version seiner „Vorrichtung“  hat er erst am 1. Oktober 1948 angemeldet, und es dauerte 12 Jahre, bis zum 1. April 1960, bis ihm die Patentschrift44) übergeben wurde.

Zu diesem Zeitpunkt liefen aber die Elektrolysezellen Natterers schon lange fabrikmäßig. Noch vorhandene Fotos zeigen nichts typisches. Es existiert jedoch eine in einer Frauenzeitschrift veröffentlichte Zeichnung aus der Berchtesgadener Ära von Natterers Firma, die gut erkennen lässt, worauf es ihm ankam. Man sieht, dass die mittlere Kammer jeweils etwas größer ist als die Kathoden- und Anodenkammern. Das zeigt, dass es Natterer auch noch in den 50er Jahren darauf ankam, möglichst viel von dem mittleren, neutralen Wasser zu gewinnen, ähnlich wie bei den früheren Konzepten der von Schwerin AG, Billiters und Kaissers.

Patentschrift Natterer

 

Patentiert für Alfons Natterer, Wernberg (Obpf.) ERTEILT AUF GRUND DES ERSTEN ÜBERLEITUNGSGESETZTES VOM 6 JULI 1949 (Wi G B1. S. 175) BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND PATENTSCHRIFT 1 068 427 DEP 1068427 KL 30 h 2/01 INTERNAT. KL. A 61k ANMELDETAG: 1. OKTOBER 1959 BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UND AUSGABE DER AUSLEGESCHRIFT: 5. NOVEMBER 1959 AUSGABE DER PATENTSCHRIFT: 21 APRIL 1960 STIMMT ÜBEREIN MIT AUSLEGESCHRIFT 1 068 427 (p 10440 IVa / 30k D)

Frau im Spiegel.

Die Bierbrauer hatten übrigens sein Wasser nicht akzeptiert und er verkaufte es ab 1937 bereits über Apotheken zu Literpreisen, bei denen die Brauer vor Neid erblasst sein müssen…

Hier zunächst die Zeichnung aus der „Frau im Spiegel“ vom 13. Nov. 1954: So ungefähr sah der erste bewusst betriebene Wasserionisierer aus.

Der rührige Natterer hatte im Jahre 1934 mithilfe des in Adelskreisen agierenden Münchener Arztes Dr. Tyroff und des Wiener Mediziners Dr. Leinberger eine günstige Wirkung des Elektrolytwassers bei Stoffwechselkrankheiten herausgefunden. Auch darüber gibt es als einzige Quelle nur den Zeitungsartikel aus „Der neue Tag.“ Wie viele Entwicklungsschritte von der ersten 3-Kammer-Zelle zu dem komplexen System des erteilten Patents lagen, ist nicht zu ermitteln, da alle Unterlagen und Geräte vor dem 11. November 1940 bei einem britischen Bombenangriff auf München vernichtet wurden.

Im folgenden Natterers Patentzeichnung aus dem Jahre 1948.

Zeichnungen Blatt 1

 

Fig. 1 ist ein waagerechter Schnitt durch einen Teil des Apparates,
Fig. 2 ein Schnitt nach der strichpunktierten Linie 10 der Fig. 1.
Die Fig. 1 und 2 erläutern schematisch das erfindungsgemäße Verfahren mit Vorrichtung.
Der aus Isoliermaterial, aus Hartgummi, Glas oder emailiertem, gummiertem oder mit Hartgummi isoliertem Eisenblech bestehende Dreikammerapparat arbeitet ohne Diaphragmen. Die der Unterteilung in die Kammern dienenden Zwischenwände bestehen aus den U-förmigen, senkrecht stehenden Hartgummiprofilen a (Elektrodenkammern), mit den zwischen ihnen befindlichen, durchlochten Hartgummistreifen b mit Glaswolleinlage c nebeneinander angeordnet, mit Fuß- und Kopfleiste verbunden mit hiermit als ganzes Aggregat leicht herausnehmbar.
Die Anordnung der stehenden Elektroden d in den U-förmigen, senkrecht stehenden Hartgummiprofilen a (Elektrodenkammern), mit den zwischen ihnen befindlichen, durchlochten Hartgummistreifen b mit Glaswolleinlage c dient dem Zweck, die Bewegungsunruhe der an den Elektroden sich entladenen Ionenzu beseitigen und hiermit eine Rückdiffusion von Ionen zu verhindern. Die zwischen den Hartgummistreifen b liegenden Glaswolleinlage c haben den Zweck, die zwei Streifen b elastisch und anschmiegbar zu führen, zu dichten und leicht auswechselbar zu machen, was vor allem bei der Reinigung des Apparates erforderlich ist. Die Glaswolleinlage c dient als Filter und ermöglicht den Ionen leichten Durchgang, sichert absolut ruhige Arbeit. Durch diese Anordnung in Zussamwirkung mit der Energiedosierung ist eine Rückdiffusion der Ionen ausgeschlossen. Zwei solche Wandaggregate vereinigt, bilden den Dreizellenapparat mit den Kammern H, K und S. H ist das neutrale, K das Alkalische und S das saure Wasserabteil; vier Aggregate und mehr ergeben den Mehrzellenapparat, wobei nur die Glaswand E lose eingesetzt ist.

Link zum Text

Natterer spricht in Zeile 17 der Zeichnungsbeschreibung davon, der Apparat würde ohne Diaphragmen arbeiten. Die verwendete Glaswolleinlage würde man aber heutzutage durchaus als eine Art Diaphragma ansehen, das Ionenströme zumindest verlangsamt.
Tatsächlich taucht in der Patentbeschreibung Zeile 1/33 auch der Begriff „ionisiert“ im Zusammenhang mit Wasser bereits auf, der heute wegen seiner Unsauberkeit manchmal kritisiert wird. Von den Patentfachleuten in Deutschland wurde er jedenfalls offenbar schon in den 40er Jahren zweifelsfrei verstanden.

 

Aber auch die Wässer, welche stark ionisiert sind, besitzen besondere therapeutische Wirkungen. Der pH Wert des Wasser in der Kathodenkammer beträgt je nach Dauer der Behandlung und der Zusammensetzung des Urspungswasser 7,3 bis 13, hat also einen ausgesprochenen alkalischen Charakter, während das Wasser in der neutralen Kammer einen pH Wert zwischen 6,8 und 7,2 aufweist. In der Anodenkammer kann eine Wasserstoffkonzentration erreicht werden mit einem pH Wert zwischen 0,5 und 6,7 , was einem absolut saueren Charakter entspricht.

Von den bisher bekanntgewordenen Verfahren oder Vorrichtung zur elektrolitischen Behandlung von Wasser oder Flüssigkeiten unterscheidet sich das erfindungsgemäße Verfahren grundsätlich dadurch, daß sich die Elektrolyse im absolut ruhenden Zustand der Flüssigkeit vollzieht und während der Dauer des Vorganges weder eine Zufuhr neuer Flüssigkeit, noch auch eine Ableitung flüssiger oder feste Stoffe stattfindet.

Bei den bisher bekanntgewordenen Verfahren und Apparaten, welche der elektrolytischen Behandlung von Wasser dienen wird angestrebt, eine möglichst weitgehende Entsalzung herbeizuführen, um auf diese Weise ein Wasser zu erzielen, das dem Charakter des destillierten Wasser gleichkommt. Es wird deshalb bei allen solchen Verfahren und Apparaten mit fließendem Wasser gearbeitet, um eine möglichst große Durchsatzleistung zu erzielen.

Der Erfindung liegt weiterhin die Erkenntnis zugrunde, daß die Elektrolyse nicht nur in einer absolut ruhenden Flüssigkeit durchgeführt wird, sondern daß Spannung und Stromstärke des zur Durchführung der Elektrolyse benötigten Gleichstroms so verändert werden, daß der von Anfang an eingestellte, möglichst niedrige Stromverbrauch während der ganzen Dauer des Verfahrens beibehalten wird.

Eine Begrenzung des Stromverbrauchs von Anfang an wird deshalb vorgenommen, weil zu Beginn der Elektrolyse die erforderliche Überspannung größer ist und damit auch die Stromdichte. Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es von Wichtigkeit, daß die Erwärmung der behandelten Flüssigkeit während der Behandlung möglichst niedrig ist. Außerdem wird durch die geringe Stromdichte bewirkt, daß die an den Elektroden entstehende Gasbildung möglichst gering ist und die in den Elektrodenkammern sich ansammelnden Ionen im Ruhestand bleiben.

Eingehende Untersuchungen und Messungen haben bewiesen, daß nur bei einer Durchführung des Verfahrens, wie es der Erfindung zugrunde liegt und einer erfindungsgemäßen Ausbildung der Apparate solch extreme pH Werte erreicht werden können, wie sie bereits weiter oben angegeben wurden.

Auch die grundsätzliche Problemstellung der Stromregelung und das Temperaturproblem heutiger Wasserionisierer wurde von Natterer bereits erkannt und gelöst.
Für Natterers hohe Intuition spricht, dass er im Gegensatz zu heutigen Herstellern von Topfionisierern die Gasbildung möglichst gering halten wollte. Tatsächlich braucht ja das basische Aktivwasser längere Zeit, um sich mit Wasserstoffgas zu sättigen, und bei einem Topf-Ionisierer würde viel davon schon während der Elektrolyse entweichen. Nur durch eine druckdichte geschlossene Elektrolysezelle kann man den Wasserstoff schneller in das Wasser „pressen“, wie es heute bei den Durchlauf-Ionisierern der Fall ist. Es funktioniert auch bei Topf-Ionisierern, die vollständig befüllt und druckdicht verschlossen sind. So braucht man nicht viele Stunden für das gewünschte Ergebnis, wie sie sich der Münchener Erfinder des letzten Jahrhunderts nahm.

Natterers Topf klein

Erst im Sommer 2015 gelang es mir, mit einem Prototyp des von mir entwickelten Aquavolta® Everfresh Mobil-Ionisierers diese Hürde zu überwinden, der mit der sehr geringen Spannung eines USB-Ports (5 V) und der geringen Stromstärke aus einem üblichen Lithium-Ionen Akku für Handys auskommt und dennoch in kurzer Zeit optimales elektroaktiviertes Aktivwasser herstellen kann.
Durch die lange Ionisierzeit von über 12 Stunden kam Natterer mit seinen mehr als hektolitergroßen, offenen 3-Kammer-Elektrolysegefäßen sowohl in der Kathodenkammer als auch in der elektrodenfreien mittleren Kammer zu einem „hydrogen-enrichted“ Wasser, wie man sich heutzutage ausdrücken würde. Dies haben meine Versuche mit dem grundsätzlichen Nachbau einer seiner Zellen eindeutig ergeben.

Schon 1937 wurde das mittlere neutrale und wasserstoffreiche Hydropuryl®-Elektrolyt-Wasser in Gehes Codex der Arzneimittelspezialitäten aufgenommen und im Folgejahr publiziert.

Natterer hatte also spätestens ab 1937 einen Kompagnon namens W. Wagner, dessen Name möglicherweise auch Bestandteil der späteren Firmenbezeichnung „NAWA“ (Natterer-Wagner) ist. Wagner blieb nach einer Angabe von Natterers Enkel Siegfried Natterer bis Ende der 70er Jahre bei der Firma.

Bedauerlich ist: Die Geschichte der ersten 20 Jahre lässt sich nur durch sehr wenige zeitgenössische Dokumente belegen, da sämtliche Geräte, Dokumente und Forschungsunterlagen bei einem britischen Bombenangriff am 8. November1940 zusammen mit der Wasserfabrik in München zerstört wurden, gerade als man dabei war, wichtige Geschäftspartner für das Wasser zu interessieren, wie ein wahrscheinlich von Wagner verfasstes Dokument vom Dezember 1940 zeigt.

Gehes Codex Hydropuryl Text

Hydropuryl – L.A.:”Elektrolytisch entmineralisiertes Trinkwasser” zur Trinkkur gegen Stoffwechsel-Krankheiten; (Fl. à 5 L, 10 L, 20 L). D. 3mal 1/4 L pro die. H. Deutscher Hydropuryl-Vertrieb, W. Wagner, München 2 SO, Holzstr. 47

Hydropuryl Logo

 

 

 

Das Schriftstück nach dem Schock der Zerstörung versucht, wenigstens den neuesten Stand des Hydropuryl®-Projekts zu dokumentieren. Auf S. 8 wird ein Sanatorium erwähnt, das im April 1941 eröffnet werden sollte. Seine Grundausstattung war mit 6000 Litern (!) Elektrolytwasser angesetzt. Das Dokument zeigt, dass Natterers Firma alles vermied, was an ein „Allheilmittel“ denken lassen könnte.

Natterer Ein grosses sueddeutsches Haus

 

Natterer Krieg 01

Ein großes süddeutsches Haus schreibt unter Bezugnahme auf mein Schreiben vom 5.11.40, dass ist sich ganz wesentlich und das Problem der absoluten Güte des von uns hergestellten Wassers für höchstqualifizierte Produkte interessiert – leider ist, wie aus dem gegenwärtigen Darlegungen ersichtlich, bereits wenige Tage darauf (8.11.40) alles, Ich Aber auch alles, zerstört wurden, – und so bedauert dieses Haus mit seinem Schreiben vom 9.12.40 das Vorkommnis, in welchem es wirklich schreibt:
“Wir bestätigen Ihr Schreiben vom 4.12.40: /: wir haben diesem Haus mit diesem Schreiben vom 4.12. den Unglücksfall mitgeteilt :/ und bedauern sehr dass sie nicht in der Lage sind, die angebahnten Versuche durchzuführen. Gegeben der Hoffnung Ausdruck, dass es Ihnen bald gelingen wird, Ihre Versuchsarbeiten wieder aufzunehmen und begrüßen Sie in diesem Sinne ……..”.

 

Für Einblick der Wasserverwendung auf medizinischen Gebiete aus Resten oder Trummern von Unterlagen! – Sämtliche Laboratoriumsversuchsreihen und daten sind gänzlich vernichtet. –

Natterer Krieg 02

„Wir haben alles vermieden und unterbunden, was nach Propaganda riechen konnte, denn Forschungsarbeit ist nicht eine Angelegenheit des lauten Lebens, schon deshalb nicht, weil es sehr wohl sein hätte können, daß daß diese noch in ihrem Endstadium fehl schlägt. Angesichts der zahlreichen Versuche im Laboratorium, sowohl biologisch wie anorganisch, wurde uns die unbestreitbare Gewissheit des restlosen Gelingens tatsächlich erst im August 1940.“

Im folgenden Absatz offenbart das Dokument dann, dass tatsächlich bereits alle drei durch die 3-Kammer-Elektrolyse erzeugten Hydropuryl-Sorten sowie Mischungen davon, untersucht worden sind:
„Für jeden, der in der Lage ist, sich in das vorliegende Gebiet zu vertiefen, wird unzweifelhaft klar geworden sein, daß dieses unübersehbar ist, insbesondere auch vom ärztlichen Standpunkt aus, wenn der Arzt einmal die entsprechenden Dosierungen, sei es H, K oder S oder auch ein Kombinieren, erkannt haben wird.“

Ein Firmenvermerk auf der Abschrift erläutert die Bezeichnungen wie folgt: H = neutral, K = alkalisch, S = sauer

Das Dokument von 1940 umfasst Behandlungserfolge aus dem Jahr 1940. Da an einer Stelle eine Fallnummer 408 genannt wird, müssen bis dahin also mindestens 408 Fälle dokumentiert worden sein. Eine Bewertung aus heutiger Sicht ist schwierig, weil meist nicht angegeben wird, mit welcher der drei Hydropuryl®-Sorten therapiert wurde.

Ohne Angabe der Wassersorte nennt das Dokument Fallberichte zu folgenden Indikationen (im damaligen medizinischen Sprachgebrauch):

  • Darmträgheit
  • Zwölffingerdarm-Geschwür
  • Gallenleiden
  • Gestörte Magenverdauung
  • Bluthochdruck
  • Schrumpfniere
  • Bleivergiftung mit Verätzung der Magenschleimhaut und Magengeschwür
  • Depression
  • Körperermattung
  • Arbeitsunlust
  • Gehbeschwerden
  • Zittern
  • Magenschmerzen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Kopfschmerzen, Migräne. Föhnleiden
  • Schlafstörungen
  • Appetitmangel
  • Knochenentzündung
  • Nervöse Wundheilungsstörung
  • Gedächtnisprobleme im Alter
  • Magenkrämpfe
  • Blasenentzündung
  • Gicht

Bei folgenden Indikationen wird die verwendete Wassersorte angegeben:

Ischias (H =neutral + S =sauer)
Körperpflege und Kosmetik (S=sauer)
Darmstörungen (erst H, dann S)
Nierenleiden (H + S)
Atembeschwerden (K=alkalisch und H)
Gripperekonvaleszenz (K + H)
Sehvermögen (H)
Bronchialkatarrh (H)
Schwerhörigkeit (H)
Rückenmarksentzündung (H)
Rheuma (K + H)
Akne (H + S)

Trotz aller Trauer über die Zerstörungen des 8. November 1940 gibt das Dokument einen grundsätzlich selbstsicheren und optimistischen Ausblick:

Natterer Krieg 04

Es kann infolgedessen nicht überraschen und nicht wundernnehmen, das über die eigentliche medizinische Bedeutung hinaus, also nicht nur aus Sanatoriumskreisen, sondern auch anderen großen Häusern, und in der Zukunft nicht zuletzt von Gesundungshäusern großes Interesse besteht.

Doch der sich zum „totalen Krieg“ steigernde Wahnwitz dieser Jahre führte nicht zur Errichtung neuer Gebäude, sondern zur 90-prozentigen Zerstörung der Münchener Altstadt. Insgesamt standen bei Kriegsende 1945 nur noch die Hälfte aller Gebäude in München. Was Natterer und Wagner nicht daran hinderte, weiterhin fleißig Arztgutachten zu sammeln.

Dr. med. F. Dammert, München, Nimrodstraße 4        7.7.1942

Dr. Med. F. Dammert

Nachdem ich als Facharzt für innere Krankheiten nun seit drei Viertel Jahren mit dem neuartigen, durch gewisse elektrische Ströme behandelten Wasser von neutraler und saurer Reaktion praktische Versuche in meiner Privatpraxis für meist längere Zeit durchgeführt habe und dabei größten Wert darauf legte, diese Fälle auch unter meiner ständigen Kontrolle zu halten, kann ich mir heute schon ein Urteil Über den Wert dieser aufsehenerregenden biologischen Behandlungsmethode erlauben.
Ich habe bisher nach besonderer Wahl hauptsächlich Fälle folgende Kategorien herausgegriffen:
Bronchialasthma, chron. Gelenkerkrankungen, vor allem auch harnsaure Diathese mit degenerativen chron. Gelenkveränderung (Arthrosis deformas), Herz- und Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck mit Atheromatose, Fälle von Dystonie mit Erschöpfungs- und Ermüdungserscheinungen, des weiteren in äußerer ha Anwendung. Fälle von Verletzungen, Zellgewebsentzündungen, Verbrennung in 1. und 2. Grades.

Ich bin überrascht über die in allen Fällen beobachtete günstige und rasche Heilwirkungen, die ich bisher bei keinem der bisher üblichen das Behandlungsversuche gesehen habe.
Ich erkläre mir den so überaus günstigen Erfolg dieser innerlichen wie äußerlichen Anwendung des nach besonderem Verfahren (längere Einwirkung bestimmter elektrischer Ströme) hergestellten Heilwassers in erster Linie durch eine intensive Zellaktivierung des Gewebes und Anregungen des Stoffwechsels.

Diese neue Heilmethode eröffnet in medizinischer wie pflanzenbiologischer Beziehung eine ungeahnte Perspektive und hatte Ich Gelegenheit, letztere im Laboratorium für Pflanzenversuche zu kontrollieren.
Auf Grund dieser interessanten Beobachtungen kann ich nur wünschen, dass der weiteren Entwicklung des aussichtsreichen Verfahrens, von allen Seiten das nötige Interesse und die notwendige Förderung entgegengebracht wird, die es in volkswirtschaftlicher und medizinischer Hinsicht verdient.

Aus dem dem obigen ärztlichen Gutachten des Internisten Dr. F. Dammert geht hervor, dass es Natterer und Wagner spätestens im November 1941 gelungen sein muss, also 1 Jahr nach der Zerstörung, die Hydropuryl®-Produktion wieder aufzunehmen. Nach einem 3/4 Jahr, in welchem er das neutrale und das saure Aktivwasser testete, berichtet Dammert, dass in allen Fällen bei Bronchialasthma, chronischen Gelenkerkrankungen, Herz- und Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck mit Atheromatose, Dystonie, Ermüdungs- und Erschöpfungszuständen, sowie äußerlicher Anwendung bei Verletzungen, Zellgewebsentzündung und Verbrennungen 1. und 2. Grades eine außergewöhnlich günstige und rasche Heilwirkung eintrat. Gleichzeitig spricht er von ersten pflanzenbiologischen Versuchen jener Zeit.

W. R. Schürmeister, Assistenzarzt, Hilfskrankenhaus Bogenhausen, München, Mühlbauerstraße 15.        28.7.1943

Natterer Schürmeister1943

Nach Jahren Frist gebe ich Ihnen wieder kurzen Bericht über meine Erfahrungen bei therapeutischen Versuchen mit ihren elektrolytisch behandelten Wasser. Meine vorjährige Äußerungen, dass sich bei Anwendung dieses Wassers vor allem eine parasympathikotrope, bzw. – mimetische Wirkungen durch Blutdrucksenkung, Pulsverlangsamung, Peristaltikanregung, Uterustonisierung etc. zeigte, kann ich erneut bestätigen.
Ich hatte Gelegenheit, bei folgenden Erkrankungen das Wasser mit zum Teil guten, zum Teil sehr gutem Erfolg anzuwenden:
Bei essentieller und renaler Hypertonie (in allen Fällen wurde der systolische Druck durchschnittlich um 20-26 Prozent gesenkt!), bei Migräne, bei chron. Polyarthritis, rheumatica, bei Arthrosis deformas, bei chron. Obstipation, bei Gastritis und Ulcusdiathese leichten Grades, ebenso bei Hyperthyreose leichten Grades, Bei Ekzemen, Pruritus und Furunkulose, bei Dysmenorrhöe.
In einem Fall von Paroxysmaler Tachycardie und in einem Fall von Atonia post partum.
Bei einer größeren Zahl von Patienten habe ich vor und nach Wasseranwendung Blutuntersuchung vorgenommen. Dabei zeigten sich sehr häufig, als auffallendes Ergebnis, eine Vermehrung der Lymphozyten. In 17 Fällen von 27 Fällen könnte ich sogar eine Steigerung der Lymphozyten um durchschnittlich 61,91 Prozent gegenüber der Lymphozytenzahl vor dem Gebrauch des Wassers feststellen.
Eine Hebung des Allgemeinbefinden, eine Besserung des Appetits und des Schlafes, eine Mehrung der Vitalität wurde in den meisten Fällen beobachtet und von den Patienten dankbarst empfunden.

Natterer gewann trotz der Kriegsjahre einige Ärzte für die Anwendung des Elektrolytwassers. W. R. Schürmeister, Assistenzarzt am Hilfskrankenhaus München Bogenhausen, hat sich offenbar ab 1942 damit beschäftigt. In einem Gutachten vom 27. Juli1943 – an diesem Tag sterben in Hamburg 34.000 Menschen durch einen Bombenangriff – gibt er sogar präzise Zahlen (20-26 % Blutdrucksenkung bei Hypertonie) an und spricht von gutem bis sehr gutem Erfolg.

Als Therapiegebiete nennt er u.a. Migräne, chronische Polyarthritis, Arthritis rheumatica, Arthrosis deformans, chronische Verstopfung, Gastritis, Ulcusdiathese, Schilddrüsenüberfunktion, Ekzeme, Juckreiz, Furunkulose und Menstruationsstörungen. Leider gibt sein Bericht nicht an, welche der drei Wassersorten und in welcher Dosierung sie zum Einsatz kamen.

Mitte 1942 konnte auch Dr. med. Chr. Stahl im oberbayerischen Endorf gewonnen werden. Der Landarzt behandelte hartnäckige Furunkulose und Magengeschwüre mit Trinkkuren. Unterschenkelgeschwüren und schweren Verwundungen rückte er erfolgreich mit Umschlägen und Bädern zuleibe. Bedauerlicherweise fehlen auch hier die Details der Behandlungen.

Dr. med. Chr. Stahl, Endorf/Obb.      25. 8. 1943

NattererStahl 1943

Seit ungefähr einem Jahr verwende ich versuchsweise Bei einem Teil meiner Patienten das von Ihnen nach besonderem elektrischen Verfahren hergestellte Wasser bei umfangreicher und hartnäckiger Furunkulose so wie bei eitrigen Wunden, Bei Unterschenkel- und Magengeschwüren. Es handelt sich bei diesem Versuchen meistens um Fälle, die nach üblicher schulmedizinischer Behandlung keine befriedigende Besserung aufweisen.
Bei monatelang sich hinziehender Furunkulose der Haut zeigt bereits eine acht- bis in zehntägige Trinkkur ein sehr eindeutiges, fast vollständiges aufhören der Furunkel- und Abszeßbildung. Jedoch ist notwendig, die Trinkkur längere Zeit forzusetzen, da sonst ein Rückfall nicht ausgeschlossen ist.
Bei den starken übelriechenden und jauchigen Unterschenkelgeschwüren, wie sie häufig bei alten Leuten und ganz besonders bei der Bauernbevölkerung anzutreffen sind, bewirkt die äußerliche Behandlung mit diesem Wasser in Form feuchter Umschläge und Bäder eine auffallend prompte Desodorierung so wie weitgehende Linderung der oft sehr großen Schmerzen.

Der meistens mit schlaffen, schmierigen und stinkenden Granulationen bedeckte Geschwürsgrund reinigt sich sehr rasch, womit die Grundbedingung geschaffen ist für frische, gesunde Granulation und Epithelisierung, wie sie dann häufig zu beobachten ist. Bei vorzeitigem aussetzen der feuchten Behandlung tritt rasch Wieder die stinkende Verjauchung der Geschwüre ein.
Bei einer tiefen Kreissägeverletzung in den Zeigefinger mit Durchtrennung des Knochens trat bei feuchter Behandlung und Ruhigstellung trotz der starken Zerfetzung und Verschmutzung der Weichteile keine Eiterung ein. Knochen und Finger waren nach vier Wochen geheilt. Ähnlich und ohne zu eitern verließ mich nur mäßiger Entzündung ein gleichbehandelter Fall, wo sich ein Bauer beim hantieren an der Dreschmaschine schwere, bis auf den Knochen reichende Riß-und Quetschwunden an zwei Fingern zuzog, die wegen der starken Verschmutzung unbedingt schwere Entzündung und Eiterung erwarten ließen.
Wegen der vielseitigen, erfolgreiche und überzeugenden Anwendung das Wasser bei inneren und chirurgischen Krankheiten, ist es begreiflich, dass eine große Nachfrage besteht, umsomehr als die Anwendung ständig weitere Kreise zieht.

Von 1943 bis 1948 hat sich Natterer, der bei Kriegsende bereits 52 Jahre alt war, wohl schwerpunktmäßig mit der Formulierung seiner Patente beschäftigt.
Im Zusammenhang mit der Patentdokumentation stehen wahrscheinlich die erhaltenen Wasseranalysen des Instituts für angewandte Chemie der technischen Hochschule München, die 1948 von Regierungs-Chemierat Dr. Müller und Dr. Leuser durchgeführt wurden.

Natterer besaß also zu diesem Zeitpunkt sowohl den Mut als auch die Mittel, sich an höchstrangige wissenschaftliche Institute zu wenden.
Zunächst ergab die Analyse vom 18. März 1948, in der die Aktivwasserproben unter den Arbeitsnamen Sanquisan 503 (sauer), Sanquisan 507 (neutral) und Sanquisan 503 (alkalisch=basisch) geprüft wurden, folgendes Ergebnis:

Natterer Institut Ergebnisse 1

Natterer Institut Ergebnisse 2

Natterer Institut Ergebnisse 3

Das Gutachten wurde unterzeichnet
I.A. Dr. Leuser

Ab 1949 gibt es eine Vielzahl von neuen Forschungsaktivitäten, nachdem die Urheberansprüche angemeldet waren.

4 Jahre später hatte man alle 3 Wassersorten und auch bestimmte Rückvermischungen davon umfangreich getestet. Natterers Firma wurde zunächst in Berchtesgaden, dann in der Oberpfalz wieder aufgebaut, und die Forschung wurde sogar intensiviert. Das Bundesgesundheitsamt registrierte inzwischen 3 seiner Wässer als Arzneimittel, in den 50er Jahren wurden bestimmte Teile der Herstellungsmethodik in Deutschland patentiert.
Einer der wichtigsten Partner Natterers war der damals weltberühmte medizinische Tausendsassa, ursprünglich einer der berühmtesten Segler aller Zeiten (u.a. Erfinder der „Curry-Klemme“), Eiskunstläufer, Arzt und Klimaforscher Dr. Manfred Curry, ein reicher amerikanischer Staatsbürger, der Zeit seines Lebens in Bayern lebte. Seine umfangreichen Werke mit revolutionären Ideen zur medizinischen Bioklimatologie werden erst seit den 80er Jahren von einigen Forschern aufgearbeitet. In meinen Augen war Dr. Curry ein genialer Visionär und hat sich bis zu seinem frühen Tod 1953 mit dem Hydropuryl Wasser beschäftigt.

Natterer ging in der Curry Klinik und dem Forschungsinstitut in Riederau am Ammersee ein und aus.
Anfang der 60er Jahre war Alfons Natterer selbst ein halbes Jahr zu Forschungen im Institut der Curry-Klinik am Ammersee bei Currys Nachfolger Dr. Hänsche tätig und das Curry-Institut war wohl die einzige wissenschaftliche Institution, die das Hydropuryl-Wasser dank einer eigenen Elektrolyseanlage selbst herstellen konnte. Hier wurden auch umfangreiche Versuche zum Pflanzenwachstum durchgeführt, wie wir sie später aus der japanischen, russischen und koreanischen Forschung kennen.

Es kam allerdings zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Dr. Hänsche und Natterer über die Haltbarkeit der unterschiedlichen Hydropurylwässer. Hydropuryl S, das saure Aktivwasser, bezeichnet Dr. Hänsche als sehr lange haltbar. Das neutrale Hydropuryl N und ganz besonders das basische Hydropuryl A aber hielt er für unstabil. In einem Gutachten schrieb Dr. Hänsche, dass auch die staatliche bakteriologische Untersuchungsanstalt zu derselben (aus heutiger Sicht korrekten) Meinung gekommen war.

Natterer Bakteriologische Untersuchung

Natterer 20 Liter Hydropuryl Flaschen

Dagegen beharrten Natterer und Wagner in einer empörten Replik auf der falschen Ansicht, dass alle 3 Wassersorten über Monate und Jahre haltbar waren.

Die Wahrheit hätte sein gesamtes Geschäftskonzept beschädigt, das auf großen Abfüllmengen und langer Aufbewahrung aller drei Wassersorten beruhte. Das Bild zeigt eines der NAWA-Flaschenlager. Die Flaschen fassten bis zu 20 Liter Hydropuryl.

Was Natterer nicht sah, dass mit größerer Entfernung zum Endverbraucher, wie es in der Oberpfalz der Fall war, auch die Erfolge bei der Anwendung des basischen und neutralen Hydropurylwassers nicht mehr dokumentierbar waren. Sowohl die Statements Curry-Klinik als auch die meisten der wissenschaftlich ernst zu nehmenden späteren ärztlichen Erfahrungsberichte aus dem Nachlass weisen hauptsächlich auf Erfolge mit dem lange haltbaren sauren Hydropurylwasser S hin.

Wir wissen heute: Tatsächlich ist weder das neutrale noch das alkalische Hydropuryl® über längere Zeit haltbar. Diese Erkenntnis hat sich wohl auch bei Natterer und Wagner letztendlich durchgesetzt.

In einem der letzten mir aus dem Nachlass vorliegenden Prospekte ist zumindest vom neutralen Hydropuryl nicht mehr die Rede. Da gibt es nur noch Gold (leicht sauer) und Silber (leicht basisch).

Elektrolyt Wasser?

Elektrolyt Wasser

Elektrolyt Wasser

Die in dem Prospekt aufgeführten Indikationen in den 70er Jahren decken sich weitgehend mit dem, was auch russische und japanische Forscher damals empfohlen haben. Vielleicht mit Ausnahme der Appetitlosigkeit, die man manchen übergewichtigen Zeitgenossen heutzutage eher wünschen möchte, als sie für eine Krankheit zu halten.

Vielleicht lag die Freude über eine Appetitsteigerung durch basisches Elektrolytwasser ja auch an den Hühnerzüchtern und Gärtnern, die eine nicht zu unterschätzende Klientel für Natterers Wasser waren.

Hydropuryl Silber

NAWA Salbe Creme

Vielleicht lag die Freude über eine Appetitsteigerung durch basisches Elektrolytwasser ja auch an den Hühnerzüchtern und Gärtnern, die eine nicht zu unterschätzende Klientel für Natterers Wasser waren.

Das saure Elektrolytwasser, mit einem pH-Wert deutlich unter pH 3 wurde von Natterer auch für eine heute noch erfolgreiche Elektrolytsalbe S entwickelt. Sie ist von einfachster Rezeptur, wie die Zeitung „Der neue Tag berichtet.
Diese elektrolytisch gewonnenen Salben, Emulsionen und Sprays sind vor allem Spitzensport höchst angesehen und es gab seit der Olympiade 1988 in Seoul sensationelle Erfolgsberichte über die Behandlung mit der auf Sauerwasserbasis hergestellten Elektrolytsalbe.
Auch der bekannte deutsche Sportmediziner und Anti-Doping-Experte Dr. Helmut Papst hat mir deutlich bestätigt: er habe immer einen Karton der Elektrolytsalbe S (NAWA) im Kofferraum. Ich benutze diese Salbe übrigens selbst mit verblüffendem Erfolg bei meinen jahrzehntelang quälenden Gelenks- und Sehnenentzündungen an den Gelenken von Fingern, Hand und Ellenbogen. Es funktioniert zwar auch mit Bädern in saurem AktivWasser, doch kann man ja nicht immer eine entsprechende Badewanne mit sich herumtragen.

In Natterers Nachlass konnte ich nur ein maschinenschriftliches Dokument  finden, welches die Hydropuryl-Therapie in systematischer Form darstellt. Ob es von Natterer, Wagner oder einem Dritten stammt, ließ sich nicht mehr ermitteln. Der Titel lautet: „Elektrolyt-Wasser-Therapie „Hydropuryl“ – Seine Anwendung zur Heilung und Vorbeugung von Krankheiten“
Den Text der 10-seitigen Abhandlung, die anhand der letzten angegebenen Quelle etwa aus dem Jahr 1966 stammt, gebe ich hier rechtschreibkorrigiert wieder:

„Die Bausteine allen Lebens sind elektrisch geladene Teilchen, Elektronen und Ionen. Deshalb werden alle Erscheinungen des Lebens, wie beispielsweise das Stoffwechselgeschehen, die Entzündung und ihre Heilung, ja jeder Zellaufbau und -abbau von elektrischen Vorgängen bestimmt und begleitet.

Aus einer inneren Gesetzmäßigkeit des Lebens wirkt die Elektrizität im Feinbau der Zellen und Gewebe. Darum kann auch die mit dem Wasser in der. Körper aufgenommene Elektrizität biologische Vorgänge in den Zellverbänden beeinflussen.

Chemische Medikamente müssen im Körper umgebaut und abgebaut werden, um wirken zu können. Sie unterliegen mannigfachen Transportproblemen im Gewebe der Zellen und Bindegewebe, ehe die Wirkstoffe zum Kern ihrer innersten Wirkung gelangen können.

Oft stehen ihnen unüberwindliche Barrieren, wie Zellmembranen, Verkalkungen und Verhärtungen entgegen.  Hemmnisse dieser Art kennt nur die Bio-Elektrizität nicht. Diese dringt durch alle hemmenden Mauern im Lebendigen.

Mehr noch, sie konzentriert sich meistens an den Stellen, an welchen sie als Heilmittel am dringensten gebraucht wird. Die moderne Wissenschaft beginnt gerade zu ergründen, warum die natürlichen Mineral- und Heilwässer so belebend, kräftigend und heilend auf den menschlichen Körper wirken. Die Ärzte des Altertums kannten diese Wirkungen bereits.

Das beweisen die uns noch erhaltenen Schriften des Arztes Hippokrates, der 400 Jahre vor unserer Zeitrechnung lebte. Mit Ausnahme einzelner zeitlicher Unterbrechungen hat sich der Gebrauch dieser Heilwässer bis auf den heutigen Tag erhalten.
Elektrolyte sind alle Stoffe, die bei ihrer Auflösung im Wasser in zwei elektrisch entgegengesetzt geladene Teilchen zerfallen. Das heißt, daß diese Elektrolyte bei ihrer Auflösung in je ein elektrisch positiv geladenes Kation und ein elektrisch negativ geladenes Anion aufgespalten werden. Im Wasser enthaltene Kationen machen dieses sauer, darin ‚enthaltene Anionen machen es alkalisch. Wenn der Gehalt an Kationen und Anionen gleich groß ist, dann spricht man von neutral reagierendem Wasser. Das jeweilige Verhältnis der in einem Wasser enthaltenen sauren und alkalischen Bestandteile zueinander bestimmt seinen sogenannten pH-Wert. Dieser wird durch die Zahlen von 0 bis 14 ausgedrückt, wobei pH 7,0 dem neutralen Wasser entspricht. Von pH 7,0 nach pH 0,0 wird das Wasser zunehmend saurer; von pH 7,0 nach pH 14,0 wird es zunehmend alkalischer.
Der pH-Wert im menschlichen Blut schwankt zwischen den Grenzen von pH 6,8 bis pH7,6 und ist je nach Alter immer etwas im sauren oder alkalischen Bereich. Die Neigung des pH-Wertes im Blut zum Sauren oder Alkalischen wird jedoch außerdem noch durch einige andere Umstände und Einflüsse, vor allem aber durch den jeweiligen Typ des Menschen bestimmt; das heißt, ob der Mensch ein sogenannter W- oder Plustyp, ein sogenannter K- oder Minustyp, oder aber ein G- oder Gemischter-Typ ist…“

Es folgt eine Darstellung, die auf der 1946 von Dr. Manfred Curry publizierten „bioklimatischen Typenlehre“ beruht.

Manfred Curry Bioklimatische Typenlehre 1

Manfred Curry Bioklimatische Typenlehre 2

Bioklimatischen Typenlehre 2

Nun weiter im Text des Dokuments:

 

„Zur Aufrechterhaltung der körperlichen Gesundheit, ja auch des seelischen Gleichgewichtes ist ein genau ausgewogenes Verhältnis der im gesamten Organismus enthaltenen sauren und alkalischen Bestandteile, des Elektrolyt-Haushaltes unbedingt notwendig. Bereits sehr geringe Abweichungen in dieser Beziehung können Neigungen und Anfälligkeiten zu bestimmten Krankheiten hervorrufen. Größere Abweichungen steigern die Anfälligkeit zum Außersten. Entsprechend umgekehrt können diese Krankheiten und auch die Neigungen dazu durch Verbesserung des Gleichgewichts im Elektrolyt-Haushalt geheilt werden. Die zur Harmonisierung des Elektrolyt-Haushaltes notwendigen Kationen beziehungsweise Anionen sind in den natürlichen Mineral- und Heilwässern vorhanden, in hochenergetischer Form aber im Elektrolyt-Wasser enthalten. Durch die Trinkkur werden sie dem Körper zugeführt.

Natürliche Mineral- und Heilwässer

Die unter einer Vielzahl von Quellennamen oder anderen Markenbezeichnungen im Handel angebotenen natürlichen Mineral- und Heilwässer bestehen aus Wasser, das sowohl saure als auch alkalische Bestandteile enthält. Vom Standpunkt des Elektrolyt-Haushaltes gesehen heben sich die sauren und alkalischen Bestandteile aber in ihren Wirkungen auf. Nur die in der Überzahl darin enthaltenen sauren oder alkalischen Bestandteile geben dem betreffenden Wasser seinen sauren oder alkalischen Charakter.

 

Elektrolyt-Wasser „HYDROPURYL“

Dieses ist ein beim Bundesgesundheitsamt als Arzneimittelspezialität registriertes Therapeutikum, also Heilmittel. Es wird durch elektrolytische Aufteilung von hochwertigem, reinem oberpfälzischen Quellwasser hergestellt. Im Gegensatz zu den natürlichen Mineral- und Heilwässern enthält das Elektrolyt-Wasser-S nur saure, das Elektrolyt-Wasser-A nur alkalische und das Elektrolyt-Wasser-N fast gar keine mineralischen Bestandteile. Weil Elektrolyt-Wasser-S und Elektrolyt-Wasser-A fast keine Ionen der ihnen entgegengesetzten elektrischen Ladung enthalten, können sie sehr wesentlich intensiver wirken und auch gezielter eingesetzt werden als natürliche Mineral- und Heilwässer. Elektrolyt-Wasser-N ist fast frei von Ionen.

Es ist daher in höchstem Maß geeignet, im Organismus befindliche Abbauprodukte, Schlacken, Gifte u.s.w. zu lösen und über die Nieren und den Urin aus dem Körper zu entfernen. Alle bisherigen Beobachtungen deutscher Ärzte haben ergeben, dass Elektrolyt-Wasser-“HYDROPURYL“ behandelte Patienten spätestens nach 10 Wochen keine Steine und Schlacken mehr in ihrem Körper haben.

Diese Auskristallisierung ist die Folge der elektrolytischen Wirkung des Elektrolyt-Wassers. Alle drei Arten des· Elektrolyt-Wassers „HYDROPURYL“ enthalten keinerlei zugesetzte chemische Substanzen. Sie sind so erfrischend wie hochwertiges natürliches Quellwasser.

Elektrolyt-Salben und NAWALYT-Cremes

Zur Heilung von „äußerlichen Krankheiten“, für die Anwendung über die Haut sind die Elektrolyt-Wässer auch in Form von Salben und Cremes erhältlich. Dem Gesetz entsprechend sind die Elektrolyt-Salben apothekenpflichtig und müssen auf Verlangen des Patienten vom Arzt verschrieben werden. Dagegen sind die NAWALYT-Cremes frei verkäuflich.

Diese Salben und Cremes bestehen zu 75 % aus Elektrolyt-Wasser-S, -N oder -A und 25% Eucerin anhydr., einer neutralen und nicht fettenden oder schmierenden Salbengrundlage. Sie wirken ähnlich wie Elektrolyt-Wasser-Packungen oder -Umschläge.
Dabei werden die darin enthaltenen Elektrolyt-Wässer nur langsamer an die Haut abgegeben und dringen daher entsprechend langsamer in die Tiefe.

Die Elektrolyt-Salben und NAWALYT-Cremes sind genau so frei von Nebenwirkungen wie die ihnen entsprechenden Elektrolyt-Wässer „HYDROPURYL“.

Bei welchen Erkrankungen kann Elektrolyt-Wasser heilend wirken?

Die vorbeugende und heilende Wirkung der Elektrolyt-Wässer erstreckt sich grundsätzlich über alle , durch eine Disharmonie im Elektrolyt-Haushalt begünstigte oder hervorgerufene Krankheiten und erfaßt, damit die meisten der bekannten Leiden.

Elektrolyt-Wasser-Trinkkuren sind angezeigt im Falle von:-
Gallenwegserkrankungen und -entzündungen, Gallensteinen, katarrhalicher Gelbsucht, akuten und chronischen Nierenentzündungen, Nierensteinen und -gries, Urämie, echter Arteriosklerose, echter essentieller Hypertrophie, rheumatischen Leiden, Asthma, Zuckerkrankheit, Affektionen der Zunge, Menierische Krankheit, Nervenentzündung und -schwäche, Schlafstörungen, Müdigkeitserscheinungen, Nachlassen der natürlichen Sexualkraft, Verdauungsbeschwerden, nervöse Atembeschwerden, wetterumschlagsbedingte Beschwerden, chronischen Leiden, Altersbeschwerden, alle durch eine Acidose (Übersäurung) oder eine Alkalose (Untersäurung) begünstigte oder verursachte Krankheiten und Beschwerden und so weiter.
Grundsätzlich kann bei allen abnormen Veränderungen des Stoffwechsels Elektrolyt-Wasser getrunken werden, so bei Herz- und Kreislaufbeschwerden, Darm- und Magenleiden, Gicht und Ischias, Leber- und Gallenleiden. Trinkkuren sind ebenfalls angezeigt bei allen äußeren Krankheiten, die durch innere Unstimmigkeiten wie beispielsweise unreines Blut hervorgerufen werden. die aber auch durch die Anwendung von Elektrolyt-Salbe oder NAWALYT-Creme behandelt werden.
Selbst wenn keine äußeren Merkmale von Krankheitserscheinungen vorliegen, sind Elektrolyt-Wasser-Trinkkuren allen denjenigen zu empfehlen, die aus beruflichen oder irgendwelchen anderen Gründen wenig körperliche Bewegung haben, einseitige Kost essen, unter dauernden Verdauungsbeschwerden oder Stuhlverstopfung leiden u.s.w.
Elektrolyt-Wasser-S ist ein natürliches Mittel zur Hemmung und Beseitigung von Entzündungen. Bei Schnupfen oder Erkältungen sowie Genitalbeschwerden (Balanitis) sind Spülungen bzw. ist Gurgeln damit angezeigt.

Äußere Anwendungen mittels Elektrolyt-Salben oder NAWALYT- Cremes.
Elektrolyt-Salbe-S oder NAWALYT-Creme-W sind grundsätzlich angezeigt bei allen Erkrankungen entzündlicher Art; das heißt bei:-

  1. Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes sowie der Schleimhäute (besonders im Genitalbereich), eitrige Hautausschläge, Erfrierungen, Verbrennungen 1. und 2. Grades, Schürfwunden, Schleimhautgeschwüre, Bindehautentzündungen, Wundliegen bzw. Druckbrand, Sonnenbrand (vorbeugend und akut), allen entzündlichen Arten der Akne.
  2. Venenentzündungen~ Krampfadern und Krampfadergeschwüren, Haemorrhoiden, Gliederschmerzen (Gicht, Arthrosis deformans), Muskelzerrungen, Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, Haematomen, Rheumatismus (akute Schübe), Gürtelrose und -flechte, Blutergüssen, Entzündungen der Brustdrüsen und -warzen, Furunkel, Insektenstichen,Sehnenentzündungen, Thrombosen und Embolien.
  3. Beschwerden kosmetischer Art (als Tages- und Nachtcreme), Pickeln und Hautunreinheiten im Gesicht. rissiger und geröteter Haut an Händen, Ellenbogen u.s.w., durch Einwirkung von Alkalien (scharfe Seifen u.s.w.) hervorgerufene rauhe Hände (Maurerhände) und mehr.

Elektrolyt-Salbe-A oder NAWALYT-Creme-K findet Anwendung bei Pilzerkrankungen der Füße, der Schenkelbeuge und der Achselhöhlen sowie durch Säureeinwirkung entstandene Ätzwunden, ferner bei brüchigen Fuß- und Fingernägeln.

Die Elektrolyt-Wasser „HYDRPURYL“ Trinkkur

Im Allgemeinen umfaßt eine Trinkkur 24 Flaschen zu je einem Liter. Elektrolyt-Wasser-N wird bei jeder Trinkkur angewandt.

Der Trinktest entscheidet im einzelnen Fall, ob der Patient zusätzlich Elektrolyt-Wasser-S oder Elektrolyt-Wasser-A, oder aber von beiden zusätzlich trinken muß. Alle Elektrolyt-Wässer sollten beim Trinken Zimmertemperatur haben. Dazu köhnen sie gegebenenfalls in der Originalflasche oder in einem geeigneten Glasbehälter im Wasserbad angewärmt werden. Sie dürfen nicht mit Metall in Berührung kommen. Beim Anwärmen dürfen sie 40 0  Celsius nicht erreichen.

Am einfachsten bewahrt man die Flaschen bereits einen Tag vor und während dem Gebrauch bei Zimmertemperatur auf. Die Elektrolyt-Wesser sollten jeweils 10 bis 30 Minuten vor den Mahlzeiten getrunken werden. Sie sollten in kleinen Schlückchen getrunken und sofort heruntergeschluckt werden.

Alle Abbauprodukte, Schlacken, Gifte u.s.w. kannen nur in wassergeIöster Form, über den Urin aus dem Karper entfernt werden. Um dieses zu ermöglichen, müssen dem Körper täglich mindestens 4 % seines Gewichts an Flüssigkeit zugeführt werden. – (Alkoholische Getränke, besonders aber Bier sind Nahrungsmittel) – In dieser Mindestmenge an Flüssigkeit ist das in der normalen Nahrung befindliche Wasser enthalten. Die Nahrungsmittel bestehen aber zum größten Teil aus Wasser.

Deshalb kann das Gewicht der täglich aufgenommenen Nahrung von der errechneten MindestFlüssigkeitsmenge abgezogen werden, um die ungefähre Wassermenge zu errechnen, die in Form von Trinkwasser, Kaffee, Tee, verdünntem Fruchtsaft u.s.w. mindestens täglich.zu trioken ist. Wenn gutes Trinkwasser nicht zur Verfügung steht, sollte das Fehlende durch ein gutes neutrales Mineralwasser ersetzt werden.

Während der Elektrolyt-Wasser-Trinkkur ist diese Mindestmenge an Flüssigkeit, die dem Körper täglich zugeführt wird, von besonderer Wichtigkeit, um eine graßtmögliche Wirkung der gesamten Trinkkur sicherzustellen. Im Durchschnitt sollten mindestens 2 Liter täglich getrunken werden.

Der Elektrolyt-Wasser-Trinktest

Die in mehr als 30 Jahren gesammelten Erfahrungen hinsichtlich der Elektrolyt-Wasser-Therapie zeigen eindeutig, dass im einzelnen Fall die Fragen bezüglich der Zusammensetzung der Elektrolyt-Wasser-Kur am besten und einfachsten durch den persanlichen Geschmack des Patienten beantwortet werden. In wunderbarer Weise verlangt der Karper über den Geschmack genau das, was ihm an Elektrolyten, Anionen und Kationen, Salzen oder Spurenelementen fehlt. Richtig ist, das zu trinken, was dem Brunnenwasser am ähnlichsten, also was dem Patienten am besten schmeckt. Um das zu ermitteln, trinkt der Patient von allen drei Elektrolyt-Wasser-Arten, also „S“, „N“ und „A“ .Dabei sollte die ganze Aufmerksamkeit auf die Geschmacksempfindung hinsichtlich der betreffenden Elektrolyt.Wasser-Art gerichtet werden. Das heißt, die Beurteilung sollte nicht durch andere beeinflusst werden. Ein und dasselbe Wasser kann verschiedenen Personen sehr verschieden schmecken. Bei der Geschmacksbeurteilung spielt, jede persönliche Über- oder Untersäurung eine ausschlaggebende Rolle. Von der jeweiligen Elektrolyt-Wasser-Art ist ein guter Schluck in den Mund zu nehmen und sofort  hinunter zu schlucken. Wenn das Elektrolyt-Wasser eine Weile im Mund behalten oder in diesem herumgespült wira, vermischt es sich mit dem Speichel. Dadurch wird der Geschmackseindruck verfälscht. Wird der persönliche Geschmack des betreffenden Elektrolyt-Wassers nicht eindeutig festgestellt, können in gleicher Weise mehrere Schlücke genommen werden. Am einfachsten geht man nach der folgenden Reihenfolge vor:
Die mit den 3 Probeflaschen, Elektrolytwasser -S. -N und -A, gelieferten 3 Becher werden nebeneinander, in einer Reihe vor den Patienten gestellt. Jeder dieser Becher enthält 1/8 Liter, wenn er bis zum obersten der ringförmigen Rillen gefüllt ist. Vom Patienten aus gesehen, wird hinter jeden der 3 Becher je eine der 3 Probeflaschen gestellt. Dabei kommt die mit einem gelb bedruckten Aufklebezettel und einer gleichfarbigen Verschlußkappe versehene Flasche mit Elektrolyt-Wasser-N in die Mitte. Dann wird jeder der drei Becher aus der jeweils hintei ihm stehenden Flasche gefüllt. Dabei wird jede der Flaschen nach der Füllung des entsprechenden Bechers wieder hinter diesen zurückgestellt; um eventuelle Verwechselungen zu vermeiden.
Hinsichtlich des geschmacklichen Eindruckes der 3 Elektrolyt-Wässer auf Patienten gibt es im Allgemeinen 6 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten.
Jeder dieser Möglichkeiten entspricht eine besondere Zusammenstellung der während der Kur zu trinkenden Elektrolyt-Wässer. Die persönliche Unter- oder Übersäurung des Patienten bestimmt, welche der 6 Elektrolyt-Wasser-Zusammenstellungen für ihn die  geeignetste ist.

Um dies zu ermitteln versucht der Patient:

  1. das Saure, also Elektrolyt-Wasser-S entsprechend obigen Anweisungen. – Schmeckt es wie reiner Zitronen- oder Rhabarbersaft, schmeckt es wie Zitronenwasser, schmeckt es wie ein leichtes Zitronenwasser, oder schmeckt es wie reines Brunnen- oder gutes Leitungswasser, d.h. ohne jeden Geschmack; schmeckt es angenehm oder unangenehm? – Dann versucht der Patient:
  2. einen guten Schluck Neutral, also Elektrolyt-Wasser-N aus dem mittleren Becher, um den Geschmack des sauren Elektrolyt-Wassers zu neutralisieren. – Wie schmeckt das neutrale Elektrolyt-Wasser? – Daraufhin versucht der Patient:
  3. das Alkalische, also Elektrolyt-Wasser-A (guter Schluck und sofort hinunterschlucken). Schmeckt es wie Brunnenwasser, schmeckt es leicht süß, schmeckt es bittersüß oder  schmeckt es faulig, schwefelig, nach faulem Ei; schmeckt es angenehm oder unangenehm?
    Mit den Ergebnissen des Trinktests kann der Patient jetzt entscheiden, welcher der folgenden 6 Fälle für ihn zutrifft.

Mit den Ergebnissen des Trinktests kann der Patient jetzt entscheiden, welcher der folgenden 6 Fälle für ihn zutrifft.

  1. Fall
    Elektrolyt-Wasser-S schmeckt nach Brunnenwasser oder ganz leicht sauer;
    Elektrolyt-Wasser-A schmeckt nach faulem Ei, nach Schwefel oder bitter, eben widerlich.
    Damit ist erwiesen, dass der Patient untersäuert ist. Er braucht Elektrolyt-Wassser-S und -N.
    Angezeigte Trinkkur:                     12 Flaschen Elektrolyt-Wasser-S,                 12 Flaschen Elektrolyt-Wasser-N
    Morgens und mittags: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-S
    Abends und vor dem Schlafen: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser N
  2. Fall
    Elektrolyt-Wasser-S schmeckt nach rohem Rhabarbersaft, nach reinem Zitronensaft;
    Elektrolyt-Wasser-A schmeckt nach Brunnenwasser oder nur leicht süßlich.
    Damit ist erwiesen, daß der Patient übersäuert ist. Er brauchtElektrolvt-Wasser-A und -N.
    Angezeigte Trinkkur:                     12 Flaschen Elektrolyt-Wasser-A                12 Flaschen Elektrolyt-Wasser-N
    Morgens und mittags: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-A
    Abends und vor dem Schlafen: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-N
  3. Fall
    Elektrolyt-Wasser-S schmeckt wie leichtes Zitronenwasser, angenehm;
    Elektrolyt-Wasser-A schmeckt bittersüß.
    Der Patient ist leicht untersäuert.
    Angezeigte Trinkkur:                     8 Flaschen Elektrolyt-Wasser-S                16 Flaschen Elektrolyt-Wasser-N
    Morgens: jeweils 1/8 liter Elektrolyt-Wasser-S
    Mittags und abends: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-N
  4. Fall
    Elektrolyt-Wasser-S schmeckt nach Zitronensaft;
    Elektrolyt-Wasser-A schmeckt süß oder etwas metallisch, aber nicht unangenehm.
    Der Patient ist etwas übersäuert.
    Angezeigte Trinkkur:                     8 Flaschen Elektrolyt-Wasser-A                16 Flaschen Elektrolyt-Wasser-N
    Morgens: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-A
    Mittags und abends: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-N
  5. Fall (kommt selten vor)
    Elektrolyt-Wasser-S schmeckt nach Zitronensaft;
    Elektrolyt-Wasser-A schmeckt nach fauligen Eiern.
    Der Patient hat von beidem zuviel.
    Angezeigte Trinkkur:                     2 Flaschen Elektrolyt-Wasser-S                2 Flaschen Elektrolyt-Wasser-A                20 Flaschen Elektrolyt-Wasser-N
    Montags bis Samstag Morgens. mittags und abends:- jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-N
    Sonntag. morgens: jeweils 1/16 Liter (1/2 Becher) Elektrolyt-Wasser-S und -A zusammenschütten und sofort trinken.
  6. Fall
    Elektrolyt-Wasser-S schmeckt wie Brunnenwasser oder nur ganz leicht säuerlich;
    Elektrolyt-Wasser-A schmeckt ebenfalls wie Brunnenwasser oder nur ganz leicht süß.
    Der Elektrolyt-Haushalt des Patienten ist zu arm an Ionen. Seinen Zellen fehlt Ladung und Spannung.
    Angezeigte Trinkkur:                     8 Flaschen Elektrolyt-Wasser-S                8 Flaschen Elektrolyt-Wasser-N                8 Flaschen Elektrolyt-Wasser-A
    Im täglichen Wechsel jeweils:
    Morgens, mittags und abends:                 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser S, bzw.             1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-N, bzw.             1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-A.

Wichtig
Während der Trinkkur, besonders aber zu Anfang kann der Urin des Patienten stark gefärbt sein oder stinken. Das ist jedoch nur ein Zeichen der Wirkungen des Elektrolyt-Wassers.
Elektrolyt-Wasser-S wirkt auf natürliche Weise anregend. Dem Elektrolyt-Haushalt des einzelnen entsprechend ist diese Wirkung jedoch verschieden. Obwohl es in der Anwendung völlig sicher ist, sollte es nicht in größeren Mengen, besonders Abends getrunken werden.
Falls während der Trinkkur eines .der Elektrolyt-Wässer „S“ oder „A“ etwas unangenehm schmeckt, so ist es ratsam, das betreffende Elektrolyt-Wasser 2 bis 3 Tage nicht zu trinken und anschließend in kleinen Mengen wieder anzuwenden.

Die Anwendung der Elektrolyt-Salben und NAWALYT-Cremes

Elektrolvt-Salbe-S und NAWALYT-Creme-W
Bei Entzündungen und Verletzungen in den äußeren Gewebeschichten verschiebt sich der pH-Wert in den betroffenen Gewebepartien nach der pathologischen, also krankhaften Seite. Durch die Anwendung von Elektrolyt-5albe-S oder NAWALYT-Creme-W, die die Haut leicht durchdringen, kann in den betroffenen Hautschichten der physiologische pH-Wert wieder hergestellt werden. Dadurch werden diese Entzündungen überraschend schnell abgebaut und beseitigt. Dabei ist es von großer Bedeutung, daß durch diese Normalisierung des pH-Wertes den in das kranke Gewebe eingedrungenen Bakterien der Nährboden entzogen wird.
Bei Blutergüssen wirkt die Normalisierung des pH-Wertes verflüssigend auf‘ das in den Zellen eingelagerte Blut.

Elektrolyt-Salbe-S oder NAWALYT-Creme-W
Anwendung
:

Mehrmals täglich auf die erkrankte Haut oder die Umgebung der Wunde auftragen bzw. leicht einmassieren.

Ein kurzes vorübergehendes Brennen ist kein Zeichen von Unverträglichkeit. Es wird durch den Umpolarisationseffekt hervorgerufen. (E.Götze, Lehrbuch der Patholog· Physiologie, 1964 , Seite 772)
Elektrolyt-Salben „N“ und „A“ oder NAwALYT-Cremes „W“ und „K2“
Anwendung:
Mehrmals täglich auf die erkrankte Haut auftragen und leicht einmassieren.

Wichtig:
Elektrolyt-Salben und NAWALYT-Cremes sollten ebenfalls nicht mit Metall in Berührung kommen; sie sollten mit einem Holz – oder Kunststoffspatel der Dose entnommen werden.
Literaturnachweis:
Prof. Dr. med. Heinrich Hausser, Die Melsunger med. Pharmazeutischen Mitteilungen aus Wissenschaft und Praxis,, Nr. 93, 1960.
Dr. med  Hug, Experimentelle Untersuchungen über Elektro-Osmotisch getrenntes Wasser am Tier und am Menschen, Inaugurale Dissertation, Bayer, Staatsbiliothek: U 51/6933, UNI – München 1951
Dr. med. Nitschköff und Dr. med. H. Leisenring, „Erfahrungen mit Hydropuryl“ Med. Monatszeitschrift, 7. Jahrg., Heft 6/1953, Seiten 372 – 375

Prof. Fritz Zinnitz,  Zur Pharmakologie hochentionisierten Wassers, gleichzeitig ein Beitrag über Spurenelementewirkung, Med. Monatszeitschrift, 9. Jahrg., Heft 1/1955, Seiten 18 – 25
Prof. Zinnitz und Prof. Clara, Über die Biologische Wirksamkeit der neutralen Komponente elektroosmotisch getrennten Wassers im Menschen-, Tier- und Pflanzenorganismus, Schweiz. Med. Zeitschrift, Basel, 8 März -[2, 10. 260, 1952
Dr. med. Schwamm, Die med. physikalische Forschungsgemeinschaft des Unterlahnkreises.
Dr. med. Hänsche, Ärztliche Praxis, 1958 und 1963, 9. 2. Nr. XV/6, Seite 345
Dr. med. Biedermann und Dr. med. K.Rummler, Homotoxin-Journal Heft 1vom1.Februar 1965, Seiten 162-163

Fachärztliche Gutachten

  • Dr. med. F. Dammert
  • Dr. med. W. Glückmann
  • Dr. med. H. Gutschmidt
  • OMR Dr. Marx
  • Dr. med. K.Mayr
  • Dipl.lng. Willy Rieger
  • Dr. med. Chr. Stahl
  • Dr. med. W. Gerloff
  • Dr. med. J. Golling
  • Dr. med. H. A. HänscheDr. med. Engelhardt
  • Dr. med. H. Würdinger
  • Dr. med. W. Schürmeister
  • Dr. med. N. Zett

Hinweis: Nur die Gutachten von Damert, Gutschmidt, Glückmann, Stahl, Gerloff, Hänsche Engelhart und Schürmeister konnte ich in den mir überlassenen Nachlassdokumenten verifizieren.

Es gab in den 60er Jahren auch einen J. Erich Moser in Stuttgart, der das Hydropuryl® als Sonderabfüllung unter dem Namen Galvalit® vertrieben hatte und Arztberichte von Gutschmidt und Glückmann dafür anführte.

Galvalit 1

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Auch Gutschmidts Äußerungen enthalten leider keine Hinweise, mit welcher der 3 Sorten die Erfolge erzielt wurden.

Galvalit 2

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Über viele Punkte von Natterers Trinkuren mag man heutzutage lächeln, etwa über Dr. Manfred Currys Typenlehre oder über die „subjektive Diagnostik“ die in dem darin geschilderten Trinktest liegt. Diesen könnte man leicht als suggestives Pharma-Marketing abtun.

Schließlich war der gebürtige Allgäuer Natterer ein gewitzter Verkäufer seiner Ware und hat sein Wasser wirklich nicht billig verkauft. Umgerechnet in heutige Kaufkraft kostete eine der dargestellten Trinkkuren mit 24 Literflaschen Elektrolytwasser etwa 125 € für eine Einzelperson! So eine Trinkkur war für 64 Tage ausgelegt. Wenn man, wie ich es heute für sinnvoll erachte, elektroaktiviertes Wasser – und zwar angesichts der im Vergleich zu den 60er Jahren viel größeren Übersäuerungsbedrohung täglich im basischen Modus trinken will – wäre man mit dem Hydropuryl® A Natterers schon bei über 700 €. Bei einem 2-Personen-Haushalt bei 1.400 € und wenn man eine Großfamilie versorgen will, schon nach einem Jahr weit über dem Anschaffungspreis des teuersten heutigen und technisch weit überlegenen Wasserionisierers.

Natterer hat schlauerweise seine Wasserionisierer nur an ganz wenige Kunden verkauft. Außer der Curry-Klinik konnte ich nur eine einzige Kundin ausmachen, der er ein Gerät verkauft hat: Die mit zwei ganzseitigen Artikeln der 70er Jahre in der BILD – Zeitung gefeierte Hamburger Heilpraktikerin Edith Krebs. In der Ausgabe vom 14. Mai 1977 berichtet die Hamburger BILD in dem ganzseitigen Artikel „Geheilt mit ein paar Glas Wasser“, dass Sie 3 Flaschen des Wassers für 23,25 DM an Patienten abgibt. Die inzwischen weit über 80-jährige Dame ist immer noch aktiv und hat mir im Jahr 2012 versichert, dass sie Natterers Trinktest immer noch für eine geniale Diagnosemethode hält. Sie habe selbst eines seiner Geräte im Betrieb gehabt, es funktioniere aber nicht mehr. Verkaufen wollte sie es mir nicht.

Als ich ihr dann erklärte, dass es heutzutage neuere und bessere Geräte gäbe, klingelte schon ihr Patiententelefon. Es ist war wirklich nicht einfach, bei dieser nach wie vor populären Heilpraktikerin einen Telefontermin zu bekommen…

Immerhin zeigt dieses Beispiel, dass es bis in unsere Tage eine lückenlose Tradition der Anwendung von elektroaktiviertem Wasser in Deutschland gibt.
Bitte nehmen Sie die Anwendungshinweise aus den historischen Dokumenten als das was sie sind: historisch. Das gilt sowohl für das Wasser als auch für die Salben und Cremes. Halten Sie sich an die Empfehlungen der Hersteller … oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Zum Beispiel ist die heute erhältliche – und auf Alfons Natterer zurückgehende – Elektrolytsalbe S der NAWA® Heilmittel GmbH natürlich nicht mehr identisch mit dem von Alfons Natterer erfundenen Produkt und hat auch eine neue pharmazeutische Zulassungsnummer (PZN: 00815191).

Ich kann sie Ihnen aber dennoch ebenso wie die ähnlichen Produkte der Marke Elyth® aus eigener Erfahrung empfehlen und Ihnen versichern, dass ich zu diesen Firmen in keinerlei Kontakt stehe oder in irgendeiner Weise Zuwendungen für diese Empfehlung bekommen habe.
Die Erkenntnis, dass insbesondere das saure Elektrolytwasser bei Hautleiden gut eingesetzt werden kann, kam Natterer bereits im Jahr 1949, wie ein Erfahrungsbericht des Münchner Hautarztes Dr. med. habil. Willy Koch vom 18.3.49 zeigt.  Der Universitätsdozent schrieb:

„Sonquisan 503 (saures Elektrolyt) wurde von mir zur Behandlung von nässenden Dermatosen äußerlich angewandt. Nässende intertriginöse Ekzeme trocknen unter Sanquisanumschlägen im Verlauf von 2 Tagen ab (…). Mit auslösend dürfte gerade die saure Komponente der Lösung sein, die bei entzündlichen Dermatosen den normalen pH-Wert der Haut, der ja bei ungefähr 5,3 liegt, durch Neutralisation der krankhaften alkalischen Verschiebung wieder herstellt und dadurch beginnende oder bestehende Infektionen, besonders Mykosen, den Nährboden nimmt.
Bei allen Schleimhautinfektionen des Mundes hat sich Sanquisan 503 bestens bewährt. Stomatiden kommen unter Pinselung mit 503 innerhalb von 24 Stunden zum Schwinden. (…)
Ein Malariaanfall wurde mit 503,5 ccm intramuskulär kupiert. Das Fieber sank innerhalb von einer halben Stunde von 40,5o auf 36,8O. Der Patient ist seit dieser zeit, ungefähr 14 Tage, rückfallfrei geblieben.
Die Behandlung der Furunkulose ist mit intraglutalen Injektionen von 2 ccm 503 in 2-tägigen Intervallen verblüffend und übertrifft die bisherigen Vaccine- und Sulfonamidtherapie.
Zusammenfassend haben wir in Sanquisan ein Therapeutikum, von dem man heute schon sagen kann, dass es in den Kreis unseres therapeutischen Rüstzeuges eingehen wird..“

Soweit Doz. Dr. Koch anno 1949.

Dr. Gerloff von der Nervenklinik der Universität München schrieb am selben Tag ein Gutachten, das von einer überraschenden Heilerfolgen mit dem sauren und dem neutralen Elektrolytwasser bei Oberlippenfurunkeln, infizierten Schürfwunden und Lippenherpes berichtet.
Auch in der Tiermedizin fanden Natterers Methoden schon früh einige Anhänger. Dr. med. vet. E.v. Szekely, ein praktischer Tierarzt aus Prien/Chiemsee behandelte im Jahr 1949 schlecht heilende Wunden bei Pferden, Schafen, Kühen, Kühen und Hunden mithilfe von Umschlägen, die fallweise in das saure oder in das neutrale Elektrolytwasser getaucht waren, ohne jeglichen Misserfolg.
Innerlich gab er seinen Tierpatienten dasselbe Wasser zu trinken und behandelte damit erfolgreich

  • Gastroenteritis beim Hund
  • Durchfallerkrankung einer Kuh.
  • Coli-Infektionen in einem Hühnerbestand

Auch die Bayerische Landesanstalt für Moorwirtschaft berichtete 1949 von einer innerlichen Anwendung des neutralen (wasserstoffreichen) Sanquisan 507 Elektrolytwassers. Direktor Bader schrieb am 22. 6. 1949:

„Von dem durch die weiße Ruhr auf 15 St. dezimierten Hühnerbestand des Moorwirtschaftsbetriebes Haspelhof erhielten 12 Hühner vorschriftsmäßig Sanquisan verabreicht. 3 Hühner bleiben unbehandelt. Alle Tiere hatten vorher kränkliches Aussehen, blasse Kämme und geringe Fresslust.
Bereits 2 Tage nach der ersten Behandlung zeigten die 12 Hühner, die Sanquiaan erhielten, frische rote Kämme lebhaftes Aussehen und bessere Fresslust. Sie machten den Eindruck ganz gesunder Tiere.
Nach etwa 8 Tagen nahm auch die Eierlegetätigkeit zu. Von den 3 unbehandelten Hühnern ist eines am 10.6.1949 eingegangen. Die Verabreichung von Sanquisan an die kranken Hühner brachte einen äußerst überraschenden, wirklichen vollen Erfolg.“

Ebenfalls 1949 berichtet der Tierarzt Dr. Hoffmann aus Traunstein an das tierärztliche Referat der Regierung von Oberbayern, wie Euterschäden bei Kühen mit Maul- und Klauenseuche durch jeweils nur 1-minütiges Baden der Zitzen in neutralem Elektrolytwasser binnen 24 Stunden zur Abschwellung gebracht werden konnten, während ein zur Kontrolle unbehandeltes Tier weiterhin krank blieb. Dr. Hoffmann hatte schon vorher in seiner Tätigkeit als Regierungsveterinärrat des Landkreises Schrobenhausen ebenfalls über Erfolge bei Maul- und Klauenseuche gemeldet.

Übrigens hat Alfons Natterer auch Kontakte zum Leiter der Paracelsus Laboratories in den USA Dr. Albert R. Riedel gepflegt, der ihn seit den 50er Jahren öfter besucht hat und 1980 einen großen englischen Artikel über Natterers „Electrolytic Water Therapy“ schrieb. Dr. Riedel gilt in der Spagyrikszene unter seinem Pseudonym Frater Albertus als der größte Alchimist des 20. Jahrhunderts. Das ist nicht unbedingt eine Eintrittskarte in die Welt der Schulmedizin.

So richtig warm wurde auch Natterer offenabr nicht mit ihm, denn er hat viel über die amerikanischen Nachahmer geschimpft. Dennoch ist sein, hier aus unbekannter Quelle aus dem Nachlass in Deutsch vorliegender Titel, das einzige erhaltene Dokument aus einer externen Sicht, das eine ansatzweise systematische Darstellung der Hydropuryl-Therapie noch zu Natterers Lebzeiten versucht hat und den bayerischen Erfinder in das Licht stellt, das er mit seiner Lebensleistung verdient.

Unbekannt ist, ob Natterer über die Wasserforschung in Japan und der Sowjetunion informiert war. Da letztere aber schon aus sprachlichen Gründen und wegen des kalten Krieges im Westen kaum bekannt war, kann man dies wohl fast auschließen, zumal auch seinen Erben darüber nichts bekannt ist.

Umgekehrt kann man aber aufgrund der großen Öffentlichkeitswirkung in Deutschland, des internationalen Ansehens von Dr. Manfred Curry, der amtlichen Veröffentlichungen des Gesundheitsamtes und vor allem durch die Patentschrift Natterers davon ausgehen, dass seine Methoden und Forschungen  immerhin bekannt sein konnten, wenngleich die außerdeutsche Quellenlage zu elektrolytisch gewonnenem Wasser vor Natterers Tod 1981 als äußerst dürftig einzustufen ist.

Ich konnte nur eine einzige Quelle über japanische Forschungen zu Elektrolytwasser ausmachen, die den Anfang der dortigen Entwicklung etwa um 1931 ansiedelt. Das ist genau der Zeitpunkt, als Karl Kaissers 3-Kammer-Elektrolysezelle international patentiert wurde. Die Informationsquelle über diese frühe Zeit in Japan ist die japanische Interessengruppe „Association of alkaline Ionized Water Apparatus“.

Sie benennt den Medizingeräteforscher Machisue Suwa als jemanden, der zu dieser Zeit erstmals über den Zusammenhang von Wasser und Elektrizität nachgedacht haben soll. Das Nachdenken führte aber nachweislich erst 21 Jahre später, 1952, also deutlich später als Natterer, aber etwa gleichzeitig mit dessen deutschen technischen Patentverfahren, zu einem konkreten Ergebnis in Japan.

Alfons Natterer starb am 5. Mai 1981. In den rund 50 Jahren, in denen er sich mit elektroaktiviertem Wasser beschäftigt hat, hat er jedenfalls alle Formen, auch die rückvermischten, zum therapeutischen Einsatz gebracht. Seine Indikationsspektren decken sich beinahe lückenlos mit dem, was die späteren Forschungen in der Sowjetunion, Japan und Korea bestätigt haben.

Natterer war ein Tüftler, Pragmatiker und Visionär, der nur vage Vorstellungen vom tasächlichen Geschehen nach der Elektrolyse von Wasser besaß. Er teilt das Schicksal von Johann-Wilhelm Ritter, der als erster Wissenschaftler im Jahre 1800 die Wasserelektrolyse untersucht hat und im Grunde den allerersten Wasserionisierer mit einer diaphragmalosen 3-Kammer-Zelle konstruiert hat, ohne die Vorgänge dabei ganz zu verstehen. Dies hat rund 200 Jahre gedauert.

Ritters Apparat

Damit komme ich zurück auf Ihre Frage, warum 3-Kammer-Systeme – ob mit oder ohne Diaphragma – den heutigen 2-Kammer-Systemen unterlegen sind. Sie sehen hier Ritters klassischen Versuch, wobei ich den Bereich des sauren Aktivwassers rot eingefärbt habe, den des basischen lila und den des neutralen grün.

Auch dies ist gundsätzlich ein diaphragmaloser 3-Kammer – Wasserionisierer. Ich habe seinen Versuch nachgebaut, und mit den heutigen Messinstrumenten die Veränderungen im pH-Wert und im Redoxpotential nachgemessen.

Unten sehen Sie mit pH 7,72 und ORP + 274 mV (CSE) die Ausgangswasserwerte vor der Elektrolyse. Rechts den auf 7,42 gesunkenen pH im linken, sauerstoffgefüllten Glas und im wasserstoffgefüllten rechten Glas den auf 8,4 erhöhten pH-Wert.

Ausgangswasserwerte

Es sinkt das Redoxpotential nicht nur im basischen, sondern auch im pH-neutralen Zwischenwasser auf -316 mV (CSE).
Dieses Zwischenwasser entspricht Natterers neutralem Elektrolytwasser Weder Ritter noch Natterer konnten diesen Vorgang mangels Messtechnik registrieren. Er erklärt aber die Wirksamkeit des neutralen Hydropuryl®.
Wir wissen heute, dass das scheinbar anormal niedrige Redoxpotential durch gelösten Wasserstoff verursacht wird. Es sinkt dadurch auf bis zu (-) 800 mV (CSE) Da nur ca 1,5 mg/Liter  Wasserstoff im drucknormalen Wasser löslich ist, strebt dieser nach allen Richtungen aus dem Wasser hinaus, in dem am meisten Überschuss davon vorhanden ist. Dies ist im Falle dieses Versuchs das rechte Glas mit dem basischen Aktivwasser. es ist übersättigt mit gelöstem Wasserstoff., da sich darüber eine mit Wasserstoffgas gebildete Druckblase gebildet hat.
Der Wasserstoff füllt also das Neutralwasser zwischen den Gläsern und das Redoxpotential sinkt in diesem Beispiel auf ungewöhnliche (-) 316 mV, die man sonst nur bei hochbasischem Aktivwasser erwarten würde.

Natterer und seine Zeitgenossen registrierten nur die Verschiebung des pH-Werts und die Wanderung von Anionen und Kationen zwischen den Kammern. Die starke Veränderung des Redoxpotentials und damit des Wasserstoffgehalts auch im neutralen Wasser war noch unbekannt.
Daher beruhte die Wirkung des neutralen „Hydropuryl“ nur auf Erfahrungswerten. Heute können wir sie erklären. Am ehesten würde man Hydropuryl® N heutzutage als Katholyt neutral bezeichnen, da Katholyt immer für Wasser mit niedrigem Redoxpotential steht. Wenn Sie also partout kein basisches Wasser trinken wollen, aber trotzdem etwas gutes für sich tun wollen, mischen Sie es einfach mit einem sauren Obstsaft, bis es neutral wird. Oder sogar mit etwas saurem Aktivwasser… Der Wasserstoff bleibt dabei zumindest kurfristig erhalten.
Durch Rückvermischung und eventuelle elektrolytische Nachbehandlung der beiden Aktivwassersorten, kann man nahezu beliebige Wassereigenschaften „designen.“. Also brauchen wir die 3-Kammer-Zellen nicht mehr. Und für das, was Botho von Schwerin, Jean Billiter, Karl Kaisser und Alfons Natterer in ihrer vom Reinheitsgedanken besessenen Zeit erreichen wollten, nämlich „reines Wasser“, brauchen wir heutzutage nur noch Wasserdruck und eine Umkehrosmosanlage. Die elektroosmotische Wasserentionisierung – mit der aber alles begann –  ist nämlich eine längst überholte Technologie.
Tut mir leid, dass die Erklärung so weit ausholend war. Einem Spezialisten hätte man es auch in 20 chemischen Reaktionsformeln erklären können. Aber so hat es vielleicht jeder Laie auch verstanden. Und die meisten Chemiker glauben, sie hätten wichtigeres zu tun, als sich mit primitiven Wasserfragen zu beschäftigen, die sie schon im Grundstudium abgehakt haben.
Alles liegt daran, dass Wasser so alltäglich scheint, dass man seine derzeit (17.9.2015) bekannten 73 Anomalien achselzuckend schluckt, anstatt sie mit einer umfassenden Theorie zu erklären.

Anomalien sind ein anderer Ausdruck für „Wunder“. Manche Wasserspezialisten bauen darum herum Kapellen, andere komplizierte Kathedralen. Aber seit Lavoisiers bahnbrechendem Experiment könnte jeder wissen, dass Wasser nur angerosteter Wasserstoff ist, ein chemisches Zwischenprodukt, das in der immer noch unerklärten Autoprotolyse sogar mit sich selbst „herumspielt“, weil es mit diesem halbverrosteten Zustand nicht zufrieden scheint und gerne wenigstens ein schickes OH—Ion haben möchte.
Schon ein bisschen Infrarotwärme reicht aus, um Wasser glücklicher zu machen. Die Forschungen von Gerald Pollack zum Aufbau der Exklusionszonen haben einen neuen Deutungsraum der Anomalien aufgestoßen, der uns in den nächsten Jahren noch viele Überraschungen verspricht. Wasser und Energie sind nicht nur in Wasserkraftwerken verbunden…
Aller Erkenntnis zum Trotz: im Unterbewusstsein gehen doch die meisten immer noch davon aus, dass Wasser ein Urelement ist, so sicher, wie die Erde eine Scheibe ist… Mineralwasser muss „ursprünglich“ erhalten bleiben, um trinkbar zu sein… wieviel Gedankenlosigkeit offenbart sich eigentlich in diesen in Gesetze und Verordnungen gegossenen Dogmen? Welche Verordnungen gelten eigentlich für basisches Aktivwasser? Sind es dieselben, die auch für Leitungswasser, Mineralwasser, Heilwasser oder Tafelwasser gelten? Warum sind Heilaussagen über Wasser verboten, das nicht aus einer natürlichen Quelle stammt?
Alle diese „geregelten“ Wasserarten sind technisch stabilisierte Produkte, die mit den verschiedensten Methoden vor Verkeimung geschützt werden.
Ein Gastwirt darf seinen Gästen Leitungswasser, Tafelwasser, Mineralwasser, ja sogar Heilwasser anbieten. Aber wenn er  abgekochtes, destilliertes, Schmelzwasser, elektroaktiviertes oder Umkehrosmosewasser anbietet, kommen manche Ordnungsbehörden schon auf die Idee, ihm das untersagen zu wollen, weil es dafür keine Verordnung gibt.

Wer schreibt eigentlich einem Heilwasser-Brunnenbetrieb vor, dass er seinen Wirkungsnachweis bei bestimmten Krankheiten in einem 500 km entfernten Getränkemarkt kontrollieren lassen muss? Die regelmäßige Feststellung  konstantern Mineralgehalts und ein medizinisch balneologisches Gutachten werden nicht beim Verbraucher vorgenommen. Dabei sind die gelösten Gase, die bei der Abfüllung und beim Transport so leicht verschwinden können, meist ganz entscheidend an der Heilwirkung beteiligt.

Für Natterer war es offenbar nicht schwierig, eine arzneimittelrechtliche Zulassung für alle Sorten seines Elektrolytwassers beim Bundesgesundheitsamt zu bekommen, von der Dr. Albert Richard Riedel in einem englischsprachigen Artikel noch im Jahr 1980 berichet.
„These waters are recognized as medical specialty by the German Board of Public Health and registered under number H 636, H 637, H 638“
(Quelle: Riedel, A.R., Electrolytic-Water Therapy,  in: Essentia, Journal of evolutionary thought in action, Band 1, 1980.)
Dr. Riedel (links) war mit Natterer schon seit den 50er Jahren bekannt und warb  in den USA für die Elektrolytwasser-Therapie.
Natürlich rennt man mit einem Dr. Riedel, der sich später Frater Albertus nannte und in der Spagyrikszene als „größter Alchimist des 20. Jahrhunderts“ gefeiert wird, nicht die Türen der sehr konservativen amerikanischen Schulmedizin ein.

Aber bereits 1990 erschien in den USA das Buch „Reverse Aging“ des Koreaner Sang Whang, das den US-Markt für die aus Japan stammende Technologie der Heim-Wasserionisierer öffnete.
Alfons Natterer hat in der deutschen Ärzteschaft einige überzeugte und überzeugende Freunde gefunden und war 50 Jahre lang erfolgreich mit seinem Elektrolytwasser. Aber  er fühlte sich wohl nicht als Revolutionär. Er war kein Kopernikus, Kepler oder Galilei. Er sagte auch nicht, dass man sein Elektrolytwasser täglich trinken soll. Dazu wollte er es viel zu teuer verkaufen. Als Arznei.
Als usbekische und japanische Forscher die Türe noch ein bisschen weiter aufgestoßen haben, waren die der traditionellen Medizin müden Menschen schneller: Sie kauften immer mehr Wasserionisierer, die das natürliche Glück des Wassers, sich durch Energieaufnahme vom Rost zu befreien, auch als Vorteil für ihr eigenes Leben ansahen. Einer der Gründe dafür mag sein, dass in der gesamten asiatischen Welt Prophylaxe eine viel größere Rolle spielt als medizinische Krankheitsbehandlung.

Niemand versteht dort eine deutsche Krankenkasse, die Unsummen für nach den eigenen Standards eigentlich unheilbar Kranke ausgibt und bei der Krankheitsvermeidung mit aller Gewalt spart.
Aber nicht nur die Angst vor drohender Krankheit ist ein starkes Motiv, basisches Aktivwasser mit besonders vielen OH–Ionen und Wasserstoff zu trinken. Unser Geschmackssinn betrügt uns nicht: Es schmeckt einfach besser als normales Wasser. Das merken manche zunächst gar nicht, weil sie gar nicht gewohnt sind, überhaupt Wasser zu trinken.
Unsere Kultur der sauren Getränke liegt in den Genen verborgen. Bis vor wenigen Jahrzehnten war Wasser ein riskantes Getränk, weil es – wie Louis Pasteur meinte – 90 % aller Krankheiten übertrug. Und weil das – leider – heute noch in vielen Teilen der Welt gilt. Wie wir nicht nur risikolos, sondern auch wohltuend Wasser aufbereiten können, habe ich im ersten Band dieses Buches erklärt.

Alfons Natterer und Siegfried Natterer

So ist nun aus Ihrer scheinbar einfachen Frage nach Alfons Natterers Methode, eine umfassende geschichtliche Darstellung geworden. Und ein Plädoyer für elektroaktiviertes Wasser. Aber an welcher Stelle wäre es besser platziert?

Ich bin seinem Enkel Siegfried Natterer zu tiefstem Dank verpflichtet, dass er mir die Schätze aus dem Nachlass seines Großvaters für meine Forschungen zur Verfügung gestellt hat.

Es war mir eine große Ehre, darüber als erster umfassend berichten zu dürfen. Mit seiner Erlaubnis darf ich Ihnen daher neben seinem Großvater auch noch ein Bild von Siegfried Natterer zeigen, der als Erfinder und Heilpraktiker das Erbe seines bedeutenden Vorfahren weiter entwickelt.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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