AQUACENTRUM

Redoxpotential

Armin K.: Wozu muss man eigentlich das Redoxpotential des basischen Aktivwassers noch messen, wenn man bereits den pH-Wert ermittelt hat? Es gibt doch die Nernst-Gleichung zur Umrechnung?

Das Redoxpotential oder auch ORP (Oxidations-Reduktions- Potential) in Millivolt gegenüber einer Referenzelektrode (—>Redoxmessung) ist ein Maß für die Bereitschaft einer wässrigen Lösung, Elektronen anzuziehen (+mV) oder abzugeben (-mV). Säuren ziehen wegen der H+-Ionen Elektronen an (oxidieren), Basen geben wegen der OH–Ionen Elektronen ab (reduzieren). Das Ganze ist ein Austauschprozess, den man Redoxreaktion nennt. Eine solche Redoxreaktion findet auch an der Messelektrode statt, die entweder oxidiert oder reduziert wird, was uns dann als mV-Wert angezeigt wird.

Da bei einer Redoxreaktion in einer wässrigen Lösung sich auch Säuren und Basen ausgleichen, indem aus H+ und OH- Wasser wird, gibt es auch einen mithilfe der NernstGleichung berechenbaren Zusammenhang zwischen pH-Wert und Redoxpotential:

ΔE = -0,059 V (pH 1 – pH 2)

Mehr dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Nernst-Gleichung

Außer dem Redoxpotential Eh wird in der Wasseranalytik noch der rH-Wert ermittelt. Hierzu schreibt die Universität Erlangen: (http://www.angewandte-geologie.geol.uni-er- langen.de/paramete.htm) : „Dieser ist ein pH-Wert-unabhängiges Kriterium für das Redoxvermögen einer Wasserprobe. Definiert ist der rH-Wert als der negative dekadische Logarithmus des Wasserstoffpartialdrucks (also rH = -log pH), mit welchem eine Platinelektrode beladen sein müßte, um eine der Lösung entsprechende Reduktionswirkung auszuüben.

rH = 2 x (Eh/EN)+ 2 pH

Da die Umrechnung von Eh- in rH-Werte auf der NERNST Spannung (59,16 mV) basiert, und da die Änderung der Eh- Werte pro pH-Schritt unter Grundwasserbedingungen anders als in Laborversuchen von dieser NERNST-Spannung abweichen kann, erweist sich die Umrechnung bei sehr sauren oder sehr basischen Grundwässern unter Umständen als problematisch (HÖLTING 1996).

Die (reduzierenden) Eigenschaften von Wässern lassen sich nach den somit bestimmten rH-Werten wie folgt charakterisieren:

rH = 0 bis 9: stark reduzierende Eigenschaften,
rH = 9 bis 17: vorwiegend schwach reduzierend,
rH = 17 bis 25: indifferente Systeme,
rH = 25 bis 34: vorwiegend schwach oxidierend,
rH = 34 bis 42: stark oxidierend.“

Dietmar Ferger (Jungbrunnenwasser, Weil am Rhein 2011,p 87) hat den rH Wert von durchschnittlichem basischen Aktivwasser (pH 9,5; ORP – 400 mV) wie folgt berechnet: rH = 2 x pH 9,5 + (2 x (-400 mV)) / 59,1 = 5,5

Der angegebene ORP ist dabei als SHE-Wert zu verstehen, also umgerechnet auf eine Wasserstoffelektrode. Dies weist dem basischen Aktivwasser stark reduzierende Eigenschaften zu.

Für Umkehrosmosewasser (pH 6,5; ORP + 400 mV (SHE)) errechnet Ferger einen rH-Wert von 26,5. Es ist also vorwiegend schwach oxidierend.

Für stark oxidierendes Anolyt mit Salzzugabe (pH 2; ORP + 1100 mV) gibt er einen rH-Wert von 41,2 an, also stark oxidierend.

Zum Vergleich:

Der derzeit stärkste Durchlauf-Wasserionisierer mit einer neuartigen Elektrodenbeschichtung (AquaVolta® ECA Tractor) produziert zum Beispiel bei leicht basischen pH-Werten (pH 9,4) ein Redoxpotential (SHE) von -413 mV.

rH = 2 x pH 9,4 + (2 x (-413)) / 59,1 = 4,8

Im ECA-Modus, also als Anolyt mit Salzzugabe produziert dieses Gerät

rH = 2 x pH 2,4 + (2 x (+1283)) / 59,9 = 45,8

Dies ist extrem oxidierend.

Die russischen Forscher V. Prilutsky und V. Bakhir haben aber festgestellt, dass das nach der Nernst-Gleichung berechnete Redoxpotential von elektrolytisch behandeltem Wasser nicht mit dem während der —> Relaxationszeit tatsächlich gemessenen übereinstimmt.

Es ist viel größer als berechnet in der Anodenkammer und viel kleiner als berechnet in der Kathodenkammer. (Electrochemically activated water: anomalous properties, mechanism of biological action, Moskau 1997)

Diese „Anomalie“ des aktivierten Wassers während der —> Relaxationszeit ist tatsächlich eine ganz entscheidende Besonderheit, auf der seine außergewöhnlichen Eigenschaften beruhen.

Es ist daher, wie der Untertitel meines Buches über elektroaktiviertes Wasser ja auch besagt, „Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential“. Wegen dieser „Anomalie“ kann man sich das Messen des Redoxpotentials nicht durch Rechnen ersparen.

Eine echte Anomalie, also ein unerklärliches Wunder, ist es indessen nicht. Die Anwesenheit von gelöstem Wasserstoffgas bei gleichzeitiger Abwesenheit von gelöstem Sauerstoffgas ist die Ursache für das außergewöhnliche Redoxpotential im basischen, und mit umgekehrten Gasverhältnissen im sauren Aktivwasser.
Als Konsument muss man natürlich nicht messen, zumal die  —> Redoxmessung nicht ganz einfach ist. Die Aktivwasser Besonderheit ist ja lange bekannt und man prüft ja auch andere bekannte Besonderheiten des Wassers nicht dauernd nach, z.B. ob Seen wirklich immer von oben zufrieren.

EAW Verrostete Eisenkette

Bei stark negativem Redoxpotential des Aktivwassers kann man es auch zum Entrosten verwenden, wie hier am Beispiel einer verrosteten Eisenkette gezeigt, die 30 Minuten in basisches Aktivwasser eingelegt wurde.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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