AQUACENTRUM

FAQ’s | Spekulative Gegenstimme | basisches Wasser (HRW) | Aufklärende FAQ-Artikel

FAQ’s | Spekulative Gegenstimmen | basisches Wasser (HRW)

Kategorisierter Überblick über unsere ganzen FAQ’s über Gegenstimmen zu basischem, elektroaktivierten Wasser, Wasserstoff-Wasser (von Mister Water, Bestwater.. bis Ewald Töth)

Die folgenden Fragen und Antworten wurden durch den Autor und Forscher Karl Heinz Asenbaum im Laufe von über 12 Jahren (!) zusammengestellt und werden regelmässig aktualisiert und erweitert. Diese und einige weitere FAQ’s zu dem Thema basisches Wasser und Elektrolyse von Wasser sind auf seiner Wissensdatenbank zu finden. Die aktuelle PDF-Version der FAQ-Datenbank steht hier kostenfrei zum Download zur Verfügung.

> Gegenstimmen basisches Wasser

Hiltrut G.: Bei einem Aufenthalt vor vielen Jahren in Bad Füssing lernte ich bei einem Vortrag von Dr. med. Walter Irlacher das Basische Aktivwasser kennen und erwarb einen Wasserionisierer. Das basische Wasser trinke ich seitdem regelmäßig und habe auch anderen dieses Wasser empfohlen bzw. gegeben. Nun entdeckte mein Schwiegersohn einen Artikel im Internet unter: „Basisches Wasser – eine Geschäftsidee mit schädlichen Folgen“ publiziert am 11.09.2013 von VISION AQUA von Hans-Peter Bartos, in dem das basische Wasser als ungesund und schädlich dargestellt wird. Wir sind jetzt total verunsichert, ob wir weiterhin das basische Wasser trinken können.

Auf der von Ihnen genannten Internetseite eines Best-Water Vertriebs konnte ich diesen Artikel nicht finden. Solche Heckenschützenaktionen gegen aktiviertes Wasser von Befürwortern der —> Umkehrosmose und —> Verwirbelung haben eine gewisse Wanderungstendenz, da sie aufgrund ihrer unwahren Behauptungen natürlich auch wettbewerbsrechtlich verfolgt werden könnten. Dennoch kenne ich diesen Artikel, weil er mir mehrfach mit einer ähnlichen Anfrage wie der Ihren zugesandt wurde. Nachdem ich schon in den Artikeln —> Töth, —> Roberts, —> Misterwater, —> Twister und —> Umkehrosmose ausführlich auf den Kern der Argumentation eingegangen bin, setze ich mich allerdings nur mit neuen Argumenten des Hallenser Dipl. Ing. Hans-Peter Bartos auseinander.

  • Ich kann es Herrn Bartos gar nicht verübeln, dass er sich kritisch mit „basischem Wasser“ auseinander setzt, das neuerlich so inflatorisch den Markt überschwemmt. Er sagt in seinem Aufsatz völlig zurecht, dass jeder ein solches auch ohne teure Elektrolysegeräte sehr billig selbst herstellen könnte, „indem er reinem Wasser ein paar Krümel Ätznatron oder Ätzkali beimischt.“
  • Aber die Basizität ist nur die Sättigungsbeilage des elek- troaktivierten Wassers und keineswegs das, was auf der Speisenkarte steht. Auch eine Lauge, wie Herr Bartos sie mit Ätznatron herstellen will, könnte man ja als „basisches Wasser“ bezeichnen: Aber dem Argument fehlt der Zusatz: Aktiv-Wasser. Dies entsteht ausschließlich durch Elektrolyse. Weiter sagt Bartos:„Das Leitungswasser enthält natürlich je nach Gegend auch andere Stoffe wie z. B. Kalziumsulfat (Gips), das dann durch Elektrolyse in Kalziumhydroxid (Löschkalk) und Schwefelsäure zerlegt wird.“ Hier übersieht Bartos, dass Gips und Löschkalk Festsubstanzen sind, während Calcium-Kationen und Sulfat-Ionen in wässriger Lösung in vielen deutschen Mineral-, Heil- oder Leitungswässern ein völlig normaler Bestandteil sind, die Sie auf nahezu jeder Mineralwasserflasche unter den Anionen und Kationen finden werden.
  • Darum geht es aber bei Wasserionisierern überhaupt nicht! Die Ionen sind nur das Mittel zum Zweck, einen möglichst hohen Überschuss an Elektronen —> Redoxpotential im Wasser herzustellen, das man deshalb Aktivwasser nennt, bzw. „electrochemical activated water“.
  • Bartos erkennt nicht, worum es bei Aktivwasser geht, wenn er schreibt: „Es wird sogar argumentiert, ein Liter des so aufbereiteten „basischen Wassers“ habe die antioxidative Kraft von zehn Zitronen, obwohl Zitronensaft ganz und gar nicht basisch ist, sondern im Gegenteil extrem sauer (pH-Wert 2,4). Ein solcher Vergleich ist also nicht überzeugend, sondern belegt eher das Gegenteil.“
  • Bartos hat zwar immerhin verstanden, dass eine Zitrone nicht basisch ist (—> Basisch wirkende Nahrungsmittel). Da die Zitrone aber neben der Zitronen- auch die Ascorbinsäure (Vitamin C) enthält, ist sie durchaus reich an Antioxidantien, wenngleich bei weitem nicht so reich daran, wie basisches Aktivwasser.
  • Er hat aber hier saure Zitronen mit rostigen Schrauben verwechselt. Denn die antioxidative Kraft von basischem Aktivwasser ist eine Größe, die vom Basencharakter des Wassers vollkommen unabhängig ist. Mithilfe von Elektrolyse kann man nämlich sogar ein saures oder neutrales Wasser mit antioxidativer Kraft ausstatten. Bartos hat also die Grundidee von basischem Aktivwasser, basisch und antioxidativ zu sein, überhaupt nicht verstanden.
  • Der Kern von Bartos‘ Thesengebilde liegt aber in seiner folgenden Aussage: „Warum „basisches Wasser“ nicht gesund ist. Eine basische Wirkung käme nicht einmal über den Magen hinaus, da der Verdauungssaft des Magens stark sauer ist und das basische Wasser sofort neutralisieren würde. Eher würde dadurch die Magensäure abgeschwächt und der Körper müsste gegenreagieren, indem er mehr produziert.
  • Hierzu möchte ich anführen: Unser Mageninhalt, wenn er nicht gerade mit dem Verdauen einer Mahlzeit beschäftigt ist, mit pH 4 nicht einmal so sauer wie ein Glas Orangensaft. Lediglich der Magensaft, der allerdings nur bei Nahrungsaufnahme in den Magen eingespritzt wird, hat einen pH Wert von etwa 1,5, ist also etwa 10 x saurer als eine Limonade mit pH 2,5. Dieser Magensaft ist allerdings so stark sauer gepuffert, dass er weder durch neutrales Leitungswasser noch durch basisches Aktivwasser wesentlich geändert wird. Dies wurde in Russland schon 1997 gründlichst erforscht und wissenschaftlich bestätigt. (—> Russische Forschung, —> Magensäure). Blockierte Eiweißverdauung, Pepsin-Inaktivität, Parasitenförderung – alles, was Bartos aufführt, ist nach dem Stand der Wissenschaft erwiesenermaßen falsch.
  • Basisches Aktivwasser für Trinkzwecke besitzt einen pH- Wert von maximal 9,5, den die deutsche Trinkwasserverordnung sogar für Leitungswasser zulässt, denn natürliche Wässer, zum Beispiel in großen Gebirgsflüssen wie dem Inn, sind oft sehr basisch. Wasser mit diesem pH-Wert kann die Magensäureproduktion nicht im Entferntesten so stören wie bestimmte Mittel wie Alka-Seltzer oder Protonenpumpenhemmer es tun.
  • Es ist wichtig, dass unser Trinkwasser möglichst basisch ist und dass wir die vielen schädlich sauren Getränke dadurch ersetzen können. Das ist ein wichtiger ständiger Schritt gegen eine Übersäuerung. Genau deswegen sind die Elektrolysezellen in einem Wasserionisierer für Trinkwasserzwecke so konstruiert, dass sie ein antioxidatives basisches Wasser erzeugen. Man könnte auch ein antioxidatives neutrales oder saures Wasser erzeugen, aber die Erfahrungswerte, die Physiologie und der Geschmack sprechen für das basische. Aber in erster Hinsicht geht es beim basischen Aktivwasser um seinen Energiereichtum in Form des negativen —> Redoxpotentials.
  • Wenn Bartos vom Redoxpotential schreibt, zeigt sich sein ganzes Unverständnis der Zusammenhänge. Den Kernbe- griff der –> Relaxationszeit kennt er überhaupt nicht. Dass basisches Aktivwasser nicht permanent antioxidativ wirkt, hält er für einen Nachteil. Genau dies aber ist sein Kennzeichen, denn ein frischer Apfel ist ebenfalls gesünder als ein alter, sein Redoxpotential hat also auch eine, wenn auch längere, Relaxationszeit. Genau wie wir, wenn wir altern. Mit basischem Aktivwasser können wir diese Strecke offenbar verlängern.

Über den von Bartos irrig dargestellten Zusammenhang von Mineralien im Wasser und Herzinfarktrisiko, sowie die Einschätzung der WHO lesen Sie bitte näheres unter den Stichworten —> Herzinfarktrisiko, —> Magensäure

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
Copyright 2016 www.euromultimedia.de

Andrea G.: Gestern war ein Vertreter bei mir, der das Wasser aus meinem Wasserionisierer gemessen hat. Es hat tatsächlich mehr Parts per Million als das Leitungswasser! Ich dachte, der Filter nimmt alle Schadstoffe heraus! Jetzt, sagt der Mann, seien es sogar mehr und er rät mir zu einer Umkehrosmoseanlage.

Das ist ein bekannter Gauklertrick.

  • PPM bedeutet Parts Per Million. Mit einem Leitwertmessgerät misst man die Zahl aller im Wasser gelösten Teile. Oft wird der Leitwert auch in Mikrosiemens angegeben. Er sagt etwas über die Menge, nicht über die Qualität von Wasserbestandteilen aus. 5 ppm Blei, Quecksilber, Uran oder Cadmium können katastrophal sein, 1000 ppm Calcium dagegen perfekt! Wer mit einer Leitwertmessung die Qualität von Wasser beurteilen will, ist entweder völlig unwissend oder erzählt zielgerichtet die Unwahrheit, um für —> Umkehrosmose zu werben, auf die ich an anderer Stelle eingehe.
  • Woher kommt der Zuwachs an ppm, obwohl das Wasser vor der Elektrolyse doch gefiltert wird und dadurch Schadstoffe entfernt werden? In der Kathodenkammer sammeln sich Mineralien von 2 Litern Wasser in 1 Liter basischem Aktivwasser. Außerdem fügen manche Filter noch —> Calcium hinzu, weil das gut für uns und die Pufferung des Aktivwassers ist. Deswegen sind es meistens mehr ppm, aber weniger Schadstoffe, die man im basischen Aktivwasser messen kann.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
Copyright 2016 www.euromultimedia.de

Johan K.: Je mehr man sich mit „basisches Wasser“ im Internet beschäftigt, je mehr unsicherer wird man!

Z.B, hier auf der Seite schreibt man nicht positives darüber: www.bestwater.de/faq/147-was-ist-basisches-wasser
 Was ist den nun wirklich daran, wem kann man nun am meisten glauben, oder ….?

Der Einfachheit habe ich den Artikel von der genannten Website (2016.08.06) übernommen und kommentiere ihn farbig im Text:

Das basische Wasser

„In letzter Zeit werden von verschiedenen Anbietern zum Preis von 800,00 bis über 3.000,00 € Geräte verkauft, die Leitungswasser – meist nach einer wenig leistungsfähigen Aktivkohle-Vorfilterung – in eine basische und eine saure Komponente zerlegen.“

Antwort: Aktivkohle ist nicht umsonst eine der Standardkomponenten fast aller Wasserfilter. In vielen Fällen reicht sie aus. Aktivkohle (ohne selektive Ionenaustauscher-Harze) filtert aber keine Schwermetalle, sodass es bei deren Nachweis gut ist, einen Wasserfilter mit weiteren Komponenten (selektive Ionenaustauscher-Harze) zu nutzen, die bei den manchen Wasserionisierern zusätzlich zur Aktivkohle empfohlen werden.

„Die im Wasser gelösten Mineralien werden dabei mittels Elektrolyse durch zwei Elektroden getrennt, an denen eine Gleichspannung angelegt ist. In der einen Komponente werden die Metallionen angereichert, in der anderen Komponente hingegen sammeln sich die Nichtmetallionen. Auch das Wasser wird in Hydroxid-Ionen ((OH- = basisch) und Wasserstoff-Ionen (H+ = sauer) zerlegt.“

Antwort: Das ist zwar korrekt, aber nicht vollständig. In der Kathodenkammer, in der das Trinkwasser erzeugt wird, sammelt sich auch molekularer Wasserstoff. Dieser ist das Ziel hauptsächliche Ziel eines Wasserionisierers. Die basischen Hydroxid-Ionen sind nur ein erwünschtes Nebenprodukt. Sie tragen zur Entsäuerung bei.

„Enthält das Ausgangswasser z. B. Kochsalz (NaCl), so entsteht auf der einen Seite eine Base, also Natronlauge, chemisch NaOH und auf der anderen Seite Chlorwasserstoffsäure (Salzsäure), chemisch HCl. Die Natronlauge besitzt nun einen basischen pH-Wert und wird von den Geräteanbietern als „basisches Wasser“ bezeichnet, die Salzsäure liegt hingegen im sauren pH-Bereich und ist somit „saures Wasser“. Ein solches „basisches Wasser“ könnte sich übrigens jeder auch ohne teure Elektrolysegeräte sehr billig selbst herstellen, indem er reinem Wasser ein paar Krümel Ätznatron oder Ätzkali beimischt.“

Antwort: Das ist ein auf völliger Unkenntnis von Elektrolysevorgängen basierendes Fehlverständnis eines Wasserionisierers. Eine Lauge besteht aus Hydroxid-Ionen und jeweils einem zugehörigen Laugenrest – in dem angeführten Beispiel wäre der Laugenrest das Natrium-Ion, dem jeweils ein einziges Hydroxid-Ion gegenübersteht. Im basischen Wasser aus einem Wasserionisierer, das man korrekt „Aktivwasser“ oder „reduziertes Wasser“ nennt. Eines seiner wichtigsten Kennzeichen ist, dass es eben keinen Laugencharakter hat, weil nur die verschwindend geringen Laugenreste aus dem Trinkwasser im Milligrammbereich pro Liter vorhanden sind. Aber das basische Aktivwasser besitzt dafür exzessive Mengen an freien Hydroxid-Ionen, denen kein Laugenrest gegenüber steht. Ein Beispiel: Wenn Sie in einer Natronlaufe mit pH 12 baden würden, wären Sie verätzt und ein Fall für den Bestatter. Wenn Sie in basischem Aktivwasser pH 12 baden, wird Ihre Haut nur sanft entfettet und Sie fühlen sich sauwohl, weil der gelöste Wasserstoff in Ihren Körper eindringt.

„Das Leitungswasser enthält natürlich je nach Gegend auch andere Stoffe wie z. B. Kalziumsulfat (Gips), das dann durch Elektrolyse in Kalziumhydroxid (Löschkalk) und Schwefelsäure zerlegt wird.“

Antwort: Auch hier fehlen Grundkenntnisse der elektrochemischen Vorgänge. Erstens, im Leitungswasser ist kein Gips, sonst würden die Wasserleitungen ständig erneuert werden müssen, weil sie zugipst werden. Kalziumsulfat ist ein Feststoff. Das ist aber hier nicht der Fall, weil Kalziumsulfat in Wasser gelöst ist und durch das Wasser in Kalzium-Ionen und Sulphat-Ionen zerfällt. Durch die Elektrolyse werden die Kalzium-Ionen und die Sulphat-Ionen in die Kathoden- und Anodenkammer der Elektrolysezelle getrennt. Aus den Kalzium-Ionen bilden sich zunächst Kalzium-Mineralkolloide mit molekularem und atomarem Wasserstoff, der bei der Elektrolyse entsteht. Erst wenn der Wasserstoff nach der Produktion allmählich ausgast, bilden die Kalzium-Ionen Verbindungen, meist allerdings mit Kohlensäure, die im Wasser oder bei Luftkontakt mit der Atmosphäre zu Kalziumkarbonat reagieren, das dann als weißer Schleier aus dem basischen Aktivwasser ausfällt, wenn man es nicht sofort trinkt. Schädlich ist Kalziumkarbonat aber nicht. Viele kaufen es als Nahrungergänzungsmittel. Bei elektroktiviertem Wasser kann auch durch die Reaktion mit Hydroxid-Ionen Kalzium-Hydroxid entstehen. Dies ist dadurch gekennzeichnet, dass es nicht aus dem Wasser ausfällt, sondern oben schwimmt. Dies passiert bei Haushalts-Ionisierern aber nicht, man kann es nur bei Topf-Ionisierern beobachten, die einen pH > 11 in einem sehr langsamen Prozess erzeugen. Elektrolyt-Wasser mit pH > 11 ist aber kein basisches Aktivwasser zum Trinken, sondern sogenanntes Katholyt-Wasser, das zur Reinigungszwecken verwendet wird.

„Dem „basischen Wasser“ werden nun diverse Heilwirkungen mit der Begründung angedichtet, bei den meisten Menschen sei der Organismus übersäuert und das basische Wasser würde diese Übersäuerung beheben.“

Antwort: Hier fehlt die Quellenangabe zu diesen „Dichtungen“. Dass bei den meisten Menschen der Organismus übersäuert ist, ist nicht nur die Ansicht vieler Ärzte, sondern wird auch durch die wissenschaftlich gesicherte Tatsache gestützt, dass der Bikarbonat-Spiegel im Blut ab dem 45.Lebensjahr dramatisch zu sinken beginnt. Bikarbonat ist aber der wichtigste Puffer gegen jegliche Säurelast, egal ob durch Ernährung, Sport oder sonstigen Stress. Da nun aufgrund der Alterspyramide zumindest in den Industrieländern die Mehrheit der Bevölkerung über 45 Jahre alt ist, liegt die Aussage, dass bei den meisten Menschen der Organismus übersäuert ist, auf der Hand. Selbstverständlich gibt es auch andere Methoden, einer Übersäuerung zu begegnen, zum Beispiel durch Infusionen von Bikarbonat. Dies ist allerdings eine ärztliche Notfallmaßnahme. Der Zweck des Trinkens von basischem Aktivwasser liegt darin, durch kontinuierliches Trinken eines mild basischen Wassers ein „Perpetuum mobile der Entsäuerung“ (Dr. med. Walter Irlacher) zum Tagesbegleiter zu machen, anstatt nur neutrales Leitungswasser oder gar saures Mineralwasser zu sich zu nehmen, das die Übersäuerungsprobleme jedenfalls nicht so leicht verhindern kann.

„Als „Beweis“ werden etliche Einzelfallberichte genannt, nach denen zahlreiche gesundheitliche Beschwerden verbessert worden seien. Wissenschaftliche Nachweise für eine gesundheitsfördernde Wirkung von basischem Wasser gibt es jedoch nicht.“

Antwort: Diese haltlose Behauptung kann durch einfache Angabe der Suchbegriffe „alkaline water“ „studies“ falsifiziert werden. Weit mehr wissenschaftliche Arbeiten gibt es inzwischen zu dem Thema, das man als gesundheitlichen Hauptfaktor der Wirkung von basischem Aktivwasser erkannt hat: Den gelösten Wasserstoff. Siehe zum Beispiel: http://www.molecularhydrogenfoundation.org/studies/

„Es wird sogar argumentiert, ein Liter des so aufbereiteten „basischen Wassers“ habe die antioxidative Kraft von zehn Zitronen, obwohl Zitronensaft ganz und gar nicht basisch ist, sondern im Gegenteil extrem sauer (pH-Wert 2,4). Ein solcher Vergleich ist also nicht überzeugend, sondern belegt eher das Gegenteil.“

Antwort: Dieses Argument belegt eher die völlige Unkenntnis des Autors über das Thema.  Dass das basische Aktivwasser basisch ist, hat mit seiner antioxidativen Wirkung überhaupt nichts zu tun. Sonst wäre ja auch eine Lauge antioxidativ. Die antioxidative Wirkung von basischem Aktivwasser ist vielfach erwiesen, und liegt ausschließlich an der Menge des gelösten Wasserstoffs, der bei der Elektrolyse in der Kathodenkammer entsteht. Der gelöste Wasserstoff senkt das Redoxpotential des Wassers in außergewöhnlicher Weise. Ob es nun 10 mal stärker als bei Zitronen ist, hängt in erster Linie von der Qualität der Zitronen ab. Es kann mal mehr und mal weniger sein. Die antioxidative Kraft der Zitrone hängt vor allem von der Ascorbinsäure ab (Vitamin C). Vitamin C, das durch Alterung der Zitrone oxidiert wurde, kann durch molekularen Wasserstoff sehr gut wieder aufgefrischt werden, wie übrigens auch alle anderen Antioxidantien in unserem Körper.

„Warum „basisches Wasser“ nicht gesund ist

Eine basische Wirkung käme nicht einmal über den Magen hinaus, da der Verdauungssaft des Magens stark sauer ist und das basische Wasser sofort neutralisieren würde. Eher würde dadurch die Magensäure abgeschwächt und der Körper müsste gegenreagieren, indem er mehr Magensäure produziert.“

Antwort: Das ist erneut ein Argument, das die fehlende Kompetenz des Autors zeigt. Das Wasser rinnt über die sogenannte „Kleine Magenstraße“ über den Verdauung-Sack des Magens, in dem sich die Magensäure und der Speisebrei befinden (der übrigens wasserabweisend ist und sich nicht damit vermischt) direkt über den Pförtner in den Darm. Außerdem wurde experimentell von Prilutsky und Bakhir geklärt, dass selbst, wenn es zu einer Vermischung käme, die Wirkung auf den Magensaft pH-Wert nur 0,1 pH wäre, weil basisches Aktivwasser eben keine Lauge, sondern basisches Aktivwasser ist. Weiteres zur Magensäure und basisches Wasser in diesem Video.

„Berichten aus Japan zufolge sind dadurch bereits in vielen Fällen Magen-Darm-Probleme aufgetreten, besonders bei älteren Menschen, die oft nicht mehr in der Lage sind, ausreichend Magensäure zu produzieren.“

Antwort: Nach 12 Jahren Forschung ist es mir nicht gelungen, diese angeblichen Berichte aus Japan zu ermitteln. In der wissenschaftlichen Literatur findet sich nichts dergleichen. Daher wäre eine Quellenangabe wünschenswert. Es ist richtig, dass ältere Menschen oft nicht mehr genügend Magensäure produzieren. Allerdings gibt es zum Beispiel die Theorie des Koreaners Sang Whang (Reverse Aging), dass gerade das Trinken von basischem Wasser die Magensaftproduktion wieder anregt.

„Die Magensäure ist jedoch für die Verdauung äußerst wichtig, da die eiweißspaltenden Enzyme des Magens nur im sauren pH-Bereich aktiv sind. Da die Eiweiße nicht mehr ausreichend in Aminosäuren zerlegt werden können, können keine körpereigenen Proteine gebildet werden und die unverdauten Abfallstoffe können zu Allergien führen. Auch bestimmte Vitamine und Mineralien können so nicht mehr ausreichend resorbiert werden.
Eine zu schwache Magensäure bildet auch keine ausreichende Barriere für Parasiten, die somit in den Organismus gelangen und sich im Gewebe festsetzen können.“

Antwort: Siehe oben: Es ist experimentell von Prilutsky und Bakhir eindeutig belegt, dass der pH-Wert des Magens nicht einmal durch das Trinken von basischem Aktivwasser pH 10 so verändert werden kann, dass Verdauungsenzyme blockiert werden.  Der Magen pH bleibt selbt bei 100-facher Verdünnung mit basischem Aktivwasser unverändert und alle Verdauungsfunktionen funktionieren bestens.

„Instabiles Redoxpotenzial

Einige Anbieter von Wasserionisierern werben damit, das mit diesen Geräten erzeugte Wasser würde Elektronen freisetzen und durch das dadurch entstehende Redoxpotenzial freie Radikale binden.
Das Redoxpotenzial des „ionisierten Wassers“ ist jedoch so stark, dass zelluläre Redoxsignalmoleküle gestört werden, die für die Immunfunktion der Zelle von zentraler Bedeutung sind.“

Antwort: Manche früheren Anbieter von Wasserionisierern haben tatsächlich von „freien Elektronen“ fabuliert. Dass freie Radikale durch Elektronenspender neutralisiert werden, die man deswegen auch Antioxidantien nennt, ist allgemein bekannt.

Die in basischem Wasser verfügbaren Elektronen sind allerdings nicht frei herumschwebend, sondern im gelösten Wasserstoff gespeichert. Misst man nun das Redoxpotential von wasserstoffreichem Wasser, kommt es an der Messelektrode zu einer Redoxreaktion, bei der der  leicht oxidierbare Wasserstoff seine Elektronen abgibt. So entsteht das extrem negative Redoxpotential des basischen Aktivwassers. Es bezeugt eine immense Bereitschaft des Wassers, Elektronen abzugeben, also antioxidativ bzw. reduzierend zu wirken. Die Rede von „Redoxsignalmolekülen“ ist dabei pseudowissenschaftliches Geschwätz. Diese beruht auf dem Strukturvertrieb ASEA™ erfundenen und in der Wissenschaft gänzlich unbekannten Begriff „Redoxsignalmoleküle“. So etwas gibt es nicht und deswegen können diese Phantasiegebilde auch nicht gestört werden.

„Andererseits ist dieses Redoxpotenzial „ionisierten Wassers“ unter Luftatmosphäre instabil und geht durch Lagerung oder Transport sehr schnell wieder verloren.“

Antwort: Dass die Halbwertszeit des negativen Redoxpotentials je nach Wasserzusammensetzung durchschnittlich 3 Stunden beträgt, wenn es der Atmosphäre unter Normaldruck ausgesetzt wird, liegt am Ausgasen des molekularen Wasserstoffs (Henry-Gesetz). Denn in der Atmosphäre findet sich kaum Wasserstoff, sodass sich der Wasserstoffpartialdruck zwischen Wasser und Atmosphäre ausgleicht. Dies nennt man auch „—> Relaxationszeit“.

Um dem frühzeitigen Verlust des gelösten Wasserstoffs entgegen zu wirken werden Wasserflaschen mit Wasserstoffwasser ohne Lufteinschlüsse abgefüllt und aufbewahrt. Mehr dazu in einem separaten FAQ-Beitrag: Aufbewahrung basisches Wasser

„Um ein optimales Redoxpotenzial zu erreichen, bedarf es keines „basischen Wassers“. Viele pflanzliche Lebensmittel enthalten die antioxidativen Vitamine A, C und E, die unsere Zellen viel wirksamer vor freien Radikalen schützen.“

Antwort: Das ist völlig falsch. Unter allen hier genannten Antioxidantien ist molekularer Wasserstoff das kleinste und feinste, das im Gegensatz zu den genannten molekular größeren Antioxidantien auch in den Zellkern vordringen kann und dort das gefährlichste aller freien Radikale (Hydroxyl-Radikal) direkt neutralisieren kann. Außerhalb der Zelle lädt molekularer Wasserstoff verbrauchte Antioxidantien höherer Molekülgröße nach, auch die körpereigenen wie Glutathion, Katalase, Superoxid-Dismutase und trägt so zu einer höheren antioxidativen Fähigkeit des Körpers bei.

„Basisches Wasser“ macht nicht basisch

Die meisten Lebensmittel, die im Körper eine basische Wirkung entfalten, haben in dem Zustand, in dem sie aufgenommen werden, gar keinen basischen pH-Wert wie umgekehrt säurebildende Nahrungsmittel im Ausgangszustand durchaus basisch sein können.
Obst, Gemüse und Blattsalate enthalten viel mehr Mineralstoffe als Wasser, auch als ionisiertes Wasser.“

Antwort: Das ist eine Milchmädchenrechnung, die – wissenschaftlich gesehen  etwa 100 Jahre alt ist, als man noch glaubte, dass Metall-Ionen für den pH-Wert verantwortlich sind. Tatsächlich sind es aber die Hydroxid-Ionen, zu denen die Metall-Ionen den Laugenrest ausmachen. Es handelt sich um das „Märchen von der basischen Zitrone“ und anderer sogenannter „basisch wirkender Nahrungsmittel“. Ein populärer Irrtum wird auch durch seine massenweise Wiederholung nicht zur Wahrheit. Nach Aussage des Biologen Dr. U. Warnke  gibt es bei direkter Messung kein Lebensmittel, das basisch ist. Allerdings habe ich doch wenigstens eines gefunden, nämlich Muttermilch, die leicht basisch ist. Aber dies ist die Ausnahme. Im Prinzip können Sie essen, was Sie wollen, wenn Sie nicht so viel essen, dass die Lunge das Kohlendioxid nicht mehr los wird. Das ist der Grund, warum Sportler in der Regel gesünder sind als Faulpelze, die ebenso viel essen.

Wie also kommt es zu der Behauptung, beispielsweise eine Zitrone wirke basisch?

Dieser Irrtum geht zurück auf eine fehlerhafte Theorie des Lebensmittelforschers Ragnar Berg aus dem Jahre 1913 und wurde seitdem immer wieder abgeschrieben wie das Märchen vom vielen „Eisen im Spinat“. (Die Nahrungs- und Genussmittel, ihre Zusammensetzung und ihr Einfluss auf die Gesundheit, mit besonderer Berücksichtigung der Aschenbestandteile, Dresden, 1913.)

Berg hatte die gängigsten Lebensmittel zu Asche verbrannt, löste die Asche mit den mineralischen Resten anschließend in entionisiertem Wasser auf und bestimmte den pH-Wert der Aschelösung. Sind viele kationische Mineralien /Metalle) übrig, steigt der pH-Wert über 7 und es ergibt sich ein angeblich basisch wirkendes Lebensmittel. Sind mehr Anionen vorhanden, sinkt der pH-Wert unter 7 und es ergibt sich nach Berg ein sauer wirkendes Lebensmittel. Abgesehen von dem fehlerhaften Säurebegriff der damaligen Zeit, wo man Kationen anstatt Hydroxidionen für Basen hielt: Ragnar Berg hat die organischen Säuren, die als Kohlendioxid in seinem Laborschornstein zum Himmel dampften, einfach aus seinen Messungen herausgemogelt. So, als äßen wir die Asche einer Zitrone und nicht die Zitrone selbst. Indessen muss unser Körper aber auch die organischen Säuren abbauen und das Kohlendioxid über die Lunge entsorgen.   

Das sei doch kein Problem, argumentieren die Anhänger der angeblichen Basenkost: Wir atmen doch andauernd aus. Das stimmt, denn die Lunge ist ein sehr leistungsfähiges Entsorgungsorgan für organische saure Abfallstoffe. Aber unser Schornstein steht nicht im Labor von Herrn Berg, unser Schornstein ist unser Blut. Blut ist zwar gut gegen Säuren gepuffert, aber es kann nur eine Säurelast zur Lunge transportieren, die den pH-Wert maximal um 0,1 pH absenkt. Und in diesem kleinen Transportfenster für Säuren müssen auch noch die nierenpflichtigen Säuren Platz finden!

Daher ist auch eine „organische“ Zitronensäure eine ebenso große Säurebelastung für den Körper wie eine anorganische Säure. Die Zitrone wirkt absolut nicht basisch. Unsere pH-Tabelle für Getränke ist korrekt. Und wenn Sie übersäuert sind, nützt es nichts, wenn Sie einen Liter Orangensaft trinken. Daher ist es selbstverständlich richtig, zu sagen „Basisches Aktivwasser macht basisch“. Einfach weil der Körper dann die organischen Säuren anderer Getränke nicht über den Blutkreislauf entsorgen muss.

„Wer seinen Körper also alkalisieren möchte, kann das wesentlich einfacher mit diesen Nahrungsmitteln erreichen. Zudem sind die Mineralstoffe in diesen Lebensmitteln in Chelatkomplexen organisch gebunden und können vom Körper viel besser verwertet werden als die im Wasser gelösten.“

Antwort: Chelatierung ist eine Methode, nichtwasserlösliche Schwermetalle, wasserlöslich zu machen. Alkalische und erdalkalische Mineralien sind dagegen in der Regel vollständig wasserlöslich und liegen daher in ionisierter Form im Wasser vor. Sie müssen keineswegs chelatiert werden. Sie sind bereits maximal bioverfügbar, weil sie in ionisierter Form vorliegen!

„Unser Körper ist tatsächlich häufig übersäuert. Das liegt aber in erster Linie an einer dauerhaft falschen Ernährung und einer zu geringen Versorgung mit Wasser. Denn außer den säurepuffernden Lebensmitteln brauchen wir auch Wasser als Transportmedium für die Abfallprodukte.“

Antwort: Schön, dass der Autor nun doch zugibt, dass Übersäuerung ein Problem darstellt. Es wäre dann gut, wenn er – außer Muttermilch – einige dieser säurepuffernden Lebensmittel nennen würde. Den Humbug von Ragnar Berg habe ich bereits vorher erläutert.

„Das Ganze lässt sich nicht einfach so neutralisieren, indem man ab jetzt mit einem Wasserionisierer hergestelltes „basisches Wasser“ trinkt. Eine ausgewogene Ernährung in Verbindung mit reinem Wasser hilft viel mehr dabei, freie Radikale zu neutralisieren.“

Antwort: Nein. Sie hilft zwar, höhere Säurelasten zu vermeiden, aber nicht so wie basisches Aktivwasser.

„Verbesserung des Wohlbefindens durch „basisches Wasser“?

Warum werben die Geräteanbieter mit zahlreichen Heilungsaussagen und Fällen von Verbesserungen des Gesundheitszustandes und des Wohlbefindens?
Weil „basisches Wasser“ am Ende schon hilft. Denn zum einen ist Wasser ein schwacher Puffer und kann bereits bei geringer Änderung der Ionenkonzentration eine relativ starke Beeinflussung des pH-Wertes sowohl in Richtung sauer als auch in Richtung basisch bewirken, ohne dass eine nennenswerte physiologische Beeinflussung zu erwarten ist. Und weil man an die Wirkung glaubt, wird man automatisch mehr trinken. Schlussendlich ist „schlechtes“ Wasser besser als gar keins, da zumindest die Unterversorgung mit Wasser insgesamt dauerhaft ausgeglichen wird.“

Antwort: Das ist nicht ganz falsch. Der Autor vergisst aber zu erwähnen, dass basisches Aktivwasser mit einem üblichen Trink pH-Wert von 9,5 etwa eine doppelt so starke Entsäuerungsfähigkeit wie Leitungswasser mit den üblichen pH 7,4 hat.

„Was ist dran an der Behauptung, weiches Wasser sei schlecht fürs Herz?

Die Befürworter basischen Wassers argumentieren mitunter mit einer Studie aus Finnland, bei Menschen, die in Gegenden wohnen, in denen das Leitungswasser einen niedrigen Härtegrad aufweist, würden häufiger Krankheits- und Todesfälle durch Herzinfarkt auftreten als in Gegenden mit hartem Wasser.
In dieser Studie bleiben außer der Wasserhärte jedoch sämtliche weiteren Einflussfaktoren wie Ernährung, Lebensweise, Umweltbelastung und Art der Bestandteile im Wasser unberücksichtigt, was in der Zusammenfassung der Studie sogar genannt wird. Nicht berücksichtigt wurde auch, wie viele Menschen an anderen Ursachen wie z. B. Krebs (möglicherweise sogar früher) sterben. Jedes Leben findet ein Ende und der natürlichste Tod tritt durch Herzversagen ein.“

Antwort: Angesichts der hohen Teilnehmerzahl der finnischen Studie kann man die anderen Sterblichkeitsfaktoren als nicht signifikant einstufen. Diese über 30 Jahre gehende statistische Studie an fast 19.000 finnischen Männern aus dem Jahr 2004 hat belegt, dass jeder zusätzliche Härtegrad dH im Trinkwasser deren Herzinfarktrisiko um 1 % senkte. Dass die Befürworter von basischem Wasser diese Studie oft anführen, liegt vor allem an der Tatsache, dass der Härtegrad des basischen Aktivwassers aus einem Wasserionisierer um ca. 30 % höher liegt als der des dem Wasserionisierer zugespeisten Leistungswassers. Eine 10 Jahre dauernde deutsche Studie im Kreis Wernigerode belegt es in der umgekehrten Beziehung: „Bei dem sehr weichen und weichen Wasser können somit die Infarkte fast doppelt so häufig sein. Bei älteren Patienten treten sie im Durchschnitt ca.. eineinhalbmal so häufig auf.“ (Quelle: Teitge, J., Herzinfarktinzidenz und Mineralgehalt des Trinkwassers. http://www.mgwater.com/teitge.shtml)

„WHO: Mineralien im Wasser haben keine positive Wirkung

In Europa ist laut den Trinkwasserrichtlinien der  Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Glaube verbreitet, dass natürliche Mineralwässer aufgrund ihres Mineralstoffgehaltes medizinische Eigenschaften oder andere gesundheitliche Vorteile besäßen.
Viele Getränkeanbieter nutzen diese aus der Tradition stammenden Vorurteile für ihre irreführende Werbung aus.
Die WHO verzichtet jedoch in ihren Trinkwasserrichtlinien darauf, Mindestmengen für essentielle Nährstoffe anzugeben und weist weiter darauf hin, dass bei Verwendung von Trinkwasser mit sehr geringen Mineralstoffgehalten in vielen Ländern der Welt keine nachteiligen Auswirkungen auf die Gesundheit bekannt geworden wären (WHO-Guidelines for Drinking-water Quality, 6.5.2 Potential health benefits of bottled drinking-water S. 114).“

Antwort: Der WHO Report „Calcium and Magnesium in Drinking Water – Public Health Significance“ stellt eine überwältigende Zahl von Belegen vor, die nahelegen, dass der Konsum von härterem Wasser deutliche Überlebensvorteile hat. Wie kommt der Autor zu seiner Schlussfolgerung? („Basisches Wasser“ kann bei dauerhaftem Genuss zu Verdauungs- und Herzproblemen sowie Beschwerden durch Kalkablagerungen führen und ist somit nicht zu empfehlen.) Dies ist durch nichts belegt und möglicherweise eine interessengesteuerte Fehlinformation.

„Quelle: www.worldtimes-online.com Autor: Hans-Peter Bartos“

Antwort: Natürlich haben wir zu dem ursprünglichen Artikel welcher von Hans-Peter Bartos geschrieben wurde, woraus dieser Bestwater Gegenstimmen-Artikel erstellt wurde, auch einen ganzen FAQ-Beitrag erstellt:

www.aquacentrum.de/faqs/ist-basisches-wasser-ungesund/

Näheres lesen Sie bitte unter den folgenden Links unter der FAQ „Gegenstimmen basisches Wasser“: https://www.aquacentrum.de/faq/

Oder Sie laden Sie sich die aktuellste PDF (derzeit über 400 S.) hier kostenfrei herunter.

Für weitere Fragen schreiben Sie an mich ein Email.

Sandra P.: Von der Website Misterwaterwww.misterwater.eu habe ich mir 3 „Geheimreports Wasser“ schicken lassen. Im dritten Teil spricht sich der Geheimreport massiv gegen das Trinken von basischem Aktivwasser aus.

Solche kostenlos verschickten Exklusivinformationen können mehrere Zwecke verfolgen wie Adressgewinnung von potentiellen Kunden, Vermeidung von Öffentlichkeit für verbotene Heilaussagen zu eigenen Produkten und ungestrafte Konkurrenzverleumdung. Die Website gehört der EM Wassertechnologie GmbH, die durch ihren Geschäftsführer Erich Meidert vertreten wird. In dem von Ihnen erwähnten Geheimreport 3 geht es um die Beurteilung von Wasserfiltern. Die Firmenphilosophie von Misterwater offenbart sich auf S. 32. Die Firma verkauft keine Filteranlagen von der Stange, sondern konfiguriert sie individuell aus verschiedenen Filterkomponenten nach dem Bedarf vor Ort.

Das tun allerdings Anbieter von Wasserionisierern auch. Ein optimales Trinkwasser braucht laut Misterwater:

1.    Sicherheit vor Keimen
2.    hohe Schwingungsenergie
3.    neutraler bis leicht basischer pH-Wert
4.    sauerstoffreich
5.    zellverfügbare leichte Mineralisierung
6.    höchste chemische Reinheit
7.    Freiheit von physikalischen Schadstoffinformationen

Dies wird ein Verfechter von basischem Aktivwasser natürlich korrigieren wollen. Schwingungsenergie ist ein wissenschaftlich nicht greifbarer Begriff, ebenso gibt es in flüssigem Wasser keine physikalischen Schadstoffinformationen außerhalb der Schadstoffe selbst, jedenfalls gibt es kein anerkanntes Physikbuch, das so etwas für möglich hält. Höchste chemische Reinheit würde die Abwesenheit auch von Mineralien und damit ein Gesundheitsrisiko bedeuten. Eine hohe zellverfügbare Mineralisierung wäre wesentlich besser als eine leichte. Ein deutlicher basischer pH-Wert und eine entsprechende mineralische Pufferung wäre wohl physiologisch sinnvoller, vor allem bei Alter und Krankheit. Basisches Aktivwasser ist sehr reich an molekularem Sauerstoff. Eine Sauerstoffanreicherung mit flüchtigem gasförmigen Sauerstoff ist daher überflüssig. Auf S. 33 seines Geheimreports spricht Meidert noch von Verbesserung des Redoxpotentials, gibt aber nicht an, wie das geschehen soll. Dies könne man auf der Internetseite erfahren. Dort sehen wir:

Die angebotenen Filtersysteme heißen „Futura mit Bio Energie“, „Futura mit Joana Energie“, „Cortesia mit Bio Energie“, „Direct Flow New Generation“, „Bio Energie“ bzw. „Joana Energie“ und kosten (Stand Juli 2013) zwischen 1595 € und 3199 € ohne Einbaukosten. Die Wechselfilterflatrate kostet zwischen 179 und 219 €. Neben einer Filteranlage mit Keimsperre und separatem Entnahmehahn enthalten die Systeme noch ein „Energiemodul zur feinstofflichen Aufbereitung im Sinne der Homöopathie“ sowie einen „Wasser-Alchimator für optimale Mineralisierung“.

Daneben bietet Misterwater noch Produkte namens „Frequator“ Frequenzträger zwischen 830 € und 11.400 € an, die in Form von Schellen um die Wasserleitung gelegt werden und Frequenzträger in Form eines mit dem Symbol „Blume des Lebens“ bemalten Untersetzers aus Aluminiumsilizium namens „Vivalisator“ für 100 € bis 209,25 €. Zitate: „Der Vivalisator kann Ihren Nahrungsmitteln und Getränken in Sekundenschnelle ihre Lebendigkeit zurückgeben, ihre Haltbarkeit verlängern und sie zu einem intensiven Geschmackserlebnis machen.“ „Er überträgt die auf ihm gespeicherten natürlichen und vitalisierenden Informationen auf alle Getränke und Lebensmittel, die mit ihm in Berührung kommen.“ Da dies wohl den meisten etwas spanisch vorkommt, die sich nicht auf Esoterikmessen tummeln, steht klein gedruckt noch dort, was den Tatsachen entspricht: „dass die Wirkung des Vivalisators nach naturwissenschaftlichen Kriterien nicht messbar ist.“ Dreist ist dennoch die Behauptung „Lebensmittel können wieder mehr Biophotonen speichern“, denn Biophotonen sind sehr wohl naturwissenschaftlich messbar. Eine solche Messung legt Misterwater für den Vivalisator allerdings gar nicht vor. (Quelle: http://misterwater.eu/datenblaetter/Vivalisator.pdf – Alle Angaben Stand 2013 – die Websiten von Misterwater wandern ständig. Außerdem bietet er inzwischen auch Zusatzpatronen zu seinen Anlagen an, die unter dem Stichwort —> chemische Wasserionisierer und –> Umkehrosmose näher von mir beschrieben werden.)

Auf der website http://www.misterwater.eu/allgemein/so-wird-aus-einer- trueben-bruehe-klares-wasser.html wird der Einsatz einer z.B. bei Dialysegeräten üblichen Feinstfiltrierung beschrieben und dann ausgeführt: „Das erzeugte Wasser ist in seiner Reinheit nur mit wenigen natürlichen Quellen zu vergleichen.“ Ich behaupte dagegen. dass keine einzige natürliche Quelle ein solches technisch reines Wasser erzeugt. Wozu auch?

Die „feinstoffliche Aufbereitung“ erfolgt nach Theorien von Wilhelm Reich, Viktor Schauberger und George Lakhovsky, dokumentiert durch Wasserkristallfotos im Stil von Masaru —> Emoto. Wasserkristalle gibt es zwar nicht – sie heißen in Wirklichkeit Eiskristalle – aber dann könnte man ja auf die Idee kommen, dass Eis eben etwas ganz anderes als Trinkwasser ist. Zur näheren Erläuterung lesen Sie bitte unter dem Artikelstichwort —> Töth, Ewald. Zum Glück fehlt auch hier nicht der sachliche Hinweis, dass keine dieser Aufbereitungsmethoden wissenschaftlich messbare Wirkungen zeitigt.

Auf der Seite http://misterwater.eu/verwirbelung im alchimator findet man, wie das Redoxpotential des Wassers mit einem Gerät namens Alchimator verändert werden soll. Dieser Alchimator ist ein Gerät, in dem Wasser trichterförmig verwirbelt wird, ähnlich einem Gerät namens —> Twister, das wir an anderer Stelle beschrieben haben. Es sieht aus wie ein Haushaltsmixer, der ja Wasser ebenso verwirbeln kann. Leistungszahlen wie Umdrehungen/Minute etc. werden nicht genannt. Durch die Verwirbelung bilden sich angeblich hexagonale Strukturen, die aus 6 symmetrisch angeordneten Wassermolekülen bestehen. Darüber behauptet Misterwater: „und genau diese Strukturen sind es, die am besten durch die Wasserkanäle der Zellen passen.“ (S. 11). Dies ist ein Märchen. Bezaubert von Masaru —> Emotos hübschen 6-eckigen Eiskristallfotos, scheint der Verfasser völlig zu übersehen, dass solche 6er-Cluster, die ein Zeichen von sehr kaltem Wasser sind, für Wasserkanäle von Zellen viel zu groß wären.

Die Wasserkanäle, die Misterwater meint, sogenannte Aquaporine, sind mit 0,3 Nanometern so fein, dass nur einzelne Wassermoleküle passieren können. Sie geben —> Wasserclustern überhaupt keine Chance und lösen jegliche Wasserstoffbrückenbindungen im Wasser auf, um die Wassermoleküle einzeln und in einem elektromagnetischen Feld ausgerichtet in die Zelle zu schleusen.

Würden noch Wasserstoffbrückenbindungen existieren, käme es zum H-Hopping (Grotthuß-Effekt) und die Zelle würde versauern. Keine Sorge, solange Sie noch ungefähr 370 C Körpertemperatur haben, laufen Sie nicht Gefahr, dass das Wasser, das in Ihre Zellen strömt, friert und sie sprengt, wie es hexagonales Wasser tun würde.

Auf S. 23 heißt es dann: „Der Alchimator liefert ein neutrales bis basisches Wasser, das trotzdem weich ist. Die Mineralien, die das Wasser während des Alchimierens durch den Mineralienring aufgenommen hat, sind nicht groß und unverdaulich wie Mineralien aus Leitungs-, Mineral- oder ionisiertem Wasser, sondern wegen der Durchwanderung des Wirbels in hohen Geschwindigkeiten klein, lebendig und energiereich.“ Der Wasserwirbler fügt dem Wasser also neben der Wirbelbewegung über einen Mineralring auch noch Mineralien zu. Misterwater gibt allerdings nicht an, um welche Mineralien es sich dabei handelt und vor allem, warum diese „nicht groß und unverdaulich“ sein sollen wie „Mineralien aus Leitungs-, Mineral- oder ionisiertem Wasser“. Eigentlich möchte man doch eher glauben, dass Wasser, das schon länger als die 6-8 Minuten im Wirbler an der Auflösung von Mineralien in Anionen und Kationen gearbeitet hat – natürliches Wasser hat dafür Wochen bis Jahrmillionen Zeit gehabt – eher wenige Mineralien besitzt, denn bis zur vollständigen Auflösung von Mineralien in Wasser dauert es schon eine erhebliche Zeit. Wieso die einen Mineralien aber „unverdaulich“ sein sollen, die anderen nicht, gibt Misterwater nicht an. Mineralien sind definitionsgemäß anorganische Materie und es macht überhaupt keinen Sinn, in diesem Zusammenhang von Unverdaulichkeit zu sprechen.

Auf S.19 spricht er in diesem Zusammenhang von Chelatierung und meint, mit Bioverfügbarkeit sei die Chelatierung von Mineralien gemeint. Chelatierung ist aber eine Methode, nichtwasserlösliche Mineralien, z.B. Schwermetalle, wasserlöslich zu machen. Alkalische und erdalkalische Mineralien sind dagegen in der Regel vollständig wasserlöslich und liegen daher in ionisierter Form im Wasser vor. Sie müssen keineswegs chelatiert werden. Sie sind bereits maximal bioverfügbar, weil sie in ionisierter Form vorliegen!

Die meiste Fachliteratur dazu ist in englischer Sprache. Es gibt jedoch einen deutschsprachigen Artikel dazu: Gundermann G, Gutenbrunner C, Karagülle O., Eignen sich Heil- und Mineralwässer zur Mineralstoffsubstitution? Ernährung & Medizin 2004; 19(2): 63-68. Das Ergebnis ist wie erwartet: Sowohl Calcium (bis zu einer Konzentration von 500 mg/l) als auch Magnesium können gut resorbiert werden und einen bestehenden Mangel ausgleichen; das Gleiche gilt für Wässer mit Kupfer, Zink und/oder Kobalt. Studien haben gezeigt, dass calciumreiches Mineralwasser die Knochendichte von postmenopausalen Patientinnen mit Osteoporose signifikant ansteigen lässt. Ähnliches gilt nach der Studie für Magnesium: Bei Migränepatienten mit Magnesiumdefizit wird der Mangel durch ein Mineralwasser mit einem Magnesiumgehalt von 110 mg/l ausgeglichen. Nach Ansicht der Autoren sind mineralstoffreiche Heil- und Mineralwässer zum Ausgleich verschiedener Mineralstoffmangelsituationen geeignet.

Eine belgische Arbeitsgruppe geht sogar von einer höheren Bioverfügbarkeit aus, wenn das Magnesium aus Mineral- wasser stammt und nicht aus fester Nahrung. (Verhas M, de la Guéronnière V, Grognet JM, Paternot J, Hermanne A, Van den Winkel P, Gheldof R, Martin P, Fantino M, Rayssigu- ier Y., Magnesium bioavailability from mineral water. A study in adult men Eur J Clin Nutr. 2002 May;56(5):442-7.

In dasselbe Horn bläst eine schwedische Forschungsgruppe: Rubenowitz E, Axelsson G, Rylander R. (Magnesium in drinking water and body magnesium status measured using an oral loading test. Scand J Clin Lab Invest. 1998 Aug;58(5):423-8.).

Hier wird die theoretische Überlegung einer besseren Resorption von in Wasser gelöstem Magnesium im Vergleich zu dem Magnesium aus festen Nahrungsmitteln dargestellt. Die Forscher fanden schon nach Zugabe geringer Extra-Mengen von Magnesium zum Trinkwasser (insgesamt 25,55 mg Mg/l Wasser) eine gute Resorption des Wassermagnesiums, die über der des Nahrungsmagnesiums lag.

Den Nachweis, dass Misterwater-Alchimatorwasser wenigstens sämtliche Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllt, (http://misterwater.eu/warum_misterwater.html ) liefert Misterwater nicht. Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass in das vorher ultrafiltrierte Wasser durch die Verwirbelung mit dem Mineralienring kontinuierlich so viele Mineralien aufgenommen werden wie zur Erreichung der Trinkwassernorm erforderlich wären.

Wie viele Mineralien lösen sich, wenn der Wirbler des Alchimator 2 Minuten läuft, was ist bei 8 Minuten Betrieb zu erwarten? Da sich Mineralien unterschiedlich schnell in Wasser lösen: Welche werden zuerst verbraucht, welche zuletzt? Ist der Alchimator mit seinem Mineralienring verkeimungssicher? Wie wird er der Alchimator keimfrei gehalten? Misterwater bleibt die Antworten auf diese Fragen schuldig.

Sie haben nun einiges über die Grundlagen des Angebots von Misterwater erfahren. Weder die Mikrofiltration noch die Verwirbelung sind neu. Wasservitalisierungen durch esoterische Informationsübertragung haben lediglich Unterhaltungswert und Märchencharakter. Man kann zwar theoretisch binäre und analoge Informationen über Wasser übertragen, sie für sehr kurze Zeitabstände sogar in Wasserstoffbrückenbindungen speichern, aber definitiv nicht unter den Rahmenbedingungen von Trinkwasser.

Auch Nachmineralisierungen für hochfiltriertes Wasser gibt es wie Sand am Meer. Auf der folgenden Website von Misterwater wird aber ionisiertes basisches Wasser als schädlich bezeichnet: (Stand 28.7..2013) http://www.misterwater.eu/datenblaetter/ionisiertes_basisches_wasser_schaedlich.pdf. Die dort angeführten Argumente sollen zur Misterwater-Alchimie hinführen, sind aber polemisch, irrig und in der Hauptsache auf einem magischen Weltverständnis beruhend.

Neben dem Bild eines verzweifelt blickenden Mannes, der auf der Toillette sitzt, schreibt Misterwater: „Die japanische Gesundheitsbehörde, die vor kurzem noch basisches Wasser aus Wasserionisierungsgeräten zum Trinken empfahl, ist mittlerweile von dieser Empfehlung abgerückt, nachdem viele Magen-Darm Probleme durch das Trinken dieses künstlichen und extrem behandelten Wassers auftraten.“ Das ist in vielerlei Hinsicht unwahr. Die japanische Gesundheitsbehörde hat niemals das Trinken von basischem Aktivwasser empfohlen, dies wäre ja eine höchst parteiliche Stellungnahme gegenüber der konkurrierenden Pharmaindustrie. Sie hat es aber nach ausgiebiger Sicherheitsprüfung zur Behandlung von Magen-Darmbeschwerden zugelassen, also erlaubt, und nicht etwa empfohlen. (Quelle: Bulletin of the Monitoring and Guidance Dept. of the Japanese Ministry of Health and Welfare, Pharmaceutical Monitoring Vol. 57, issued on October 19, 1992)

  • Dieses Wasser zur medizinischen Behandlung, für die auch in Japan immer noch Ärzte zuständig sind, muss nach einer weiteren Verordnung mit Geräten von einem zertifizierten Medizingerätehersteller hergestellt werden. Deswegen haben die meisten Herstellerfirmen von Wasserionisierern zumindest in Japan und Korea entsprechende Zertifikate und produzieren die Geräte nach vorgegebenen Normen zum Verbraucherschutz. Zur Zulassungsgeschichte von Wasserionisierern in Japan siehe: http://www.3aaa.gr.jp/english/alkali/hs.html oder in meinem Buch „Aktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential“. In Deutschland wurde Aktivwasser unter dem Namen Hydropuryl® übrigens bereits 1938 in Gehes Codex der Arzneimittelspezialitäten verzeichnet.

FAQ Misterwater

  • Das Hydropuryl®-Wasser gab es bis in die 80er Jahre nicht nur als neutrales und entmineralisiertes, sondern auch als saures und alkalisches (basisches) Aktivwasser aus der Fabrik des Erfinders Alfons Natterer. Seine Wirkung war lange in Deutschland grundsätzlich untersucht und bekannt, bevor sich sowjetische japanische und koreanische Forscher des Themas in gründlicherer Weise annahmen. Lediglich in den USA fand bis heute keine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der deutschen Erfindung statt und das Aktivwasser fand nur bei dem spagyrischen Mediziner Fra Albertus Anklang, der schon in den 60er Jahren Kontakt zu Alfons Natterer suchte.

FAQ Elektrolyt Wasser

Der Misterwater-Mann, der mit offensichtlicher Verstopfung auf der Toilette sitzt, ist mir übrigens durchaus schon so ähnlich begegnet. Es war ein Mann, der seine Verstopfung seit 20 Jahren mithilfe von Flohsamen selbst behandelt hatte. Als er anfing, basisches Aktivwasser zu trinken und die Flohsamen gewohnheitsmäßig weiter einnahm, bekam er eine dramatische Verstopfung, weil das basische Aktivwasser die Flohsamen viel stärker zum Aufquellen brachte als normales Wasser es kann. Was lernen wir daraus? Selbstbehandlung von chronischen Krankheiten schafft gelegentlich auch Probleme. Wenn man krank ist, sollte man einen Arzt seines Vertrauens fragen, ob er basisches Wasser als Behandlungsoption in Erwägung zieht.

Misterwater greift dann die falschen Aussagen mancher Verkäufer von Wasserionisierern auf, die behaupten, basisches Aktivwasser würde die Übersäuerung des Magens bekämpfen. Dass dies eine falsche Behauptung ist, habe ich an anderer Stelle dargelegt. —> Roberts, Jan. Fest steht: Basisches Aktivwasser blockiert die Verdauung nicht.

Auf S. 3 wiederholt Misterwater das Märchen von der basisch wirkenden Zitrone und fantasiert im Trend der Esoterik-Szene von organischen Mineralien. Auf S. 4 spielt Misterwater mit dem Begriff Chelatierung. Chelatierung bedeutet, wasserunlösliche Substanzen mit bestimmten Chemikalien wasserlöslich zu machen. Mineralstoffe müssen zur Aufnahme in den Körper aber nicht wasserlöslich gemacht werden, da sie es von vorne herein bereits sind. Auch die Mineralien aus unserer organischen Nahrung werden nicht durch Chelatierung, sondern mittels Wasser aus der Nahrung gelöst. Im Wasser sind Mineralien am leichtesten und ohne Verdauungsaufwand aufnehmbar, weil Wasser der Mineralientransporter überhaupt ist. Wenn Misterwater also (S. 3) schreibt: „Der Mensch ist vom Verdauungssystem her darauf ausgelegt, Mineralien aus seiner Nahrung zu beziehen statt aus seinem Trinkwasser“, kann man das einfach nur als absurd bezeichnen.

Auf S. 4/5 präsentiert Misterwater chemische Fachbegriffe: „In diesem alkalischen Wasser finden sich Verbindungen wie Kalziumhydroxid (= Kalk … dessen Haupteinsatzgebiet ist normalerweise die Zubereitung von Mörtel im Bauwesen oder wegen seiner ätzenden Wirkung als Fungizid im Obstanbau …), Natriumhydroxid (Ätznatron), Kaliumhydroxid (Ätzkali), Magnesiumhydroxid (wird medizinisch zur Neutralisation der Magensäure und als Abführmittel eingesetzt)“. Da staunt der Laie, doch den Fachmann wundert es nicht, denn diese Substanzen befinden sich in beinahe jedem Trinkwasser. Allerdings hat Misterwater vergessen, das Kürzel „(aq)“ hinzuzufügen, mit dem man darauf hinweist, dass diese Substanzen nicht als Salz, sondern in wässriger Lösung vorliegen und damit völlig normal und ungefährlich, ja sogar gesundheitsfördernd sind. Unterschlagen wird dagegen das Hauptmerkmal von basischem Aktivwasser, nämlich das Vorhandensein eines anormalen Redoxpotentials außerhalb des thermodynamischen Gleichgewichts. —> Relaxationszeit.

Ätznatron und Ätzkali etwa, so Misterwaters starke Aussage auf S. 5, neigen „dazu, sich in Arterien, Geweben und Gelenken abzulagern“. Eine wahrhaft interessante Pathologie, die geradezu nach einem Drehbuchautor á la CSI… schreit, aber mit der Physiologie des Menschen nichts zu tun hat.

Ab S. 6 ist von saft- und kraftlosem Wasser anstatt von dessen Elektronenreichtum die Rede. Dieses Wasser könne aber Herzmuskelschädigungen hervorrufen. Den Hintergrund erkläre ich unter dem Stichwort —> Roberts.

  • Unverständlich ist der Hinweis auf Dr. Hidemitsu Hayashi, einen japanischen Arzt und Wasserforscher, der gerade durch seine anschaulichen Artikel sehr viel zur Verbreitung basischen Aktivwassers beigetragen hat. Seine Arbeiten wurden in Deutschland von Dietmar Ferger aufgegriffen und zuletzt in seinem Buch „Jungbrunnenwasser“ (2011) ausführlich dargestellt.
    Im Hinblick auf die Erkenntnis, dass Wasserstoff eine große Rolle bei der Heilwirkung von basischem Aktivwasser und einigen natürlichen Quellen spielt, hat Dr. Hayashi einen Wasserstoff-Stick auf der Basis von metallischem Magnesium entwickelt, der Wasser mit Wasserstoffbläschen anreichert, die das Redoxpotential im Rahmen der Stellung von Magnesium in der Redoxreihe der Metalle senken. (—> Chemische Wasserionisierung). Und: –> HRW. In keiner Publikation Hayashis aber kann ich Misterwaters Behauptung nachvollziehen, Hayashi habe sich von der Ionisation abgewandt. Die Wasserstoffanreicherung erfolgt ohnehin bei der Elektrolyse, ist also im Grunde überflüssig. Allerdings kann man Defizite insbesondere beim japanischen Weichwasser, mit Hayashis Stick vielleicht ausgleichen. Besser wäre allerdings eine Anreicherung mit —> Calcium.

FAQ Misterwater Jungbrunnenwasser

Als Verfechter des ausschließlich der Umkehrosmoseszene bekannten Franzosen L. Vincent werden dessen nachweislich unhaltbare Thesen zur Wasserhärte von Misterwater nun mit einer Theorie über die Störung der „zellulären Redoxsignalmoleküle“ verbunden. Diese beruht auf dem Strukturvertrieb ASEATM erfundenen und in der Wissenschaft gänzlich unbekannten Begriff „Redoxsignalmoleküle“.

Immerhin berechnet Misterwater den angeblich von Vincent eingeführten rH-Wert mit 4,7 noch richtig und weist basischem Aktivwasser damit stark reduzierende Eigenschaften zu, die es ja auch unbestritten hat. Dass aber ebenso wie zwischen Säuren und Basen auch zwischen Oxidantien und Antioxidantien ein Gleichgewicht bestehen muss, wird ohnehin niemand ernsthaft anzweifeln. Zweifelhaft ist höchstens, ob bei unserem heutigen Leben auch mit basischem antioxidativem Aktivwasser überhaupt nur eine theoretische Gefahr bestehen könnte, dass wir zu wenig Oxidantien im Körper haben.

Punkt 8 auf Seite 9 ist angesichts von Misterwaters Filterproduktpalette natürlich kein Wunder. Die Innenfilter von Wasserionisierern seien bei über 2000 potentiellen Schadstoffen im Wasser völlig ungenügend. Das ist erstens reine Panikmache, denn potentielle Schadstoffe schaden nicht, sondern nur wirkliche, und die werden in Deutschland und Mitteleuropa so kontrolliert, wie nirgendwo sonst auf der Welt. Zweitens kann man bei realem Filterbedarf jederzeit einen Spezialfilter wählen oder davorschalten. Das Vorfilterthema ist also für eine Kritik an Wasserionisierern völlig ungeeignet. Näheres und die wahren Filterprobleme habe ich unter dem Stichwort —> Filter beschrieben. Völlig bauernfängerisch ist Misterwaters Satz: „Genau wie beim Aktivkohlefilter sind auch bei Ionisierungsgeräten die ppm-Werte zu hoch.“ Nur kurz: Es gibt keine zu hohen ppm-Werte. Die Langfassung unter dem Stichwort —> Leitwert. Die fälschliche Gleichsetzung von ppm- Werten mit Schadstoffen ist ein typisches Merkmal von Verkäufern von —> Umkehrosmoseanlagen.

Misterwaters Aussagen sind in deutscher Sprache sicherlich die heftigsten Attacken auf basisches Aktivwasser. Auf englisch gibt es Seiten, die als Vorbild gedient haben mögen, denn viele, die bisher Verkäufer von Umkehrosmoseanlagen und ähnlichem waren, sind inzwischen umgeschwenkt und verkaufen Wasserionisierer. Es tobt auch ein Kampf zwischen den Herstellern der so unterschiedlichen Systeme. Da werden oft die Ärmel hoch gekrempelt. Aber noch nie habe ich eine Argumentation gesehen, die mit einem Mann mit heruntergelassener Hose auf dem Klo beginnt.

So weit zu Ihrer Frage aus dem Jahr 2015. Inzwischen tritt Misterwater vor allem im Internetfernsehen immer noch gegen Wasserionisierer auf, doch seine alchimistischen Produkte sind offenbar aus seinem Blickpunkt verschwunden. Stattdessen produziert er sich als eine Art Apostel des molekularen Wasserstoffs (–> HRW; –>Wasserstoffmessung) und postet: Basisches Aktivwasser sei Postkutschenzeitalter. Er selbst löst die Frage in einem öffentlichen Video: „Erich Meidert: Kann ich das „Wunderwasser“ Lourdes messbar selbst herstellen?“, indem einen elektrischen Wasserstoffgenerator aus Korea mit dem bezeichnenden Namen „Lourdes“ anbietet. So hüpft der Misterwater schnell vom alchimistischen in den katholischen Topf.

Obwohl außer Frage steht, dass in Lourdes Wasser zwar vielleicht ein Glaubensgeheimnis steckt, ist doch eines ganz sicher: Molekularer Wasserstoff ist in Wasser aus der Quelle von Lourdes noch nie in nennenswerter Menge gemessen worden. Es ist also wieder die gewohnte Bauernfängerei. Im Prinzip begrüße ich es, dass Misterwater jetzt wenigstens Wasserstoffgeneratoren anbietet. Aber warum muss man mit der Hoffnung gläubiger kranker Menschen, den weltberühmten geheilten Rollstuhlfahrern von Lourdes, so ein billiges Geschäft machen? Wobei „billig“ nicht das richtige Wort für Misterwaters Propaganda ist: Wenn man sich die Messwerte des Lourdes ansieht, kann man sich aber über den Preis des „Lourdes“ nur wundern.

https://youtu.be/077HKhVY3PE

Der Lourdes erreicht bei 1 Liter Leitungswasser München (TWM) in 30 Minuten gerade mal 1000 ppb (1,0 ppm) gelösten Wasserstoff. Bis die Blasen sich aber in dem Plastikschwimmer fangen, sind sie sehr groß geworden und lösen sich schlecht im Wasser. Daran ändert auch das Diffusionsgitter am Eingang des Wassertopfs nichts. Das Wasser bleibt im pH-Wert unverändert grün. Das Redoxpotential  sinkt auf (-) 523 mV (CSE). Warum dies nichts über den Wasserstoffgehalt aussagt, lesen Sie bitte unter dem Stichwort –> „Redoxpotential“ auf Seite 289.

Neben den zu großen Wasserstoffblasen ist der Grund für das schlechte Abschneiden des Lourdes seine nicht druckdichte Konstruktion. Letztlich ist das Gerät nicht dichter als ein einfacher „Topfionisierer“ auf Seite 322, der auch kaum Wasserstoff aufbaut und nur das Redoxpotential senkt. Der Schwimmer aus Plastik (4) verhindert nämlich das Ausgasen des Wasserstoffs während der Produktionsphase überhaupt nicht effektiv. So weiß sich Misterwater nicht anders zu helfen als die Messmethode mit den H blue® Tropfen zu kritisieren. Stattdessen 2 verwendet er ein Fake-Messgerät von Trustlex. Mehr dazu unter  —> Wasserstoff-Messung. So werden also nicht nur die Wundergläubigen von Lourdes mit falschen Informationen in die Irre geführt, sondern die Faktenfälschung wird durch Fake-Messmethoden noch dreist weiter geführt.

Andererseits muss man einräumen, dass Misterwater nicht der einzige ist, der mit dem Namen Lourdes Geschäfte machen will: In einer Werbung für den Beutelwasserhersteller Izumio® heißt es sogar, dieses Wunderwasser habe 3500 mal so viel Wasserstoff wie Lourdes. „IZUMIO – contains 3500 times more hydrogen than Lourdes“.

Das ist zumindest nicht übertrieben. Denn 3500 mal „Fast nichts“ ist leicht zu erreichen. Auch hier wird der Glaube der Lourdes Pilger buchstäblich verhöhnt.

Auch durch oftmalige Behauptung wird es aber nicht war, dass das Wasser aus Lourdes durch einen besonderen Wasserstoffgehalt gekennzeichnet ist. So hat also auch in der Wasserbranche das Zeitalter der „alternativen Fakten“ (= dreiste Lügen) begonnen.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
Copyright 2016 www.euromultimedia.de

Sylvia S.: Per Email erhielt ich einen Bericht von Dr. med. Ewald Töth, den ich im weiter verteilen soll. Er stellt eine scharfe Kritik am Konzept des basischen Aktivwassers dar. Titel: „Die Wirkungsweise von Geräten zur Wasserionisierung und die möglichen Auswirkungen von gefiltertem elektrolytisch reduziertem Wasser im menschlichen Körper.“ Was denken Sie darüber?

  • Dies ist nun meines Wissens nach der erste deutschsprachige Arzt mit einer Stellungnahme gegen basisches Aktivwasser. Daher gehe ich auch darauf ausführlicher ein, auch wenn es dadurch zu Wiederholungen kommt. Dr. Töth tritt schon seit längerem als Anbieter von zahlreichen Basenpräparaten auf. Im Internet gibt es auch eine Broschüre mit dem Titel „Die ganzheitliche Basenkur nach Dr. Töth“, die herausgegeben wird von der „Wissenschaftlichen Gesellschaft für Quantenmedizin und Bewusstseinsforschung“, als deren wissenschaftlicher Leiter Töth auftritt. Darin steht zum Beispiel: „Eine gesunde Haut hat einen pH Wert von 7,3 bis 7,5“ der sich um mehr als zwei pH- Stufen von der gängigen Auffassung der Medizin unterscheidet, ohne dass er auch nur im mindesten begründet wird. Ein wissenschaftlich orientierter Arzt würde einen solchen Hautbefund für katastrophal halten und Sofortmaßnahmen zum Schutz der Haut vor Verkeimung einleiten. Wir haben es also bei Dr. Töth offenbar mit einem Mediziner zu tun, der keine Scheu vor sehr ungewöhnlichen Positionen jenseits von naturwissenschaftlich orientierten Meinungsbildern hat.
  • Töths zentrale These dabei lautet, dass dem Aktivwasser keine Wirkung zukommen kann, weil es „sofort nach der Entnahme aus dem Elektrolysegerät mit seiner Umgebung“ reagiert. (S. 2.).
  • Genau in dieser sofortigen Reaktion mit der Umgebung – im Falle von basischem Aktivwasser ist dies der Körper des Trinkenden – besteht aber die Funktion des Aktivwassers! Töth ist offenbar der Fachbegriff —> Relaxationszeit nicht bekannt oder er wird bewusst ignoriert.
  • Ferner kritisiert Töth die Verwendung von Vorfiltern in Elektrolysegeräten für Trinkwasser durch die Behauptung, dadurch würden dem Wasser nicht nur belastende Stoffe entzogen, sondern auch „natürliche Bestandteile wie Mineralien und Spurenelemente“. Übrig bleibe „eine technisch erzeugte, saubere und absolut energetisch zerstörte Flüssigkeit (Industriewasser)“. Entweder verwechselt Töth hier das Verfahren der —>Umkehrosmose, das in der Tat ein solches Industriewasser erzeugt, mit der Vorfiltrierung von Aktivwasser, oder er hat sich noch nie mit den für Wasserionisierer verwendeten Filtern auseinander gesetzt, die gerade dafür konzipiert sind, Mineralien nicht herauszufiltern. Unkenntnis scheint auch darüber zu bestehen, dass das zum Trinken vorgesehene basische Aktivwasser erheblich mehr Mineralien enthält als das ursprüngliche Leitungswasser, da die Mineralien der gesamten Wassermenge bei der —>Elektrolyse in die Kathodenkammer gezogen werden.

FAQ Toeth Ewald-Hydroxid Ionen Protonen Anionen Kationen

 

  • Töths Begrifflichkeit von einer „energetisch zerstörten Flüssigkeit“ ist entweder esoterischer Natur oder ignoriert die Tatsache, dass sich im basischen ‚Aktivwasser“ ein erheblicher Gewinn an Elektronen einstellt, der sich durch das negative —> Redoxpotential messen lässt. Diesem negativen Redoxpotential verdankt das basische Aktivwasser auch seine Fähigkeit, mehr Mineralien zu speichern als das Ausgangswasser.

In der folgenden Tabelle sieht man, wie eine Abnahme des Redoxpotentials in Millivolt mit einer Zunahme des Elektronenangebots zusammenhängt. Daneben wird in einer weiteren Tabelle gezeigt, welche Veränderungen sich bei pH-Verschiebungen im Bereich der Hydroxid-Ionen ergeben.

  • Töth behauptet dann, dass für 1000 Liter Aktivwasser ca. 5000 Watt elektrische Energie verbraucht werden. Tatsächlich kann dies je nach Mineralisierung des Ausgangswassers erheblich mehr oder erheblich weniger sein. Es hängt auch von dem erzielten pH-Wert oder Redoxpotential ab, wieviel Strom bei der Elektrolyse wirklich verbraucht wird. Was Töth aber verschweigt ist, dass die eingesetzte Energie sich je nach Wirkungsgrad des Wasserionisierers ja nicht ins Nichts auflöst, sondern sich im basischen Teil des Aktivwassers als Elektronenüberschuss über das negative Redoxpotential messen und nutzen lässt. Das basische Aktivwasser wirkt wie ein Akku.

FAQ Toeth Ewald-Akku

  • Dagegen behauptet Töth einfach: Das basische (reduzierte) Wasser habe keine funktionellen freien Elektronen, die für eine basische und oxidative Wirkung im Körper zur Verfügung stehen würden. Und warum leuchtet dann das Lämpchen? In gewisser Hinsicht hat er schon recht: „funktionelle freie Elektronen“ gibt es nämlich gar nicht, da Elektronen immer in Interaktion und niemals frei sind. Physikalisch gehören die antioxidativ wirksamen Elektronen zu den Hydroxid-Ionen und zu den Wasserstoff-Anionen.

Und deswegen rostet die Stahlwolle im basischen Aktivwasser nicht, während sie in normalem Wasser rostet. Für die basische Wirkung sind die freien Hydroxid-Ionen insgesamt verantwortlich. Denn „basisch“ (alkalisch) bedeutet definitionsgemäß nichts anderes als „Mehr Hydroxid-Ionen als H+ – Ionen“.

Die basische Eigenschaft einer Flüssigkeit (pH-Wert) muss man unterscheiden von der basischen Wirkung, also der Fähigkeit, Säuren zu neutralisieren. Die Hydroxidionen schweben ja nicht allesamt frei durch das Wasser, sondern sind teilweise assoziiert mit den Kationen, wie Natrium, Calcium, Kalium oder Magnesium. Diese an Kationen gebundenen Hydroxid-Ionen stellen den Puffer des Wassers dar.

FAQ Toeth Ewald-Stahlwolle

Umgekehrt ist es bei einer Säure: Dort ziehen sich H+-Ionen und Anionen elektrisch an. Etwa bei Salzsäure H+Cl-. Es ist klar, dass eine 10-prozentige Salzsäureverdünnung in Wasser nicht mit einer fünfprozentigen Natronlauge (Na+OH-) neutralisiert werden kann, da deren Basenwirkung ja nur halb so stark gepuffert ist. Aufgrund dieser Grundtatsachen kommt Töth, und übrigens auch viele andere, zu der unsinnigen Behauptung, basisches Aktivwasser habe überhaupt keine basische Pufferkapazität (S.2) und könne daher keine Säuren neutralisieren. Tatsächlich ist es aber so, dass manche Säuren im Körper auch nicht stärker gepuffert sind als basisches Aktivwasser. Zudem muss man berücksichtigen, dass es aufgrund der unterschiedlichen Mineralisierung des Ausgangswassers auch zu einer unterschiedlichen Pufferung des basischen Aktivwassers kommt. Ein basisches Aktivwasser aus dem mainfränkischen Hartwassergebiet ist erheblich stärker mit Kationen gepuffert als ein basisches Aktivwasser aus der Vulkaneiffel, auch wenn beide denselben pH-Wert von 9,5 aufweisen.

Auf jeden Fall bringt das basische Aktivwasser aber einen Neutralisierungsvorteil gegenüber dem normalen Leitungswasser, aus dem es gewonnen wurde. So brauchten wir zur Neutralisierung eines Glases Cola 32 Gläser Leitungswasser aus München, während dafür nur 15 Gläser basisches Aktiv- wasser (pH 9,5) aus demselben Leitungswasser erforderlich waren. (—> Roberts).

Man darf bei all dem nicht vergessen, dass auch unser Körper seinen Säure-Basenausgleich durch eine geschickte Balance stärker und schwächer gepufferter Flüssigkeiten reguliert. Einem Liter stark gepufferter Magensaftflüssigkeit mit pH 1,5 stehen 30-40 Liter der restlichen Körperflüssigkeit gegenüber, die viel schwächer gepuffert ist. Durch das Trinken von basischem Aktivwasser anstelle saurerer Flüssigkeiten können wir also das Regulationsverhalten in deutlicher Weise positiv beeinflussen.

Töths weitere Kritik am basischen Aktivwasser verlässt die Ebene wissenschaftlicher Diskussion und lebt von esoterischen Behauptungen, die aufgrund mangelnden Realitätsbezuges nicht widerlegt und auch nicht bestätigt werden können. So behauptet Töth unter anderem:

Leitungswasser sei bereits energetisch zerstört und würde sowohl durch Filtrierung als auch durch Behandlung in einer Elektrolysezelle noch weiter zerstört. Zum Beweis führt er Fotos von Eiskristallen aus „gesundem“ Quellwasser und aus gefiltertem und elektrolysiertem Wasser mit gestörter energetischer Struktur an, die der japanische Künstler Masaru Emoto geschossen hat. —> Emoto bezeichnet sich selbst nicht als Wissenschaftler, im Gegensatz zu seinen Nachahmern, die diese Art von Eisfotographien als Qualitätsnachweis ihres jeweiligen Wassers propagieren, vor allem dann, wenn keine weiteren Qualitätsnachweise beibringbar sind. Es haben übrigens auch einige Hersteller von Wasserionisierern solche Fotos bei Emoto in Auftrag gegeben, die ebenso schön aussehen, aber auch hier gar nichts beweisen. Denn Eis ist kein Wasser, wie jedes Schulkind wissen sollte! Kein Eskimo könnte seinen Wasserbedarf durch geschmolzenenes Meerwasser-Eis decken, wenn Eis dasselbe wäre wie Wasser! Doch Eis scheidet bis auf wenige Kristallisationskerne die meisten Mineralien aus und drückt sie in noch nicht gefrorenes Wasser hinaus. Nach dem Schmelzen erhalten wir ein völlig anderes Wasser als vorher, und auch die Fotografie des Eiskristalls zeigt nicht das Wasser, über das die Fotografen Aussagen machen wollen. Die sogenannte „energetische Zerstörung“ von Wasser ist mit den Fotos nicht beweisbar.

Wenn der esoterische Begriff „energetische Zerstörung von Wasser“ überhaupt einen Sinn machen sollte, warum misst man nicht einfach den Elektronengehalt des Wassers in Form des negativen –> Redoxpotentials? Doch einen solchen wissenschaftlichen Ansatz vermeidet Töth.

Stattdesssen zeigt er zum Beweis seiner Behauptungen sogenannte Quantenfraktalbilder. Auf seiner Website www.qfb.at heißt es dazu: „Wasser hat eine kristalline Struktur. Nicht nur im gefrorenen Zustand, sondern Wasser behält bis zu einer Temperatur von 65° Celsius seine kristalline Struktur aufrecht.“ Dies widerspricht allerdings der unumstrittenen wissenschaftlichen Auffassung, wonach sich die Wassermoleküle des flüssigen Aggregatszustandes in sprunghafter Weise innerhalb von Terasekunden räumlich verschieben.

Aber es wird noch merkwürdiger. Denn er schreibt: „Dies konnten Dr. Ewald Töth & DI Peter Pfaffenbichler in ihrem Labor nachweisen, daher wurde es möglich, die Information von Wasser nicht nur im gefrorenen Zustand, sondern auch in flüssiger und getrockneter Form zu fotografieren.“ Sie haben richtig gelesen: Die Herren fotografieren Trockenwasser! Also die Mineralien, die nach dem Verdunsten von Wasser zurückbleiben. Die Absurdität einer Methode, die Wasser ohne Wasser zur Grundlage hat, ist kaum zu überbieten. Nun gut, wer aus Kaffeesatz lesen kann, kann es vielleicht auch aus Kesselstein. Man trifft auf derartige Methoden meistens auf Esoterikmessen, direkt neben den Kartenlegern. Pro „Quantenfraktalbild“ einer „Trockenwasser“-Probe verlangen die Herren übrigens 65 €.

Ein weiteres Dogma Töths konträr zur Naturwissenschaft lautet: „Gesundes Wasser ist stabiles Wasser“ (S. 3). Erklärt wird dies mit der Clusterbildung durch Wasserstoffbrücken, die aber nach allem gesicherten Wissen von Chemie und Physik sehr unstabil sind und ja gerade durch diese Wendigkeit das Leben auf unserem Planeten ermöglichen.

Auf Seite 6 seiner Abhandlung erklärt er dann: „Ionisiertes Wasser oder Elektrolytwasser ist eine instabile Flüssigkeit mit abgespalteten Wassermolekülen“. Tatsächlich aber zerfallen Wassermoleküle bei der Elektrolyse in die natürlichen Wasserionen H+ und OH-. Dieser Vorgang geschieht durch die sogenannte Autoprotolyse des Wassers in jedem Wasser pausenlos, und es entsteht dadurch keineswegs „eine molekular zerrissene, instabile Flüssigkeit mit reaktiven Molekülfragmenten“, die „zu früh und an falschen Orten in die Gewebestruktur der Zelle“ (S.6) eindringen.

Die Autoprotolyse wird durch die Elektrolyse nur verstärkt, damit das Wasser mehr Protonen (H+-Ionen) aufnehmen kann. Bei Töth wird aus diesem natürlichen Mechanismus der Zellentsäuerung – jede Zelle produziert ständig einen Säureüberschuss, der entsorgt werden muss – ein monströser Vorgang, indem über das OH-Ion gesagt wird: „Dabei raubt es der Zelle den ihm fehlenden Wasserstoff-Anteil und entzieht Energie.“Aber die Zelle will Ihre Wasserstoff- Ionen (H+) ja gerade deshalb los werden, weil diesen ein Elektron fehlt und dadurch Energieungleichgewicht herrscht. Die Zelle hat durch die Entsäuerung eben keinen Energieverlust, sondern einen Energiegewinn. Deswegen wird basisches Aktivwasser ja auch gelegentlich als „Energiewasser“ bezeichnet.Eine weitere absurde Darstellung Töths findet sich ebenfalls auf S. 6 seiner Abhandlung: „Sobald dieses künstlich erzeugte Wasser mit der Umwelt in Kontakt kommt, verliert es sofort die freien Elektronen und die theoretisch vorhandene Basenwirkung ist nicht mehr existent.“Mit derselben Logik könnte man sagen: Sobald das Aspirin® die Kopfschmerzen beseitigt hat, ist seine schmerzlindernde Wirkung nicht mehr existent. Denn die antioxidative Wirkung besteht einzig und allein in der Übertragung von Elektronen, und diese ist während der —> Relaxationszeit, die keineswegs sofort bei Umweltkontakt endet, sondern einige Tage lang dauern kann, deutlich und mit wissenschaftlich gesicherten Methoden messbar. —> Redoxmessung.

Noch länger hält sich der Überschuss an Hydroxid-Ionen im basischen Aktivwasser, es ist also keine theoretische Basenwirkung, sondern eine ganz manifeste messbare Wirkung, die ohne jeglichen Hokuspokus wie Quantenfraktalbildchen von „Trockenwasser“ funktioniert.

Töths weitere Behauptung (S.7), basischem Aktivwasser fehlten die basischen Mineralien, um Säuren zu binden ist ziemlich grotesk, weil ja tatsächlich mehr basische Mineralien als im normalen Ausgangs wasser vorhanden sind, was sich ohne weiteres zum Beispiel mit einem Wasserhärteteststreifen zeigen lässt, der das Mehr an Calcium- und Magnesium-Ionen sichtbar machen kann. Vielleicht ist aber gerade dieses Plus an Mineralien Herrn Töth ein Dorn im Auge, da dies vielleicht den Verkauf seiner zahlreichen im Internet angebotenenen basischen Mineralmischungen unter dem geschützten Markenzeichen „Dr. Ewald Töth®“ erschwert. Tatsächlich steht basisches Aktivwasser zu den Produkten Töths in einem direkten Konkurrenzverhältnis.

Basisches Aktivwasser, so Töth (S.7) „ist kein hochwertiges Lebensmittel.“ Was Töth unter hochwertigen Lebensmitteln versteht, gibt er nicht an. Man fragt sich aber, warum der F. X. Mayr Arzt Dr. Thomas Kropp in einem Artikel über basisches Aktivwasser („Das stärkste Antioxydanz unserer Zeit – Der hohe Wert des Wassers in der Therapie“ Zeitschrift COMED, Ausg. 07/06) folgendes berichtet: „Eine Gruppe von Forschern um den Zellbiologen Sanetaka Shirahata hat die antioxidative Wirkung verschiedener Wässer sowie von Vitamin C untersucht. Er konnte eindrücklich zeigen, dass die Menge Freier Radikaler in Muskelzellen durch die Wässer aus dem Stollen in Nordenau, den Quellen aus Hita (Japan), Tracote (Mexiko) und Aktivwasser um je 30 % gesenkt wurden. Vitamin C bewirkte eine Senkung um lediglich 20 %. Mineralwässer und Leitungswasser zeigten im Vergleich sogar eine Vermehrung der Zellschädlinge.“Oder der Kurarzt Dr. Walter Irlacher, der basisches Aktivwasser in unserem „Service Handbuch Mensch“ (München 2006) als „Perpetuum mobile der Entsäuerung“ bezeichnet.Oder die Ärztin Dina Aschbach in Ihrem Buch „Ionisiertes Wasser – Die moderne Medizin unserer Zeit“, Hochheim 2010, schreibt: „Einerseits besitzt dieses Wasser selbst antioxidative Fähigkeiten, andererseits kann es die Wirkung von antioxidativen Enzymen (SOD, Katalase) und nichtenzymatischen Antioxidantien wie Vitamin C, Flavanoiden oder Quercetin, um ein Vielfaches verstärken.“ (S. 60). „Reduziertes Wasser vermindert die Zerstörung der DNA um 70 %!“ (S. 61)Der Lebensmittelforscher Prof. Dr. Manfred Hoffmann hält in seinem Buch „Vom Lebendigen in Lebensmitteln – Die bioelektrischen Zusammenhänge zwischen Lebensmittelqualität, Ernährung und Gesundheit (Bad Dürkheim, 1997) ein niedriges Redoxpotential für die entscheidende Kenngröße von Lebensmittelqualität. Wieso sollte also Wasser mit einem ausgesprochen niedrigen Redoxpotential kein hochwertiges Lebensmittel sein?

Töth schreibt auf Seite 8 zu der Frage „Hat basisches Wasser mehr Sauerstoff?“: „Sobald ionisiertes Wasser mit Luft in Verbindung kommt, wird Sauerstoff flüchtig (dies wird im Gerät durch Spezialmembranen verhindert) oder es wird wieder zu einem Wassermolekül gebunden.“ Dies ist falsch, da der durch die Elektrolyse freigesetzte Sauerstoff auf der Anodenseite ausgast, also beim sauren, nicht beim basischen Wasser. Beim basischen Wasser dagegen gast unmittelbar nach dem Austritt aus der gasdichten Kathodenkammer der Elektrolysezelle überschüssiger Wasserstoff aus, der nicht im Wasser gelöst werden kann. Mit den Spezialmembranen der Elektrolysezelle hat das überhaupt nichts zu tun. Das Ausgasen von Sauerstoff und Wasserstoff wird schlicht dadurch verhindert, dass die Elektrolysezelle bei einem Durchflusselektrolysegerät ein druckdichtes Gehäuse hat. Bei einem Topfionisierer hingegen entweichen die beiden Elektrolysegase permanent während der Herstellung der basischen und sauren Aktivwassersorte.

Tatsächlich lenkt Töths falsche Argumentation aber von dem eigentlichen Kern der Frage ab, nämlich der, ob denn basisches Wasser tatsächlich mehr Sauerstoff enthält: Das hat es selbstverständlich und dies ist imgrunde sehr einfach zu verstehen, wenn man die Vorgänge bei der —> Elektrolyse kennt: Saures Wasser enthält weniger Sauerstoff, weil ein Teil des molekularen Sauerstoffs ausgast und folglich im Restwasser fehlt. Umgekehrt gast aus dem basischen Aktivwasser Wasserstoff aus, der folglich im Restwasser fehlt, während Hydroxid-Ionen (OH-) zurückbleiben. Es geht also nicht um den im Wasser als Gas gelösten mobilen Sauerstoff, sondern um den molekular gebundenen Sauerstoff. Dieser ist tatsächlich in erheblich größerer Zahl im basischen Wasser vorhanden. Während ein Glas (0,3 l) Leitungswasser (pH 7,8) 0,310 x 1020 Sauerstoffatome besitzt, hat basisches Wasser mit pH 10 5,0 x 1020 Sauerstoffatome, also mehr als das 16-fache (Berechnung durch S.Whang, Der Weg zurück in die Jugend, Norderstedt 2006, S. 18).

Da Sauerstoff gegenüber Wasserstoff relativ schwer ist, ist 1 Liter basisches Aktivwasser auch etwas schwerer als ein Liter normales oder saures Wasser. Der in den Hydroxid-Ionen (OH-) steckende Sauerstoff kann durch die folgende energieerzeugende Reaktion aus 4 Hydroxid-Ionen 2 Wassermoleküle und 1 Sauerstoffmolekül erzeugen, wobei 4 Elektronen zur Pufferung von freien Radikalen frei werden: 4 OH- <=> 2 H2O + 1 O2 + 4e-.. Wenn Töth also behauptet, der Sauerstoff würde wieder zu einem Wassermolekül gebunden, unterschlägt er den wichtigsten Teil der genannten Reaktionsgleichung, nämlich das energiespendende Freisetzen von Sauerstoff. Dietmar Ferger schreibt in seinem Buch „Jungbrunnenwasser“ (Weil am Rhein, 2011, S. 77): „Wenn durch dauerhaftes Trinken von Aktivwasser die Lymphe einen basischen pH-Wert hat, erhält sie einen jederzeit – z.B. für sportliche Aktivitäten – abrufbaren Sauerstoffvorrat.“Da bei der eben genannten Reaktion Energie in Form von 4 Elektronen frei wird, ist es auch falsch, wenn Töth auf S. 8 behauptet: „Für diesen Prozess zur Wiederherstellung seiner ursprünglichen natürlichen Struktur muss genau so viel Energie aufgewendet werden, wie zuvor bei der Elektrolyse zur Abspaltung aufgebracht wurde. Diese Energie wird dem Körper entzogen.“ Töth kehrt einfach die Tatsachen ins Gegenteil um.
Zum Speichel schreibt Töth (S. 9): „Wenn ionisiertes Elektrolytwasser in den Mund gelangt und der Speichel hat einen pH-Wert von 6 und 6,5, wird diese Basenwirkung sofort neutralisiert (…) Das OH- verbindet sich nicht mit einer Säure, sondern sofort mit dem gegenpoligen Wasserstoff.“Tatsächlich ist genau das, was Töth hier beschreibt, der Vorgang der Neutralisation, nämlich wenn sich OH- und H+ zu Wasser verbinden. Ein saurer Speichel von pH 6 bis 6,5 wird von Dr. med. Walter Irlacher als Hinweis auf eine chronische Übersäuerung angesehen. Wenn dieser durch das Trinken von basischem Aktivwasser auf Werte über pH 7 angehoben werden kann, ist das ein erster Schritt gegen eine chronische Übersäuerung und es reduziert sich auch das Risiko von Karies, da der Zahnschmelz durch den Speichel dann nicht mehr angegriffen wird.

Töths Test zur Überprüfung der eine Säure neutralisierenden Wirkung von Flüssigkeiten (S. 10) ist nicht nachvollziehbar. Er will eine Basen-Mineralmischung in Wasser mit basischem Aktivwasser vergleichen. Er gibt aber nicht die Art der Basen-Mineralmischung an.

FAQ Toeth Ewald-Saeure

  • Die meisten dieser Mischungen machen das Wasser nämlich saurer als vorher. Lediglich das Redoxpotential sinkt gemäß der elektrochemischen Spannungsreihe der gelösten Mineralien. Als wir eine volle Portion der verbreiteten Basenmischung Basica® Vital in Leitungswasser aus München mit pH 7,46 gaben, sank dessen pH Wert auf 7,36, er wurde also saurer. Der ORP-Wert fiel um 57 mV, blieb aber mit +40 mV (CSE) immer noch im oxidativen Bereich.

FAQ Toeth Ewald-Leitungswasser Muenchen

Bei der Basica® Sport Produktvariante fiel der pH Wert sogar auf 4,62, weil dort bereits Säuren wie Vitamin C und Zitronensäure zur Geschmacksmanipulation zugegeben sind. Dazu kommen hohe Mineraldosierungen bis zu 1250 mg pro Portion, welche einen Reaktionsvergleich auf eine Ascorbinsäurebelastung nicht möglich machen.

Um nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen, vergleichen wir daher Wasser mit der Mineralmischung „Aquamin®“, die aus einer definierten Mischung von Calciumchlorid, Magnesiumchlorid und Kaliumchlorid besteht, einmal im ionisierten und einmal im nicht ionisierten Zustand. Im nicht ionisierten Zustand beträgt der pH-Wert 7,35, ist also leicht basisch. Im ionisierten Zustand liegt er bei pH 9,45. Was bewirkt nun die Zugabe von 1 g Ascorbinsäure (Vitamin C) ? Die nicht ionisierte Basenmischung sinkt um 3,42 im pH Wert auf pH 3,93. Die ionisierte Basenmischung sinkt um 4,34 auf pH 5,11, ist aber im Endeffekt immer immer noch um 1,18 pH weniger sauer als die nicht ionisierte Basenmischung. Tödts eigenartiges Testverfahren entpuppt sich also bei genauerer Betrachtung als Bumerang. Auf das von Tödt nicht in Erwägung gezogene Redoxpotential beider Aquamin®-Lösungen wirkt sich die Vitamin C – Zugabe nahezu gleich aus:

ORP Aquamin® normal: +226mV, nach Vitamin C Zugabe +140mV, Differenz: – 86 mV
ORP Aquamin® ionisiert: -305mV, nach Vitamin C Zugabe -222mV, Differenz: + 83 mV

In dem Maße, in welchem die normale Aquamin-Lösung 86 mV aus dem antioxidativen Vitamin C abzieht, gibt das elektronenreiche ionisierte Wasser 83 mV an das Vitamin C ab und macht es so zu einem stärkeren Antioxidans im Körper (vgl. Hanaoka, Kokichi u.a., „The mechanism of the enhanced antioxidant effects against superoxide anion radicals of reduced water produced by electrolysis“, Biophysical Chemistry, 2004)

Einen besonderen Einblick in seine wissenschaftsferne Denkweise ermöglicht uns Töth noch mit seiner Stellungnahme zu Wasserfiltern (S.7). Er schreibt: „Wenn verschmutztes Wasser wie z.B. durch Nitrate, Insektizide oder bakteriell belastetes Wasser diese Filter durchläuft, werden diese Informationen im Wasser gespeichert. Solange dieser Filter im Gerät verbleibt, fließt ständig das nachkommende Wasser durch diese Deponien durch und nimmt die schadhaften Informationen auf. Man trinkt chemisch reines Wasser, aber Wasser mit enorm schadhaften Informationen.“

Töth glaubt augenscheinlich an Hexerei, denn wie sollte chemisch reines Wasser Informationen aufnehmen und gar „enorm schadhaft“ weiter geben? Wie außer durch Magie soll Wasser denn, wie er schreibt, Informationen „wie ein Tonbandgerät“ aufnehmen?

Töth versucht es erst gar nicht mit einer Erklärung seiner Aussagen und vollendet seinen Wasserzauber mit dem Satz: „Granderwasser und viele andere Wasseraufbereitungsverfahren versuchen, dem Wasser positive Informationen zu verleihen. Dass dies funktioniert, ist nachgewiesen.“ Tatsächlich ist vor letztinstanzlichen Gerichten festgestellt worden, dass —> Granderwasser keinerlei nachgewiesene Veränderungen gegenüber dem nicht begranderten Wasser zeigt. Die kommerzielle Behauptung, es gebe solche Veränderungen, ist in vielen Ländern inzwischen sogar von Strafverfolgung bedroht.

Bei Wasserionisierern ist die Verwendung von Vorfiltern nicht unbedingt notwendig, wenn absolut schadstofffreies Wasser verfügbar ist.. Dies ist aber nur an wenigen Orten der Welt der Fall, sodass Vorfilter unbedingt zu empfehlen sind. Denn auch Schadstoffe können durch Elektrolyse aktiviert und dadurch in ihrer Schädlichkeit verstärkt werden. Das passiert nicht auf magischem Weg durch „Informationen“, sondern durch Verschiebung von Elektronen und Ionen. Ein Filter ist nur dann gefährlich, wenn er die gesammelten Schadstoffe wieder frei gibt, weil er verbraucht ist. Ein nicht ordnungsgemäß betriebener Filter stellt tatsächlich ein Risiko dar. Das Gerede über „Informationen“ dagegen sollte man auf Esoterikmessen belassen. Wasser rauscht, Bäche murmeln, reden tun sie nur in der Poesie. Und das ist gut so, sonst würden sie sich wohl permanent über unsere Wasserverschmutzung beschweren. Weitere Informationen zu „Informationen“ im Wasser lesen Sie bitte unter dem Stichwort „Elektrosmog“

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
Copyright 2016 www.euromultimedia.de

In der Zeitschrift Nexus-Magazin Ausg. 19 schreibt eine Frau Jan Roberts, dass der Konsum basischen Wassers Gesundheitsprobleme verursacht. Ist das wahr?

  • Der von Ihnen angeführte Artikel der australischen Pharmazeutin Jan Roberts aus dem Jahr 2008 trägt den Titel: Ist basisches Wasser gesund. Er war schon vorher auf Englisch im Informed Voice Magazine erschienen und hat die Wasserionisiererbranche ziemlich überrascht, weil es der erste massive Angriff von pharmazeutischer Seite auf diese Technologie war. Sofort wurde recherchiert, dass Frau Roberts für einen Filtervertrieb tätig war und daher im basischen Wasser ein Konkurrenzprodukt sehen musste, eine Interessenlage, die sie verschwiegen hatte. Dennoch lohnt es sich, sich mit ihren Argumenten ernsthaft auseinander zu setzen, da sie letztlich nur das reflektieren, was von manchen Herstellern und Vertrieben von Wasserionisierern gedankenlos in die Welt gesetzt wurde und wird. Historisch betrachtet hat der Artikel von Frau Roberts in Deutschland zu einer begrifflichen Klärung und zur Bildung des heutzutage etablierten Begriffs „Basisches Aktivwasser“ beigetragen. Ich möchte daher den Artikel Punkt für Punkt durchgehen, selbst wenn sich meine Argumentation mit anderen Fragen aus diesem Buch überschneiden oder doppeln sollte. Wo sinnvoll, arbeite ich mit Querverweisen.
  • Frau Roberts beginnt mit einer Kritik an dem ungenauen Begriff „basisches Wasser“, der damals dominierend war. Dadurch dass die englischsprachige Welt im Chor mit den japanischen Erfindern und Forschern von „alkaline water“ (basischem Wasser) sprach, hatten vor allem schnell herangezogene Vertriebsleute eines schnell wachsenden Marktes ignoriert, was alles Wasser überhaupt basisch machen kann. Obwohl dies vor allem von seiner Zusammensetzung abhängt, denken die meisten dabei nur an Mineralien. Dabei beeinflussen Gase den pH-Wert in Flüssigkeiten viel stärker. Die Gase hängen in ihrer Löslichkeit wiederum von der Temperatur ab. Saures Kohlendioxid ist bei etwa 60 Grad praktisch aus dem Wasser verschwunden, sodass ein heißes Bad meistens basisch ist, ohne dass man einen „basischen“ Badesalzzusatz benötigt. Die meisten dieser Zusätze machen Wasser überhaupt nicht basisch, sondern eher saurer. Vgl. –> Basische Bäder
  • Zur professionellen Messung des pH-Wertes im Labor sollte Wasser in der Regel vorher entgast werden. Das geschieht bei der Überprüfung von Wasserionisierern nicht, man hat also keinen absolut korrekten pH-Wert. Diese Kritik ist zwar sachlich richtig, ändert aber im Ergebnis nicht viel, da das Leitungswasser, das man zum Messvergleich heran zieht, ja vor der Messung ebenfalls nicht entgast wird.
  • Ferner weist Frau Roberts darauf hin, dass ein pH-Wert ein relativer Wert zwischen Säure und Base ist, also ein Kräfteverhältnis von zwei Kontrahenten, der aber nichts über deren individuelle Ausdauer aussagt, die man Pufferkapazität nennt. Ohne Pufferkapazität bedeutet ein pH-Wert bei Wasser gar nichts. Das ist ebenso richtig, wie vollkommen trivial. Frau Roberts nennt die Pufferkapazität von basischem Wasser gering gegenüber einer stark gepufferten Salzsäure. Das ist ebenfalls richtig und im Hinblick auf basisches Aktivwasser schon in den 90er Jahren wissenschaftlich untersucht worden. Tatsächlich senkt basisches Aktivwasser den pH-Wert eines aktiven Magens praktisch nicht. Aber Frau Roberts versäumt es, der Frage nachzugehen, wie es mit der Pufferkapazität von basischem Wasser wirklich steht. Diese hängt auch vom Grad der Mineralisierung ab, denn es gibt sehr weiches basisches Aktivwasser und sehr hartes basisches Aktivwasser, das einen höheren Puffer aufweist. Es kommt auch darauf an, welche Art von Mineralien zusammen mit dem Aktivwasser ionisiert werden.
  • Frau Roberts betrachtet dagegen nur den Mineralstoffgehalt in nichtionisiertem Wasser und weist zurecht auf Studien der Weltgesundheitsorganisation hin, die bewiesen haben, dass mineralarmes oder gar destilliertes Wasser Gesundheitspro- bleme nach sich zieht. Sie versäumt es aber, darauf hinzu- weisen, dass basisches Aktivwasser mehr Mineralstoffe ent- hält als gewöhnliches Wasser. In Mitteleuropa, anders als in Australien, sind massenweise Mineralien im Wasser vorhan- den. Umso mehr im basischen Aktivwasser. Doch Roberts schreibt einfach den Satz, den man schon unzählige Male von Verfechtern der Umkehrosmose gehört hat, ungeprüft ab, indem sie wahrheitswidrig behauptet: „Der Mineralstoff- gehalt von kommunalem Wasser ist vernachlässigbar. Der Alkalisierungseffekt wäre zu klein, um messbar zu sein.“ (S. 13).

Tatsächlich scheint dies in Roberts‘ australischer Heimat so zu sein, denn dort ist man überwiegend auf Regenwasserzis- ternen angewiesen oder verwendet entsalztes Meerwasser. Es scheint aber, dass Frau Roberts sich mit den Tatsachen europäischer Trinkwasseranalysen niemals auseinander gesetzt hat. Nehmen wir nur mal das Wasser der drei größten Städte Deutschlands und betrachten wir die 4 wichtigsten pufferungsrelevanten Mineralien:

Ganz offensichtlich kann man also schon durch das tägliche Trinken von 2 Litern kommunalem Leitungswasser in den 3 größten deutschen Städten basenbildende Mineralien in einer Menge zu sich nehmen, die etwa bei Calcium bereits einem Siebtel bis zu einem Fünftel des Tagesbedarfs entspricht.

Dies hält Frau Roberts für nicht messbar und vernachlässigbar. Immerhin kommt man so zu einem nenenswerten Calciumgewinn, ohne in einen kalorienreichen, fetten Käse zu beißen!

Damit haben wir aber noch nicht vom basischen Aktivwasser gesprochen, dessen Mineralgehalt beim Vorgang der Elektrolyse zulasten des Sauerwassers verdichtet wird. Eine Kontrollmessung in München bei einem frisch produzierten basischen Aktivwasser pH 9,5 aus Leitungswasser hat einen Zugewinn von 30 mg Calcium und 10 mg Magnesium ergeben!

Jan Roberts Tabelle Pufferungsrelevanten Mineralien

Nicht vergessen sollte man bei der Diskussion einer basischen Wirkung auch die indirekte Folge des Trinkens von basischem Aktivwasser: Wenn wir unseren Tagesbedarf an Wasser hauptsächlich durch das Trinken dieses Wassers auffüllen und dafür, zumindest teilweise, auf saure Getränke wie Limonaden, Alkoholika, sprudelnde Mineralwässer und Kaffee verzichten, benötigt unser Körper auch nicht so viele Mineralien, um Sauermacher zu neutralisieren. Denn die sauren Getränke im Überschuss führen zu einem Missbrauch von basischen Mineralien. Anstatt unseren Knochenbau zu stützen, wird Calcium zum Abpuffern der massenweise zugeführten Säuren benutzt, anstatt beim Sport vor Muskelkrämpfen zu schützen, wird das Magnesium sinnlos verpuffert. Saure Getränke sind daher Mineralienräuber. Sie zumindest teilweise zu ersetzen, bringt einen ungeheuren Puffervorteil für den ganzen Körper.
Leitungswasser ist zwar nicht sauer, doch bei weitem nicht so entsäuerungsfähig wie basisches Aktivwasser. So brauchten wir zur Neutralisierung eines Glases Cola 32 Gläser Leitungswasser aus München, während dafür nur 16 Gläser basisches Aktivwasser (pH 9,5) aus demselben Leitungswasser erforderlich waren. Basisches Aktivwasser kann also ganz erheblich zur Entsäuerung beitragen, wie wir bereits in unserem Buch „Trink Dich basisch“ und der gleichnamigen DVD (K. H. Asenbaum, W. Irlacher, D. Ferger, München 2008/2011) dargelegt haben. Roberts springt in ihrer realitätsfernen Argumentationskette sofort zu Heilaussagen über basisches Wasser, die sie ausschließlich auf den Websites verschiedener Hersteller von Wasserionisierern gefunden haben will.

Sie schreibt, sie habe bei einer Google-Internetsuche nach Eingabe der Begriffe „Gesundheit“ und „Basisches Wasser“ 1600 Treffer gefunden, auf denen größtenteils Behauptungen von Herstellern „basischer Wasserionisierer“ zu finden wären, unter anderem über folgende Gesundheitsstörungen, die durch basisches Wasser positiv beeinflusst werden könnten:

  • Hoher Blutdruck
  • Diabetes
  • Schlechte Blutzirkulation
  • Darmträgheit
  • Allgemeine Erkältungen
  • Muskelschmerzen
  • Harnsteine
  • Langsame Wundheilung
  • Chronische Müdigkeit
  • Gicht und Arthritis
  • Morgendliche Übelkeit
  • Osteoporose
  • Diarrhöe
  • Wassereinlagerungen
  • Kater
  • Körpergeruch
  • Fettleibigkeit
  • Eine Eingabe der von Roberts angeführten Stichwörter „Gesundheit“ und „Basisches Wasser“ bei Google ergab am 23. Juli 2013 rund 9000 Treffer. Die Eingabe derselben Begriffe auf Englisch („Health“, „Alkaline Water“) führte zu 1,51 Millionen Treffern. Man muss sich fragen, vor welch langer Zeit Roberts für ihren Artikel recherchiert hat.
  • Dabei ist der Begriff „Basisches Wasser“ aufgrund seiner Ungenauigkeit gar nicht der Begriff, nach dem man suchen sollte. Gibt man die heutigen Standardbegriffe jeweils in Anführungszeichen ein, erhält man folgende Trefferquoten:

FAQ Roberts Jan-Trefferzahl

  • Doch Roberts stellt auf S. 14 ihres Artikels die rhetorische Frage: „Gibt es wissenschaftliche Belege?“ Aber sie beschäftigt sich nicht mit den 117.000 Ergebnissen, die Google am 16.9.2013 auf die Suchbegriffe „alkaline water“, „studies“ „scientific“ lieferte. Tatsächlich gibt es allein aus dem Jahr 2013 bereits 258 Treffer von Google „Scholar“. Roberts ignoriert diese überwältigende Forschungslage schlicht und spricht von „Behauptungen der Hersteller.“
  • Dieselbe Ignoranz zeichnet auch den von Roberts auf S. 15 zitierten amerikanischen Bestsellerautor Andrew Weil aus, der sich irrt oder bewusst lügt, wenn er 1999 sagt: „Diese Denkrichtung wird durch keine wissenschaftliche Untersuchung gestützt“. Denn die auch in englischer Sprache veröffentlichten Studien der zahlreichen russischen Wasserforscher durch Prilutzky und Bakhir mit 165 wissenschaftlichen Quellen- angaben waren schon zwei Jahre vor Weils Aussage auch in englischer Sprache erschienen. —> Russische Forschung. Auch die japanische und koreanische Forschung war in den USA schon seit 1990 bekannt. Auch über die deutsche Elektrolytwasser-Therapie von —> Alfons Natterer – seit 1938 als Arzneimittelspezialität in Deutschland registriert – war bereits ein englischsprachiger Artikel von Albert A. Riedel erschienen. Herr Weil hätte die Quellen nur mal lesen müssen. Man hört auch schon lange nichts mehr von ihm zu diesem Thema, doch werden seine Aussagen von 1999 immer noch gerne von Gegnern der Wasserionisierung zitiert.
  • Als weitere Autorität zitiert Roberts auf S. 14 „das Gesundheitsamt der Universität Columbia, USA“. Diese Angabe entbehrt nicht einer gewissen Dreistigkeit. Geht man nämlich der angegebenen Quelle (http://tinyurl.com/6x82j5 ) nach, stößt man keineswegs auf ein amtliches Statement, sondern den Blogbeitrag einer gewissen „Alice“ vom 9.6.2006, der auf Schulbuchniveau den allgemeinen Vorgang des Säure-/Basenausgleichs bei einem gesunden Menschen beschreibt und nicht im mindesten auf aktiviertes basisches Wasser oder eine chronische Übersäuerung eingeht.

Ohne auf andere wissenschaftliche Studien einzugehen, vergleicht Roberts basisches Aktivwasser mit dem Krebsrisiko durch Mobilfunk, zitiert aber zur Begründung keine Krebsstudien, sondern 3 Grundlagenstudien des veterinär-biochemischen Forscherteams um Prof. Toshi Watanabe. Der von Watanabe verwendete Wasserionisierer wurde schon zu Zeiten der Studien seit einigen Jahren nicht mehr hergestellt. Es handelte sich um ein Gerät der Firma Tokyo Seiden Co. Ltd., Typ Minekaru TBC-R 6103. Das damit erzeugte basische Aktivwasser hatte einen pH von 8,7 bei 20,1 mg/l Calcium, 8,6 mg Natrium, 2,1 mg Kalium und 4,4 mg Magnesium. Die sehr niedrige Mineralisierung im Vergleich zu den meisten mitteleuropäischen Leitungswässern ist typisch für japanisches Wasser.

Mit diesem Wasser wurden neugeborene Ratten „ad libitum“, also in der unkontrollierten Menge, die sie von sich aus tranken, getränkt. Ob es überhaupt sinnvoll ist, neugeborenen Ratten Wasser zu geben, anstatt sie vollständig von der Mutterratte säugen zu lassen, ist eine dabei überhaupt nicht thematisierte Frage.

Menschliche Mütter jedenfalls stillen ihre Babys in der Regel ohne Wasserzugabe. Anfangsstudie: Watanabe, T. ,u. a.: Influence of alkaline ionized water on rat erythrocyte hexokinase activity and myocardium, Journal of Toxicological Science, Mai 1997 22(2): 141-152. Hier wurden trächtige Ratten während der gesamten Tragezeit mit basischem Aktivwasser, wie oben beschrieben, getränkt. Parallel wurde eine Kontrollgruppe beobachtet, die Leitungswasser bekam.

Die neugeborenen Ratten bekamen ebenfalls Aktivwasser, die Kontrollgruppe Leitungswasser. Das Ergebnis, das Frau Roberts in ihrer Darstellung verschweigt: Die Aktivwassergruppe hatte im Alter von 3 bis 11 Wochen ein signifikant höheres Gewicht erlangt.

In der 15. Woche stieg bei männlichen Ratten der Aktivwassergruppe der Spiegel des Enzyms Hexokinase in den roten Blutkörperchen signifikant an, was auf eine erhöhte Stoffwechselaktivität hindeutet. Bei beiden Geschlechtern der Aktivwassergruppe zeigte sich gleichzeitig ein überhöhter Kaliumspiegel. Vor allem bei männlichen Mitgliedern dieser Gruppe wurden Herzmuskelschädigungen beobachtet. Zur Erklärung dieser Schäden diente die folgende, von Roberts ebenfalls unzureichend zitierte Studie:
Folgestudie: Watanabe, T. and Kishikawa, Y.: Degradation of myocardiac myosin and creatine kinase in rats given alkaline ionized water, Journal of Veterinary Medicine Science, Februar 1998, 60 (2): 245-250. Diese Studie führt die Herzmuskelschäden zurück auf einen Zuwachs der Enzymaktivität von Actomyosin ATPase und Myosin ATPase bei gleichzeitigem Rückgang der Aktivität von Kreatinkinase zurück.
Folgestudie: Watanabe, T. u. a.: Histopathological influence of alkaline ionized water on myocardial muscle of mother rats in Journal of Toxicological Science, Dezember 1998, 23 (5) S. 411-417.
Nach 15 Wochen Aktivwassergabe zeigten sich Schäden (Nekrosen) am Herzmuskel, die bei der Leitungswasser-Kontrollgruppe nicht auftraten. Das schnellere Wachstum konnte durch den höheren Gehalt der Muttermilch an Calcium, Natrium und Kalium erklärt werden und zwar in der von Roberts nicht zitierten Folgestudie, die 2 Jahre später erschien: Watanabe T, Kamata H, Fukuda Y, Murasugi E, Sato T, Uwatoko K, Pan IJ. ,Influences of alkaline ionized water on milk electrolyte concentrations in maternal rats,J Toxicol Sci. 2000 Dec;25(5):417-22

In wissenschaftlicher Hinsicht fanden die 4 Studien von Watanabe keinerlei Resonanz. Sie wurden in keiner anderen Arbeit aufgegriffen oder zitiert (außer in den eigenen Arbeiten Watanabes). Ansatzpunkt der Studien war Grundlagenforschung über den schon aus vielen früheren Forschungen bekannten Effekt der Wachstumsförderung von Zuchttieren wie Rindern, Schweinen und Geflügel durch Gabe von Aktivwasser, dessen biochemische Zusammenhänge am Rattenmodell erforscht werden sollten. Die als Nebeneffekt vorwiegend bei männlichen Ratten auftretenden Herzmuskelschädigungen oder eine Hyperkaliämie wurden weder vorher noch nachher bei größeren Tieren beobachtet, obwohl vor allem in den GUS-Staaten intensiv darüber geforscht wurde und die Tränkung mit basischem Aktivwasser häufig zur Wachstumsbeschleunigung in Zuchtbetrieben eingesetzt wird. Dass es bereits bei einem Kaliumanteil von 2,1 mg/l zu einer Hyperkaliämie bei neugeborenen Ratten kommen kann, ist immerhin bemerkenswert.
Im Leitungswasser der Kontrollgruppe waren es nur 1,7 mg/l. Eine Übertragbarkeit auf den Menschen ist kaum gegeben, da die gut abgesicherten Normen z.B. der deutschen Trinkwasserverordnung früher einen Grenzwert für Kalium von 12 mg/l angaben und heute sogar ganz auf einen Grenzwert verzichten. Die WHO sieht bei einem normalen Kaliumgehalt im Trinkwasser kein Gesundheitsrisiko für gesunde Erwachsene und gibt als Referenzwerte für die gesamte Kaliumaufnahme pro Tag einschließlich Nahrung 400 mg (Säugling) bis 5100 mg (stillende Mutter) an.
Zwei von der WHO angegebene Studien berichten von ähnlichen Problemen bei 11.000 mg Kaliumgesamtaufnahme und dem Todesfall eines 2-monatigen Säuglings, dem 1500 mg Kaliumchlorid in die Muttermilch gemischt wurden. (Vgl. Potassium in drinking-water, Background document for development of WHO Guidelines for Drinking-water Quality, 2009, WHO/HSE/WSH/09.01/7).

Freiwillig würde niemand ein so stark kaliumhaltiges Wasser trinken, da es ekelhaft bitter schmeckt und einen pH-Wert weit über der Trinkwasserverordnung (deutscher Grenzwert pH 9,5) hat. Eine Übertragbarkeit der Ergebnisse Watanabes auf Menschen ist daher nach dem Stand der Wissenschaft bei normalem
Trinkwasser, das ionisiert wird, auszuschließen.
Die WHO warnt in ihren Richtlinien aber vor kaliumbasierten Ionentauschern zur Wasserenthärtung, da diese für Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion, wozu auch zum Beispiel Kleinkinder zählen, zu einer Überversorgung führen könnten. Manche Länder raten daher nierenschwachen Personen überhaupt davon ab, derart behandeltes Wasser zu trinken. Ich rate generell von Wasserenthärtern für Trinkwasser ab, da sie das wertvolle —> Calcium entfernen. Tun Sie es nicht, oder nur für die Warmwasserleitung.
Übrigens: Das Mineralwasser „Überkinger Classic“ enthält 14 mg/l, „Apollinaris Classic“ sogar 30 mg/l, frisch gepresster Orangensaft 1550 mg/l Kalium. Wir sind bei diesen als sicher geltenden Nahrungsmitteln also himmelweit von den Werten der Watanabe-Babyratten-Studien entfernt, die bei maximal 2,1 mg/l Wasser lagen. Roberts „erhebliche Zweifel an der Harmlosigkeit und Sicherheit“ basischen Aktivwassers ist nichts anderes als unhaltbare Polemik.
„Unterbrochene Verdauung“. Basisches Wasser führe, meint Roberts (S. 16) und mit ihr viele andere wie Sang Whang, zu einer Gegenreaktion des Magens, um die erfolgte Säureverdünnung der Magensäuren auszugleichen. Dieser als „Säure-Rebound“ bekannte Gegenregulator-Effekt mit überschießender Steigerung der Säuresekretion aus den Belegzellen des Magens trifft aber nur auf Basenpulver wie Natron, Alka-Seltzer etc. zu. Aus diesem Grund soll man einen übersäuerten Magen nicht länger als 2 Wochen mit solchen Säurepuffern behandeln.

Gerade hatte uns Frau Roberts auf den Seiten davor noch erklärt, dass basisches Wasser nur gering gepuffert sei und die Magensäure gar nicht neutralisieren könne, nun behauptet sie das genaue Gegenteil, spricht von einem „gastritischen Ereignis“ und einem ständigen basischen Angriff
auf das Verdauungssystem, der die „Enzymproduktion unterbricht“ (S. 17) und damit „bedeutet das, dass das Trinken von basischem Wasser nach dem 40. Lebensjahr das Schlimmste ist, was Sie tun können.“
Da ihr die völlige Unhaltbarkeit dieser These sicherlich bewusst ist, formuliert sie den ganzen Vorwurf nur vorsichtig: „Wenn es so ist, dann…“
Experimentell untersucht wurde die Wirkung von basischem Aktivwasser auf den Magensaft durch V. Prilutsky und V. Bakhir. (Electrochemically activated water, Moskau 1997, S. 84,) an einer Säure-Enzymlösung (Acidin-Pepsin 5 %), die dem pH-Milieu und der Pufferung des Magens genau entspricht. Weder durch Leitungswasser noch durch basisches Aktivwasser (Mineralgehalt 200 mg/l – pH 10,2) konnte der pH-Wert der Lösung verändert werden, sondern er blieb konstant bei pH 2,4. Daraus lässt sich schließen, dass das Trinken von basischem Aktivwasser auch zu den Mahlzeiten völlig unproblematisch für den Verdauungsvorgang ist und die volle Wirkung der Verdauungsenzyme gewährleistet.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
Copyright 2016 www.euromultimedia.de

Thomas N.: Auf einer Gesundheitsmesse hat mir jemand gesagt, basisches Aktivwasser sei Schnee von Gestern. Die neueste Errungenschaft mit viel mehr Sauerstoff sei Pimag Wasser. Ich habe aber den Unterschied nicht verstanden. Was meinen Sie?

  • Nach den Herstellerpublikationen ist das eine Art Wasserwirbler, dessen Wirkung noch durch Permanentmagneten erhöht wird. Dadurch nimmt es vorübergehend etwas mehr Sauerstoff aus der Luft auf, aber auch mehr Kohlendioxid. Wenn derart verwirbeltes, magnetisch ausgerichtetes Wasser durch ein Mineralsalz geleitet wird, nimmt es einige dieser Mineralsalze auf. Denselben Effekt können Sie auch erreichen, wenn Sie ein Mineralpulver mit einem Rührfix oder einem Mixer ins Wasser wirbeln.
  • In der Elektrolysezelle eines Wasserionisiers wird Wasser durch stärkere elektromagnetische Kräfte verwirbelt und durch selektive Membranen gedrückt. Dabei werden, und das ist das Wichtige, die positiven von den negativen Ionen getrennt. Dadurch kommt es zu einer Anreicherung der basischen Mineralien in der Kationenkammer bei gleichzeitigem Entzug der sauren Anionen.
  • Zusätzlich entsteht ein Überschuss an OH-Ionen. Dadurch ergibt sich auch ein Überschuss an molekularem Sauerstoff. Man kann darüber streiten, ob der Überschuss an gasförmigem Sauerstoff im Pimag-Wasser durch das Verwirbeln mit Luft wertvoller ist als das Mehr an molekularem Sauerstoff. Ein Aquarienbesitzer wird vielleicht das Pimag Wasser bevorzugen. Aber wir haben keine Kiemen.
  • Wie viele Ionen im Wasser sind, hängt vom Ausgangswasser ab. Wenn das Ausgangswasser sehr mineralarm ist, nimmt es Calcium-Ionen aus der Filterpatrone auf, oder man kann zum Beispiel Korallencalcium zugeben. Mit dem basischen Funktionswasser aus der Elektrolysezelle kann man die Entsäuerungsvorgänge im Körper stark unterstützen, die Mineralien- und Wasseraufnahme fördern und durch die gespeicherte elektrische Energie freie Radikale reduzieren. All dies kann Pimag-Wasser nicht. Insofern sehe ich keine Innovation darin.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
Copyright 2016 www.euromultimedia.de

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von YouTube nachzuladen.
Inhalt laden

PHA+PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vd3d3LnlvdXR1YmUuY29tL2VtYmVkL2ZOUHljbk5TRHpzP3JlbD0wIiB3aWR0aD0iNTIwIiBoZWlnaHQ9IjI5MyIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj0iYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuIj48L2lmcmFtZT48L3A+

Kommentar von Erich Meidert (Mister Water) auf ein Kommentar was ich im Youtube-Video gemacht habe:

„Ja und was ist das mit der Elektrolyse von all den bis zu 2000 Schadstoffen , wo doch jeder weiß dass 50% aller deutschen Wässer stark belastet sind und ein Problem haben. Sorry aber der Käse mit dem basischen „Aktivwasser“ ist Stand Postkutsche. Du tust so als wäre alles super super toll in unserem Wasser und die Minifilterung in den Filtern dieser Ionisierer filtern das „Schlechte“ heraus und lassen das „Gute“ drinnen“. Märchenstunde.“

Antwort von Yasin Akgün am 28.Okt. 2016:

Lieber Erich,
nun kennen wir uns ja schon von früher. Also, Du solltest wissen, dass jede Umkehromose-Anlage mehrere Aktivkohle-Vorfilter hat. Diese werden als Grobfilter oft nicht in den Vordergrund gestellt. JEDOCH! Und das solltest Du als Experte schon mindestens einmal in jedem besseren Datenblatt eines Umkehrosmose-Membran-Filters nachlesen können: Umkehrosmose-Membranen sind nicht zulässig, um Chemikalien zu filtern!!! Sie dürfen nur Mineralsalze, also Mineralien, von mir aus aus Deiner Sicht, anorganische, nicht-bioverfügbare Mineralien filtern, aber Chemikalien darf Sie NICHT FILTERN! Sie ist, so wie oft in der Wasserbranche nur für einen typischen Inhaltsstoff im Wasser gemacht, nämlich in dem Fall für Mineralien.

Also filtert in jeder Umkehrosmose-Anlage der Aktivkohlevorfilter (die auch in ALLEN Wasserionisierern, oft doppelt verbaut sind), oft sind es mehrere in verschiedenen Feinheiten, die Chemikalien der Landwirtschaft, Chemie, Pharmaindustrie usw. Sie filtert nicht, Sie bindet! Das ist Fakt. Gerne kannste mir jetzt irgend ein spekulatives Geschwätz vom Sportlehrer (auf französisch Professeur) Vincent bringen, oder was auch immer.
Ist mir ja auch egal, was jeder nach der wirklichen Filtrierung der Chemikalien macht, wichtig ist nur das Wissen, man braucht keine Umkehrosmose-Membrane, um alle Schadstoffe zu filtern. Auch nicht für Schwermetalle, da es mindestens einen Hersteller gibt, der selektive Schwermetall-Ionenaustauscher in seinen Aktivkohle-Filtermedien verbaut hat, die sicher und zuverlässig Blei, Uran, Cadmium und Co. herausfiltert.
Falls jemand Kupfer-Leitungen hat, und was gegen Kupfer hat, dann kann er auf Umkehrosmose greifen. Oder bei manchen anderen sehr speziellen Stoffen, die selten im Leitungswasser vorkommen können, wie PFT (perfluorierte Tenside) , dann OK, dann braucht man eine Umkehrosmose-Anlage. Aber sonst eher nicht.
Und Nitrat, wenn wir schon dabei sind, Nitrat ist nicht indem Sinn ein Schadstoff, sondern ein Indikator dafür, dass landwirtschaftliche Gifte wie Pestizide und Insektizide im Wasser zu erwarten sind. Je höher der Nitrat-Gehalt, desto höher sind diese zu erwarten..

Deshalb, was ist Dein problem mit den Wasserionisierern. Die machen fast das selber, wie die Umkehrosmose-Anlagen, nämlich Wasser vor Chemikalien befreien, und dann in unserem Fall anstelle alle Mineralien heraus trennen, nur einen teil der sauren Mineralien heraustrennen.
Das wichtigste ist aber, dass es das Wasser mit Wasserstoff anreichert, und zwar viel mehr, wie irgendwelche Wasserstoff-Ionisierer. Nur unser Wasserstoff Booster ist eine Ausnahme. Warum, verrate ich Dir nicht..
Wollen wir hier öffentlich weiter machen?
Yasin

Link zum Artikel

Frage zu einem Artikel von „Dr. Sircus“ gegen das basische Wasserstoff Wasser

Hallo Herr Asenbaum,

die aktuell empfohlenen Geräte schaffen 1.5 mg/L Wasserstoff Ionen.

Laut Dr. Sircus sind es diese H-Ionen, die für die Heilungserfolge verantwortlich sind, nicht das basische Wasser:

http://drsircus.com/medicine/increasing-the-lifespan-of-cells-with-megahydrate/

Für die Zukunft sollte man also auf diesen Wert grössten Wert legen und vor allem Messen, wie stabil diese Kenngrösse nach längerem Gebrauch bleibt. Sie soll mit dem Verschmutzen der Platten drastisch sinken. Der Augenmerk für die Entwicklung der Zukunftsgeräte liegt also in einem möglichst hohen H-Konzentration und der Dauerhaftigkeit von sauberen Platten.

Vielleicht sagen ich Ihnen ja gar nichts Neues mehr. Wenn doch….freut es mich. Vielleicht kennen Sie schon Geräte, die darauf spezialisiert sind? Viele Grüsse vom Bodensee

Ralph W.

Antwort von Karl Heinz Asenbaum Über den Beitrag von Dr. Sircus

Hallo Herr V.,

Herr Dr. Sircus wirkt nicht gerade kompetent und seriös, wenn er so etwas schreibt. Er hat ohnehin das meiste auf seiner Website irgendwo schlecht abgekupfert. Es geht nicht um Ionen, es geht um H2, das bei der Elektrolyse im basischen Wasser gelöst wird. Dieses H2, das man vor 2008 noch als negatives Redoxpotential bezeichnete, hat stark reduzierende, also antioxidative Fähigkeiten. Deswegen wirkt es bei allen Krankheiten, die mit oxidativer Belastung zu tun haben. Das sind sehr viele. Dennoch gibt es auch viele Krankheiten, die mit Übersäuerung zu tun haben.

Die heute von amerikanischen Marktschreiern propagierten Zukunftsgeräte haben große Mühe, jemals 1,2 mg/l molekularen Wasserstoff zu erreichen.

Ich teste beinahe jeden Tag ein solches neues Gerät. Schon ab 0,8 mg/l spricht man von einem therapeutischen Gehalt. Deswegen sind die Hydrogen-Rich-Water Geräte, die genau das erreichen, auch ziemlich populär. Die besten heutigen Wasserionisierer schaffen aber 1,6 bis 2,9 mg/l Und liefern zusätzlich noch Basen, was nicht nur für die meisten auch gut ist, sondern das Wasser auch wohlschmeckender macht. Weil wenn das Wasser nicht schmeckt, kann es noch so gesund sein: die Leute werden es nicht trinken. Wenn Sie über 400 weitere Antwortseiten verkraften,
laden sie sich mein Buch herunter.

www.aquacentrum.de/downloadlink-e-book-elektroaktiviertes-wasser-von-karl-heinz-asenbaum

Und wenn Sie dann noch Fragen haben, fragen Sie bitte mich und nicht an einen Copy + Paste falsch Zirkus.

Link zum Artikel

Kann basisches Wasser die Magensäure neutralisieren? Und wenn nicht, warum kann es saure Cola neutralisieren?

Guten Tag,
ich bin bei meiner Recherche über ionisiertes Wasser auf ein für mich nicht erklärbaren Punkt gestolpert.
In einem Video erklärt Hr. Asenbaum dass die Pufferung von ionisiertem Wasser nicht so stark ist wie die Magensäure und somit auch zum Essen getrunken werden kann. Die Säure im Magen wird nur geringfügig verändert (siehe Video).

Andererseits wird hier die tolle Pufferung von ionisiertem Wasser dargestellt, dass das Wasser doch so gut puffert ist, dass es die extrem saure Cola neutralisieren kann. Im Umkehrschluss würde das heißen dass es doch im Magen die Säure neutralisieren würde. Die beiden Aussagen hören sich Widersprüchlich an. Können Sie mir hier bitte eine Info geben wo ein eventueller Gedankenfehler vorliegt…

Vielen Dank schon mal
Werner H.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von YouTube nachzuladen.
Inhalt laden

PHA+PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vd3d3LnlvdXR1YmUuY29tL2VtYmVkL09ZMEFvUWhOaFZBP3JlbD0wIiB3aWR0aD0iNTIwIiBoZWlnaHQ9IjI5MyIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj0iYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuIj48L2lmcmFtZT48L3A+

Video: Basisches Wasser als Magensäure-Killer?

Antwort von Karl Heinz Asenbaum | Basisches Wasser ist schwach gepuffert

Hallo Herr H.,

man kann doch wirklich nicht sagen, dass ionisiertes Wasser „toll gepuffert“ ist, wenn man 16 Gläser braucht, um 1 Glas Cola zu neutralisieren! Was ich in dem Versuch zeige, ist doch nur, dass das ionisierte Wasser doppelt so stark gepuffert ist wie Leitungswasser. Mit Leitungswasser braucht man nämlich 32 Gläser.

Auch eine Cola ist im Vergleich zum Magensaft übrigens nur sehr schwach gepuffert.

Mit freundlichen Grüßen
Karl Heinz Asenbaum

Link zum Artikel

Das FAQ Interview-Video über basisches AktivWasser mit Karl Heinz Asenbaum beschäftigt sich auch mit den teilweise sehr spekulativen Gegenstimmen gegen basisches Aktivwasser.

Es erklärt die allerwichtigsten Fragen und Antworten, die noch Zweifel aufwerfen, wie z.B. das Thema mit basischem Wasser und Magensäure.

FAQ-Video | Basisches AktivWasser | Magensäure u.v.m.

https://youtube.com/watch?v=cgHPGdI_YXc
 

Um den gesamten Vortrag, anzuschauen, der dem Interview voraus ging, füllen Sie bitte das Webformular aus. 

Auf dieser Webseite können Sie eine neue Frage einreichen. Bitte vorher unsere komplette FAQ-Datenbank durchsuchen:

, , , , , , ,

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe.

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.
  • Nur First-Party-Cookies zulassen:
    Nur Cookies von dieser Webseite.
  • Keine Cookies zulassen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, es sei denn, es handelt sich um technisch notwendige Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: AGB. AGB

Zurück