AQUACENTRUM

Wasserstoff-Messung

Wasserstoff-Messung

Eine Wasserstoffmessung zeigt Parts per Million (ppm) bzw. Parts per Billion (ppb) molekularen Wasserstoff (H2 ), der als Gas in Wasser gelöst ist. Diese Messung war früher ein Job für wenige Spezialisten mit speziellen Laborgeräten.

DH-35 A Wasserstoffmessgerä

Oben: Polarographisches DH Messgerät („dissolved“ hydrogen) von TOA-DKK, das auch zur Erforschung von elektrolysiertem Wasser zertifiziert ist.

Nach dem Beginn des „Hydrogen-rich-water“ – Booms im Jahr 2010 ergab sich ein Bedarf für weniger komplizierte und preisgünstigere Methoden der Wasserstoffmessung.

Im Jahr 2012 stellte die MIZ – Company (Japan), ein Entwickler neuer Elektrolysetechniken für wasserstoffreiches Wasser, ihr MIZ-Reagent vor. „A convenient method for determining the concentration of hydrogen in water: with the use of methylene blue with colloidal platinum“ (Seo et al. Medical Gas Research 2012, 2:1). Das in Tropfenform angebotene Mittel auf der Basis von Methylenblau und Platin soll sich beim Vorhandensein von gelöstem Wasserstoff zum farblosen Leukomethylen entfärben. Man könne damit den Wasserstoffgehalt genau bestimmen: 1 entfärbter Tropfen in einem 6 ml Becher mit Wasser bedeute 100 ppb (0,1 ppm) gelösten Wasserstoff im Wasser.

Jeder Forscher auf der Welt wäre sehr froh, wenn sie mit jeder Art von Wasser funktionieren würden. Aber je mehr Hydroxid-Ionen es enthält, desto unzuverlässiger wird die Messung.

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Ein Kontrollversuch des renommierten Herstellers von Wasserionisierern Nihon Trim zeigte das. Basisches Aktivwasser pH 9 wurde mit einem polarographischen Laborgerät getestet und hatte 604 ppb gelösten Wasserstoff. Die Tropfen ergaben aber nur 300 ppb.

Nihon Trim schrieb in der Videobeschreibung: „Diese Reagenztropfen sind maßgeschneidert für die von MIZ hergestellten Geräte für Wasserstoffwasser.“

Der Kontrollversuch von Nihon Trim wurde 2014 publiziert.Auch eine aus den USA kommende Organisation vertreibt inzwischen ein auf demselben Konzept basierendes Tropfenset unter dem Namen „H2 blue™ test kit“.

Ich habe mehrere Entwicklungsstadien dieser Tropfen verfolgt und mit einer elektronischen Wasserstoffmessung und einer Titration mit Jod verglichen. Die Ergebnisse unterschieden sich abhängig von der Art der Wasserstofferzeugung zum Teil ganz erheblich von denen einer elektronischen Messung oder Berechnung über das Redoxpotential.Auffällig war, dass sich das Methylenblau zu Azurblau verfärbte, wenn das wasserstoffreiche Wasser mit einem Diaphragma Wasserionisierer gewonnen wurde. Bei einem PEM/SPE Wasserstoffgenerator, der das Wasser nicht basischer werden lässt, passiert das aber nicht.

Einige chemische Publikationen sprechen von einem Zerfall des Methylenblaus unter dem Einfluss von Hydroxid-Ionen, die ja in basischem Aktivwasser im Überschuss vorhanden sind. (siehe z.B. Adamcikova, K. Pavlikova and P. Sevcik: The decay of methylene blue in alkaline solution. React.Kinet.Catal. Lett. Vol. 69, No 2,91-94 (2000).

Bei den Anfang 2016 getesteten Mustern entstand aber kein Azublau, wenn es sich um eine leichte Lauge mit demselben pH-Wert (9,5) wie basisches Aktivwasser handelte. Ebensowenig war das bei der Erzeugung von Katholyt der Fall.

Inzwischen wurden nach langen Diskussionen mit dem Hersteller und der Molecular Hydrogen Foundation die Tropfen besser gegen den Verfall durch Hydroxid-Ionen gepuffert und funktionieren seit Mitte 2016 problemlos auch bei basischem Aktivwasser. Kontrollmessungen zeigten, dass auch die von Nihon Trim kritisierten japanischen MIZ-Reagent Tropfen inzwischen korrekte Werte liefern. Nach meiner Überzeugung können nun beide Fabrikate verwendet werden, wobei das amerikanische Fabrikat deutlich preisgünstiger ist.Wasserstoff-Messung-3

Es ist übrigens aus der wissenschaftlichen Literatur keineswegs klar, bei welchem Wert von gelöstem Wasserstoff es sich um ein „Therapeutisches Niveau“ handelt.

Der Vordenker der US- Wasserstoffwasserbewegung Tyler Le Baron schrieb mir dazu: „Es gibt wirklich noch nicht genügend Studien zu dieser Frage. Es hängt von der einzelnen Person und der Krankheit ab, und davon, wieviel man trinkt, zum Beispiel 1 Liter mit 1000 ppb oder 5 Liter mit 500 ppb. In manchen Fällen können 80 ppb genug sein, andere dagegen brauchen mehr. Die Standards, die Shigeo Ohta in Japan entwickelt hat, gehen davon aus, dass es mindestens 800 ppb sein sollten. Ich selbst meine, es sollten wenigstens 500 ppb sein.Das erfordert aber auch, eine höhere Wassermenge zu trinken.“

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“, www.euromultimedia.de

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