AQUACENTRUM

Katholyt

Katholyt

Jürgen F.: Was ist der Unterschied zwischen Katholyt und basischem Aktivwasser?

Katholyt ist ein basisches Aktivwasser, das durch Elektrolyse hergestellt wird. Überwiegend wird die Bezeichnung Katholyt verwendet, wenn dem Speisewasser definierte Mineralmengen, in der Regel Kochsalz (NaCl), zugeführt wurden, um nach der Elektrolyse besonders antioxidatives Aktivwasser zu erzeugen. Das Pendent auf der sauren Seite ist —>Anolyt. Durch bestimmte Rückmischverfahren oder Zellkonstruktionen lässt sich auch hochantioxidatives Aktivwasser erzeugen, das nicht oder zumindest nicht stark basisch ist. Man spricht dann von „Katholyt neutral“. Da sich Katholyt aus entionisiertem Wasser mit einer Zumischung definierter Kochsalzmengen am einfachsten standardisieren lässt, wurde es – vor allem im russischen Sprachraum – bei vielen wissenschaftlichen Studien eingesetzt.

Dies galt vor allem bei Forschungen mit Versuchstieren im Labor, die sich nicht „wehren“ können. Katholyt auf der Basis Wasser von purem Wasser und Salz schmeckt für Menschen aufgrund des hohen Natriumgehalts aber nicht angenehm, da es vor allem bei stärkerer Dosierung des NaCl den typischen Natrongeschmack bekommt, der es als Trinkwasser ausschließt.

Das führte dazu, dass einige Forscher bei Studien am Menschen einfach normales – mineralhaltiges – Trinkwasser mit Kochsalz versetzt haben und auch dies als Katholyt bezeichnen. Praktisch nie wurde dabei aber dokumentiert, wie viele und welche Art von Mineralien in dem verwendeten Trinkwasser vorhanden sind. Dies führt im Ergebnis zu einem hohen Unsicherheitsfaktor hinsichtlich der Übertragbarkeit der Forschungsergebnisse, wenn man mit derselben Salzdosierung mit Trinkwasser anderer Herkunft und Zusammensetzung Katholyt herstellt.

Umgekehrt ist die Situation bei Studien aus Japan und Korea. Dabei wird zwar vielfach „reines“ Katholyt (aus entionisiertem Wasser und Kochsalz) verwendet, man spricht aber zum Beispiel von „alkaline ionized“ oder „alkaline reduced“ water, ohne den Begriff Katholyt zu verwenden.

Leider bin ich offensichtlich der erste, der dieses Vorgehen und die damit verbundene Begriffsverwirrung seit Jahren heftig kritisiert. In der Übersicht auf S. 7/8 des ersten Teils dieses Buches habe ich versucht, eine Schneise durch diesen Begriffsdschungel zu schlagen.

Denn diese ungeklärten Begriffe halte ich für den Hauptgrund, warum sich trotz der inzwischen großen Verbreitung von Wasserionisierern weite Teile der ernsthaften Wissenschaft dem Thema „elektroaktiviertes Wasser“ verweigert haben oder mit pauschaler Kritik antworten, die sich auf Wassersorten bezieht, die als Trinkwasser überhaupt nicht gedacht oder geeignet sind. Künftige Forschungen müssen hier von klaren chemisch-analytischen Unterscheidungen ausgehen.

Manchmal wird sogar völlig kochsalzfreies Trinkwasser, das mit einem Wasserionisierer basisch aufbereitet wurde, als Katholyt bezeichnet. Ich kann Ihnen also nur den Tipp geben, immer genau hinzusehen oder nachzufragen, was derjenige, der von Katholyt spricht, für eine chemische Wasserzusammensetzung meint, und ob er sie überhaupt angibt. Dasselbe gilt natürlich auch für —>Anolyt, also das saure Aktivwasser, das aus der Diaphragma-Elektrolysezelle kommt.

Leider ist es so, dass viele Hersteller von Wasserionisierern auf Studien verweisen, die mit reinem Katholyt/Anolyt durchgeführt wurden, das mit einem gewöhnlichen Wasserionisierer für Leitungswasser gar nicht hergestellt werden kann.

Da Katholyt ja basisch ist, denken viele vielleicht darüber nach, um man es auch als basisches Badewasser verwenden kann. Die russischen Autoren Prilutsky und Bakhir warnen aber (a.a.O. S.124) vor zu langen Bädern und schreiben:

Katholyt-Vollbäder wirken tonisierend, kräftigend und erholsam auf den Körper. Nach den Forschungen von Espero sollten Heilbäder in Katholyt auf maximal 7 Minuten begrenzt werden. In einer Badewanne kommt etwa zwei Drittel der Hautoberfläche mit dem Elektronenangebot des Badewassers in Kontakt.. Es kommt durch die Haut zur Übertragung von negativen Redoxpotentialen ins Blut. Etwa 1/3 des Zirkuliernden Blutes profitiert von dieser transkutanten Behadlungsmethode und kann den antioxidativen Effekt damit rechnerisch auf 4 % der internen Gesamtflüssigkeit übertragen. Die Badtemperatur sollte nicht unter 33 Grad Celsius sein. Eine Badeserie umfasst 10 Bäder im Abstand von 2-3 Tagen. Bei Nichtbeachtung der Anwendungsvorschriften kann es zu einer Gesundheitsverschlechterung und Herzfunktionsstörungen kommen.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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