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Ist destilliertes Wasser trinken gesund?

Hallo Herr Asenbaum,

Ich habe Ihr Video, die Revolution des Wassertrinkens gesehen, dazu habe ich zwei wichtige Fragen.

Dr. Walker der schließlich 116 Jahre alt wurde, hat Zeit seines Lebens destilliertes  Wasser getrunken und rät auch in seinen Büchern dazu.

Sie sprechen aber davon als sei es nicht Überlegt solches Wasser zu trinken, können Sie mir das etwas genauer erläutern?

Kann man in diesen Wasserstoff-Booster auch destilliertes Wasser zur Zubereitung geben, mir ist des deshalb wichtig, da unser Trinkwasser erhebliche Mängel aufweist und ich es so sauber wie nur irgendwie Möglich trinken möchte.

Ich bin sehr dankbar um jede ehrliche Meinung!

Mit besten Dank

Robert P.

Antwort von Karl Heinz Asenbaum

Lieber Herr Plank,

ich wende mich unerbittlich dagegen, destilliertes  bzw. Umkehrosmoswasser „unverdickt“, also ohne Nachmineralisierung zu trinken, weil lebenswichtige natürliche Mineralien dann nicht mehr vorhanden sind. Auf www.montes.at können Sie eine Bioverfügbarkeitsstudie der Universität Wien sehen, die zeigt, dass die lebenswichtigen Mineralien Calcium und Magnesium in einem mineralreichen Wasser mit 92 % eine weitaus höhere Bioverfügbarkeit haben als andere mineralreiche Lebensmittel, sogar mehr als Kuhmilch!

Der von Ihnen angeführte, sehr alt gewordene Dr. Walker hat zwar viele Jahre lang destilliertes Wasser getrunken, aber nicht ausschließlich! Einen großen Teil seines Wasserbedarfs führte er sich durch das Trinken von Fruchtsäften zu, welche die fehlenden Mineralien des destillierten Wassers locker ausgleichen konnten. 1 Liter Orangensaft enthält z.B. 2000 mg Kalium, 110 mg Calcium und 110 mg Magnesium, die, da als Ionen in einer wässrigen Lösung gelöst, ebenfalls sehr gut bioverfügbar sind. Wenn Sie also destilliertes Wasser zur Verdünnung von Fruchtsäften verwenden wollen, spricht nichts dagegen. Die Industrie verwendet auch ein ähnliches Wasser (RO-Wasser), um aus Fruchtsaftkonzentraten Fruchtsaft herzustellen. Fruchtsäfte tragen allerdings Risiken aufgrund Ihrer starken Säuren (Übersäuerung) und ihres Fruchtzuckergehalts (Diabetes), sodass es für Dr. Walker sicher schon gut war, dazu viel destilliertes Wasser zu trinken. Allerdings schätze ich, er wäre noch älter geworden, wenn er statt des leicht sauren destillierten Wassers ein leicht basisches Wasser getrunken hätte.

Der Hintergrund Ihrer Frage ist aber: Sie haben Angst vor Ihrem Leitungswasser, weil es Ihrer Meinung nach Schadstoffe aufweist, deren Entfernung Sie normalen, mineralunschädlichen Wasserfiltern nicht zutrauen. Das mag in Europa in seltenen Fällen durchaus sinnvoll sein. Nach meiner Überzeugung ist in diesen Fällen aber eine Umekehrosmoseanlage völlig ausreichend, denn Destillieranlagen haben aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs einen äußerst problematischen ökologischen Fußabdruck und bringen auch nur einen verhältnismäßig absolut unerheblichen Gewinn gegenüber Umkehrosmoseanlagen. Um es pointiert auszudrücken: Warum sollte man aus Wasser Wasserschnapps machen? Wasser ist keine Droge, sondern ein Lösungsmittel, das wir brauchen.

Falls Ihr Wasser tatsächlich nicht durch professionelle Wasserfilter mit Aktivkohle-Granultat, Aktivkohelblockfilter, Keramikfiltern, Hohlfasermembran, KDF, Aqualen etc. wirklich sauber werden sollte, bin ich durchaus bereit, mich in diesem seltenen Fall auch dazu überreden zu lassen, eine Umkehrosmoseanlage einzusetzen, etwa wenn Uran, Caesium oder sonstige gefährliche Schwermetalle im Übermaß vorhanden sein sollten. In der Nähe von Tschernobyl würde ich wirklich kein Wasser aus der Leitung konsumieren!, sondern ein vernünftiges Umkehrosmosegerät einsätzen wie dieses:https://www.aquacentrum.de/shop/osmoveda-umkehrosmose-heisswasser-kein-wasseranschluss/ . Warum ist dieses so empfehlenswert? Weil es durch seine Heißwasserfunktionen unmittelbar ermöglicht, mineralreiche Getränke wie Tee, Kaffee oder Suppenbrühe mit absolut suaberem Wasser herzustellen.

Aber Destillation ist echt ein überflüssiger Aufwand. Das ist so, als würden Sie nicht nur ihre Weißwäsche, sondern Ihre gesamte Wäsche beim Waschen bleichen wollen.

Zurück zu Dr. Walker, der behauptet, er hätte sein Leben lang nur destilliertes Wasser getrunken. Der Mann lügt einfach. Und diejenigen, die sich auf seine Aussagen berufen auch. Er hat viele Säfte getrunken, die äußerst mineralreich sind. Und wir selbst nehmen einen Großteil unseres Wasserbedarfs durch das Essen wasserreicher Nahrung zu uns. Also schadet uns natürlich destilliertes oder Umkehr-Osmosewasser nicht kurzfristig, wie dies in Tierversuchen durchaus gezeigt werden konnte.

Wenn wir aber langfristig denken, schadet es schon. Denn wenn wir Mineralien nicht aus unserem Wasser bekommen, müssen wir sie essen. Je mineralienärmer unserer Nahrung ist, oder es durch Überzüchtung geworden ist, desto mehr müssen wir essen. Denn manche Mineralien sind essentiell, also unverzichtbar.Calcium, Kalium, Magnesium,  Natrium, Chlor, Phosphor, Schwefel könnten wir aus natürlichem Wasser in ionischer und damit leicht bioverfügbarer Form in hohem Grad schöpfen. In destilliertem oder Umkehrosmosewasser finden wir sie nicht.

Auch einige essentielle Spurenelemente wie Kobalt  Eisen, Iod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Silicium, Zink finden wir in natürlichem Wasser

Was wir aber außerhalb von Wasser tatsächlich essen müssen, sind essentiellen Aminosäuren, weil sie sich nicht im Trinkwasser finden. (Isoleucin, Lysin,Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan,Valin, Arginin (für Kinder essentiell), Histidin (für Kinder esentiell). Und dasselbe gilt für die essentiellen Fettsäuren Linolsäure und Linolensäure.

Fazit: Wenn wir destilliertes Wasser trinken, müssen wir in jedem Fall mehr essen als wenn wir mineralreiches Wasser trinken. Das Risiko von „Mehr Essen“ ist weithin als Übergewicht bekannt.

Mit freundlichen Grüßen / with kind regards
Karl Heinz Asenbaum
Tel. +49 152 345 567 94
Aquacentrum - Wasserionisierer und Wasserfilter
 
 
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