AQUACENTRUM

Ist die hexagonale Struktur von Wasser messbar bzw. mikroskopisch belegbar?

  1. Ist die hexagonale Struktur von Wasser aus einem Wasseronisierer messbar bzw. mikroskopisch belegbar?

  2. Wenn Wasser eine hexagonale Struktur aufweist, bedeutet das dann stets auch, dass dieses wasser auch „informiert“ ist ? Oder kann es sein, dass man ein Hexawasser hat, welches NUR diese hexagonale Struktur aufweist aber NICHT „informiert“ ist.

  3. Kann man Wasser mit einer hexagonalen struktur auch NEGATIV also mit „bösen“ informationen behaften/informieren oder ist die hexagonale Struktur nur für die GUTEN/POSITIVEN informationen „reserviert“ ?

Karl Heinz Asenbaum | Messbarkeit von hexagonales Wasser, Struktur, Informationen, EZ-Wasser nach Gerald Pollack

Zu 1.

Die gute Nachricht für alle Esoteriker zuerst: Sowohl mikroskopisch als auch mithilfe von Magnetresonanzuntersuchungen kann man hexagonale, also sechseckige Wassermolekül-Cluster in Wasser aus einem Wasserionisierer nachweisen. (Siehe hierzu die Studien unten in diesem Beitrag.)

Die beiden schlechten Nachrichten: Diese sind nur Abbildungen eines Augenblicks und sie stellen nie das gesamte Wasser dar. Ersteres liegt daran, dass selbst tief gefrorenes Wasser neben den typischen hexagonalen Eiskristallen auch noch größere und kleinere Cluster besitzt, die in ständiger Veränderung begriffen sind.

Letzteres wird in dem Buch von Gerald Pollack „Wasser – Viel mehr als H2O“ anhand vieler Untersuchungen gezeigt. Pollack unterscheidet im Bereich von flüssigem, also nicht gefrorenem Wasser zwischen „Bulk“-Wasser (also der Hauptmenge einer Wasserprobe) und EZ-Wasser (Exklusionszonen-Wasser), bei dem er eine hexagonale Struktur nachgewiesen hat, die sich in manchen Punkten von der von Eiskristallen unterscheidet.

Aus dieser EZ-Struktur wird alles, was nicht reines Wasser (H2O) ist, nach unten ins Bulk-Wasser ausgesondert – dies sind vor allem Ionen – um eine reine, dünne, dem Eis ähnliche kristalline Hexagonalstruktur zu bilden. Dieses EZ-Wasser bezieht sich auf sehr dünne Grenzflächen zu hydrophilen (Wasser nicht abstoßenden) Stoffen.

EZ Wasser ist also ein Rand-Phänomen, wie an unserem Körper die Haut. Es handelt sich um ein Interface-Phänomen von Wasser, das ich gerne mit folgendem Beispiel illustriere:

Normalerweise hat Wasser eine Oberfläche, die es zur Atmosphäre abgrenzt. Die Atmosphäre nimmt Wasser auf, ist also hydrophil. Wenn ich nun Wasser abstoßendes (hydrophobes) Öl auf die Wasseroberfläche gieße, bilden sich an dieser Stelle keine hexagonalen EZ-Zonen. Innerhalb von natürlichem Wasser gibt es aber weitere EZ-Zonen. Denn natürliches Wasser ist auch ein Lösungsmittel für hydrophile Substanzen, wie zum Beispiel die Kationen von Mineralien wie Natrium, Calcium, Magnesium, etc.

Um diese Kationen herum bilden sich ebenfalls hexagonal strukturierte Zonen, mit denen das Wasser sich sozusagen von den gelösten Stoffen abgrenzt. Je nach Menge der gelösten Mineralien gibt es also auch an diesen inneren Grenzlinien hexagonale Strukturen:

Im toten Meer sind davon aufgrund des höheren Salzgehalts deutlich mehr vorhanden als im mineralarmen Volvic Wasser.

Grundsätzlich, und die Hauptmasse (Bulk) des flüssigen Wassers betreffend, folgt die Bildung von Wasserclustern neben den Einflüssen von Schwerkraft und Bewegungsdynamik aber einer sehr einfachen Regel:

Je wärmer das Wasser ist, desto größer wird die durchschnittliche Clustergröße, bis sich alle Cluster über dem Siedepunkt auflösen. Aus Wasserdampf destilliertes Wasser enthält nichts anderes als Wassermoleküle. Ob diese hexagonal, kleiner oder größer strukturiert sind, hängt in erster Linie von der Temperatur ab. Grundsätzlich ist es aber immer ein Gemisch von Strukturen. Je heißer das Wasser aber ist, desto weniger hexagonale Strukturen gibt es darin.

Zu 2:

Sobald wir von Struktur sprechen, beinhaltet dies auch die Möglichkeit einer Informationsspeicherung, von der beim Wasser unter dem Schlagwort „Wassergedächtnis“ gesprochen wird. Dies gilt insbesondere, wenn sich diese Struktur stabil halten lässt, was der Fall ist, wenn flüssiges Wasser sich zu Eis umformt.

Auch Eis sondert gelöste Fremdstoffe wie Ionen während des Gefriervorgangs nach unten in das noch nicht gefrorene Wasser aus, das dadurch mineralreicher wird. Aufgetautes Eis enthält nur noch Spuren von Salzen.

Alle wissenschaftlichen Versuche zum Nachweis einer Informationsspeicherung in Wasser beziehen sich daher auf sehr kaltes Wasser. Dies macht den Glauben, man könne durch das Trinken von „informiertem“ Wasser nützliche oder schädliche Gesundheitseffekte erzielen, zu einem esoterischen Dogma.

Denn alles Wasser, was wir trinken, wird vom Körper auf ca. 37 Grad C erwärmt, bevor es vom Kreislauf aufgenommen werden kann. Selbst wenn wir Eis lutschen, kommt dessen hexagonale Struktur und etwa gespeicherte Informationen nicht ins Blut, weil insbesondere die kleineren Cluster bei dieser Temperatur fast vollständig verschwunden sind.

Hinzu kommt noch ein weiteres Argument:

Schon wenn wir die Lippen an das Trinkglas setzen und die Oberfläche des Wassers damit berühren, verschwinden die EZ-Zonen dort. Denn die Lippen sind hydrophob, also Wasser abstoßend. Alle Zellen unseres Körpers sind von einer wasserabstoßenden Lipid- (Fett-) schicht umhüllt.

Hexagonales Wasser hat also auch aus diesem Grund keine Möglichkeit, durch etwa gespeicherte Informationen dem Körper zu schaden oder zu nutzen. Keine unserer Körperzellen besitzt die Möglichkeit, strukturiertes, geclustertes oder „informiertes“ Wasser aufzunehmen.

Wenn die Zellen Wasser benötigen, machen sie einen Schalter auf, an dem sich die Wassermoleklüle nicht als „Reisegruppe“, sondern nur einzeln anstellen dürfen, um Einlass zu finden. Diesen Schalter nennt man Aquaporine. Sie lassen nur unstrukturiertes Wasser molekül für Molekül in die Zelle.

Die Frage, ob es hexagonales Wasser ohne Information gibt, kann man ganz trivial mit nein beantworten. Denn ein Hexagon beinhaltet eine andere Information als ein Oktogon oder Dodekaeder.

Wasser hat bei jeder Temperatur und entsprechend den gelösten Stoffen seine jeweils eigene Mathematik und Physik. Letztlich entscheiden genau diese beiden Faktoren auch darüber, ob ein Wasser gesundheitsfördernd wirkt oder schadet.

Zu 3: Ob selbst Wasser „gut oder böse“ sein kann, wenn es hexagonal ist?

Meine Antwort als Wissenschaftler kann nur lauten: Das ist eine reine Glaubenssache.

Wenn Wasser überhaupt mit einer moralischen Kategorie beurteilt werden soll – wie dies der 2014 verstorbene japanische Fotokünstler Masaru Emoto getan hat – sollten Sie besser einen Priester darüber befragen.

Etwa den Pfarrer Jürgen Fliege, der mit Emoto ein Glaubensbuch über „Die Heilkraft des Wassers“ verfasst hat.

Emoto selbst hat diese Art von Heilkraft, die aus Belobigung und Tadel für Wasser bestand, jedenfalls bei seinem Diabetes Typ II nicht geholfen. Das wusste er auch, als er laut Wikipedia schließlich sagte:

“Therefore, the photograph of crystals is neither science nor religion. I hope it is enjoyed as a new type of art.”

Leider kann man auch Fotos nicht trinken.

https://youtube.com/watch?v=dW-k5Ib846I

Vortrag Masaru Emoto über hexagoanle Strukturen im Wasser

Downloads Studien | Wassercluster, Hexagonales Wasser, Wasserstoffbrückenbindungen, Wasserstruktur, Molekülstrukturen Wasser

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