AQUACENTRUM

Bioverfügbarkeit

Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen bzw. Mineralien

In einigen Definitionen findet man Wasser auf die Summenformel H2O reduziert. So einfach ist es jedoch nicht, denn Wasser kommt in der Natur so nicht vor.

 

Grundsätzliches zu demineralisiertem Wasser

Im Folgenden einige elementare Dinge zu demineralisiertem Wasser, wie es von Destillationsapparaten und durch Umkehrosmosefiltersysteme erzeugt wird:

Wasser verfügt als Lösungsmittel und Informationsträger über hervorragende Lösungseigenschaften und nimmt auf seinem Weg in der Natur u.a. Mineralstoffe auf. Lediglich auf diese Weise werden anorganische Mineralien zu Pflanzen transportiert (Bäume, Gemüse, Obst etc.).

Dieser grundlegende Vorgang besteht seit Anbeginn der Erde und des natürlichen Kreislaufs. Einzeller und Mehrzeller wurden als erste Lebewesen ausschließlich über das Wasser mit Mineralstoffen versorgt. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Lediglich die Mineralstoffmengen haben sich aufgrund veränderter, größerer Lebewesen erhöht. Da diese Menge nicht mehr alleine über das Wasser gedeckt werden konnte, mussten Mineralstoffe über „essbare Mineralstofflager“ – Pflanzen, Lebewesen – zusätzlich aufgenommen werden.

Seit Abermillionen von Jahren können Organismen jeder Art anorganische Mineralstoffe, die im Wasser gelöst sind, aufnehmen und verstoffwechseln. Bei jeder anderen Theorie wäre die Entwicklung von Lebewesen, des Menschen, undenkbar. Weshalb sollte es sich beim Menschen anders verhalten?

Mineralien sind immer anorganisch

Sollten anorganische Mineralstoffe tatsächlich nicht zuträglich für den Homo sapiens sein, weshalb hat der Mensch sich daran dann nicht angepasst? Zeit für die Selektion und Anpassung hatte der Mensch ja seit seinem Wandeln auf der Erde zu genüge. Wie haben wir nur mit diesen unverträglichen und angeblich so ungesunden anorganischen Mineralstoffen im Trinkwasser, und dies seit Tausenden von Jahren ohne Umkehrosmoseanlagen, eigentlich überlebt?

Es folgt ein Auszug von Hans-Heinrich Jörgensen. Er ist Heilpraktiker seit 1962 und Vizepräsident des Biochemischen Bundes Deutschlands e.V.:

„Seit einiger Zeit geistert die tollkühne Idee durch die Lande, anorganische Mineralien könne der Mensch nicht verwerten, es müssten organische Mineralien sein, und die Schäden der anorganischen Mineralien könne man durch Trinken von destilliertem, durch Umkehrosmose entmineralisiertem oder ähnlich aufbereitetem Wasser wieder beheben.

Um der Klarheit willen: Organische Mineralien sind ein Widerspruch in sich. Mineralien sind immer anorganisch. Als Chlorate, Phosphate und Sulfate werden die Kationen Natrium, Calcium, Kalium, Magnesium und einige Metalle seit 120 Jahren in der Biochemie wirksam eingesetzt.

Mineralien behalten ihre „anorganische“ Eigenschaft auch dann, wenn sie in Pflanzen oder den menschlichen Körper eingebaut sind. Das tut ihrer lebenswichtigen Wirkung auch keinen Abbruch, denn gerade die damit verbundenen elektrophysikalischen Eigenschaften sind es ja, die an den Nerven- und Muskelzellen das Ruhe- und Aktionspotential steuern, den Wasserhaushalt über die Osmose regeln, die Energiebereitstellung durch die Phosphorylierung ermöglichen.“

Wasser als Quelle für Mineralstoffe?

Fakt ist jedoch, dass Wasser nicht nur als Quelle für Mineralstoffe dient.

Die anorganischen Mineralstoffe verleihen dem Wasser nämlich essentielle Eigenschaften, die es für den menschlichen Organismus und dem inneren Milieu des Körpers erst zuträglich machen.

Welchen Effekt hat nämlich die durch Umkehosmoseanlagen hervorgerufene Entfernung der Mineralien?

Der pH-Wert des Wassers verschiebt sich in den mittelsauren Bereich von ph-Werten von bis zu pH 5.

Und was geschieht mit solch einem konsumierten Wasser im Körper, in dem bekanntermaßen unter allen Umständen ein alkalischer ph-Wert (Blut pH7,38 – pH7,42) aufrecht erhalten werden muss?

Es muss auf das Körpermilieu angehoben werden!

Das bedeutet, dass körpereigene Mineralstofflager u.a. aus dem Haarboden und Bindegewebe geplündert werden könnten, um den ph-Wert des sauren Wassers auf den Blut pH-Wert von ca. pH 7,4 anzuheben, um einer Entgleisung des Blut pH-Wertes entgegen zu wirken.

In jedem Standardmedizin Physiologiebuch kann nachgelesen werden, welche Folgen eine metabolische Azidose sonst nach sich ziehen würde.

Langfristig übersäuert man den Körper durch den Konsum von Umkehrosmosewasser, denn irgendwann sind die Mineralstofflager des Körpers aufgebraucht. Die Folgen des Mineraliendefizits sind wieder ein Thema für sich.

Interessanterweise wird diese Theorie, anorganische Mineralstoffe im Wasser können vom Organismus nicht verstoffwechselt werden und würden im Wasser nicht gebraucht werden, erst seit der Einführung von Destillationsapparaten oder Umkehrosmoseanlagen verbreitet:

Halbwahrheiten verbreitet durch Osmoseanlagen-Vertreter

Die Umkehrosmosevertreter versuchen durch eben solche Halbwahrheiten und verdrehte wissenschaftliche Tatsachen den Anschein von Wissenschaftlichkeit und Seriösität zu erwecken.

Unter anderem bedienen Sie sich dabei auch der Bewerbung ihrer Anlagen mit Theorien des französischen Forschers Prof. Vincent und behaupten, dass dieser eine niedrige Leitfähigkeit als einziges Kriterium für die Zuträglichkeit von Wasser definiert hätte.

Dabei erwähnen die Umkehrosmoseverfechter nicht, dass Prof. Vincent ganz klar darauf hingewiesen hat, dass ein gesundheitsförderliches Wasser ein negatives Redoxpotential haben muss und einen basischen pH-Wert aufweisen muss, so wie es bei basischem Aktivwasser (ionisiertes Wasser) auch der Fall ist.

Weiterhin wird damit argumentiert, dass ein Wasser mit einem Leitwert, der größer als 120 Mikrosiemens ist, nicht mehr leitfähig ist. Wenn dem so wäre, so könnte beim Konsum von Wasser aus Heilquellen, wie z.B. der von Lourdes oder Mekka keine Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten über die Nieren erfolgen. In beiden Fällen liegt der Leitwert jedoch weit über 200 Mikrosiemens.

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Ich empfehle Ihnen einfach mal einen Selbsttest durchzuführen und Sie werden selbst sehen, dass an dieser Theorie der Umkehrosmoseverkäufer nichts dran ist außer Schall und Rauch.

Trinken Sie dazu für einen Tag ein Wasser mit einem besonders hohen Leitwert von beispielsweise 700 Mikrosiemens und messen Sie am folgenden Morgen selbst den Leitwert Ihres Morgenurins mit einem TDS-Meter (kostengünstig bei Conradelektronik oder ebay zu erwerben) und Sie werden voller erstaunen feststellen, dass der Leitwert Ihres Morgenurins weit über 700Mikrosiemens liegen wird.

Wie ist dies denn nur möglich, wo doch die Umkehrosomosevertreter vehement die falsche Behauptung verbreiten, dass solch ein Wasser nichts als Lösungsmittel und zur Ausleitung von Abfallstoffen im Körper dienen könnte?

Die Erklärung dafür und die Wahrheit dahinter, welche die Umkehrosmoseverkäufer Ihnen vorenthalten ist, dass der Leitwert des Wassers eine wesentlich untergeordnetere Rolle spielt.

Maßgeblich für das Lösungsvermögen, das heißt die Aufnahmefähigkeit des Wassers ist die Clustergröße und -anordnung des Wassers. Umso kleiner die Wassercluster sind, umso größer ist die Oberfläche der Wassermoleküle und umso zellgängiger ist das Wasser.

Denn um in die Zelle zu gelangen, müssen die Wassermoleküle spezielle Wasserkanäle, genannt Aquaporine passieren (erst in den 90ern entdeckt; der Entdecker erhielt 2003 den Nobelpreis dafür).

Der Selektivitätsfilter der Aquaporine lässt dabei jeweils nur ein H2O-Molekül durch den Kanal passieren.

Das bedeutet, dass er die Wassercluster in die einzelnen Moleküle spalten muss. Umso größer die Wassercluster sind (bei schlechtem Wasser, Leitungswasser und Umkehrosmosewasser besonders gut), umso mehr Energie muss der Körper dafür auswenden, was dazu führen kann, dass trotz Wasserkonsums nicht genügend Wasser in die Zellen gelangt und die Zellen nicht ausreichend hydriert werden.

Als besonders lösungsfähig und zellgängig haben sich Wässer mit kleinen und hexagonalen Wasserclustern bewiesen, wie Sie in Heilquellen, wie Lourdes und auch in ionisiertem Aktivwasser vorliegen.

Wie vorteilhaft für die Verkäufer der Umkehrosmoseanlagen es nur ist, solche Zusammenhänge einfach zu verschweigen. Ein Schelm, wer jetzt Böses denkt. Jedes Produkt benötigt eben seine Verkaufsstrategie und Philosophie.

Wenn die Produkteigenschaften bzw. das Produktergebnis jedoch nicht mit den Naturgesetzen im Einklang steht, wird eben alles passend gemacht und es werden Tatsachen verschwiegen bzw durch die Netzwerkstruktur-Vertriebsleitungen niemals angesprochen bzw. an die Partner weitergegeben. Das ist für uns Verbraucher nichts Neues.

Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen

Folgend noch die Untersuchung zur ernährungsphysiologischen Bedeutung von Trinkwasser in Deutschland – von Prof. Dr. Helmut Heseker, Universität Paderborn

„Um für den Organismus verfügbar zu sein, müssen Mineralstoffe in löslicher Form – entweder ionisiert oder komplex gebunden – vorliegen.

Die Absorptionsrate ist außerdem stark abhängig von der angebotenen Menge:

geringere Zufuhrmengen werden im Vergleich zu hohen Zufuhrmengen signifikant besser absorbiert.

Die Bioverfügbarkeit wird für Calcium mit 25 bis 45 % und für Magnesium mit 35 bis 70 % angegeben (Schaafsma, 1997). Die Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen aus Wasser wurde lange Zeit als eher gering angesehen.

Mit modernen Tracermethoden (= Verabreichung stabiler Isotope) durchgeführte Untersuchungen am Menschen haben für Calcium ebenfalls eine Bioverfügbarkeit von 25 bis 45 % aus Wasser ergeben.

Damit ist die Bioverfügbarkeit für Calcium aus Wasser ebenso hoch wie aus Milch (Heaney und Dowell, 1994; Couzy et al., 1995; Wynckel., et al., 1997).

Fazit 4: Calcium und Magnesium sind lebenswichtige Mineralstoffe. Der Bedarf ist u. a. abhängig vom Lebensstil. Körperliche Inaktivität erhöht den Calciumbedarf. Die wichtigsten Calcium und Magnesiumquellen sind feste Nahrungsmittel und Milch. In Wässern vorkommende Mineralstoffe verfügen über eine hohe Bioverfügbarkeit.“

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