AQUACENTRUM

Gibt es Wasserfilter Zertifikate? Wie gut filtert Aktivkohle als Filtermedium?

Dirk S.: Gibt es Wasserfilter Zertifikate welche „Giftstoffe“ herausgefiltert werden? und wie wird der ph Wert so schnell erhöht (wird etwas dem Wasser hinzugefügt) ?

Hallo Herr S.,

Ihre erste Frage bezieht sich ja allgemein auf Filter und Wasserionisierer.

Also: Wasserfilter Zertifikate findet man eher nicht, denn kein Labor stellt so etwas aus. Was man findet, sind immer nur exemplarische Analysen von Proben, aus denen sich dann typischerweise Schadstoffreduktionswerte zwischen 90 und 99 % für die einzelnen Substanzen ergeben.

Das ist typisch für die meisten bekannten Filtermaterialien wie Aktivkohlegranulat, Aktivkohleblöcke, Aqualen-Aktivkohle, Keramiken, KDF, Hohlfasermembran, Filtervliese, die in den auch in Wasserionisierern verbauten Filtern integriert sind. Grundregel ist: In den ersten Filterschichten werden die größeren, in den letzten Filterschichten die kleineren Schadstoffe wie in einem immer engermaschigen Gitter daran gehindert, weiter zu fließen. Meist wird eine Reduktionsleistung von 90 % angegeben, weil mehr nicht messbar ist, denn es gibt Bestimmungsuntergrenzen der üblichen Labormethoden. Es geht zwar noch genauer mit Massenspektrometrie, aber das ist bei über 1000 theoretisch möglichen Schadstoffen unbezahlbar. Wenn Sie also von irgendeinem Hersteller ein „Filterzertifikat“ bekommen, ist er ein Schwindler. Wasserfilfter Zertifikate

Denn eine analysierte Probe ist auch nur ein winziger Ausschnitt im Lauf eines Filterlebens. Die ersten 50 Liter braucht ein Filter erst mal zum Einfahren. Danach verliert er an Leistung bis zum Erreichen seiner Kapazitätsgrenze. Diese ist ebenfalls nicht exakt zu ermitteln, denn sie hängt natürlich von der alleine durch das eingebrachte Wasser definierten Filtrationsleistung ab.

Bei vielen Schadstoffen hält der Filter nicht so lang wie bei wenigen. Daher wurde die DIN Vorschrift auf einen als sicher geltenden Wert von 6 Monaten festgelegt, nach dem ein Wasserfilter gewechselt werden sollte. Wir wissen aus fast 15 Jahren Erfahrung, dass viele Filter tatsächlich weitaus länger wirksam vor Schadstoffen schützen, wenn das verwendete Wasser nicht so viele Schadstoffe hat. Aber es ist sicher nicht falsch, sich an diesen Richtwert zu halten, auch wenn das gelegentlich den Geldbeutel schmerzen sollte.

Bei Mehrfach-Filtersystemen mit 2 oder mehr Filterkartuschen, die hintereinander geschaltet sind, geben wir den Rat, zumindest die erste Filterpatrone wirklich nach einem halben Jahr zu wechseln. Die zweite dann nach einem Jahr, da sie ja nicht mehr so viel Schadstoffe abbekommt.

Weitere nachgeschaltete und noch engmaschigere Filter filtern dann auch noch alle mineralischen Ionen aus dem Wasser,von denen einige aber durchaus erwünscht sind. Das nennt man Umkehrosmose. Man kann die erwünschten Mineralien anschließend wieder zuführen, sodass ich zweifellos ein optimiertesTrinkwasser ergibt. Der Grund, warum Wasserionisierer nicht mit einem solchen Wasser arbeiten, ist ein technischer. Keine Umkehrosmoseanlage konnte bislang einen ausreichenden Wasserfluss aufbauen, um einen Wasserionisierer zu betreiben.

Wasserfilter Zertifikate - Querschnitt eines Wasserfilters

Wasserfilter Zertifikate – Querschnitt eines Wasserfilters

Ihre zweite Frage ist einfacher zu beantworten: Wird dem Wasser im Wasserionisierer etwas hinzugefügt?

Die Antwort lautet: Ja, nämlich die Elektronen, die aus der Stromspeisung der Elektroden in der Elektrolysezelle ins Wasser übertragen werden. Diese landen aber ausschließlich im basischen Teil des durch einen Wasserionisierer erzeugten Wassers (also des basischen Aktivwassers, das wir trinken). Letztlich bilden diese neutrales H2 Gas aus sauren H+ Ionen, das sich bis zu einer Obergrenze von 1,6 mg/l im Wasser lösen kann. Dieses H2 Gas ist der Energiespeicher, der dieses Wasser zum aus heutiger Sicht nützlichsten Trinkwasser der Welt macht. Ihre Frage bezieht sich auf auf das Wasser aus den Wasserionisierer“, woher kommt nun der hohe pH Wert.

Dazu müssen Sie wissen, dass de pH Wert durch die Konzentration der H+ Ionen bestimmt wird. Sie entspricht dabei der selben Konzentration der OH- -Ionen, wenn das Wasser  neutral wird. Wenn sie nun eine nicht wasserdurchlässige Membran ins Wasser stecken, trennen Sie H+ Ionen und OH- Ionen. Leiten Sie noch elektrischen Strom durch das Wasser, so sortieren Sie allmählich  die + oder – geladenen Ionen und häufen Sie in den beiden durch die Membran getrennten Wasserkammern an. Was also dem basischen Aktivwasser hinzugefügt wird, stammt aus dem Wasser selbst. Basisches Aktivwasser aus einem Ionisierer benötigt keine weiteren Zusätze, um zu wirken.

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Zurück zum Thema Filter: Eines unserer größten Schadstoff-Gespenster ist Nitrat.

Dieses schaffen die meisten heutigen Filtersysteme nicht aus dem Wasser. Es gibt spezielle Austauscher-Filter dafür, aber in der Regel bleibt es außer bei Umkehrosmose-Filtern im Trinkwasser. Hierzu sollten Sie beachten. der Nitratwert ist vor allem ein Indexwert. Nitrat selbst kann man heutzutage eher als gesundheitsfördernd ansehen, weil es die Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO) ermöglicht, das insbesondere erhöhten Blutdruck vermindert und einen sehr wichtigen Nahrungsbestandteil darstellt. Daher gelten die nitratreichsten Nahrungmittel wie Rote-Beete, Spinat oder Salat auch als durchaus gesundheitsfördernd.

Das Problem bei nitratreichem Trinkwasser besteht nicht im Nitrat, sondern in den dessen normalerweise vorhandenen landwirtschaftlichen Nebenbestandteilen wie Pestiziden, Herbiziden, Hormonen, Arzneimittelrückständen etc. Wo viel Nitrat im Wasser ist, lassen sich diese schädlichen Stoffe eben meist vermuten. Deshalb streben wir mit der Aktivkohle-Filtrierungstechnologioe danach, nitratreiches Wasser bezüglich seiner Nebenprodukte zu filtrieren, die wir meist im organischen Bereich unter der organische Summe TOC finden. Nitrat selbst lassen die meisten Wasserfilter ebenso wie Calcium, Magnesium, Kalium und Natrium durch, denn es ist eher nützlich als schädlich.

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