Wasserstoff-Wasser

Kurz erklärt: Wasserstoffwasser ist Trinkwasser mit zusätzlich gelöstem Wasserstoffgas (H2). Dieses Kapitel erklärt, warum sich das Gas nicht mit dem Wasser verbindet, wie viel davon hineinpasst und wie schnell es wieder entweicht.

Der folgende Text ist ein unveränderter Auszug aus dem Buch „Zusammenhang H2, pH-Wert und Redoxpotential“ von Randy Sharpe (deutsche Ausgabe). Unter dem Auszug erläutert die Redaktion die Zahlen und beantwortet häufige Fragen.

Ergänzungen der Redaktion, Stand: Oktober 2026 · Grundlagen: Wasserstoffwasser – was ist das?

Wasserstoffwasser kann auch als H2-Wasser, wasserstoffreiches Wasser, Wasserstoff-Infusionswasser oder mit Wasserstoff angereichertes Wasser bezeichnet werden.

Wenn wir von „Wasserstoffwasser“ sprechen, beziehen wir uns auf Wasser, das gelöstes molekulares Wasserstoffgas (H2) enthält.

Das ist etwas Ähnliches wie bei kohlensäurehaltigen Getränken, wo gelöstes Kohlendioxid (CO2) für den Sprudeleffekt verantwortlich ist. Wasser mit gelöstem Wasserstoff [kann] auf eine Reihe von Arten hergestellt werden. Übliche Methoden sind Elektrolyse (Wasserionisierer), Wasserstoff-Infusions-Maschinen (HIM), Tabletten, die H2-Gas erzeugen, wenn sie in Wasser gelöst oder geschluckt werden, sowie indem man H2-Blasen durch das Wasser sprudelt.

Wichtig zu beachten ist, dass sich das H2-Gas zwar im Wasser auflöst, sich jedoch nicht chemisch an die Wassermoleküle selbst bindet, um in diesem Zuge neue chemische Verbindungen (so etwas wie „H4O“) einzugehen. Obwohl es nicht ungewöhnlich ist, dass einige Gasbläschen zu sehen sind oder das Wasser gar ein „nebeliges“ Aussehen hat, ist das H2-Gas in Form von extrem kleinen „Nanoblasen“ im Wasser gelöst, die für das bloße Auge unsichtbar sind. Jegliche sichtbaren H2-Bläschen sind ungelöst, steigen schnell an die Oberfläche und entweichen in die Luft.


Da H2 ein flüchtiges Gas ist, hat es eine relativ kurze Haltbarkeit und bleibt, außer bei Verwendung spezieller Verpackungen, nicht für unbegrenzte Zeit in Wasser gelöst. Der Effekt lässt sich mit einem länger offenstehenden kohlensäurehaltigen Getränk vergleichen, welches anfängt „schal“ zu schmecken, nachdem das CO2-Gas entwichen ist.  So sinkt auch der Pegel des gelösten H2-Gases mit der Zeit allmählich und das H2-Gas entweicht aus dem Wasser in die Luft.

Die ungefähre Halbwertszeit für einen offenen Behälter beträgt zwei Stunden. Gelöster Wasserstoff wird üblicherweise in Milligramm pro Liter (mg/Liter) oder äquivalenten Einheiten, Teile pro Million (ppm)1 gemessen. Typische Konzentrationen von gelöstem H2 liegen im Bereich von 0,5 bis 2 mg/Liter.

Obwohl der Sättigungsgrad von Wasserstoff auf Meereshöhe bei etwa 1,6 mg/Liter liegt, sind unter geeigneten Bedingungen von Temperatur und Luftdruck übersättigte Konzentrationen von 3 mg/Liter oder mehr möglich.

Während sich unsere Diskussion nur auf Wasserstofftrinkwasser konzentriert, sollte angemerkt werden, dass es viele andere Verfahren zur Verabreichung von Wasserstoffgas gibt, einschließlich Inhalation, intravenöser Injektion von wasserstoffreicher Salzlösung, sowie von Wasserstoffbädern.

Auszug aus dem Buch von Randy Sharpe: „Der Zusammenhang zwischen gelöstem H2, pH-Wert und Redoxpotential“

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Ergänzung der Redaktion Aquacentrum · kein Buchtext · Stand: Oktober 2026

Einordnung: Was die Zahlen aus dem Kapitel bedeuten

Die folgende Tabelle fasst Randy Sharpes Angaben zusammen. Es sind ungefähre Werte. Sie hängen von Temperatur, Druck und Gefäß ab.

AngabeWert laut Randy Sharpe
Typischer Gehalt von Wasserstoffwasser0,5 bis 2 mg/l
Sättigung auf Meereshöheetwa 1,6 mg/l
Übersättigung bei geeigneter Temperatur und geeignetem Druck3 mg/l oder mehr
Ungefähre Halbwertszeit im offenen Behälteretwa 2 Stunden

Was „Sättigung“ hier bedeutet

Die rund 1,6 mg/l gelten, wenn reiner Wasserstoff mit normalem Luftdruck über dem Wasser steht, etwa bei Raumtemperatur. Gewöhnliche Luft enthält fast keinen Wasserstoff. Im offenen Glas hält sich der Wert deshalb nicht: Der Gehalt sinkt nach und nach weiter, so wie Sharpe es im Kapitel beschreibt.

mg/l, ppm und ppb umrechnen

Die Einheit mg/l bedeutet Milligramm pro Liter. In Wasser entspricht 1 mg/l ungefähr 1 ppm. Oft steht der Gehalt auch in ppb, so etwa im Buch von Karl Heinz Asenbaum. 1 ppm sind 1.000 ppb, die 1,6 mg/l aus dem Kapitel also etwa 1.600 ppb. Asenbaum beschreibt im Kapitel „Wasserstoffwasser in Beuteln“, dass der Gehalt nach dem Öffnen einer unter Druck abgefüllten Packung innerhalb einiger Minuten auf diese üblichen 1.600 ppb zurückfällt, bei Wärme noch tiefer. Wie man den Gehalt selbst misst, erklärt unsere Seite Messwerte von Wasserstoffwasser: ppb, pH und ORP.

Studien zu anderen Formen der Anwendung

Am Ende des Auszugs erwähnt Sharpe auch Inhalation, Injektionen mit wasserstoffreicher Salzlösung und Wasserstoffbäder. Unsere Studiendatenbank h2medizin.org ordnet Studien und Forschungsübersichten, darunter Humanstudien, nach der Form der Anwendung: Trinken, Inhalation, Kochsalzlösung und Infusion sowie Bad und Anwendung auf der Haut. Ergebnisse einer Anwendungsform lassen sich nicht auf eine andere übertragen. Die Datenbank beschreibt Forschungsergebnisse und gibt keine Empfehlung für den Einzelfall.

Häufige Fragen zu Wasserstoff im Wasser

Was ist der Unterschied zwischen H2 und H2O?

H2O ist das Wassermolekül. Es besteht aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom. H2 ist Wasserstoffgas aus jeweils zwei miteinander verbundenen Wasserstoffatomen. In Wasserstoffwasser ist dieses Gas gelöst. Es bindet sich dabei nicht chemisch an die Wassermoleküle. Eine Verbindung wie „H4O“ entsteht nicht.

Wie viel Wasserstoff löst sich in Wasser?

Als Sättigungswert auf Meereshöhe nennt Sharpe etwa 1,6 mg pro Liter. Das gilt unter reinem Wasserstoff bei normalem Druck. Bei geeigneter Temperatur und geeignetem Druck sind laut Sharpe auch übersättigte Konzentrationen von 3 mg/l oder mehr möglich. Nach dem Öffnen entweicht das überschüssige Gas wieder. Für typisches Wasserstoffwasser nennt Sharpe 0,5 bis 2 mg/l.

Wie lange bleibt der Wasserstoff im Wasser?

Im offenen Behälter halbiert sich der Gehalt nach Sharpe in etwa zwei Stunden. Diese Zeit nennt man Halbwertszeit. Sie ist kein fester Wert: Gefäß, Temperatur und die Luft in der Flasche beeinflussen sie. Karl Heinz Asenbaum beschreibt eine einzelne Messung an einem abgefüllten amerikanischen Produkt. Nach dem Öffnen hatte sich der Gehalt dort schon nach 50 Minuten halbiert. Bereiten Sie Wasserstoffwasser deshalb möglichst frisch zu und trinken Sie es bald. Tipps zur Aufbewahrung finden Sie im Abschnitt Wie lange bleibt der Wasserstoff im Wasser? unseres Grundlagen-Artikels.

Warum sieht Wasserstoffwasser manchmal neblig aus?

Sichtbare Bläschen sind laut Sharpe ungelöstes Gas. Sie steigen schnell auf und entweichen in die Luft. Ein nebliges Aussehen ist nach Sharpe nicht ungewöhnlich. Den gelösten Wasserstoff selbst sieht man nicht. Wie viel davon im Wasser gelöst ist, können Sie deshalb nur durch eine Messung feststellen.

Kann ich den Wasserstoffgehalt mit einem pH- oder Redox-Messgerät prüfen?

Nicht zuverlässig. Laut Randy Sharpe hat der pH-Wert mehr Einfluss auf das Redoxpotential (ORP) als der gelöste Wasserstoff. Ein stark negativer ORP-Wert bedeutet deshalb nicht automatisch viel Wasserstoff. Mehr dazu in seinen Kapiteln „Warum hat pH mehr Einfluss auf ORP als H2?“ und „Höhere ORP-Negativwerte bedeuten nicht: mehr gelöstes H2“. Den Gehalt selbst bestimmt man mit Titrationstropfen oder einem Messgerät für gelösten Wasserstoff, siehe „Messung von gelöstem Wasserstoff mit einem Redox-Titrationsreagens“.

Hat Wasserstoffwasser Nebenwirkungen?

Das Kapitel behandelt nur die Physik. Eine behördliche Sicherheitsbewertung speziell für Wasserstoffwasser als Getränk ist uns nicht bekannt. Wenn Sie wegen einer Erkrankung eine ärztlich vorgegebene Trinkmenge haben, Medikamente einnehmen, schwanger sind oder stillen, besprechen Sie neue Trinkgewohnheiten vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Das gilt auch für Kinder. Ausführlicher steht es im Abschnitt Hat Wasserstoffwasser Nebenwirkungen? unseres Grundlagen-Artikels. Studien zu Verträglichkeit und Dosierung am Menschen sammelt h2medizin.org unter Grundlagen und Sicherheit.

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