AQUACENTRUM

Welche Anschlussmethode an die Wasserleitung empfehlen Sie für einen Wasserionisierer?

FAQ Anschlussmethode

  • Ich habe noch keinen Durchfluss-Ionisierer gesehen, den man nicht serienmäßig mit einem mitgelieferten Umlenkventil (Umlenkperlator) anschließen kann.
    Dies ist daher die Standardmethode. In wenigen Minuten kann damit ein Laie den Zuführungsschlauch (Speisewasser) des Wasserionisierers anschließen.
    Man legt nur noch den Hebel um, und statt aus dem Wasserhahn fließt das Wasser über den Speisewasserschlauch durch den Wasserionisierer.
  • Nachteile des Umlenkperlators: Er kann nicht angeschlossen werden, wenn ein Niederdruck-Wasserboiler angeschlossen ist. Die Regelung der Durchflussmenge bedarf eines gewissen Feingefühls. Der Speisewasserschlauch am Wasserhahn stört bei der Küchenarbeit und ist für den westlichen Geschmack aesthetisch unbefriedigend.
  • Vorteil des Umlenkperlators: Wenn man einen Wasserhahn mit Mischbatterie besitzt, kann man nicht nur kaltes Aktivwasser erzeugen, sondern auch lauwarmes. Vorsicht: Da die meisten Durchfluss-Ionisierer empfindlich auf heißes Wasser reagieren (—> Diaphragma schmilzt durch), besteht die Gefahr von Überhitzung und Beschädigung. Daher immer erst das Wasser durch den Hahn laufen lassen und die Temperatur testen. Wärmer als handwarm (37° C) darf das Wasser nicht sein. Die Hersteller geben unterschiedliche Maximaltemperaturen an, die man strikt beachten muss.
  • Bei manchen Geräten, die ich als Niederdruck-Ionisierer bezeichne, ist der Umlenkperlator die einzige Anschlussmöglichkeit. Diese Geräte haben kein eingebautes Ventil, sodass das Wasser ungebremst durchfließt. Deshalb kann man sie nicht direkt mit der Wasserleitung verbinden, sondern muss einen Hahn dazwischen schalten, damit das Wasser nicht ununterbrochen fließt. Man erkennt diese Niederdruckgeräte meist an weichen Zuführungsschläuchen mit einem Durchmesser von mehr als 7 mm.
  • Seit etwa 2006 gibt es auch druckfeste Wasserionisierer, die ein eingebautes Ventil besitzen, sodass man sie direkt mit einem T-Stück am Kaltwasser-Eckventil anschließen kann. Die Wasserzufuhr dieser Geräte erfolgt über einen dünnen Hochdruckschlauch. Zunächst kamen Geräte mit einem Magnetventil auf den Markt, die aber einige Probleme zeigten.
  • Ein Magnetventil schaltet den Wasserdurchfluss immer nur aus oder ein, kann aber seine Menge nicht regulieren. Bei Druckschwankungen in der Wasserleitung, wie sie während eines Tages ständig vorkommen können, hat man keine Möglichkeit, den Durchfluss im Ionisierer zu regeln. Da die Durchflussmenge aber zur Erzielung eines bestimmten pH-Werts von entscheidender Bedeutung ist, ist diese Methode zwar aesthetisch, aber technisch unbefriedigend. Außerdem stellt ein Magnetventil, das ja elektromechanisch betrieben wird, ein Verschleißteil dar. Man findet diese Technik daher meist bei Geräten, die nur 2 Jahre Garantie haben. Nach umfangreichen Erfahrungen mit desem Gerätetyp rate ich davon ab.
  • Vorzuziehen sind druckfeste Geräte mit einer eingebauten mechanischen Dreh-Regelung des Wasserflusses. Diese ermöglicht, wie bei Standard- Wasserarmaturen auch, Garantiezeiten von 5 bis 15 Jahren. Druckschwankungen können in Verbindung mit einer Durchflussanzeige einfach ausgeglichen werden. Dies ist aesthetisch und technisch ebenfalls eine gute Lösung und derzeit wohl der Spitzenstand der Technik.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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