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FAQ’s | Basisches Wasserstoff-Wasser | Wasseraufbereitung | Wasserfilterung | Wasserionisierung

FAQ’s Wasserfilter | Basisches Aktivwasser | Umkehrosmose-Anlagen | Wasserstoff Wasser

 

Kategorisierter Überblick über unsere ganzen FAQ’s über basisches, elektroaktiviertes Wasser, Wasserstoff-Wasser, Gegenstimmen, Technische Fragen und Antworten, Beweise durch Experimente

Die folgenden Fragen und Antworten weiter unten wurden durch den Autor und Forscher Karl Heinz Asenbaum im Laufe von über 12 Jahren zusammengestellt und werden regelmässig aktualisiert und erweitert. Diese FAQ’s und einige mehr zu dem Thema Wasser und Wasseraufbereitung sind auf seiner Wissensdatenbank zu finden.

Die aktuelle PDF-Version der FAQ-Datenbank steht hier kostenfrei zum Download zur Verfügung.
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FAQs | Basisches Wasser | Magensäure u.v.m.

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> Allgemeine Fragen über Wasser und basisches Wasser

> Allgemeine Fragen über Wasser und basisches Wasser

Der Markenbegriff AquaVolta ® setzt sich zusammen aus dem lateinischen Begriff für Wasser (Aqua) und dem Namen des Erfinders der Batterie, Alessandro Volta

  • Er steht für elektroaktiviertes Wasser.
  • Ursprünglich sprach man in Deutschland von Elektrolyt-Wasser, später „Aktivwasser“. Im englischen Sprachraum wird es oft als „reduced“ oder „ionized“ water bezeichnet.
  • Das Kennzeichen von AquaVolta® ist, dass es eine negative elektrische Spannung gegenüber einer Messelektrode aufweist, ein sogenanntes negatives Redoxpotential.
  • Je niedriger das Redoxpotential, desto höher ist die Bereitschaft des Wassers, Elektronen abzugeben. Pro 0,018 Volt (18 Millivolt) niedrigerem Redoxpotential verdoppelt sich diese Bereitschaft. AquaVolta® hat ein um 400 bis 800 Millivolt niedrigeres Redoxpotential als Leitungswasser oder Mineralwasser aus der Flasche.
  • Durch seine hohe Bereitschaft Elektronen abzugeben, wird AquaVolta® auch als antioxidatives Wasser bezeichnet. Es wird aber nicht nur von Ärzten zur Therapie eingesetzt, sondern etabliert sich auch aufgrund seines angenehmen Geschmacks als modernes Alltagsgetränk
  • Als hauptverantwortlich für die antioxidative Kraft von AquaVolta® gilt aus heutiger wissenschaftlicher Sicht der Gehalt an gelöstem Wasserstoffgas („dissolved hydrogen“ oder DH2). Um diesen zu verstärken, wurde der AquaVolta® Wasserstoff Booster entwickelt.

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Otto R.: Wie ich höre, sind die koreanischen Forscher heute weit voraus. Soll man also beim Kauf eines Wasserionisierers unbedingt darauf achten, dass das Gerät aus Südkorea stammt?

  • Heutzutage wird global geforscht und global produziert. Viele koreanische Forscher und Ingenieure sind an internationalen Joint Ventures beteiligt. Japanische Forscher scheinen dagegen eher national verkoppelt. Die meisten hochkarätigen Forscher zum Thema Aktivwasser sitzen aber nach meiner Einschätzung heute in den GUS – Staaten, weil hier seit Jahrzehnten intensive staatliche Förderung erfolgt. Sie beschäftigen sich hauptsächlich mit der Grundlagenforschung und der Entwicklung von Industriegeräten.
  • Auch in der Volksrepublik China finden inzwischen aufregende universitäre Studien zur Anwendung von elektro-aktiviertem Wasser statt. Vor allem erscheinen deren Studien auch in Englisch, im Gegensatz zur russischsprachigen Forschung, die nach wie vor kaum übersetzt wird und deswegen immer noch von Geheimnissen umwoben ist. Die derzeit in China produzierten Wasserionisierer und Wasserstoffaufbereitungsgeräte (Stand Frühjahr 2017) sind nach meiner Einschätzung noch nicht so ausgereift, dass sie auf dem europäischen Markt hinsichtlich der Qualität und Langlebigkeit mit koreanischen oder japanischen Produkten konkurrieren können, obwohl sie diesen, sagen wir mal höflich, stark nachempfunden sind. Es dauert heute kaum ein Jahr, bis es für ein erfolgreiches koreanisches Produkt ein ähnliches aus China zu günstigerem Preis gibt.
  • Im Bereich von Haushalts-Wasserionisierern für den europäischen Markt waren und sind koreanische Hersteller nicht nur Pioniere, sondern auch klare Marktführer, die den Dialog im Design und Engineering suchen, während japanische Hersteller bisher nicht zu Produktanpassungen bereit waren, da sie fast nur noch für den heimischen Markt produzieren. Aber auch Japaner kaufen heute überwiegend koreanische Geräte.
  • Wenn Sie mit Internet-Übersetzungsmaschinen umgehen können, finden Sie Lesenswertes auf der Seite der koreanischen WATER Society: http://www.ksfw.or.kr/index_eng.php . Ebenso auf der Seite der Japanischen Functional Water Foundation. http//www.fwf.or.jp.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Unterschied Aktivwasser Funktionswasser

  • Funktionswasser ist ein allgemeiner Überbegriff, der als „functional water“ im englischsprachigen Raum verbreitet ist. Dazu zählt nicht nur Aktivwasser, sondern auch Methoden, die dem Wasser bestimmte Stoffe hinzufügen, um einen gezielten Effekt auf einen biologischen Organismus zu erzielen. Manche sprechen auch von „aquazeutical water“.
  • Die japanische Herstellervereinigung „Association of Alkaline Ionized Water Apparatus“ hat seit etwa 1999 versucht, den Begriff „Functional Water“ für medizinisch eingesetztes basisches Aktivwasser zu positionieren. So fand 1999 auf der 25. Generalversammlung der Japanese Association of Medical Science ein Vortrag mit dem Titel „Elektrolytisches Funktionswasser bei medizinischen Behandlungen“ statt. In den folgenden Jahren wurden wissenschaftliche „Functional Water Symposien“ gefördert und eine Functional Water Foundation gegründet. Diese hat im Jahr 2009 den 11. Juli zum Tag des basischen Aktivwassers erklärt.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Unterschied zwischen Elektrolytwasser und Aktivwasser

Engelbert D.: Auf einer Veranstaltung stellte mir ein Arzt die einzigartigen Wirkungen von Kangen®- Wasser vor. Nun schreiben Sie in Ihrem Buch „Trink Dich basisch“ nur über „Basisches Aktivwasser“. Was ist denn nun der Unterschied?

Die ursprüngliche deutsche Bezeichnung für Aktivwasser wurde von dem Erfinder Alfons Natterer geprägt und hieß bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts „Elektrolytwasser“, da es durch Elektrolyse entsteht. Im Vorwort zu diesem zweiten Teil des Buches habe ich noch verschiedene andere Begriffe, die dafür in Umlauf sind, genannt.

Alle diese Begriffe beziehen sich auf basische, saure, oder neutrale Wassersorten, die mittels —> Elektrolyse gewonnen werden. Ein besonderes Kennzeichen ist beim Aktivwasser, dass da durch die Zuführung von Gleichstrom und die Nutzung einer Trennmembran (Diaphragma) erfolgt. Es wird dem Wasser aber nichts hinzugefügt, wie es geschieht, wenn eine —> chemische Wasserionisierung durchgeführt wird. Die erste Publikation, die den Begriff Aktivwasser verwendete, war das Buch von Dietmar Ferger: „Basisches Aktivwasser – Wie es wirkt und was es kann“, Lörrach 2006. Seitdem hat sich der Begriff Aktivwasser in Deutschland durchgesetzt. Kangen® Wasser, Aquion® Aktivwasser, AquaVolta® etc. sind geschützte Markenzeichen verschiedener Firmen, da das deutsche Patent- und Markenamt einen Schutz des Begriffs Aktivwasser abgelehnt hat.
Näheres zur Geschichte und Einordnung des Begriffs Aktivwasser können in einer Expertendiskussion auf Youtube ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=NoEQp2q0jtE

Der wesentliche Punkt von Aktivwasser ist die beschränkte Dauer seiner Aktivität, die man als —> Relaxationszeit bezeichnet. Während dieser Zeit weist es anormale Eigenschaften auf, die medizinisch und technisch nutzbar sind, sodass man es als —>Funktionswasser bezeichnen kann.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Patrick S.: Welches Salz? Soll ich Salz zur optimalen Steigerung des Redoxpotentials in den Salzschacht meines Wasserionisierers hinzugeben?

  • Zur Erzeugung von basischem Aktiv-Trinkwasser sollten Sie erst mal überlegen, ob Sie das wirklich wollen, denn außer Menschen mit extrem natriumarmer Ernährung haben die meisten einen Natrium- Überschuss durch ihre Ernährung. Warum also dem Wasser noch Natriumchlorid (Salz) zufügen?
  • Prüfen Sie bitte vorher auch, ob Ihre Trinkwasserversorgung nicht ohnehin an einem Ionentauscher hängt, der Natrium gegen Calciumionen austauscht, um es weicher zu machen. Auch ein Blick in die Trinkwasseranalyse Ihres Wasserversorgers kann nicht schaden. Ist etwa schon mehr Natrium als 50 mg/l drin? Falls das der Fall ist, wird das aktivierte basische Wasser bei weiterer Salzzugabe nicht mehr wirklich gut schmecken. Im übrigen lässt sich die Salzmenge über einen Salzschacht überhaupt nicht kontinuierlich steuern, sodass das Ergebnis ungewiss ist. Heutzutage sind Geräte auch nicht mehr auf dem Markt. Lediglich Flüssigsalztanks mit kontrollierter Einspritzung sind noch erhältlich. —> Kangenwasser. 
  • Allerdings in den meisten Fällen ist die Salzzugabe nur zur Erzeugung von saurem hygienischem Funktionswasser (—> Anolyt) sinnvoll, das nicht zum Trinken geeignet ist. Solche Geräte arbeiten mit exakt definiertem Salzzusammensetzung. Im Prinzip brauchen Sie kein spezielles Salz. Das einfachste Kochsalz, Hagelsalz, Mühlensalz oder Meersalz genügt. Überall ist Chlorid drin, das nach der Elektrolyse als hypochlorige Säure stark desinfizierend wirkt. Es wäre unsinnig, hier Feinschmeckersalze wie Fleur du Sel oder Himalayasalz zu verschwenden.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Michael W.: Kann kleinclustriges Wasser von den Zellen besser aufgenommen werden als Wasser mit großen Clustern?

Nein. Diese oft von Verfechtern basischen Aktivwassers wie Dr. Robert O. Young angeführte Behauptung ist naiv („Kleines schlüpft besser durch“) und entspricht überhaupt nicht den biologischen Vorgängen. Aquaporine sind die Kanäle in der Zellmembran, die Wasser in die Zelle bringen. Alle Lebewesen mit Zellmembran, vom einzelligen Bakterium bis zum Menschen besitzen diese Kanäle. –>Wassercluster sind elektromagnetisch geordnete Klumpen von dipoligen Wassermolekülen (Wasserstoffbrückenbindungen), die durch die stärkeren elektromagnetischen und chemischen Kräfte von Aquaporinen auseinandergerissen werden, sodass nur einzelne Wassermoleküle in einer klar ausgerichteten Kolonne in die Zelle eindringen können.

Die Vereinzelung und Anordnung der Wassermoleküle aus Clustern ist lebenswichtig für die Zelle, weil ansonsten über den Grotthuß-Mechanismus (H+-Hopping über Wasserstoffbrückenbindungen) der Protonengradient im Zellinneren verschoben und damit die Energieproduktion der Zelle gestoppt würde.
Oft wird behauptet, basisches Aktivwasser sei kleinclustriges Wasser. Aufgrund der geringen Stabilität von Wasserstoffbrückenbindungen, sind Momentaufnahmen aus der Kernspinresonanztomographie, die solche Cluster darstellen sollen, nicht beweisrelevant.

Hier dürfte sogar ein gewisser Einfluss der Messmethode nicht auszuschließen sein. Dennoch geben viele Hersteller viel Geld für diese wissenschaftlich fragwürdigen Messungen aus, um Scheinargumte für die Marketingabteilung zu produzieren. Es ist ein wissenschaftlicher Witz, aber fast alle laufen der Herde nach.
Es gibt ernstzunehmende Theorien über ein Wassergedächtnis, also temporär stabile Cluster bei Wasser. Diese setzen aber die Anwesenheit und Einwirkung von Kräften voraus, welche die ständige Neuordnung der Dipole des Wassermoleküls verhindern, z.B. magnetische Felder, niedrige Temperaturen oder Druckfaktoren.

Die längste theoretisch diskutierte Stabilisierungsmethode von Wassergedächtnis liegt bei 300 Tagen und 10 Grad Celsius. Aber unter physiologischen Temperaturen von 36,6O C nur bei 24 Minuten. (Vysotskii, V. u.a., Applied Bipophysics of activated Water, Singapore, 2009, S. 21).
Bei der Zellpassage durch Aquaporine wird aber jegliches „Wassergedächtnis“ zuverlässig zerstört. Insofern ist es sinnlos, im Zusammenhang von Wassertrinken mit einem „Wassergedächtnis“ zu argumentieren.

Eine gewisse Art von Wassergedächtnis auch bei Körpertemperaturen gibt es zumindest theoretisch aber dennoch. Dieses ist aber längst in alle physiologischen Prozesse aufgebaut: Strahlung im Infrarot-Bereich, die auch von unserem mit 37 Grad gut gewärmten Körper ausgeht, beeinflusst Wasser in seinen Randzonen zu hydrophilem („wasserliebenden“) Umfeld und produziert sehr enge hexagonale Cluster, (EZ Zonen) die alle gelösten Substanzen ausscheiden, sodass in einer dünnen Interface-Zone eine Art destilliertes Wasser entsteht.

Aber gibt es diesen Vorgang in unserem Körper, wie manche unter Berufung auf die von Gerald Pollack entdeckten Exklusionszonen behaupten? Wohl kaum, denn die Membranen unserer Körperzellen bestehen aus Lipid- (Fett-) Schichten, die hydrophob sind, also Wasser abstoßend. Daher entstehen auch an der Zellmembran keine EZ-Zonen und die Zellen geraten nicht in Gefahr, durch die Aufnahme von zu viel hexagonalem Reinstwasser zu platzen.

Die Zellmembran besteht aus Aquaporinen, die eine genau benötigte Menge von reinem Wasser passieren lassen und separaten Ionenkanälen, die auf die Aufnahme der in wässrigen Lösungen gelösten Mineralstoffe in der jeweils benötigten Dosis spezialisiert sind.

Damit dürfte Ihre Frage vollständig bearbeitet sein: einclustriges, nicht kleinclustriges Wasser entsteht immer ganz routinemäßig durch die Aquaporine der Zellmembran.

Egal, was Sie trinken: Ob Sie einen bescheuerten Energy-Drink, Muttermilch oder Basenwasser zu sich nehmen über die Aquaporine kommt immer nur der Wasseranteil in die Zelle.

Deswegen dehydrieren Sie auch nicht so leicht, wenn Sie eine Flasche Wodka trinken, die nur 60 % Wasser enthält. Das Problem entsteht nur durch die 40 % Rest, mit dem Ihre Leber fertig werden muss…. Auf ganz anderen Wegen bedienen sich die Ionenkanäle aus dem Getränk und der Nahrung, die Sie konsumieren. Ionenkanäle saugen sich auf völlig anderen Wegen die benötigten Mineralstoffe in die Zelle.

Was ist der Hintergrund des ganzen Cluster-Gelabers? Keinerlei wissenschaftliche Grundlage. Basisches Aktivwasser sollten sie aus ganz anderen Gründen trinken.

Welches sind die wahren Gründe, die dafür sprechen? Da wird viel vom „Milieu“ der interstitiellen Flüssigkeit im Raum zwischen Blut, Lymphe, Darm und Zielzelle geschwafelt. Ein bisschen Abstraktion tut da gut: Nahrung (Kohlenwasserstoffe + Sauerstoff + das Zellkraftwerk Mitochondrien ergibt chemische Energie (Wasserstoff), Wasser + Abgas (CO2).

Gestört wird das Milieu vor allem durch zu viel Kohlensauerstoff (CO2), der über die Atmung nicht schnell genug entsorgt werden kann.

Die Kernfrage jeglichen gesunden Stoffwechsels besteht einfach darin: Wohin mit dem Abfall CO2? (Sie erinnern, sich dass auch unser gesamter Planet dieses Problem hat und sich Politiker deshalb zu Klimakonferenzen treffen? Ja. Unser Planet ist auch ein Organismus!

Nicht gewusst? Kein Problem – es betrifft derzeit nur die nächste Generation…). Der Müll ist überall das Gesundheitsproblem, Nur bei uns selbst können wir es nicht auf die nächste Generation vertagen! Wenn wir das dominierende Stoffwechselproblem CO2 in unserem Körper nicht lösen können, das wir so leicht über unser Haupt-Entsorgungsorgan „Lunge“ abatmen können, was passiert dann zum Beispiel mit der Essigsäure, die aus dem Abbau des Alkohols im Wodka entsteht? Wo staut sich die? Oder mit der noch schlimmeren, weil anorganischen Phosphorsäure, die mit dem Zucker oder Scheinzucker aus Colagetränken ihren Rausschmiss aus dem Stoffwechselsystem erfordert? Toll: Wir haben dafür sogar zwei Nieren!

Glauben Sie wirklich, dass Ihre Nieren dafür gebaut sind? Wie lange halten die Ihr Nicht-Wassertrinken noch aus?

Ein Teil der Nieren produziert das Stress-Hormon Adrenalin. Damit sind wir bei unserer heutige Lebensweise stark gefordert. So stark, dass viele von uns – mich eingeschlossen – es nicht genügend nachproduzieren können.
Jeder ernsthafte Allergiker – wie ich – führt daher heutzutage eine Adrenalin- spritze mit sich.
Klingelt es bei Ihnen? Wie entlastet man seine Nieren? Natürlich, indem man Stress vermeidet. Toll, wenn Sie das schaffen – ich habe es bisher nicht geschafft.
Aber ich gebe meinen Nieren weniger Arbeit, wenn ich basisches Aktivwasser trinke. Dadurch vermeide ich Säuren aus Nahrung und Getränken. Denn basisches Aktivwasser ist nach einer Formulierung von Dr. med. Walter Irlacher „das Perpetuum Mobile der Entsäuerung“.

Es kommt immer darauf an, dass man genügend Wasser trinkt – in welcher Form auch immer, das kann auch eine Orange oder eine Rinderkraftbrühe sein. Die Aquaporine in unseren Zellen sind wie Filter: Sie lassen nichts Fremdes rein. Aber unser Körper mit seinen Grenzorganen Zunge, Nase, Lunge und Haut ist eine Art „Schengen“-Raum: Wir lassen ziemlich viel rein, bevor wir allergisch reagieren oder kotzen.

Hätten Sie das Problem lieber psychisch gelöst, weil Sie das intellektuell mehr anspricht? Nun, es ist wirklich auch eine Frage der Einstellung. Wenn Sie denken, dass es egal ist, was Sie trinken, kann Ihnen wirklich kein Arzt, sondern nur mehr ein Psychotherapeut helfen.

Aber Vorsicht: Psychotherapeut ist keine streng geschützte Berufsbezeichnung… Psychische Probleme entstehen nach
meiner Meinung meist dadurch, dass man so viele Stimmen in sich hört, dass man keine Handlung daraus ableiten kann, die einen weiter bringt. Das ist so, als ob man als Journalist nur recherchiert, aber nie einen Artikel daraus macht. Ich bin „nur“ Journalist. Meine Erfahrung: Unentschlossenheit nach Einholung aller Fakten bringt kein schönes Leben. Leben erfordert Entscheidungen.
Sie haben sich entschieden, mich über „kleinclusteriges Wasser“ aus einem Wasserionisierer zu fragen.

Ich habe Ihnen gesagt, was aus meiner Sicht Sache ist: Es ist pseudowissenschaftlicher Nonsense. Denn jedes Wasser ist viel schneller als jegliche Cluster-Messtechnik. Das ist gesicherte Wissenschaft! Wassercluster sind nicht stabil, weil sie umgebungsabhängige Größen sind. Alle, die stabile Wassercluster gemessen haben wollen – und ich habe sehr lange daran recherchiert, geben die Umgebungsvariablen nicht an.

Die Messungen sind reine Millimoment-Aufnahmen ohne Relevanz für jemanden, der Wasser trinken will. Innerhalb von Sekundenbruchteilen nach der Messung beim Austritt verändert sich basisches Aktivwasser, weil sofort seine —> Relaxationszeit beginnt. Deren Dauer hängt davon ab, wie schnell Sie es im Originalzustand nach der Elektrolyse trinken.

Durch das Trinken schaffen sie nämlich eine völlig andere Reaktionsumgebung für das Wasser, als wenn Sie es in eine offene Karaffe füllen. Wollen Sie das Wasser lieber trinken, wenn es sich schon an der Raumluft in Ihrer Wohnung abgearbeitet hat?
Wird Sie dieses negative Urteil über die Kleinclusterbehauptung der Hersteller davon abhalten, basisches Aktivwasser zu trinken? Bei all den anderen Vorteilen die es erwiesenermaßen hat? Dann hören Sie entweder auf, dieses Buch zu lesen, oder lesen Sie weiter. Ich habe noch viele Argumente, die Sie noch nie gehört haben.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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André H.: Mein aktiviertes Sauerwasser wird nicht wirklich sauer, wenn ich meinen Wasserionisierer auf „Acidic“ stelle. Wenn ich aber das saure Wasser aus dem Abwasserschlauch während der Basenwasserproduktion entnehme, ist es wenigstens ein bisschen sauer. Woran liegt das?

  • Leider hörte dieser Hersteller nicht auf mich und hat, um ja kein Wasser zu verschwenden, die Wasserteilung so konstruiert, dass das Verhältnis von Basenwasser und Sauerwasser etwa 2 : 1 und nicht 1:1 beträgt. Es kommt also immer nur 1/3 des Gesamtwassers aus der Ableitung. Wenn Sie Ihren Ionisierer nun so einstellen, dass das saure Wasser aus der Ableitung kommt (also im normalen Abfüllbetrieb für basisches Aktivwasser zapfen), ist das saure Wasser stärker ionisiert las wenn Sie den sauren Abfluss nach oben dirigieren, wo der Durchfluss höher ist. Denn je geringer der Duchfluss, desto stärker die Ionisierung.
  • Ich vertrete die 50:50 Philosophie, wo überall die gleiche Ionisierungsleistung herauskommt. Denn bei einem Gerät mit so geringem Wasserverbrauch müssen wir nicht wirklich Wasser sparen. Denn wir verbrauchen mit einer einzigen Toilettenspülung 4 – 9 Liter Wasser, mehr als in vielen Haushalten täglich durch einen Wasserionisierer fließt. Durch die Verengung am Auslauf der Elektrolysezelle wird immer das, was aus dem Sauerwasserablaufschlauch kommt, konzentrierter und stärker sein, je nach Einstellung. Wenn Sie also über die Tastaturvorwahl oben Sauerwasser wählen, kommt unten stärkeres Basisches Aktivwasser heraus als im Normalbetrieb.
  • Das verführt manche, auch das basische Trinkwasser aus dem Abwasserschlauch im Sauerbetrieb zu zapfen. Insbesondere dann, wenn ihnen das oben herauskommende basische Aktivwasser nicht stark genug ist. Dies ist aber hygienisch äußerst riskant, weil der Abwasserschlauch meist in der Bakterienbrutstätte des Spülbeckens hängt.
  • Daher habe ich mit Yasin Akgün und Joseph Paul ein Zubehörteil entwickelt, das den Abfluss auf 50:50 regeln lässt. So kann man immer aus dem zum Abfüllen vorgesehenen Edelstahlschlauch sein Wasser zapfen und muss nicht tricksen.
  • Übrigens: Dass das Sauerwasser in den meisten deutschen Regionen nicht wirklich sauer wird, ist normal. Wir haben hier meist viel Kohlensäure und weniger saure Ionen im Wasser. Wenn Sie Salz ins zugeführte Wasser mischen, ist das anders!

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Familie H.: Im Hausprospekt unseres Hotels fanden wir die Mitteilung, dass alles Wasser, das im Speisesaal gereicht werde und das in den Mischgetränken enthalten sei, energetisch aufbereitet werde und zwar nach einem Araté-Verfahren (www.arate.at). Es scheint eine weitere, dem Granderwasser ähnliche Methode zu sein, denn es wird als „belebtes“ und „energetisiertes“ Wasser bezeichnet. Der pH-Wert lag mit 7,0 allerdings auf der gleichen Höhe mit dem normalen Trinkwasser dort.

FAQ Eiskristall

Das Arate Wasser ist eine Wasserfiltrierung mit elektromagnetischer Strukturveränderung des Wassers.

Letzere ist spätestens nach 5 Metern Wasserleitung wieder weg, da nach dem Weiterfluss das Magnetfeld nicht mehr auf die dipolartigen Wassermoleküle einwirken kann. Dass dieser Einfluss durch ein „Wassergedächtnis“ weiter bestehen soll, kann durch die angeführten Eisfotografien nicht bewiesen werden, da Eis ja nicht durch die Leitung fließt.

Die zu Werbezwecken aufgeführten Eiskristallbilder nach Masaru —> Emoto sind hübsch, aber irrelevant, da flüssiges Wasser seine Clusterstrukturen innerhalb von Terasekunden ändert.

Man kann solche Zufallsfotos von jedem Eiskristall bekommen, man muss nur oft genug fotografieren.

Es ist wie bei den Schneeflocken. Jede ist anders. Siehe auch: —> Granderwasser

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Philipp B.: Man liest manchmal über die „geheime russische Forschung“ über Aktivwasser. Stimmt es, dass die Russen damit einen Atomangriff der Amerikaner überleben wollten?

  • Ich habe nur eine Forscherin aus der damaligen Zeit, die Ärztin Dina Gitelman, kennengelernt, die sich aber darüber in Schweigen hüllte. Der sowjetische Held der Aktivwasserentdeckung heißt Vitold Bakhir und ist inzwischen Chef einer großen Firma und Professor an einem riesigen Wasserforschungsinstitut in Moskau. Auch er beantwortete keines meiner Emails. Also bleibt nur Spekulation. Immerhin liefern seine englischsprachigen Websites www.bakhir.com und www.vbinstitute.org umfangreiches historisches Material.
  • Bakhir entwickelte Anfang der 70er Jahre ein basisches Aktivwasser zur Verbesserung von Bohrflüssigkeit für Erdgasbohrungen in Usbekistan. Da die Arbeiter an den Bohrtürmen weniger unter Sonnenbrand litten, wenn sie in dem Bakhir-Wasser badeten, untersuchte man die Schutzwirkung des basischen Elektrolytwassers bei Strahlenschäden aller Art und stellte fest: Es wirkt und ist kostengünstig. Es war die Zeit des kalten Krieges, der Atomkrieg mit unermesslichen Strahlenschäden war eine reale Bedrohung – also kamen vielleicht deshalb die Akten mit dem Stempel „streng geheim“ unter Verschluss. Erst 1981 drangen erste Nachrichten über die umfangreiche Forschung an die Öffentlichkeit.
  • 1985 gab es für elektrochemische Aktivierung die amtliche Anerkennung als neues wissenschaftliches Forschungsgebiet. Von 1987 – 1996 beschäftigte man sich mit der sogenannten kontaktlosen elektrochemischen Aktivierung, die in Wahrheit auf der Wanderung von Wasserstoffgas beruht.
  • Daraus entwickelte sich die umfangreichste und finanziell am besten ausgestattete Aktivwasserforschung, die es heute noch in Russland und einigen GUS-Staaten gibt. Nach der Wende haben sich aber die russischen Forscher international vernetzt, und es gibt wohl kaum noch Geheimnisse über die weltweit wirklich umfangreichste Forschung zum Aktivwasser. Dennoch sind immer noch viele Dokumente nur in russischer Sprache veröffentlicht.
  • Eine vorzügliche Enzyklopädie dieser Literatur hat der bedeutende russische Wasserforscher V. G. Shironosow zusammengestellt. Man muss sich angesichts dieser intensiven Forschung über Jahrzehnte nicht wundern, dass Wasserionisierer in den GUS-Staaten eine selbstverständliche Ware sind, die es in manchen Supermärkten zum mitnehmen gibt. Russische Bücher über dieses Thema haben schwindelerregende Auflagen und die Worte „Lebendiges Wasser“ und „Totes Wasser“ sind längst Bestandteil der „Volksmedizin“.
  • Ein gewisser Stolz über die sowjetische Eigenentwicklung zeigt sich auch in einem russischen Fernsehbeitrag, den ich in deutscher Übersetzung auf Youtube hochgeladen habe. Die attraktive russische Ex-Agentin Anna Chapman, die unter anderem Edward Snowden heiraten wollte, lüftet hier in geschickter Weise einige der Geheimnisse der russischen Wasserforschung. Hier wird allerdings nicht der kalte Krieg, sondern konkret der Afghanistan-Krieg als Grund für die Geheimhaltung genannt. Mein Youtube-Titel lautet: „Die gar nicht mehr so geheime russische Wasserforschung. Zu sehen hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=yZguTWzqiBY&index=10&list=PLS2_rQEROX8MycX4VrgY59rdINGSQFlXg

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Ingo K.: Stimmt es, dass sich Nitrat nicht mit einem normalen Wasserfilter, sondern nur mit einem Wasserionisierer aus dem Trinkwasser entfernen lässt?

Nitrat kommt im Trinkwasser als Anion NO3− vor, trägt also eine negative Ladung, die zusammen mit dem Nitrat während des Elektrolyseprozesses in einem Wasserionisierer in die Anodenkammer gezogen wird und sich dort anreichert. Entsprechend verringert sich der Nitratgehalt des Wassers in der Kathodenkammer , in der das basische Aktivwasser entsteht. Nach meinen Erfahrungswerten beträgt die dadurch erzielte Verringerung des Nitratwerts im basischen Aktivwassers durchschnittlich ein Drittel des Werts im ursprünglichen Leitungswasser. Die üblichen Vorfiltermedien in Wasserionisierern verringern den Nitratwert nicht.

Es gibt jedoch Filterpatronen mit Ionentauscherharzen, die irreführenderweise als Nitratfilter verkauft werden. Unter einem Filtermedium versteht man allerdings in der Regel etwas, das Stoffe aus dem Wasser entfernt, ohne etwas anderes hinein zu geben.Getauscht wird durch das Harz ein Nitrat-Anion gegen ein Chlorid-Anion. Statt Nitrat kommt also Chlorid ins Wasser. Das ist im Trinkwasser nicht unbedingt erwünscht, unterliegt aber im Wasserionisierer wegen seiner negativen Ladung Cl- denselben Gesetzen wie alle Anionen, das heißt, es hält sich vor allem in der Anodenkammer mit dem sauren Wasser auf, das durch das Chlorid auch eine höhere Desinfektionswirkung bekommt als mit dem Nitrat.

Bei einem bedenklichen Nitratgehalt (der offizielle Grenzwert liegt bei 50 mg/l) könnte man also an die Vorschaltung eines solchen Ionentauscherharzes denken, da der Grenzwert vielen Kritikern als viel zu hoch gilt.

Warum werden solche Patronen aber bisher nicht für Wasserionisierer angeboten, sondern müssten extern in die Wasserzuleitung eingebaut werden?

Nitrat selbst, als wichtiger Nährstoff für Pflanzenwachstum, kommt im Trinkwasser in der Regel nicht in gesundheitsgefährenden Mengen vor. Da es seit Urzeiten ein zentraler Bestandteil von Düngemitteln ist, weisen fast alle pflanzlichen Nahrungsmittel einen hohen Nitratgehalt von bis zu 4000 mg/kg auf. Wenn Sie zum Beispiel einen großen Rettich (2000 mg Nitrat/kg) verspeisen, nehmen Sie eine Nitratmenge zu sich, die 40 Litern Trinkwasser entsprechen würden, das mit dem maximal zulässigen Trinkwassergehalt von 50 mg belastet ist.

Immerhin gibt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit einen Anteil von 26,3 Prozent an, mit dem das Trinkwasser bei einem durchschnittlichen Deutschen an der täglichen Nitrataufnahme beteiligt ist. Gemüse liegt bei 61,7 Prozent, Getreideprodukte bei 4, Obst bei 3,9, Fleischprodukte bei 3,7, Milchprodukte bei 0,8 Prozent.

Die Weltgesundheitsdorganisation sieht ein Gesundheitsrisiko bei einer täglichen Aufnahme von mehr als 3,65 mg Nitrat pro kg Körpergewicht. Ein Kleinkind mit 5 kg sollte also nicht mehr als 18 mg Nitrat zu sich nehmen, ein Erwachsener mit 75 kg nicht mehr als 273 mg. Ich persönlich würde bei meiner gemüse- und damit nitratreichen Ernährung einen Vorfilter mit Ionentauscherharz in Erwägung ziehen, wenn der Nitratgehalt des Trinkwassers über 38 mg/liegt.

Das können Sie nach folgender Rechenmethode selbst einschätzen:

  • Nitratgehalt Ihres Trinkwasser mg/l z.B, 39 mg
  • minus 1/3 Verringerung durch den Wasserionisierer = 26 mg
  • x tägliche Trinkmenge Liter basisches Aktivwasser, z.B. 2 Liter = 52 mg Nitrataufnahme durch Wassertrinken
  • Körpergewicht z.B. 78 kg * 3,65 mg/kg = 284 mg maximal empfohlene Nitrat Gesamtaufnahme
  • Das entspricht einem Trinkwasseranteil an der Nitrataufnahme von 18,3 %.

Der statistische Mittelwert liegt dagegen bei 26, 3 %. Ich liege also um 8 Prozentwerte unter dem Durchschnitt. Das will ich mindestens, da ich gerne viel Gemüse esse und dadurch überdurchschnittlich mit Nitrat aus der Nahrung konfrontiert bin. Hätte ich keinen Wasserionisierer, wären es 78 mg Nitrat im Trinkwasser/Tag und damit 78:284×100= 27.6 %. Damit läge ich 1,3 Prozentpunkte über dem Durchschnitt, was ich auf keinen Fall will.

Also würde ich eine Entnitratisierungspatrone einsetzen. Diese entfernt auch Sulfat-Anionen, die oft für geschmackliche oder geruchlichliche Probleme des Wassers sorgen.

Solche Patronen, hier ein Beispiel von Aquaphor®, sind eine einmalige Anschaffung, da sie mit Kochsalzlösung regeneriert werden können. Wenn man sich an meinen vorgeschlagenen Rechenweg hält, erkennt man sofort, dass der entscheidende Faktor für die Erwägung eines solchen Filterverfahrens das eigene Körpergewicht ist. Je weniger Kilogramm Sie auf die Waage bringen, desto weniger Nitrat sollte im Wasser sein.

Zuletzt möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass der Pflanzennährstoff Nitrat in der Regel nicht das Hauptproblem bei der Trinkwassergüte darstellt. Da der Nitratwert aber in den meisten Fällen auf Düngemitteleinsatz hinweist, zum Beispiel durch Gülledüngung, gilt er als Verdachtswert dafür, dass das Wasser auch andere Stoffe aus der landwirtschaftlichen Schadstoffwelt enthält, etwa Hormone, Antibiotika, Herbizide, Pestizide etc., die nicht in jeder Trinkwasseranalyse dargestellt oder untersucht werden.

FAQ Nitrat filtrieren

Es gibt sogar eine zunehmende Tendenz in der medizinischen Forschung, die jahrzehntelange Verteufelung von Nitrat im Trinkwasser zu beenden. Selbst der Abbaustoff Nitrit kommt zu neuen Ehren, weil daraus in einem natürlichen Prozess der wichtige Gefäßerweiter NO (Stickoxid) gewonnen werden kann. Drei Beispielarbeiten hat mir der Wasserstoff-Forscher Tyler Le Baron genannt (leider nur in Englisch).

  • Nathan S. Bryan spricht sogar von einer therapeutischen Funktion bei Herzkrankheiten:
    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0891584906003303
  • Die Brown Foundation der Universität Houston/Texas kommt zu der Bewertung, dass die schwachen Hinweise auf ein Krebsrisiko durch Nitrit, Nitrat und Wurstwaren gegen den vergleichbar viel größeren gesundheitlichen Nutzen durch das NO (Stickstoffmonoxid) Gleichgewicht aufgewogen werden sollten.
    http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1089860309001165
  • Eine Studie von McNally, Griffin und Roberts stellt provokant die Frage, ob eine nitratreiche Ernährung auf dem Weg ist, sich vom Buhmann zum Helden bei Stoffwechselkrankheiten zu entwickeln.
    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/mnfr.201500153/full

Selbst in die Aktivwasser-Szene sind die neuen Bewertungen schon eingedrungen. So hat der Amerikaner Kurt Ruppman Sr. nitratreiches Wasserstoffwasser in Dosen entwickelt, das er unter dem Namen H2 Bev in verschiedenen Geschmacksrichtungen (z.B. Rote Beete, Limone) anbietet. Die Werte sind vielversprechend. Am Geschmack muss man noch arbeiten…

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Wir haben seit Jahren eine Grander Wasser Anlage und wollen diese auch nach der Anschaffung eines Wasserionisierers behalten. Lässt sich Granderwasser problemlos ionisieren?

  • Der Prozess der Wasserelektrolyse („Ionisierung“) bewirkt eine reale und messbare elektrochemische Veränderung des Wassers. Da Wasser durch „Begranderung“ keinerlei messbare Veränderung erfährt, lässt sich sogenanntes Granderwasser genau so ionisieren, wie dasselbe Wasser „unbegrandert.“ Es gibt keine Abweichung im Messergebnis beider Wassersorten. Wir haben das an mehreren Granderanlagen getestet.
  • Zum Hintergrund: Verschiedene Vertriebsfirmen bieten im Namen des Tirolers Johann Grander Wasser an, das an einem mit so genanntem Informationswasser gefüllten Metallzylinder vorbeifließt. Dadurch soll es in seiner nicht näher definierten „Struktur“ verändert werden und besondere Eigenschaften wie verstärkte Selbstreinigungskraft, erhöhte Lösungskraft, und ein verändertes mikrobiologisches Verhalten erhalten.
  • Einsatzbereiche des Grander-Wassers liegen zum Beispiel in der Trinkwasserversorgung, Verbesserung der Schwimmbadwasser-Qualität, Belebung von Quell-, Brunnen- und Tiefenwasser und in der Landwirtschaft. Angeblich soll auch ein Glas mit Grander-Wasser durch solche Informationsübertragung das Wasser in einem daneben stehenden Glas so verändern können, dass es die Eigenschaften von Grander- Wasser bekommen soll.
  • Unterstützung erhielt der Vertrieb durch eine Diplomarbeit (Klaus Faißner) der Universität Graz (2000), die als einzigen Unterschied zu normalem Wasser ermittelt hatte, dass begrandertes Wasser eine geringere Oberflächenspannung besitzen soll. Daraufhin kauften einige Schwimmbäder, Hotels und viele Privatpersonen Granderanlagen zur Wasserbelebung, die heute noch in Betrieb sind, wie offenbar bei Ihnen. Selbst die berühmten Lipizzanerpferde erhielten Granderwasser zu trinken und Johann Grander erhielt einen österreichischen Orden.
  • Im Jahr 2005 wurde aber in Neuseeland die Vertriebsfirma für Grander- Wasser zu Schadenersatz von umgerechnet 72.000 Euro verurteilt. Die Richterin im Verfahren bezeichnete die entsprechenden Produkte als Quacksalberei und Pseudowissenschaft.
  • Im Verfahren 4 R 1/06f urteilte schließlich auch in Österreich das Oberlandesgericht Wien am 17. August 2006, dass die Bezeichnung „aus dem Esoterik-Milieu stammender, parawissenschaftlicher Unfug“ für Granderwasser sachlich begründet sei.
  • Mit wissenschaftlicher Methodik durchgeführte Untersuchungen bestätigten keine der von Grander behaupteten Wirkungen. Insbesondere bewirkt es auch keine Veränderung der Oberflächenspannung des begranderten Wassers. Die Universität Graz hatte einen methodischen Fehler gemacht , weil sie für das Granderwasser einen Gardena-Gartenschlauch mit Weichmachern benutzt hatte, der die Oberflächen- spannung herabsetzte. (Quelle: http://homepage.univie.ac.at/erich.eder/wasser/skeptiker012008.pdf)

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Stephanie van O.: Ich habe die Wasserkristallfotos verschiedener Hersteller von Wasserionisierern, die Sie auch empfehlen oder zumindest empfohlen haben, verglichen. Es fällt mir schwer, zu ent- scheiden, welches Produkt das schönste Wasser erzeugt, da die Fotos alle sehr großartig aussehen. Aber solche Fotos entstehen ja schon aus bloßen Gedanken oder gesprochenen Worten, ja sogar aus der Umgebung heraus. Welche Aussagekraft haben sie denn in Bezug auf die Qualität von aktiviertem basischen Wasser?

  • Überhaupt keine… Liebe Frau van O., lesen Sie doch nochmal Ihre Frage! Stolpern Sie nicht auch über das Wort „Wasserkristalle“ ? Gibt es dieses Wort überhaupt oder ist es eine clevere kommerzielle Erfindung? Genau: Das richtige Wort lautet „Eiskristalle“! Was haben die mit Wasser zu tun? Nichts. Denn Wasser, das gefriert, wirft einen großen Teil seiner Inhaltsstoffe hinaus in das noch nicht gefrorene Wasser. Es entsalzt sich. Wäre das nicht so, wären viele Polarbewohner verdurstet. Unter einer Eisscholle ist das Meerwasser salziger als vor dem Einfrieren der Oberfläche. Eis entsalzt und reinigt sich beim Gefrieren bis zu einem gewissen Punkt. Ein fotografierter Eiskristall ist also eben nicht ein Bild des vor dem Einfrieren vorhandenen Wassers!
  • Absolut reines Wasser würde übrigens erst bei etwa minus 70 Grad Celsius gefrieren. Zum Glück gefriert Wasser schon bei etwa 0 Grad, weil es immer noch ein paar Kristallisationskerne in sich behält. Da diese Kristallisationskerne („Dreck“) sehr unterschiedlich sind, ist jeder Eiskristall und jede Schneeflocke auf dieser Welt zwar individuell, aber immer sechseckig (hexagonal). Je nachdem, wann Sie beim Gefrierprozess den Auslöser Ihrer Kamera drücken, um so schöner oder hässlicher ist der werdende, vollendete oder schmelzende Kristall.

Wasserkristalle Flocke

  • Hexagonales Wasser ist in der Natur überhaupt nichts besonderes, sondern in der Nähe des Gefrierpunktes der Normalfall. Sie brauchen kein Gerät außer einer Gefriertruhe, um hexagonales Wasser zu erzeugen. Masaru Emoto und die zahlreichen Lizenznehmer seiner Methode haben auch nichts anderes zur Verfügung. Hexagonales Wasser bei unserer Körpertemperatur von ca. 37 Grad Celsius wäre übrigens höchst störend, da viel zu „groß“ für unsere Zellkanäle. (—> Aquaporine). Keine Angst, auch wenn Ihnen irgendwelche Wasserverkäufer einreden wollen, Sie müssten hexagonales Wasser trinken: Sie bekommen höchstens eine Erkältung davon – ansonsten wird Ihr Körper es schon auf eine brauchbare Temperatur und Struktur erwärmen!
  • Eine neue Mär ist, es gebe seit den Forschungen von Gerald Pollack auch „Hexagonales Wasser zum Trinken.“ Wenn der arme Professor wüsste, was aus seiner großartigen Grundlagenforschung gemacht wird! Einige Internetsender präsentieren diesen Unsinn. Ich gehe auf diese Fragen näher im Kapitel „Elektrosmog“ ein, weil es nicht zum Thema Eiskristalle gehört.
  • Um Ihnen verständlich zu machen, dass Eiskristallbilder überhaupt nichts über die Qualität von Wasser aussagen können, will ich Sie noch mit ein paar Hintergrundinformationen ernüchtern. Ein Eiskristall, der direkt aus feuchter, aufsteigender Luft entsteht, besteht nach neuesten Forschungen von Chemikern der Universität Göttingen aus minimal 275 Wassermolekülen in einem sechseckigen Raumgitter, bei dem sich jeweils 4 Nachbarn an die chemische Hand nehmen, wo aber zunächst die Struktur noch deformiert und unregelmäßig ist.
  • Je nachdem in welcher Phase der Kristallbildung oder Auflösung der werdende oder zerfließende Kristall fotografiert wird, zeigt sich ein deformiertes oder schönes Bild. Erst bei 475 Molekülen ist der Kristall vollständig fertig und perfekt im Aussehen. (Quelle: Pradzynski, C.; Forck, R.; Zeuch,T.; Slavíèek, P., Buck, U., A fully size-resolved perspective on the crystallization of water clusters. Science, 21. September 2012) So kommen die unterschiedlich „schönen“ Eiskristallfotos Emotos in den verschiedenen Kristallisationsphasen zustande.
  • Die Fotografien bezeichnet Emoto selbst als Kunst, nicht als Wissenschaft. Wie ein Kunstfotograf wählt er auch die Schnappschüsse aus, die ihm am besten zum gestellten Thema „Frieden“, „Gewalt“, „Mozart“, „Liebe“ oder nach Wahl des Auftraggebers passend erscheinen. Er selbst ist es also, der die Gestalt der Fotos beeinflusst, nicht das fotografierte Eis oder das zugrundeliegende Wasser und dessen Qualität. So kann er ohne Gewissensbisse jedem, der ihm eine Wasserprobe schickt und die nicht geringe Lizenzgebühr entrichtet, ein wunderschönes Eisfoto schicken. Was die Vertriebsleute daraus machen, erfährt er vielleicht gar nicht. Er hat sich ja offiziell als Künstler deklariert und ist außerhalb jeder Haftung.
  • Eis ohne die Inhaltsstoffe von alltäglichem Wasser sieht so sexy aus wie die Aktfotografien von Helmut Newton. Schön anzusehen, aber nicht greifbar und real. Die Bilder mögen eine Botschaft haben. Aber sie liegt im Auge des Betrachters. Ich würde Masaru Emoto vielleicht als großen Foto- und Vortragskünstler, ja sogar als Visionär einer harmonischeren Welt verehren, wenn er sich selbst und seine Methode gegen die Vermarktung seiner künstlerischen Botschaften durch dubiose Geschäftemacher ernsthaft widersetzen würde. Seine in den Vorträgen zutage kommenden Visionen von Frieden, Liebe, Harmonie, die er durch willkürliche Fotoauswahl über Eiskristalle zum Ausdruck bringt, könnten ihn in die charismatische Nähe von Popstars oder Polit-Stars heben. Denn Wasser ist sicherlich ein global verständliches Harmoniekonzept mit unglaublichem Begeisterungsfaktor. Doch zwischen Emoto und Emotion für das Gute auf dieser Welt steht schlicht seine absolut kommerzielle Website, wo er seine Fotografendienste jedermann gegen Gebühr feil bietet. (http://www.masaru-emoto.net/english/index.html).
  • Doch so viele benutzen ihn! Ein Wasseraufbereitungsgerät ohne ein Emoto- Foto zum Beweis scheint beinahe nicht mehr verkaufbar! Doch ein unwissenschaftlich orientiertes Marketing von Wasserionisierern mithilfe von Emoto-Fotos, macht ein Produkt weder besser noch schlechter. Es kann sicherlich kurzfristig die Verkaufszahlen erhöhen, weil es „Naive einsammelt“. Angesichts des Konkurrenzdrucks, wo ebenfalls mit diesen irrationalen Argumenten geworben wird, sind solche Werbemaßnahmen auch verständlich. Die 100 Millionen Aktivwasser-Trinker weltweit sind sicherlich nicht nur durch rationale Argumente zustande gekommen!
  • Wir müssen aber sehen: Der Markt der Wasserionisierer wächst prozentual wie kaum ein anderer auf der Welt und fordert natürlich auch Wettbewerber und Kritiker heraus.
    Auch Kunden, die mit irrationalen Argumenten wie Emoto eingefangen wurden, werden wohl meist die positiven Wirkungen des Aktivwassers bestätigen.
    Mit den Fotos von Emoto kann man aber die Qualität eines Wassers. weder positiv noch negativ bestimmen.
    Es handelt sich um reine Werbefotos ohne Realitätsbezug. Denn die Eiskristalle stellen nicht das Wasser dar, für dessen Qualität sie einstehen sollen: Das Wasser vor und nach dem Schmelzen ist nicht dasselbe. Wenn Sie den Physikbüchern nicht glauben: Fragen Sie einen Eskimo!

FAQ Wasserkristalle Foto

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„Wasser von Gletschern sind ja Heilwässer mit einer bestimmten Zusammensetzung. Z.B. enthalten sie Hydride und das entsprechende Silizium welches diese stabilisiert. Ich nehme mal an, dass solche Hydride auch im „Basischen Wasser“ erzeugt werden?  – Wie hoch ist deren Konzentration? Gibt es eine Übersicht über die ungefähre chemische Zusammensetzung des BW?“

  • Es gibt verschiedene Hypothesen zum Vorkommen von Wasserstoffanionen in der Wasserszene, vor allem von Flanagan und Shirahata und Coll.. Dort wird die Stabilisierung dieser äußerst labilen Ionen in Mineralkolloiden vermutet.
  • Hayashi geht inzwischen nicht mehr davon aus, seit Ohta nachgewiesen hat, dass auch H2 antioxidativ wirkt. Er verlagert die Wirkung von H-  plausibel in den Körper, wo es durch Hydrogenase gebildet wird. Man kann davon ausgehen, dass dies durch die Anerobier im Colon geschieht. Flanagans Thesen gelten in der Wissenschaft als völlig obskur.
  • Die chemische Zusammensetzung von BW hängt von seiner ursprünglichen Zusammensetzung und vom Grad der Ionisierung ab, welche von einigen Moleküle H2O kathodisch in OH- und H abspaltet, wobei andere Kationen aus der Anodenkammer einwandern und Anionen in die Anodenkammer einwandern.
  • Dies gilt übrigens auch für Gletscherwasser, denn jeder Gletscher produziert ein anderes Wasser. Es kommt hier darauf an, über welches Gestein der Gletscher ausfließt. Silicium ist in Trinkwasser selten und kommt allenfalls als Kieselsäure vor, die bei der Elektrose im BW tatsächlich als Silizium- Ionen-Bestandteil vorhanden sein kann. Kurtov (Ecocvod-Ionisierer) arbeitet mit einer Graphit-Anode mit Siliciumeinschüssen. Ob das sinnvoll ist, weiß man nicht. Es ist sicher nicht schlecht, Silicium im Wasser zu haben.
  • Warnke behauptet in einem beigefügten Interview, BW sei ein Hminus-Wasser. Wie es sich damit verhält, gibt er allerdings nicht näher an. In einem Interview kann man viel sagen. Geforscht und publiziert hat er darüber nicht.
  • Mehr konnte ich zu diesem Thema leider nicht finden. Finde es auch nicht sehr wichtig, da es genügend gut geforschte Eigenschaften von basischem Aktivwasser gibt, die weitaus interessanter sind.

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Wird meist als anderer Ausdruck für verwirbeltes Wasser gebraucht. —> Twister

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Klaus B.: Ich habe gelesen, dass das Heilwasser aus dem Nordenauer Stollen in Flaschen bis nach Korea verkauft wird. Das spricht doch für seine Haltbarkeit. Wenn es also eine natürliche Quelle für Aktivwasser in Deutschland gibt, wozu soll man sich einen Wasserionisierer kaufen, der das ganze technisch herstellt?

In Deutschland wird das Nordenauer Stollenwasser nicht als Heilwasser verkauft, denn selbst der Stollenbesitzer behauptet nicht, dass es sich um ein Heilwasser handelt. Wenn man ein Ticket für einen Stollenaufenthalt löst, kann man zwar einen Kanister kaufen, um sich das dortige Wasser abzufüllen, aber man tut dies auf eigenes Risiko und muss für das Wasser auch nichts bezahlen.

Dass das Nordenauer Stollenwasser oft in Zusammenhang mit elektroaktiviertem basischen Wasser dargestellt wird, liegt möglicherweise daran, dass es in einer wissenschaftlichen Studie des japanischen Professors Sanetaka Shirahata im Zusammenhang mit basischem Aktivwasser erwähnt wurde. (Protective mechanism of reduced water against alloxan-induced pancreatic beta-cell damage: Scavenging effect against reactive oxygen species Cytotechnology, Volume 40, Numbers 1-3, 2002, pp. 139-149 ). Zusammen mit dem Mexikanischen Tracote-Wasser und dem japanischen Hita-Tenrysoi Wasser bezeichnet Shirahata das Nordenau Wasser als NRW (Natürliches Reduziertes Wasser), das ebenso wie elektrisch reduziertes basisches Aktivwasser (ERW) einen Gehalt an aktivem Wasserstoff (Wasserstoff-Anionen) besäße, der als der entscheidende Faktor für die Wirksamkeit gegen freie Radikale anzusehen sei.

Was das Wasser aus dem Nordenauer Stollen angeht, hat offenbar bisher noch niemand dieser Aussage über den Aktivwasserstoff widersprochen oder diese bestätigt. Shirahata, der ein führender Kopf der japanischen Wasserionisiererszene ist, benutzt den (in Deutschland nicht anerkannten) Heilwasserruhm von Nordenau-, Hita- und Tracote-Wasser, um ein natürliches Vorbild des elektroaktivierten Wassers anzugeben. In Japan ist es ganz besonders wichtig, ein natürliches Vorbild für aktiviertes Wasser zu besitzen, was sich etwa auch in der Namensgebung „Kangen“- Wasser („Zurück zum Ursprung“) widerspiegelt.

Aufgrund dieses Vergleichs glauben nun viele, in Nordenau gäbe es natürliches basisches Aktivwasser. Das ist allerdings nicht der Fall. Das Wasser aus dem Stollen mag tatsächlich in dem Schieferstollen mit aktivem Wasserstoff angereichert werden. Doch hat es weder ein negatives Redoxpotential noch einen hochbasischen pH-Wert. Meine Messwerte vor Ort, die 3 Stunden später auch noch von Dipl. Ing. Dietmar Ferger überprüft wurden, lagen bei pH 8,19 und ORP +134 mV (CSE).

Es gibt natürliches basisches Wasser bis etwa pH 9, das aber nicht antioxidativ ist, zum Beispiel in Baggerseen, großen Gebirgsflüssen, Wildflüssen oder in Pfützen nach einem Gewitterregen. Der Inn bei Passau mischt sich mit einem pH Wert von 8,24 und einem ORP von 71 mV in die Donau (pH 8,07, ORP +105 mV). Aus dem bayerischen Wald mischt sich von Norden her die Ilz dazu (pH 7,89, ORP +94 mV). Nach der Durchmischung der drei Flüsse lag der pH-Wert (an einem bestimmten Messtag) an der Zahnradfabrik Passau bei pH 8,1 und das ORP bei +114 mV (CSE). So viel Basenpulver, das ungenutzt nach Österreich fließt…. Dieses Wasser ist durch das Gestein geprägt, über das es fließt.

Es gibt auch natürliche antioxidative Gewässer. Ein Wildbach bei Bad Höhenstadt floß mit ORP -5 mV und pH 6,9 durch eine Saftkleewiese. In Bad Füssing kommt ein als Heilwasser anerkanntes Thermalwasser mit einem ORP zwischen – 224 und -264 mV (CSE) aus den Tiefen der Erde. Aber dieses Heilwasser ist nur antioxidativ und nicht hochbasisch, sondern fast neutral ( pH 7,35).

Die Kombination von hohem pH-Wert, niedrigem Redoxpotential, anormalem Kationenreichtum, hohem Gehalt an Wasserstoff in molekularer und nach Shirahata auch anionischer Form finden wir nur in basischem Aktivwasser aus einem elektrolytischen Wasserionisierer. Diese Kombination besteht nur während seiner —> Relaxationszeit.

Der Stollen in Nordenau hat wohl vielen Kranken geholfen und ist ein Ort voller Mystik. Einige Kilometer entfernt gibt es in Schmallenberg-Fredeburg ebenfalls einen wundersamen Heilstollen, in dem kein Wasser angeboten wird. (Abela Heilstollen). Er scheint auch zu funktionieren und dort wirbt man mit einer besonderen Luft. Auch eine Publikation von Deitmar Ferger weist auf strömende Luft in dem Schiefers- tollen von Nordenau hin, die über dem Quellschacht 1664 ppb Wasserstoff enthalten soll. Im Nordenauer Wasser des Stollens selbst zeigt er einen Messwert von 323 ppb. (http:// wasserstoffwasser.de/nordenau-auch-hier-wirkt-der-wasserstoff/ am 24.7.2016). Es scheint also zumindest bei geöffnetem Quellschacht doch eine geringe Menge Wasserstoff darin gelöst zu sein. Tatsächlich zeigt in Fergers Artikel verwendete Trustlex-ENH 1000 in feuchter Luft oberhalb von wasserstoffreichem Wasser Werte an, was ich durch einen Kontrollversuch bestätigen kann. Ob dies allerdings nun einen realen Wasserstoffwert angibt, müsste geklärt werden. Der Hersteller jedenfalls hat das Gerät für die Messung von gelöstem Wasserstoff in Wasser entwickelt und diese Messung entspricht nicht dem Einsatzspektrum des Geräts. In einem Kommentar zu Herrn Fergers Seite schrieb ich daher:

Das sind wohl eher Fake-Angaben: Nach dem Henry- Gesetz (https://de.wikipedia.org/wiki/Henry-Gesetz) müsste dann ja auch im Wasser dieselbe Wasserstoffmenge wie in der darüber gemessenen Luft, also 1664 ppb vorhanden sein und nicht nur 323 ppb. Warum wurde denn nicht das Wasser aus der Quelle unmittelbar gemessen? Es müsste ebenfalls 1664 ppb haben. Das abgebildete Messgerät ENH 1000 hat auch laut Hersteller Trustlex überhaupt nicht die Fähigkeit, Wasserstoff in der Luft zu messen. Wenn man das Wasser in dem Stollen in einen der dort verkauften Kanister füllt, hat es bereits einen Wasserstoffgehalt von 0 ppm. Die weltweit verkauften Plastikflaschen ebenfalls, weil der Kunststoff den Wasserstoff binnen weniger Stunden ausgasen lässt.

Im Stollen gibt es möglicherweise therapeutische Effekte durch das aus der Quelle und den Schieferporen eingeatmete Wasserstoffgas. Dies erklärt auch die empirisch belegten Erfolge des nahe Nordenau gelegenen Schieferstollens Abela Heilstollen in Schmalenberg, die dort ausschließlich auf die dortige Luft zurückgeführt werden: Dort gibt es auch keine angeblich Heilsame Quelle. Außerhalb des Stollens und gar mit dem Nordenau-Stollenwasser in Flaschen aus Plastik gibt es keinerlei Nachweis einer heilsamen Wirkung. Ehrlicher macht es die – im Gegensatz zu Nordenau staatlich anerkannte – Heilquelle der Europa Therme von Bad Füssing, die noch 10 Minuten nach dem Abfüllen 501 ppm Wasserstoff aufweist. Niemand behauptet dort, man könne das heilende Quellwasser abfüllen und mitnehmen, ohne dass die Heilwirkung verloren geht.

Völlig unglaubwürdig wird Dietmar Ferger dann mit seinem Querverweis auf die Seite „Sind Wasserionisierer noch sinnvoll?“ Dort schreibt er: „Wasserionisierer, wie sie von Aquion, Tyent, Sanuslife, IonQuell, Kangen bzw. Enagic etc. angeboten werden, erzeugen mit dem basischen ionisierten Aktivwasser ebenfalls etwas molekularen Wasserstoff – die Wirkung dieses Wassers beruht ja auf dem molekularen Wasserstoff, nicht auf dem pH-Wert oder den freien Elektronen, nur ist dieser Wasserstoff sehr leicht flüchtig und es gibt auch keine direkte Verbindung zwischen dem pH-Wert und der Menge an molekularem Wasserstoff, d.h. es gibt Geräte die erzeugen viel Wasserstoff bei niedrigem pH-Wert, bei anderen wird sehr wenig Wasserstoff selbst bei hohen pH-Werten erzeugt.“ (Quelle: http://wasserstoffwasser.de/sind-wasserionisierer-noch-sinnvoll/ 24.7.16). Diese Behauptungen: „etwas molekularen Wasserstoff“ – „freie Elektronen“…sind ohne jeden Beleg und falsch. Denn: Die Löslichkeit von molekularem Wasserstoff hängt nicht mit dem pH-Wert des Wassers zusammen. Ein höherer pH-Wert wirkt sich nur auf das Redoxpotential aus.

Wasserionisierer, die weniger Wasserstoff im Wasser speichern als andere elektrische oder chemische „Ionisierer“, sind entweder nicht an europäische Wasserverhältnisse angepasst, weil sie zu wenig Elektrodenoberfläche oder zu wenig Elektrolysestrom liefern.

Hier ein Beispiel, bei dem zur Verdeutlichung auch mit den „Fake“ Messgerät von Truslex gemessen wurde.
Ferger setzt nun neuerdings auf reine Wasserstoffgeräte. Obwohl er selbst Wasserionisierer in Deutschland als erster eingeführt hat, ist er offenbar verzweifelt, weil er keine starken Geräte in seinem Sortiment hatte, die ausreichend Wasserstoff im Wasser speichern können. In der Tat waren seine früheren „Ionquell“ Geräte in dieser Hinsicht nicht gerade führend. Seine jetzigen WasserstofffwasseGeräte liefern nach eigener Aussage nur 800 bis 1000 ppb Wasserstoff. Selbst wenn sie dies bei europäischem Wasser liefern würden, wäre es immer noch 1/2 weniger als gute, an Europa angepasste Wasserionisierer, die bis zu 2000 ppb Wasserstoff im Wasser speichern und das Wasser auch basisch machen, was keinesfalls in seiner Gesundheitswirkung unterschätzt werden darf.

Aber sie liefern gar keine 800 bis 1200 ppb. Der von Ferger vertriebene „Tumbler“ (rotes Gerät rechts) lieferte bei einem test mit 0,5 l Volvic Mineralwasser nicht mehr als andere Wasserstoff Booster auf dem Markt. (10 Min. Betriebszeit).

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Axel O.: Worauf muss ich beim Kauf eines Wasserionisierers achten, wenn es um die Elektrolysezelle geht?

  • Die äußere Größe oder der Rauminhalt der Zelle („so groß wie eine VHS- Kassette“) ist relativ unwichtig. Was wichtig ist, ist die Elektrodenoberfläche, die mit dem durchfließenden Wasser in Berührung kommt. Fragen Sie Ihren Verkäufer also nicht nur nach der Zahl der Elektroden, sondern auch nach deren Größe. Je mehr Quadratzentimeter Kontaktfläche zwischen der Platinbeschichtung und dem Wasser sind, desto höher ist die Leistungsmöglichkeit eines Ionisierers. Hartes Wasser benötigt mehr Leistung als weiches. Wasser, das reich an Hydrogencarbonat ist, erhöht ebenfalls die Leistungsanforderung. Die für Haushaltsgeräte üblichen Zellen haben zwischen 400 und 2000 cm2 Kontaktfläche. Die Oberfläche ist aber nur bei hartem Wasser ein Verkaufsargument. Es gibt nämlich weitere Faktoren.
  • Die Wattzahl der Stromversorgung ist von geringerer Bedeutung, da dies die Maximalwattzahl ist, die immer ausreichen sollte, weil die Netzteile ja genau auf die Elektrodenoberfläche abgestimmt sind. Der tatsächlich verbrauchte Strom wird hauptsächlich durch die Elektrolythaltigkeit des Wassers bestimmt. Das Wasser „verlangt“ also vom Netzteil letztlich die maximale Strommenge. Daneben kann man durch geschickte Regelungselektronik auch die Leistung einer kleinen Elektrodenoberfläche maximieren. Manche Geräte haben noch alte Stromversorgungen mit Trafos. Diese verbrauchen aufgrund ihres geringeren Wirkungsgrades mehr als moderne Schaltnetzteile. Zusätzlich erzeugen sie „Elektrosmog“, dessen Auswirkungen auf das Wasser bislang ergebnislos diskutiert werden. Einen messbaren Unterschied im produzierten Aktivwasser hinsichtlich der Netzteile gibt es jedenfalls nicht. Man kann auch mit einem Auto, das 20 Liter/100 km braucht zu den Wasserspielen vor der Villa d`Este nach Rom fahren. Es verändert lediglich den ökologischen Fingerabdruck, den man der Nachwelt überlässt. Das Ziel wird aber auch so erreicht.
  • Standard für Elektroden von Haushalts-Ionisierern ist platinbeschichtetes Titan. Das Edelmetall Platin wird als Katalysator auf die Kontaktfläche aufgebracht, um die Leistung der Anode bei der Sauerstoffabspaltung zu erhöhen und deren Korrosion durch Oxidation zu unterbinden. Durch die Wahl und Qualität dieses Materials verhindert man, dass Metallionen aus den Anoden ins Wasser übergehen, wie zum Beispiel bei sogenannten Opfer-Anoden, die sich langsam auflösen. Die Kathode dagegen unterliegt der Korrosion nicht. Da bei modernen Wasserionisierern aber zum Kalkschutz die Elektroden mal als Anode und mal als Kathode benutzt werden, wird auch die Kathode mit Platin beschichtet. Bei der Art der Beschichtung gibt es unterschiedliche Qualitäten: Sprühplatin – Galvanisches Tauchbad – Galvanisches Tauchbad mit anschließendem Verbacken im Ofen. Meist sehen Sie an den Garantiezeiten, welches Verfahren gewählt wurde. Besprühte Elektroden haben meist nur die gesetzliche Mindestgarantiezeit. Seriöse Anbieter geben über die Schichtdicke (bis zu 0,3 μm) und Oberflächenstruktur der Elektroden Auskunft.

FAQ Korrodierte Elektroden - Elektrolysezelle

  • Fragen Sie unbedingt nach der Form der Elektroden. Wenn die Elektroden nicht alle absolut gleich gestaltet sind und eine glatte Oberfläche haben, kann es durch asymetrische Stromflüsse schnell zu einer lokalen Verkalkung kommen, die dann Schichten aufbaut, die auf die Diaphragmen drücken und diese durchlöchern. Dies gilt bei „mashed“ Elektroden, die meist schräge Schlitze haben, bei gelöcherten Elektroden und ganz besonders bei sogenannten wabenförmigen Elektroden. Geräte mit derartigen Elektroden funktionieren meiner Erfahrung nach nur in Weichwassergebieten problemlos. Jegliche Unregelmäßigkeiten wirken sich bei kalkhaltigem Wasser negativ aus, selbst wenn ein –> Kalkschutzsystem nach dem Prinzip der Flussumkehr eingebaut ist. Der Kalk findet dann leicht Nischen, in denen eine geringere Strömungsdynamik herrscht und breitet sich von dort weiter aus.
  • Das bestgehütete Geheimnis von Elektrolysezellen ist deren Strömungsdynamik. Wie wird das Wasser so durch die Zelle geführt, dass die meisten Wassermoleküle in das Hochspannungsfeld der Elektrodenoberfläche kommen? Bei Durchfluss-Ionisierern ist die Kontaktzeit für den Durchfluss durch die Zelle deutlich unter einer Sekunde. Wird das Wasser schlecht geführt, werden nur die „Ränder“ des Wasserstroms ionisiert. Auch die beste Software zur Spannungsregelung kann Ingenieursfehler bei der Durchflussführung nicht wett machen. Deswegen holen manche Geräte aus einer kleinen Elektrodenfläche mehr Leistung heraus als andere aus einer größeren. Letztlich bleibt dem Endverbraucher nur der direkte Vergleich bei gleichem Ausgangswasser und gleicher Durchflussmenge. Zum objektiven Vergleich müssen auch die Vorfilter überbrückt werden, da manche Hersteller die Leistung über dort zugemischte Chemikalien nach oben trimmen (—> chemische Wasserionisierung). Um solche Vergleiche zu verhindern und die Nutzung anderer Filter auszuschließen, sind manche Hersteller dazu übergegangen, die Filter mit elektronischen Überwachungschips auszustatten. Ist der Chip abgelaufen oder nicht vorhanden, wird die Elektrolysezelle nicht mehr mit Strom versorgt. Es gibt Möglichkeiten, dies zu umgehen, jedoch erfordert es technischen Aufwand.
  • Der Laie kann aber ein wichtiges Merkmal der Strömungsdynamik leicht überprüfen: Wenn mehr basisches als saures Aktivwasser aus dem Wasserionisierer fließt, kann die Leistung einer Zelle nicht voll ausgeschöpft werden. Diese „Leistungsbegrenzung“ entsteht dadurch, dass die größere Menge basischen Aktivwassers nicht so viel Kontaktzeit mit den Elektroden hat wie die kleinere Menge sauren Wassers. So kommt es dann, dass ein Gerät mit 7 Elektroden und 1039 cm2 Kontaktfläche bei gleichem Wasserdurchfluss und neutralisierten Bedingungen nur einen pH-Wert 9 erreicht, während ein Gerät mit 665 cm2 sogar pH 9,8 erreicht. Werbeprospekte beschönigen dies gern, indem sie von einem höheren Anteil basischen Wassers oder von „weniger Sauerwasserabfall“ sprechen. Immerhin kann man sich mit solchen Fehlkonstruktionen arrangieren, indem man die Funktionstaste für Sauerwasser wählt und das basische Aktivwasser dann aus dem für Sauerwasser vorgesehenen Ausgang zapft. Leider hört man dabei meistens nervige Warnhinweise aus dem Soundchip. Dafür zapft man dort bei Wasserionisierern mit asymetrischer Wasserverteilung auch stärkeres basisches Aktivwasser. Am natürlichsten sind Wasserionisierer, die entsprechend des symmetrischen Aufbaus einer klassische Elektrolysezelle das Wasser jeweils zur Hälfte trennen. Abwasser zu sparen, macht bei der Toilettenspülung, beim Duschen, beim Waschen, Geschirrspülen und überall da Sinn, wo viel Wasser verbraucht wird: Da wir selten mehr als 3 Liter /Tag basisches Aktivwasser zum Trinken benötigen, ist die Einsparung von 1 bis 2 Litern saurem Abwasser wirklich völlig unsinnig. —> Umkehrosmosefilter benötigen ein Mehrfaches an Abwasser, obwohl sie nicht einmal Wasser in Trinkwasserqualität liefern!
  • Mit der von mir mit Dipl. Ing. Yasin Akgün und Joseph Paul entwickelten Hydrionator® Flow Improvement (HIT) – Technik lässt sich durch ein leicht einzubauendes Zubehörteil das Verhältnis von Sauerwasser und Basenwasser bei fast jedem handelsüblichen Durchfluss-Ionisierer so verbessern, dass die Leistung im basischen Bereich um bis zu 1,5 pH verbessert wird.

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Julia M.: Ich habe in meiner Single-Wohnung keinen Platz für einen Durchlauf-Ionisierer, reise viel und will auch nicht mehr als 1 Liter basisches Aktivwasser am Tag trinken, weil ich viel Obst esse. Welchen Topfionisierer empfehlehlen Sie?

  • Der Vorteil von Topfionisierern ist, dass sie mit jedem Wasser fertig werden, weil man beliebig viel Zeit programmieren kann, in denen die beiden Elektroden in dem Topf auf das Wasser einwirken. Im schlimmsten Fall fängt es zu kochen an und der Topf schmilzt. Brennen habe ich noch keinen gesehen. Allerdings warne ich vor Geräten aus dem Internet, die keinerlei elektrischen Sicherheitsnormen wie CE zu unterliegen scheinen. Geschmolzen sind schon viele. Daher kaufen Sie bitte ein Gerät mit Timer und CE Konformitätserklärung. Ihre Versicherung wird sonst einen Schaden eventuell nicht regulieren. Es gibt seit langem in der EU nach verlässlichen Sicherheitsnormen produzierte Topfionisierer in Deutschland unter der Bezeichnung „Aquaphaser ® Classic“, die von einem Familienbetrieb in Litauen hergestellt werden. Die Topfionisierer dieser Firma sind allerdings nicht mit dauerhaften Diaphragma-Membranen ausgestattet und entsprechend aufwändig in der Handhabung.

Aquacentrum-aQuator-Topfionisierer-Burbuliukas-Aquaphaser-Wasserionisierer

  • Bequemer, wenn auch mit 2 Litern Produktionsmenge etwas groß geraten, ist der in Korea gefertigte Aquavolta® BTM 3000. Er besitzt eine Dauermembran, die nach meinen Erfahrungen länger als 5 Jahre funktioniert.Es gibt auch Topfionisierer ohne Diaphragma, die allerdings kein basisches und saures Aktivwasser herstellen, sondern nur sogenanntes —> HRW Hydrogen Rich Water oder Functional Water wie —>Anolyt neutral.Da die bisherigen Topfionisierer keine Druckkammer darstellen, entweichen Wasserstoff und Sauerstoff schon während der Elektrolyse. Die Relaxation beginnt schon während des Prozesses und Mineralien fallen aus, bevor man das Wasser trinken kann.Die Verkäufer bezeichnen diese Mineralienfladen am Topfboden oder auf dem Wasser als Calciumhydroxid schwimmend als ausgeschiedene Schadstoffe. Das ist nicht ganz richtig, denn es sind auch ausgeschiedene „Gutstoffe“, die das Wasser aufgrund der prozessdauerbedingten Erwärmung nicht halten kann. Quantitative Analysen, dass auch Schadstoffe ausgefällt werden, konnte ich trotz langer Recherche über die Grundlagen dieser Behauptung bisher nicht finden. Vor allem russische Hersteller loben ihre Topfgeräte mit solchen Behauptungen aus.
  • Daher gilt für mich: Topfionisierer sollte man nicht mit unfiltriertem Leitungswasser betreiben, da ionisierte Schadstoffe gefährlich sein können. Diesen zweiten Nachteil gegenüber Durchlaufgeräten an der Wasserleitung kann man durch einen zusätzlichen externen Wasserfilter beseitigen oder indem man bedenkenfreies Mineralwasser einkauft und einfüllt. Das belastet allerdings den vorher eingesparten Etat auf Dauer, weshalb ich dies nur für Reisen empfehle.
  • Der dritte Nachteil liegt ausschließlich in der Bequemlichkeit begründet. Da ein Topfionisierer kein Automat ist, ähnelt er einem Espressotopf, den man anders als einen Automaten nach jeder Produktion reinigen, spülen und abtrocknen muss.
  • Trotz allem – vor allem zum Kennenlernen von Aktivwasser, bei jüngeren Singles mit schmaler Haushaltskasse, oder auch in Altersheimen ohne Wasseranschlussmöglichkeit auf dem Zimmer ist ein Topf- Elektrolysegerät eine vertretbare Lösung. Viel besser als ein —>chemischer Wasserionisierer.
  • Empfehlen kann ich allerdings aus heutiger Sicht nur Topfionisierer mit druckdichter Konstruktion, bei denen der erzeugte Wasserstoff nicht schon während der Produktion ausgasen kann. Ausgereift in dieser Richtung sind vor allem die mit einer PEM-Zelle arbeitenden Wasserstoff-Booster, die manchmal auch Tumbler genannt werden. Die althergebrachten Topfionisierer aus Litauen, Russland oder Korea sind aufgrund ihrer offenen Konstruktion hauptsächlich zur Produktion von Anolyt, also einem Desinfektionsmittel auf der Basis von hypochloriger Säure, geeignet. Im Trinkwasserbereich zeigen sie nämlich erhebliche Defizite beim Aufbau von gelöstem Wasserstoff. Es wird lediglich ein niedriges Redoxpotential erzeugt, was aus heutiger Sicht nicht entscheidend ist. –> Redoxpotential von Aktivwasser

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Chemische Wasserionisierer

Hans-Christian L.: Wieso empfehlen Sie keine mineralischen Wasserionisierer, die ohne Strom funktionieren? Diese sind viel billiger und erreichen laut Dietmar Fergers Buch „Jungbrunnenwasser“ (S.66) Werte bis pH 10 und ein Redoxpotential von -400 mV, also sogar mehr als Sie mit pH 9,5 und höchstens -350 mV empfehlen. Zudem soll das Wasser aus einem mineralischen Wasserioniserer für den Feinschmecker rund, voll und warm schmecken, während das aus dem elektrischen Wasserionisierer als „kühl, klar und technisch“ (S. 77) bezeichnet wird.

  • Ich empfehle mineralische Wasserionisierer nicht nur nicht, sondern rate davon ab. Sie erzeugen kein zum Trinken empfehlenswertes basisches Aktivwasser, sondern chemische Laugen.
  • Ferger berichtet in seinem von Ihnen genannten Buch (Jungbrunnenwasser, Weil am Rhein, 2011, S.65) völlig korrekt über den Unterschied zwischen chemischen Laugen und aktiviertem Wasser: „Elektrolytisch hergestellte Basen und Säuren haben bei gleichem pH-Wert ein wesentlich höheres bzw. niedrigeres Redoxpotential“.
    Dies ist aber der entscheidende Punkt: Ohne elektrische Aktivierung entspricht das Redoxpotential im Verhältnis zum pH Wert der Nernst-Gleichung. Man kann es nach einer Formel berechnen und muss es gar nicht messen. Nur durch den Elektrolysevorgang kommt es zu den anormalen Redoxpotentialen, welche als erster Vitold Bakhir entdeckt hat. (Prilutzky, V. / Bakhir, V., Electochemically activated water: Anomalous properties, mechanism of biological action, Moskau 1997).
    Die anormalen Redoxpotentiale sind metastabil, das heißt, sie verschwinden während einer bestimmten —> Relaxationszeit. Nur während dieser Relaxationszeit bestehen die außergewöhnlichen Fähigkeiten des Aktivwassers, die ihm seinen Einsatz als —> Funktionswasser erlauben.

FAQ Kannenfilter

FAQ Filter 2

  • Fergers Aussage ist umso unverständlicher, als er auf S. 72 klar und deutlich erklärt: „Wichtig für die biologische Wirkung ist, dass basisches Aktivwasser und saures Oxidwasser physikalisch hergestellte Lösungen sind. Dies bedeutet, dass der pH-Wert auf physikalischem und nicht auf chemischem Wege, also durch die Zugabe von Chemikalien bzw. Mineralien geschieht. Die OH- – bzw. H+ – Ionen sind deshalb >>frei<<, sie haben keine >>korrespondierende<< Chemikalie im Wasser.“ Er verdeutlicht dies auch noch am Beispiel einer Natronlauge (NaOH), welche die Magensäure HCl bei Kontakt neutralisiert, indem sie Kochsalz NaCl und Wasser bildet nach der Formel NaOH + HCl <=>Na+ + Cl- + H2O. Dagegen „bleibt bei einem freien OH- – Ion die Magensäure unangetastet, da das Chlor mit einem OH–Ion kein Salz bilden kann. OH- + HCl <=>OH- + H+ + Cl- <=> Cl- + H2O.“ (a.a.O. S.72). Auf chemischem Weg mithilfe von Mineralien kann also keine biologische Wirkung erzielt werden. Die mineralischen Wasserionisierer sind biologisch sinnlos.
  • Leider ist der Begriff Wasserionisierer nicht schützbar und wissenschaftlich noch nicht eindeutig definiert. Ursprünglich sprach man in Deutschland von Elektrolysegeräten. Ab 1979 bürgerte sich in Japan der Begriff „Alkaline Ionized Water Apparatus“ ein, der dann durch das Marketing verschiedener Hersteller zum heute üblichen Handelsbegriff „Waterionizer“ verkürzt wurde, auf deutsch eben „Wasserionisierer“. Der Begriff ist grundsätzlich nicht falsch, da bei der Elektrolyse ja tatsächlich das Wassermolekül H2O in die Wasser-Ionen OH- und H+ zerlegt wird.
  • Tatsächlich können diese Zerlegung von Wassermolekülen in Ionen aber auch dem Wasser zugesetzte Mineralien herbeiführen. Allerdings nur, indem sie eine korrespondierende Chemikalie in Form eines Ions zur Verfügung stellen. Je nach Art des Minerals und dessen Standort auf der chemischen Redoxskala, verändert sich durch die Chemikalie auch der dem pH-Wert und der nach der Nernst-Gleichung korrespondierende Redoxwert.

Chemische Wasserionisierer Elemente Ionen

  • Bei naiver Betrachtung passiert also durch beide Vorgänge zum Beispiel im „Basenwasser“ dasselbe: Der pH-Wert steigt, das Redoxpotential sinkt. Es fragt sich nur, um wie viel.
  • Dennoch kann man beides ungestraft „Wasserionisierer“ nennen. Eine unglaubliche Fülle solcher Mineralmischungen in Form von billigen Pulvern, Kannen, „Filtern“, „Alka-Streamern“, Töpfen, Sticks und Stäben füllt den Markt mit dem Versprechen „Basenausgleich“, „antioxidativ“ etc., ohne dass erwähnt wird, dass sich nur bei der elektrolytischen Wasserionisierung das Redoxpotential im Verhältnis zum pH-Wert so außergewöhnlich verändert, dass ein besonderer Nutzungszeitraum entsteht. Diese Unsauberkeit des Begriffes Wasserionisierer hat mich dazu veranlasst, auf den Begriff „ionisiertes Wasser“ zu verzichten und systematisch den Begriff „Aktivwasser“ oder „aktiviertes Wasser“ anzuwenden, denn aktiviert ist die chemische Variante der Wasserionisierung nicht.
  • Vor allem sind diese mineralischen Wasserionisierer nicht regelbar. Man muss jedesmal neu nachmessen, weil die Mineralien in nicht kontrollierbarer Menge ans Wasser abgegeben werden. Die von Ferger angegebenen Spitzenwerte im Bereich des Redoxpoentials habe ich nur bei einem dieser mineralischen Wasserionisierer messen können, und jedoch nur in der ersten Betriebswoche. Danach sank die „Leistung“ rapide ab. Ich habe die meisten dieser Produkte getestet. Fast alle bewirkten nach einer Woche bei Münchner Leitungswasser (dH 15,5) nur noch minimale, kaum messbare pH-Wert- und Redoxpotentialveränderungen. Benutzen Sie unbedingt Messgeräte, falls Sie so etwas tatsächlich gekauft haben. Zumindest der pH-Wert muss beständig kontrolliert werden, um vor starken Laugen geschützt zu sein.
  • Die Geschmacksurteile der von Dietmar Ferger angeführten Feinschmecker sind nicht ausreichend belegt. Wurde da Wasser mit gleichem pH und Redoxwert verglichen? Kaum, denn rein physikalisch ist das mit diesen unterschiedlichen Ionisier-Methoden gar nicht möglich.
  • In den vielfältigsten Angebotsformen schwirren die Mineralmischungen durch den Markt, die dem Verbraucher vortäuschen, er trinke basisches Aktivwasser. Mal als Tee-Ei, mal als Durchflussfilter, als Schüttelbecher oder Zauberstab.

Chemische Wasserionisierer Tee Ei

 

 

Chemische Wasserionisierer Durchflussfilter

  • Die Zusammensetzung der für mineralische Wasserionisierer verwendeten Beimischungen und Filtermaterialien scheint keiner Kontrolle und Regelung zu unterliegen. Exakte Mengenangaben finden sich auf keinem der auf dem Markt befindlichen „Geräte“. Neben auch in —> Biokeramikfiltern eingesetztem Material mit Turmalin und säureschluckendem Zeolithpulver werden zum Brennen der Kügelchen Aluminiumsilikate verwendet, denen Kalium, Calcium, Magnesium, Silber, Eisen, Zink, Kupfer, Molybdän, Mangan, Lithium und andere Substanzen beigefügt wird, häufig sogar die in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel verbotene giftige Halbleitersubstanz Germanium (Ge).
  • Auch metallisches Magnesium (Mg) wird beigemengt, ein Material, das auch in Feuerwerkskörpern Verwendung findet. In Wasser gelöst, senkt es dessen Redoxpotential und hebt den pH-Wert an. Dies ist ein Scheineffekt, der ausschließlich auf der Stellung des Elements Magnesium in der elektrochemischen Spannungsreihe (—> Redoxpotential) beruht und mit Wasseraktivierung nichts zu tun hat. Es wird Wasserstoff freigesetzt nach der Formel Mg + 2H2O -> Mg (OH)2 + H2. Die Wasserstoffsättigung des Wassers ist der Grund für das Absinken des Redoxpotentials. Da aber anders als bei der elektrolytischen Gewinnung der Wasserstoff (H2) während der langen Einweichzeit der Mineralpatronen ausgast und das metallische Magnesium nicht gleichmäßig wirkt, nützt das nicht viel. Das erzielte Redoxpotential ist um mehr als das Doppelte geringer als bei einer Elektrolyse.
  • Das bekannteste Produkt dieser Art ist Hidemitsu Hayashis Hydrogen Rich Water Stick. Lesen Sie die Verbraucherberichte bei Amazon. (Siehe: http://www.amazon.com/Original- Hydrogen-Rich-Water-Stick/product-reviews/B002PIJ63C/ ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1)

 

 

 

 

  • Öffnet man eine dieser Mineralpatronen, sieht die gruselige Mischung etwa so aus wie nebenan abgebildet. Wie verkeimungssicher sie bei mehrmaligem Gebrauch ist, sei dahingestellt.

FAQ Mineralpatronenmischung

  • Ich hoffe, ich habe nun klar dargelegt, warum ich von mineralischen Wasserionisierern abrate. Deren Leistung (im Beispiel mit – 80 mV (CSE) bei pH 8,07) ist nicht nur gering, sondern biologisch uninteressant. Was also kann man tun, wenn man auf Reisen basisches Aktivwasser trinken will? Ich persönlich finde immer Platz im Koffer für einen kleinen –>Topfionisierer. Vor Ort kaufe ich mir dann stilles Mineralwasser und ionisiere es damit.
  • Es gibt auch elektrische Mini-Elektrolysegeräte auf dem Markt, die sogar in einer Handtasche Platz haben. Was Sie sich merken müssen: Es gibt kein basisches Aktivwasser ohne die Verwendung von elektrischem Strom und ohne eine Abführung des sauren Wassers. Nur durch das Einwerfen von Kügelchen erhalten Sie kein Aktivwasser mit anormalem Redoxpotential und —> Relaxationszeit, sondern lediglich eine normale chemische Lauge wie unten abgebildet.
  • Bei dem kleinen IonyTM nebenan wird das Sauerwasser in den Hohlraum im Inneren des Stabes gesaugt und das basische Aktivwasser entsteht außen im Glas. An dem als Kathode verwendeten Silberdraht sehen Sie Wasserstoffblasen.
    Auch wenn dieser Handtaschen-Ionisierer 3 Stunden für normale Werte (-222 mV (CSE)) in einem Glas Wasser braucht und vielleicht auch auf Dauer nicht gerade hygienisch in der Handhabung ist, die Vergleichswerte beim gleichen Ausgangswasser zeigen doch am Redoxpotential den deutlichen Unterschied: Hier wurde eben nicht chemisch ionisiert und wir sehen ein anormales Redoxpotential im Verhältnis zum erzielten pH-Wert.

Chemische Wasserionisierer elektrische Mini Elektrolysegeraete Messungen

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Ulrich K.: Japanische Wasserionisierer sind meist viel teurer als koreanische oder chinesische. Sind sie auch besser, weil die Japaner die längste Erfahrung mit dem Bau von Wasserionisierern haben?

Entscheidend ist das Engineering

  • Ähnlich wie Deutschland ist Japan ein Hochlohnland, sodass die Produktionskosten in Japan höher sind als in Südkorea oder gar in Taiwan, China oder Malaysia, wo solche Geräte sonst noch produziert werden. Die Endmontage erfolgt vielfach nur aus Imagegründen in Japan. 1992 wurden pro Jahr noch über ein Million Wasserionisierer „made in Japan“ verkauft. Diesen Markt hat Japan inzwischen zu 75 Prozent verloren.
  • Entscheidend ist nicht die Produktion, sondern das Engineering. Obwohl die japanischen Herstellerfirmen schon älter sind als die koreanischen, ist kein technologischer Vorsprung erkennbar. Im Gegenteil: Dem teuersten 2013 in Europa erhältlichen japanischen Haushaltsgerät der Traditionsfirma Enagic® (Leveluk SD 501) fehlt ein technisches Feature wie die Durchflussmengenanzeige, die zum geregelten Betrieb eines Wasserionisierers unbedingt erforderlich ist. Daneben fehlt eine moderne Flow-Change Vorrichtung zum —> Entkalken, weil es in Japan praktisch kein hartes Wasser gibt.
  • Auch die Anschlusstechnik des japanischen Spitzengeräts Leveluk SD 501 ist für europäisches Küchendesign zu primitiv.
    Selbst weit billigere Geräte aus China, Taiwan oder Malaysia besitzen heute modernere Features.
  • Auch die früher legendäre Haltbarkeit japanischer Geräte ist meiner Meinung nach im Gefolge des allgemeinen Industrietrends zurückgegangen.
    So gewährt der deutsche Vertrieb der südkoreanischen Firma AlkamediTM auf die Geräte bis zu 15 Jahre Garantie, während die Wettbewerber aus allen anderen Ländern lediglich 2 – 7 Jahre Garantie anbieten. (Stand August 2015). Ich persönlich glaube nach 11 Jahren Erfahrung mit Durchlauf-Wasserionisierern nicht, dass ein Wasserionisierer in Mitteleuropa nicht länger als 10 Jahre ohne den Austausch zentraler Komponenten halten wird. Insbesondere die hochempfindlichen Polymer-Diaphragmen sind für längere Lebensdauern nicht vorgesehen. Garantien sind heutzutage eher ein Marketinginstrument als ein sicherer Hinweis auf eine besondere Qualität der Komponenten.

FAQ Japanische Anschlusstechnik

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Gert G.: Meine Frau streikt trotz besserer Einsicht. Sie will einfach nicht noch ein Gerät auf ihrer Küchenplatte herumstehen haben. Warum sperren Sie sich so strikt gegen Untertisch – Wasserionisierer?

  • Lange Jahre habe ich mich tatsächlich dagegen gesperrt: Keines der früher getesteten Geräte funktionierte länger als 1 Jahr! Auf notwendige Ersatzteile von Testgeräten über 2000 € Einkaufspreis warte ich zum Teil schon 5 Jahre vergeblich.
  • Die technischen Probleme dieser Geräte sind aber heute zumindest in einem Fall (Aquavolta® Revelation II) gelöst.
  • Wegen der sichtbar störenden Schlauche liebäugeln viele, die sich einen Wasserionisierer für ihre gut designte Markenküche anschaffen wollen mit einem Untertischmodell, bei dem das eigentliche Gerät unter der Spüle verschwindet.

FAQ Untertisch Ionisierer Wasserhehn

  • Bei einem Untertisch-Ionisierer wird das Aktivwasser über einen separaten Hahn mit Fernbedienung über einen ordentlichen Auslauf gezapft und das saure Wasser fließt ebenso säuberlich ins Spülbecken, ohne dass etwas Störendes hinein hängt.
  • Untertisch-Wasserionisierer haben mit folgendem bauartbedingten Problem zu kämpfen:
    Aus dem oberen Hahn läuft in der Regel basisches, aus dem unteren saures Wasser.
    Wird das Abzapfen beendet, bleiben beide Wassersorten in der aufsteigenden Leitung stehen, während sich bei guten Auftisch-Ionisierern das gesamte Aktivwasser über eine Drainageleitung durch den Sauerwasserschlauch entleert.

FAQ Untertisch ionisierer Revelation II

  • Da nun basisches Aktivwasser in der sogenannten Relaxationszeit (1 – 30  Std.) über-schüssige Mineralien absondert, kommt es sehr leicht zu einer Verengung der aufsteigenden Leitung vor allem durch sich absetzenden Kalk. Man kann das verhindern, indem man nach dem Abfüllvorgang jedesmal für einige Sekunden saures Wasser durch den basischen Auslauf laufen lässt, indem man die ACIDIC- Taste drückt. Dies wird aber von unerfahrenen Benutzern, insbesondere von Kindern, leicht vergessen und ist auch umständlich. Leider hat sich bislang nur ein Hersteller von Untertisch-Wasserionisierern zum Einbau eines von mir seit 2013 geforderten  vollautomatischen Selbstreinigungssystems durchgerungen. Daher kann ich derzeit nur den technisch ausgereiften AQUAVOLTA® Revelation II empfehlen, dessen System folgendermaßen arbeitet:

FAQ Untertisch Ionisierer Infograph 1

– Kurz nach dem Abzapfen spült das Gerät einige Sekunden beide Leitungen mit umgekehrter Polarität sauer/basisch. Dieses Wasser bleibt stehen.

FAQ Untertisch Ionisierer Infograph 2

– Während der Relaxation bis zum nächsten Zapfen neutralisieren sich beide Wässer in der Leitung. Beide Wässer lösen dabei Ablagerungen der anderen Sorte. Z.B. Kalk.

FAQ Untertisch Ionisierer Infograph 3

– 3 Sekunden nach dem erneuten Zapfstart, ist das Restwasser aus der Leitung entfernt und Sie können Ihr Wasser wie gewohnt entnehmen.

  • Die beiden Probleme bisheriger Untertischionisierern (Verkalkung des Auslaufs und Verkeimungsrisiko)  lassen sich aber auch mit dem von Dipl.Ing.Yasin Akgün erdachten Bedienprozess lösen. Dabei schaltet man nach dem Abfüllen für wenige Sekunden auf die saure Stufe. So steht im Hinblick auf die Probleme unproblematisches kalkfreies und nicht verkeimendes Wasser in der Auslaufsäule. Allerdings erfordert dieses Verfahren ständige Aufmerksamkeit und wird insbesondere von Kindern gern vergessen.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Dieter K.: Wie oft muss ich das Diaphragma meines Topf-Wasserionisierers austauschen? Haben Durchlaufgeräte länger haltbare Membranen?

  • Das Diaphragma, eine teildurchlässige Membran, welche die Anodenkammer einer Elektrolysezelle von der Kathodenkammer trennt, verlangsamt den gesamten Ionenaustausch, weil die Naturgesetze, die die Hydroxidionen zu den Protonen bzw. zur Anode ziehen, durch das Diaphragma sozusagen am sofortigen Vollzug gehindert werden.
  • Ganze Wassermoleküle gehen im Gegensatz zu den Ionen des Wassers nicht durch die Poren der Membran. Die Membran ist auch gasdicht, sodass sich der an der Kathode freiwerdende Wasserstoff nicht mit dem an der Anode freiwerdenden Sauerstoff zu Wasser zurück vereinigen kann.
  • Bei einem Topfionisierer sehen Sie die Membran direkt vor sich. Bei einfachen Geräten besteht sie nur aus einem Stück Pappe oder Stoffgewebe, manchmal wird Backpapier verwendet oder Butterbrotpapier. Diese Einfachdiaphragmen zeigen schnell Verschleiß, den Sie z.B. daran erkennen, dass Wasser durchläuft. Dann bitte sofort austauschen. Dasselbe gilt bei Verschmutzung, Algen, Schimmel oder Verkeimungspuren durch Biofilm – im Prinzip bei allen farbigen Auffälligkeiten: Austauschen.

FAQ Diaphragma Topfionisierer

  • Das Diaphragma sollte einmal am Tag gut durchtrocknen. Ein Diaphragma, an dem sich Kalkspuren zeigen, kann man mit Zitronensäure entkalken.
  • Die Diaphragmen von Haushalts-Durchlaufgeräten bestehen dagegen aus lange haltbaren Kunststoffmembranen, meist auf der Basis von Polymeren. Im Gegensatz zu den Membranen der Topfionisierer sind sie hitzeempfindlich und verlieren ihre Poren durch Verklumpung bei zu starker thermischer Belastung.
    In der Regel sind solche Membranen nicht über 40° Celsius belastbar.
    Wie auch die Elektroden müssen sie regelmäßig im Rahmen der Zellentkalkung von Kalkspuren befreit werden. Hier sehen Sie eine leicht verkalkte Membran aus einem Durchlauf-Ionisierer in einer rasterelektronenmikroskopischen Aufnahme bei 1000-facher Vergrößerung.
    Man sieht bereits kristalline Schuppungen auf dem Polymer.

FAQ Verkalkte Membran

  • Die Haltbarkeit wird unterschiedlich eingeschätzt. Ich selbst habe schon Membranen gesehen, die auch nach 8 Jahren Betrieb keine Abnutzungsspuren zeigten. Hersteller, die über eine moderne Entkalkungstechnik mit Flussumkehr verfügen, geben bis zu 15 Jahren Garantie. Andere nur 2 Jahre.
  • Ob eine solche Membran in einer geschlossenen Elektrolysezelle zerstört ist, lässt sich ohne Augenscheinnahme nur dann diagnostizieren, wenn die Leistung des Geräts deutlich abnimmt, obwohl keine Verkalkung und kein elektronischer Defekt vorliegen.
  • Bei Industriegeräten gibt es auch keramische Diaphragmen, die sogar eine Reinigung mit Salzsäure überstehen. Diese werden aber hauptsächlich zur Erzeugung von Anolyt verwendet, also hochsaurem Aktivwasser aus Salzlösung.
  • Auch Haushaltsgeräte mit Elektrolysezellen ohne Diaphragma werden inzwischen angeboten. Ihr Vorteil: Man könnte auch warmes Wasser durchlaufen lassen und zum Beispiel mit Aktivwasser duschen. Im Jahr 2013 habe ich ein solches Modell für eine deutsche Importfirma getestet. Doch die bei einem Wasserdurchfluss von 1,6 Liter/Minute erzielte pH-Wert Anhebung lag gerade mal bei 0,7 pH. Statt dem real erreichten pH 8,1 zeigte das Gerät aber irreführenderweise pH 10,2 an. Ein späterer Test an einem neueren dieser Geräte im Herbst 2015 brachte ebenfalls keine Ergebnisse, die diese Art von Zellen als geeignet für Gegenden mit Wasser empfiehlt, das auch nur mittlere Härtegrade hat.
  • So verbarg sich hinter der schicken Fassade eine völlig unzureichende Technik, die der Diaphragmatechnik weit unterlegen ist.Preislich vergleichbare Geräte mit Diaphragmazellen schaffen mindestens eine Anhebung von 2 – 3 pH Stufen. Die Diaphragmazellen mit mehreren geschichteten Elektroden sind also technisch noch immer die bei weitem beste Lösung und man kommt um eine Entkalkungstechnik nicht herum. (Stand Oktober 2015)

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Heilpraktiker B.: Es dürfte schwierig sein, für wenig Geld ein gute Lösung zu finden. Insofern erscheint mir der Twister für Patienten mit wenig Geld immer noch besser als gar nichts zu tun, auch wenn damit das gleiche Wasser hergestellt werden kann. Dass damit das Wasser eine bessere Struktur erhält, sich bessere Kristallbilder ergeben und auch das Blut verbessert wird, ist doch ebenso belegt wie bei Aktivwasser.

  • Ihre Aussagen über dieses Gerät treffen nicht zu. Daher ist es auch keine Alternativlösung zu einem Wasserionisierer. Ein Wasserverwirbler wie der Twister und ähnliche „Vortex“ – Geräte nach der Grundphilosophie von Viktor Schauberger gibt keine Elektronen und damit auch keine Lebendigkeit ins Wasser, auch wenn er mit Batterien betrieben wird oder einen Elektrostecker hätte, wie ein Wasserionisierer. Die Werbeaussage auf der Schachtel ist klug gewählt. „Biologisch störende oder unnatürliche elektromagnetische Prägungen“ sollen dadurch korrigiert werden. Die Korrektur bedarf des Twisters nicht, da Wasser nur als Eis elektromagnetische Prägungen behalten kann. Der Twister ist aber zum Eis-Crushen nicht geeignet.
  • Wasser erhält durch kein Gerät dieser Welt außer durch eine Eismaschine eine bleibende Struktur. Eiskristalle sind kein Wasser. Bilder davon sagen über die Qualität von Wasser absolut nichts aus. —>Emoto.
  • Einen ähnlich hübschen Wirbel könnten Sie auch mit Ihrem Haushaltsmixer, Küchenquirl oder Pürierstab ins Wasser zaubern. In der Hauptsache mixt der Wirbel Luft ins Wasser, er fügt also was hinzu. Wenn die Luft sauber ist, schadet das nicht, nützt aber auch nichts, weil wir keine Fische sind. Wir brauchen Sauerstoffgas in der Lunge, nicht im Magen, auch wenn die Nonnen aus Adelholzen das ihren gläubigen Sauerstoffwasserkäufern das immer wieder vorbeten.
  • Nun gibt es Zeitgenossen, die verkaufen Wasserionisierer und empfehlen den Kunden als Zubehör eine Art Wirbler zum Aufstecken auf den Auslauf für basisches Aktivwasser. Die Vernünftigen haben sich sehr schnell von diesem Konzept verabschiedet, weil sie gemerkt haben, dass das —>Redoxpotential sich verschlechtert, also positiver wird. Das signalisiert einen Verlust an Elektronen, was manche darauf zurückführten, dass die Wirbelaufsätze aus Edelstahl waren und die Elektronen angeblich abgeleitet haben. Der Twister wird übrigens mit Batterien ohne Elektro-Magnetosmog betrieben und die Wirblerschraube besteht aus Kunststoff. Da wird nichts abgeleitet.
  • Es liegt aber an der Verwirbelung selbst, da die kinetische Energie das empfindliche Gefüge von Hydroxid-Ionen und Wasserstoff im basischen Aktivwasser zerstört, wie man mithilfe des Twister zeigen kann, wenn er z.B. mit basischem Aktivwasser von -204 mV (CSE) gefüllt wird: Nach rund 2 Minuten Twistern haben wir 228 mV an negativem Redoxpotential verloren.
  • Zusätzlich fallen die Mineralien —>Calcium und Magnesium aus dem Aktivwasser aus und es wird weicher. Das sieht man am Verlust von zwei braunen Härte-Indikatorfeldern im Twister gegenüber dem verwendeten basischen Aktivwasser links.
  • Der Twister gehört nicht in den Restmüll, sondern muss umweltgerecht entsorgt werden. In einem haben Sie aber recht. Sowohl durch Twisterwasser als auch durch basisches Aktivwasser verbessert sich die Fließfähigkeit von Blut, da viele Menschen viel zu wenig hydriert sind. Allerdings wissen wir, dass es mit basischem Aktivwasser zu einer viel schnelleren und nachhaltigeren Verbesserung des Vitalblutbildes und der Durchblutung kommt.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Joachim M.: Wie groß sind die Wassercluster bei den einzelnen von Ihnen empfohlenen Wasserionisierern?

  • Je heißer Sie selbst sind, desto größer werden die Wassercluster in Ihnen. Denn nur Sie selbst sind es aufgrund Ihrer thermischen Energie, der die Größe der getrunkenen Wassercluster bestimmt. Was im Wasserionisierer damit passiert ist und auf den Fotos oder Grafiken der Hersteller gezeigt wird, hat nur eine Terasekunde gedauert und ist längst vorbei, wenn Sie das Wasser trinken. Es ist ganz einfach: Mit steigender Temperatur werden die Wassercluster immer größer, bis sie beim Verdampfen in ihre Einzelteile zerfallen. Umgekehrt heißt das: bis zum Gefrierpunkt werden sie kleiner und stoppen bei der wohlbekannten hexagonalen Form von Schneeflocken und Eiskristallen.
  • Die beste Wassercluster-Verkleinerungsmaschine haben Sie in jeder Ihrer Körperzellen ständig am arbeiten. Lesen Sie dazu das Stichwort: Aquaporine.
  • Ausführlicher: Wassercluster (Wassermolekülklumpen, Haufen, geordnete Ansammlungen) sind durch Wasserstoffbrückenbindungen gebildete geometrisch geordnete Wassermolekülverbände. Wasserstoffbrückenbindungen dauern etwa eine Billionstel Sekunde. Daher sind Messungen von Clustergrößen nur Momentaufnahmen ohne jegliche Aussagemöglichkeit über eine unterschiedliche Hydrierung, die man sich naiv als kleinere Cluster vorstellen mag.

FAQ Wassercluster

  • Basisches Aktivwasser, das aus einem Wasserionisierer austritt, unterliegt noch zahlreichen Relaxationsprozessen, bei denen z.B. Wasserstoffgas entweicht.
    Diese turbulenten Verwirbelungen mögen dazu beitragen, dass basisches Aktivwasser in niedrigeren Frequenzen als normales Wasser bei der Kernspinresonanzdarstellung schwingt.
    Stabile oder gar nützliche Clusterstrukturen sind daraus nicht ableitbar.
  • Die Hydrierung von Zellen erfolgt nicht durch Wassercluster, sondern durch einzelne Wassermoleküle über Aquaporine.
    Lediglich das Einfrieren von Wasser führt zu einer zufälligen Momentaufnahme von Wasserclustern, weswegen jede Schneeflocke anders aussieht.
    Da aber gefrorenes Wasser kein physiologisches Vorkommen besitzt, kann die Struktur von Eiskristallen auch nichts über eine physiologische Wirkung oder gar über ein „Gedächtnis“ von Wasser aussagen.

FAQ Wassercluster Graph

Die durch Thermographie nachweisbare schnellere Aufnahme von basischem Aktivwasser in die Körperflüssigkeiten liegt nach meiner Auffassung nicht an der geringen Cluster- größe, sondern daran, dass das basische Aktivwasser einen Elektronenüberschuss (-100 bis – 350 mV CSE) gegenüber den Körperflüssigkeiten (negatives —>Redoxpotential – 7 mV bis -100 mV CSE) aufweist, während normales Trinkwasser einen starken Elektronenmangel (+80 mV bis + 350 mV CSE) aufweist.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Herbert F.: Ich möchte meiner Frau zur Silberhochzeit einen Wasserionisierer schenken. Bei der Suche bin ich nun auf Wasserionisierer mit einer Preisspanne von 40 € bis über 4000 € gestoßen! Ist nun der billigste am schlechtesten und der teuerste am besten?

  • Der vor etwa 30 Jahren aufgekommene Begriff „Wasserionisierer“ (water ionizer) bezeichnete ursprünglich Elektrolysezellen mit —> Diaphragma, mit denen man mindestens zwei Sorten Elektrolytwasser herstellen kann, die man heute als basisches und saures Aktivwasser bezeichnet.
  • Diese Elektrolytwässer waren seit den 30er Jahren in Deutschland als Arzneimittelspezialitäten registriert, aber man wusste eigentlich nicht, warum sie funktionieren. Es gab auch nur eine kleine Fabrik, in der sie hergestellt wurden. Näheres dazu unter dem Stichwort –> Natterer.
  • Als die Herstellungstechnik verbessert und haushaltsfähige Elektrolysegeräte vertrieben wurden, nutzte man pH-Messgeräte, um den Kunden die Veränderung des Wassers durch die Geräte veranschaulichen zu können. Bei der Elektrolyse werden Wassermoleküle in die Wasserionen H+ und OH- zerlegt, also begann man, von Wasserionisierern zu sprechen. Das Verhältnis der beiden Wasserionen bestimmt den messbaren pH-Wert.
  • So sprach man in Fachkreisen meist von „alkaline ionized Water“, während der Volksmund aus dem kationischen Teil des Elektrolytwassers einfach „Basisches Wasser“ machte, weil die Verkäufer immer mit pH-Messungen argumentierten und besonders in Japan viel von Übersäuerung die Rede war. Damit wurde das Wort „Wasserionisierer“ allmählich mit der Erzeugung von „basischem Wasser“ assoziiert, ohne es von einer chemischen Lauge zu unterscheiden. So kam es zu dem heutigen Produktwirrwarr, den ich am Anfang des ersten Buchteils in einer Grafik geordnet habe.
  • Basisches Wasser lässt sich nämlich kinderleicht auch ohne Diaphragmaelektrolyse erzeugen. Dazu wird dem Wasser zwar keine Säure entzogen, aber eine Chemikalie zugegeben, die das Wasser basisch macht. Die Vielfalt dieser Trittbrettprdoukte, die ebenfalls unter der Bezeichnung Wasserionisierer angeboten werden, habe ich unter dem Stichwort —> chemische Wasserionisierer analysiert.
  • Der Begriff „Wasserionisierer“ lässt sich nicht schützen und wird daher entgegen dem ursprünglichen Sinn auch für chemische Wasseradditive verwendet, denen durch geschickte Verpackung das Aussehen eines „Geräts“ verliehen wird. Daher bemühen sich die Fachleute um eine exaktere Begriffbildung, allerdings herrscht noch keine Einigkeit. Ich habe für einen elektrolytischen Wasserionisierer den Kunst- begriff Hydrionator® gebildet und diesen schützen lassen. Jeder Hersteller eines solchen Geräts kann von mir ein kostenloses Nutzungsrecht dafür bekommen. Ich sehe im Moment keine andere Möglichkeit, die Verwirrung auf dem Markt zu beseitigen.
  • Was Sie Ihrer Frau schenken sollten ist ein Wasserionisierer auf Basis der Diaphragma-Elektrolyse. Es gibt dabei einfache —> Topfionisier mit zwei Elektroden und Durchlaufgeräte mit eingebautem Vorfilter und einer —> Elektrolysezelle mit mehreren —> Elektroden. Komfortable Geräte mit automatischer Selbstentkalkung und langjährigen Garantien kosten um die 2000 € (Stand 2014). Mehr würde ich nicht ausgeben. Also ist der teuerste nicht der beste.
  • Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten, der nicht auch noch andere Wasseraufbereitungstechniken „im Gepäck“ hat. Gerne können Sie sich auch auf der von mir gestalteten Webseite www.quantomed.com ausführlichst über meine aktuellen Empfehlungen bezüglich Technik und Anbietern von Wasserionisierern informieren. Dort erläutere ich auch meine auf 10 Jahren Erfahrung beruhenden K.O.-Kriterien. In jedem Fall aber sollten Sie Ihre Frau nicht überraschen, sondern in die Kaufentscheidung einbeziehen.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Am 16.7.16 schrieb Oswald B.: Was halten Sie von dem Produkt Vital Water Plus Hydrogen Rich Water System with natural mineral water auf der Website http://www.ekpt.com/product.htm ?

Vital Water Plus Hydrogen Rich Water System White Pearl Black Pearl

Dies ist eine typisches OXY-Hydrogen Gerät auf der Basis einer membranlosen Elektrolyse mit 12 V/1,5 A

Zusätzlich wird Magnesium (metallisch) im Wasser unter Freisetzung von Wasserstoff gelöst. Dieses muss mit Säure regelmäßig regeneriert werden, weil es oxidiert. Untypisch ist noch die gleichzeitige Verwirbelung des Wassers und ein Magnet mit 5400 Gauss.

Vital Water Plus Hydrogen Rich Water System mineral ring

Folgende Messwerte werden vom Hersteller angegeben:
http://www.ekpt.com/images/lab-test_dissolved-hydrogen-level_a.png

Das Maximum der Wasserstoffsättigung von 1,2 ppm wird nach 10 Minuten Betrieb erreicht.

Der pH-Wert des Wassers steigt durch die ausgewählten Mineralien und die Ausgasung von Kohlendioxid während der Elektrolyse um ca. 2 pH an.

Vital Water Plus Hydrogen Rich Water System ppm chart

Vital Water Plus Hydrogen Rich Water System pH values

Vital Water Plus Hydrogen Rich Water System composition

Gleichzeitig wird mit metallischem Magnesium, FIR-Keramikbällen und Calciumkügelchen eine Aufmineralisierung und eine chemische Ionisierung des Wassers vorgenommen. Die genaue Zusammensetzung wird als „Herstellergeheimnis“ aufgeführt. Ungewöhnlich gegenüber chemischen Wasserionisierern ist eine kleine Wirblerdüse über dem Mineralring, durch die Mineralien besser im Wasser verteilt werden sollen.

Vital Water Plus Hydrogen Rich Water System ORP comparison

Das Redoxpotential sinkt vor allem durch den gelösten Wasserstoff auf ca – 200 mV (CSE)

Vital Water Plus Hydrogen Rich Water System cluster width

Das Verhalten bei einer Magnetresonanzmessung verändert sich. Diese Ergebnisse sind allerdings völlig unstabil und lassen keine Aussage über kleinere Wassercluster zu, da diese sich innerhalb von Sekundenbruchteilen ständig verändern. Diese Messungen sind pseudowissenschaftlich. Beide Cluster sind auch relativ groß. Dies liegt an der nicht üblichen Trinktemperatur von 27 Grad C.

Vital Water Plus Hydrogen Rich Water System clustered water

Die Pseudowissenschaftlichkeit zeigt sich auch an dem Bild eines Wasserkanals in der Zellmemebran. Denn diese Wasserkanäle (Aquaporine) lassen niemals Wassercluster in die Zelle passieren, sondern nur einzelne Wassermoleküle.

http://www.ekpt.com/lab_test_cluster.htm

Die Pseudowissenschaftlichkeit zeigt sich auch bei der Behauptung von hexagonal strukturiertem Wasser, das durch das Gerät produziert würde.
Die Krebsforschungen von Dr. Won H. Kim werden in einem völlig falschen Zusammenhang zitiert.
Sie beziehen sich auf Wasser mit Calcium-Ionen, das durch seine größere Zahl von Exklusions-Zonen mehr hexagonale Ringe um die Ionen ausweist.
Dies macht aber das Wasser als Ganzes nicht hexagonal strukturiert.

Vital Water Plus Hydrogen Rich Water System water crystal photos

Ebenfalls unwissenschaftlich sind die abgebildeten Vorher- Nachher Eiskristalle nach der Methode von Masaru Emoto.
Es handelt sich nach Emotos eigenen Aussagen um eine freie künstlerische Auswahl von Fotos.
Eiskristalle werden immer hexagonal. Je nach der Phase des Gefrierens, in der der Fotograf auf den Auslöser drückt, entstehen unterschiedliche Bilder davon.
Mit Trinkwasser hat das absolut nichts zu tun. 

http://www.ekpt.com/lab_test_hexagonal.htm

Vital Water Plus Hydrogen Rich Water System Kirlian photos

Der in das Gerät verbaute Magnet von 5400 Gauss hat während der Elektrolyse nach dem Prinzip der Elektromagnetischen Induktion einen möglicherweise den Prozess verbessernden Einfluss auf das Wasser der sich in einer besseren Löslichkeit von Mineralien, Wasserstoff und Sauerstoff im Wasser zeigen könnte. Dies zeigt sich letztlich an den Ergebnissen. Die hierzu angeführten Kirlian-Fotos von Fingerspitzen sind aber nicht darauf zurück zu führen. Sie zeigen lediglich die nach dem Wassertrinken immer auftretende stärkere Energieabstrahlung an den Extremitäten, deren Ursache der verbesserte Blutfluss ist, der sich auch mit anderen Methoden nachweisen lässt. Diese Fotos kann man auch ohne den Einsatz eines Magneten erzielen.

http://www.ekpt.com/lab_test_energy.htm

Vital Water Plus Hydrogen Rich Water System vital blood

Ferner führt der Hersteller dunkelfeldmikroskopische Vitalblutfotos zur Illustration der Wirkung des „Hydrogen Rich Alkaline Reduced Water“ aus dem Gerät an. Dies ist allerdings unzureichend, denn jede Form von Wassertrinken verdünnt das Blut. Auch auf dem zweiten Bild sieht man noch, dass manche der Blutzellen sich noch nicht gegenseitig abstoßen, also einen Mangel an Zellspannung aufweisen. Es ist nur mehr Flüssigkeit vorhanden.

Um die Wirkung tatsächlich zu demonstrieren, müsste man dieselbe Versuchsperson zur selben Zeit und in derselben Ausgangslage (nüchtern) eine bestimmte Menge eines anderen Wassers trinken lassen.
Dann muss man die Blutprobe in derselben Zeit (am besten 10 Minuten) nach dem Trinken kontrollieren. Nur so kann man zeigen, dass das eine Wasser einen besseren Effekt hat als das andere. Dieser Nachweis ist für basisches Aktivwasser schon des öfteren erbracht worden und auch in meinem Buch „Elektroaktiviertes Wasser” dargestellt.
Allerdings habe ich dabei Basisches Aktivwasser aus einem Diaphragma-Ionisierer verwendet. Ob es mit OXY-Hydrogen Water, das auch Sauerstoff enthält, ebenso deutlich besser funktioniert als mit Mineralwasser, ist jedenfalls durch diese beiden Fotos nicht belegbar.

Ich möchte Sie dringend auf folgende Unterschiede zwischen Oxy-Hydrogen Water (Knallgaswasser) und basischem Aktivwasser aus einem Wasserionisierer hinweisen:

  • Mangels Wassertrennung gibt es auch keine Gastrennung zwischen gelöstem Sauerstoff und Wasserstoff. Durch sein oxidatives Potential kompensiert aber der Sauerstoff die antioxidative Leistung des Wasserstoffs, sodass die gesundheitliche Wirkung zumindest geringer ist.
  • Dadurch entsteht auch kein außergewöhnlich niedriges Redoxpotential
  • Bei der Ein-Kammer Elektrolyse in einem OXY-Hydrogen Gerät werden dem Wasser auch keine Anionen wie Chlorid, Sulfat, Nitrat entzogen. Es werden lediglich mehr basische Mineralien wie Magnesium und Calcium hinzugefügt.

Über Oxy-Hydrogen Wasser, das man auch durch die Begasung mit Wasserstoff oder chemische Reagenzien erzeugen kann, gibt es erst seit 8 Jahren Forschung. Basisches Aktivwasser wird seit 1931 erforscht und man hat wesentlich mehr Erkenntnisse darüber.

Dennoch ist es sicherlich besser, Wasser aus dem Vital water plus zu trinken als ein gewöhnliches Wasser. Durch die vergleichsweise simple Technologie sind solche Geräte auch kostengünstiger herzustellen als klassische Wasserionisierer auf der Basis von Diaphragma-Elektrolyse.

Allerdings finde ich unter diesen Geräten die mobilen Varianten mit einem 5 V Akku die bessere Lösung, weil sie es überall und unterwegs einfach ermöglichen, besseres Trinkwasser zu erzeugen. Hier ein von mir geprüftes und selbst unterwegs benutztes Gerät mit einem ausführlichen Video dazu. https://www.aquacentrum.de/shop/aquacentrum-blue-700-hydrogen-water-maker-hrw/

Die Verwirbelung und den Einsatz eines Permanentmagneten halte ich nach meinen entsprechenden Versuchen dazu eher für Marketing-Schnickschnack. Die Zufügung von Mineralien ist bei den meisten mitteleuropäischen Mineral- und Leitungswässern nicht nötig, da diese bereits ausreichend damit beladen sind. Bei Bedarf kann man sie aber in Pulverform bei jedem mobilen Gerät leicht zugeben.

Warum ist es Unsinn, Sauerstoffwasser zu trinken und besser, den gelösten Sauerstoff aus dem Trinkwasser zu entfernen, wie dies bei einem Wasserionisierer geschieht?

Sauerstoff verrostet alles. Er sorgt für den Gewinn von Elektronen für den, der ihn einsetzt, also auch für uns. Er ist die Waffe, mit der wir aus unserer Nahrung den Energieträger Wasserstoff für unseren eigenen Energiehaushalt heraus pressen. Warum ist es Unsinn, Sauerstoffwasser zu trinken und besser, den gelösten Sauerstoff aus dem Trinkwasser zu entfernen, wie dies bei einem Wasserionisierer geschieht?

 

  • Im Minimum brauchen wir 20 g Sauerstoff pro Stunde. Das ist ein Zustand kurz vor dem Ableben. Tatsächlich können wir das mit dem Trinken von 1 Liter des besten auf dem Markt befindlichen Sauerstoffwassers erreichen. Wir erreichen dadurch sogar 13 Prozentpunkte mehr als nötig. • Ein Leistungssportler braucht aber 500 g Sauerstoff/Stunde. Davon können wir nur 4,52 % mit einem Liter des besten Sauerstoffwassers decken. Jeder Atemzug bringt weit mehr.
  • Ein Hochleistungsfisch unseres Körpergewichts müsste stündlich etwa 20 Liter „Sauerstoffwasser“ durch seine Kiemen pressen, um die gleiche Verbrennungsleistung wie ein menschlicher Sportler in seinen Zellen zu erzeugen.
  • Menschen bekommen durch die Lungenatmung nahezu beliebige Sauerstoffmengen in den Körper, da die Luft 21 % Sauerstoff enthält. Auch Delphine sind gleich großen Haien in ihrer Leistungsfähigkeit bei weitem überlegen.
  • Faktenquelle: www.test.de/Sauerstoffangereicherte-Waesser-Luftnummern- 1097408-0/

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Andreas G.: ich trinke seit einiger Zeit Aktivwasser, habe schon mehrere Artikel gelesen und Filme angeschaut. Das Buch „Service Handbuch Mensch“ auch. Ich habe aber eine Frage was Darmflora betrifft nicht klären konnte. Wenn ich mich nicht irre, PH im Dünndarm leicht basisch, im Dickdarm allerdings schon sauer, weil Darmflora nur dann funktioniert konnte ( Darmbakterien brauchen PH im Sauerbereich). Wenn ich ein basisches Wasser trinke, dann wird Dickdarmflora auch beinflussst. Was können Sie bezüglich diese Problematik sagen?

39 Billionen mikrobielle Zellen in beiden Därmen

Die Betrachtung des Darm pH hat immer zwei Seiten: Die enzymatische und die bakterielle. Das wichtigste Magenenzym Pepsin braucht es sehr sauer, Pankreas- und Darmenzyme eher basisch, um ihre optimale Wirkung zu entfalten. Bakterien im Darm bilden einen Multikulti-Verbund von sauerstoffabhängigen, wasserstoffabhängigen (methanogenen) und wasserstoffproduzierenden (Bifidobakterien etc.) Gastarbeitern in uns. Man kann sich das wie ein Straßendorf vorstellen, wo am Anfang (im Dünndarm) die Reichen wohnen, und am Ende, im Dickdarm, die immer Ärmeren, die sich zuletzt auf die Müllverwertung stürzen.

Die Müllverwertung geht übrigens auch außerhalb des Darms weiter, denn die von den Bakterien erzeugte chemische Energie geht auch nach der Ausscheidung des Stuhls nicht verloren und kann z.B. in Form von Gülledüngung wieder in den Nahrungskreislauf einkoppeln. Die Genetik des Menschen kennt übrigens das Wort Globalisierung noch nicht. Sie basiert noch auf dem nahen Wirtschaftskreislauf: Mensch scheißt, Gras wächst, Kuh frisst es und scheißt auch. Mensch melkt die Kuh…

Jeder Stoffwechsel, ob durch aerobe Atmung oder anaerobe Gärung, hinterlässt einen Berg von Säurelasten, die über Lunge und Nieren abgebaut werden müssen. Die Lunge wird von den Säure-Basen-Schwätzern einfach unterschlagen. Sie vergessen aber, das jegliche Säure erst mal über das Blut zur Lunge transportiert werden muss und daher belastend ist.

Mit dem aeroben Stoffwechsel sind nur 3 Billionen der Zellen in unserem Körper beschäftigt. Demgegenüber stehen 39 Billionen mikrobielle Zellen in unseren beiden Därmen. Den Großteil davon machen die anaeroben Bakterien im Dickdarm aus. Vom sauren Magen schiebt sich der Verdauungsbrei (pH 2-5) an der Basen absondernden Bauchspeicheldrüse vorbei in den Zwölffingerdarm wo der pH Wert zwischen 5 und 8,3 liegt.

Durch den Stoffwechsel der Dünndarmbakterien (Aerobier) sinkt der pH-Wert auf 5,5 im Dickdarmeingang, wo er dann durch die Dickdarmflora bis zur Ausscheidung wieder auf bis zu pH 7 ansteigt. Dabei begünstigt eine fleischreiche Ernährung Fäulnisbakterien, die den pH-Wert erhöhen.

Es ist absolut unmöglich, dass basisches Wasser wegen seines pH-Werts den Dickdarm nennenswert beeinflusst, weil die wesentlichen Wasseraustausch-Prozesse bereits im Dünndarm stattfinden, der täglich 9 Liter Wasser aufsaugt und in den Kreislauf bringt. Wenn wir also basisches (Aktiv)-Wasser trinken, wird dessen pH-Komponente schon lange vor Erreichen des Dickdarms dem Körper einverleibt. Es mischt sich mit dem Körperwasser (25-50 Liter). Nur das regelmäßige Trinken von basischem Aktivwasser ist eine allmähliche Verbesserung des Körperwasser pH zu erreichen. (Dr. Irlachers „Perpetuum mobile der Entsäuerung“).

Dennoch geschieht durch das Trinken von basischem Aktivwasser etwas weiteres im Darmverlauf. Denn gleichzeitig sinkt das Redoxpotential im Dickdarm vor allem durch die anaeroben, Wasserstoff erzeugenden Bakterien. Der optimale Redoxwert liegt zwischen -93 und – 193 mV (CSE) .

Wozu brauchen wir das wasserstoffreiche Aktivwasser, wenn das die wasserstoffproduzierenden Darmbakterien erledigen können? Diese Frage ist eines meiner wichtigsten Forschungsthemen und noch nicht hinreichend geklärt.

Fakt ist: Dem Körper zusätzlichen Wasserstoff zuzuführen scheint beinahe allen Organen nützlich zu sein und hilft, Krankheiten, die durch oxidativen Stress hervorgerufen sind, zu bewältigen.
Die genauen Gründe dafür kennen wir leider noch nicht. Aber eine intensive Forschung darüber entwickelt sich seit 2008. Mein Tipp: Nicht abwarten, bis die letzten Wahrheiten zutage gefördert sind, sondern weiter trinken. Es sei denn, es schmeckt Ihnen nicht.

Mir schmeckt es seit 13 Jahren.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Erich M. als Youtube-Kommentar: Ja und was ist das mit der Elektrolyse von all den bis zu 2000 Schadstoffen , wo doch jeder weiß dass 50% aller deutschen Wässer stark belastet sind und ein Problem haben.

Sorry aber der Käse mit dem basischen „Aktivwasser“ ist Stand Postkutsche. Du tust so als wäre alles super super toll in unserem Wasser und die Minifilterung in den Filtern dieser Ionisierer filtern das „Schlechte“ heraus und lassen das „Gute“ drinnen“. Märchenstunde.

Antwort von Yasin Akgün auf einem Youtube-Kommentar über Schadstoffe, Umkehrosmose und Wasserfilterung

Lieber Erich,
nun kennen wir uns ja schon von früher. Also, Du solltest wissen, dass jede Umkehromose-Anlage mehrere Aktivkohle-Vorfilter hat. Diese werden als Grobfilter oft nicht in den Vordergrund gestellt. JEDOCH! Und das solltest Du als Experte schon mindestens einmal in jedem besseren Datenblatt eines Umkehrosmose-Membran-Filters nachlesen können: Umkehrosmose-Membranen sind nicht zulässig, um Chemikalien zu filtern!!! Sie dürfen nur Mineralsalze, also Mineralien, von mir aus aus Deiner Sicht, anorganische, nicht-bioverfügbare Mineralien filtern, aber Chemikalien darf Sie NICHT FILTERN! Sie ist, so wie oft in der Wasserbranche nur für einen typischen Inhaltsstoff im Wasser gemacht, nämlich in dem Fall für Mineralien.

Also filtert in jeder Umkehrosmose-Anlage der Aktivkohlevorfilter (die auch in ALLEN Wasserionisierern, oft doppelt verbaut sind), oft sind es mehrere in verschiedenen Feinheiten, die Chemikalien der Landwirtschaft, Chemie, Pharmaindustrie usw. Sie filtert nicht, Sie bindet! Das ist Fakt. Gerne kannste mir jetzt irgend ein spekulatives Geschwätz vom Sportlehrer (auf französisch Professeur) Vincent bringen, oder was auch immer.

Ist mir ja auch egal, was jeder nach der wirklichen Filtrierung der Chemikalien macht, wichtig ist nur das Wissen, man braucht keine Umkehrosmose-Membrane, um alle Schadstoffe zu filtern. Auch nicht für Schwermetalle, da es mindestens einen Hersteller gibt, der selektive Schwermetall-Ionenaustauscher in seinen Aktivkohle-Filtermedien verbaut hat, die sicher und zuverlässig Blei, Uran, Cadmium und Co. herausfiltert.

Falls jemand Kupfer-Leitungen hat, und was gegen Kupfer hat, dann kann er auf Umkehrosmose greifen. Oder bei manchen anderen sehr speziellen Stoffen, die selten im Leitungswasser vorkommen können, wie PFT (perfluorierte Tenside) , dann OK, dann braucht man eine Umkehrosmose-Anlage. Aber sonst eher nicht.
Und Nitrat, wenn wir schon dabei sind, Nitrat ist nicht indem Sinn ein Schadstoff, sondern ein Indikator dafür, dass landwirtschaftliche Gifte wie Pestizide und Insektizide im Wasser zu erwarten sind. Je höher der Nitrat-Gehalt, desto höher sind diese zu erwarten..

Deshalb, was ist Dein problem mit den Wasserionisierern. Die machen fast das selber, wie die Umkehrosmose-Anlagen, nämlich Wasser vor Chemikalien befreien, und dann in unserem Fall anstelle alle Mineralien heraus trennen, nur einen teil der sauren Mineralien heraustrennen.
Das wichtigste ist aber, dass es das Wasser mit Wasserstoff anreichert, und zwar viel mehr, wie irgendwelche Wasserstoff-Ionisierer. Nur unser Wasserstoff Booster ist eine Ausnahme. Warum, verrate ich Dir nicht..

Wollen wir hier öffentlich weiter machen?
Yasin

Antwort von Erich M.:

Ich lach mich schief wenn ich das lese lieber Yassin… deinen Wasserstoff Booster hab ich schon seit 2 Jahren daheim und nichts wäre mir lieber gewesen als etwas günstiges zu bekommen. Aber UNSERE Tests waren halt negativ. Und dass du den Lourdes nicht bekommen hast obwohl du dich darum beworben hast. dafür kann ich wenig. Also: Immer den Ball Flach halten… und viiieeel Nitrat Wasser trinken, ist ja sooo gesund;-))

Antwort zurück von Yasin Akgün:

 

Lieber Erich,
dann schau Dir unser Beweisvideo an: 6000ppb Wasserstoff, mit den blauen Tropfen gemessen, nicht mit einem Messgerät, dass den Redox-Wert misst und dann in H2-Wert umwandelt. Lies halt mal unsere Beiträge, da steht doch alles drin. Yasin

www.aquacentrum.de/shop/aquavolta-wasserstoff-booster-pem-wasserionisierer/

Oder auf Youtube, das Video mit den 6000 ppb molekularen Wasserstoff:
www.youtube.com/watch?v=c_84ic40VUY

In diesem Sinne, wo sind Deine Beweise für die hochspekulativen Bauern-Fänger-Aussagen die Du triffst?
Yasin

Dieser Begriff wird meist im Zusammenhang mit unwissenschaftlichen Wasserbeschreibungen verwendet. Mal wird damit das Wasserstoffanion, mal das Wasserstoffatom (Wasserstoffradikal) , manchmal das Wasserstoffmolekül, und manchmal sogar das Wasserstoffkation (Proton) bezeichnet. Gemeint ist immer, dass genau dieser Wasserstoff eine besondere Aktivität gesundheitlicher Natur besitzt.

Ein klarer Hinweis auf eine solche Aktivität besteht darin, dass sie sich im Laufe einer bestimmten zeitspanne verbraucht. Ich behandle das Thema daher hauptsächlich unter dem Stichwort —> Relaxationszeit. aber auch unter dem Thema –> Wasserstoffmessung.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Janet P.: Meine Freundin schwört auf basische Badezusätze und liegt oft stundenlang in basischem Wasser. Kann ich mich auch in ionisiertes basisches Wasser aus meinem Wasserionisierer legen?

Die wenigsten sogenannter basischer Mineralsalze machen das Badewasser tatsächlich basisch, da es Neutralsalze sind, die sich nur mit geringer pH-Veränderung im Wasser auflösen. Messen Sie das Badesalz Ihrer Freundin mal, indem Sie es in einem Glas kalten Wasser auflösen. Meist wird sich der pH-Wert nicht verändern, es sei denn, das Salz enthält starke Basenbildner wie Kaliumcarbonat. In diesem Fall erhalten Sie durch den Zusatz kein basisches Aktivwasser, sondern eine mehr oder weniger stark gepufferte Lauge der entsprechenden Mineralien. Laugen dienen traditionellerweise Wasch- und Reinigungszwecken. Ob sie einen anderen Zweck haben als die Entfernung von Fett und Schmutz von der Haut, ist zumindest umstritten. Stundenlanges Baden darin führt zum Auslaugen der Haut und zur Einschränkung ihrer Schutzfunktion.

Schon erwärmtes Wasser reinigt besser als kaltes Wasser. Messen Sie zuerst ihr kaltes Leitungswasser, dann ihr badewarmes Wasser (ohne Zusätze): Durch das Ausgasen von Kohlendioxid beim Erwärmen steigt der pH Wert des Wassers deutlich in basischer Richtung an. Die Wärme des Wassers, und nicht die Basenpulver, sind also meist der Grund für den höheren pH-Wert.

Bäder in erwärmtem basischen Aktivwasser sind nicht leicht herzustellen, da das Wasser bei normalen Aufwärmprozessen sein —> Redoxpotential verliert und die Mineralien abscheidet. Sowjetischen Forschern in Taschkent gelang es aber, sogenannte —> Katholyt-Bäder mit elektrisch aktiviertem Wasser herzustellen, bei denen ein negatives Redoxpotential erhalten blieb.

Dies geschah mit speziellen STEL® Wasserionisierern, die 30 Liter/Minute erzeugen konnten. Katholyt-Vollbäder wirken tonisierend, kräftigend und erholsam auf den Körper. Sonnenbrände heilen schnell ab. Nach den Forschungen des Taschkent-Teams (—> russische Forschungen) sollten Heilbäder in Katholyt auf maximal 7 Minuten begrenzt werden. In einer Badewanne kommt etwa zwei Drittel der Hautoberfläche mit dem Elektronenangebot des Badewassers in Kontakt. Es kommt durch die Haut zur Übertragung von negativen Redoxpotentialen ins Blut.

Tatsächlich wandert daraus abwandernder Wasserstoff in den Körper ein, der für das negative Redoxpotential verantwortlich ist – wie man seit 2008 weiß. Etwa 1/3 des zirkulierenden Blutes profitiert von dieser transkutanten Behandlungsmethode und kann den antioxidativen Effekt damit rechnerisch auf 4 % der internen Gesamtflüssigkeit übertragen. Die Badetemperatur sollte nach den russischen Erfahrungswerten nicht unter 33 Grad Celsius sein. Eine Badeserie umfasst 10 Bäder im Abstand von 2-3 Tagen. Bei Nichtbeachtung der Anwendungsvorschriften kann es laut Prilutsky und Bakhir zu einer Gesundheitsverschlechterung und Herzfunktionsstörungen kommen. Daher ist eine ärztliche Überwachung unbedingt vonnöten.

Unproblematisch ist die Anwendung von Duschköpfen, die durch die eingelegten Chemikalien den pH Wert etwas anheben und das Redoxpotential ein wenig senken. Näheres siehe —> chemische Wasserionisierung. Da die Veränderung des Wassers dabei sehr geringfügig ist, und keine elektrische Wasseraktivierung vorliegt, muss die Duschzeit nicht begrenzt werden.

Bade- und Hautärzte favorisieren Bäder in saurem Wasser. Der angenehme Effekt des Badens durch Wärme und verringerte Schwerkraft stellt sich dabei ebenso ein, ohne dass der Säureschutzmantel der Haut neu aufgebaut werden muss. Dieser liegt nach neuesten Studien zwischen pH 4,1 und 5,9, im Mittel bei 4,9. (Quelle: Segger, D., et. al., Multicenter study on measurement of the natural pH of the skin surface, International Journal of Cosmetic Science, Volume 30, Issue 1, page 75, February 2008).

Wer den Säureschutzmantel der Haut als „Märchen“ hinstellt und einen Haut-pH- Wert von pH 7 – 8 als normal bezeichnet oder gar basische Bäder mit Badezeiten von 12 Stunden und länger empfiehlt, sollte sich vielleicht einmal mit den Fakten beschäftigen. Haut mit einem basischen pH- Wert würde eindringende Keime geradezu zur Vermehrung einladen.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Karin T.: Ich habe verschiedene Proben mit alkalischem und saurem Wasser an mir austesten lassen über die Bioresonanzme- thode, und es wurde festgestellt, dass ich auf saures Wasser positiv und auf alkalisches Wasser negativ reagiere. Liegen Ihnen Erkenntnisse vor, was dies zu bedeuten hat?

Eine Bioresonanztestung erlaubt keine Aussagen

Dies hat nach wissenschaftlichen Kriterien überhaupt nichts zu bedeuten. Denn die Bioresonanzmethode zählt zu den Suggestivverfahren, bei denen der Behandler bzw. Diagnostiker mithilfe technischer Showeffekte versucht, gewünschte Ergebnisse hervorzurufen. Bioresonanzmessungen werden seit 1977 zur Diagnostik und sogar zur Therapie propagiert. Sie beruhen technisch auf dem E-Meter der Scientologen und sind unter verschiedenen Bezeichnungen vor allem bei Heilpraktikern und „Alternativärzten“ verbreitet.
Ursprünglich hießen die Geräte Mora, später auch Biokommunikations-, Bicom-, Bioresonanz-Therapiegeräte (BRT), oder Multicom- und Multiresonanztherapie. Andere Namen: VegaSelect, Biophysikalische Informationstherapie (BIT), MoraColor, Tricom, Audiocolor, Diagnostische Resonanztherapie (DRT), Sequentielle Frequenzdiagnostik, Lykotronik-Therapie, SomaDyne, VegaSTT, Matrix-Regenerationstherapie usw.
Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung der Parawissenschaften schreibt darüber: „Die Anwendung mag harmlos sein, aber Kranke, die sich auf ihre Wirkung verlassen, können eine notwendige Behandlung versäumen.

Gefährlich ist die Behauptung, eine Behandlung mit Bioresonanz könne Medikamente einsparen helfen:
Es sind zwei Todesfälle dokumentiert, weil Heiler bei insulinpflichtigen Kindern mit Diabetes I das Insulin abgesetzt hatten: Eine Heilpraktikerin wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt. Das Urteil ist seit 1995 rechtskräftig …Bioresonanztherapie muss als Irreführung der Kunden gelten (…) Ärzte, die Bioresonanz (anwenden), sollten sich bewusst sein, dass sie eine weltweit operierende Finanzmafia stützen, meint die Aktion Bildungsinformation.

Die Schweizerische Gesellschaft für Allergologie und Immunologie warnt Ärzte und Patienten vor dem Einsatz dieses Verfahrens; in den USA wurde es bereits 1986 verboten, in Deutschland 1995 aus der Kostenübernahme durch Krankenkassen oder Beihilfe ausgeschlossen.“

(Quelle: http://www.gwup.org/infos/themen-nach- gebiet/843-bioresonanztherapie?catid=77%3Akompleme ntaer-und-alternativmedizin-cam).

Eine Bioresonanztestung erlaubt also keine Aussagen über die Wirkung von Aktivwasser. Etwas anderes sind unterschiedliche —> Geschmacksempfindungen, die es sehr wohl gibt.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Irene A.: Sang Whang schreibt in seinem Buch „Der Weg zurück in die Jugend“, dass durch das basische Aktivwasser nach 3 Monaten sein Bluthochdruck beseitigt wurde. Auch in Ihrem Buch „Trink Dich basisch“ berichtet eine Dame, dass sie nach 10 Jahren ihre Blutdrucksenker absetzen konnte. Bei mir zeigt sich eher eine Verschlechterung….

Hinweise

Das sind Einzelbeispiele. Bluthochdruck kann die verschiedensten Ursachen haben und bedarf daher auch unterschiedlicher Therapieformen. Testimonien von Patienten gelten immer nur für deren individuellen Fall und können nicht verallgemeinert werden.

Zur generellen Einschätzung kann ich Ihnen ein paar Hinweise geben, neben dem ersten, dass Sie das Problem dieser Verschlechterung unbedingt mit Ihrem Arzt besprechen sollten.

In der Regel nimmt das Blutvolumen und damit der Blutdruck in den Gefäßen nach dem Trinken von Flüssigkeit je nach Trinkmenge zu.

Da Wasser besonders gut aufgenommen wird, kommt es kurz nach dem Trinken immer zu einer leichten Blutdrucksteigerung, besonders, wenn die Blutgefäße nicht mehr über jugendliche Elastizität verfügen. Dieser Effekt tritt auch beim Trinken von basischem Aktivwasser auf.

Vergleichsmessungen sollten immer zur gleichen Tageszeit und in einer möglichst entspannten Gemütsverfassung erfolgen, da auch Stress den Blutdruck erhöhen kann.

Patienten mit einer Herzleistungsschwäche müssen ihre Flüssigkeitsaufnahme nach Maßgabe ihres Arztes reduzieren, damit es nicht zu einer sogenannten Volumenbelastung kommt. Einzelne Autoren berichten sogar das Gegenteil von Sang Whang und empfehlen eine Kur mit saurem Aktivwasser gegen hohen Blutdruck. Um regelmäßiges Messen kommt man also nicht herum.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Rolf G.: Mein Arzt sagte mir nach einer Blutgasanalyse, meine Blutpuffer wären vollkommen in Ordnung, ich sei nicht im Geringsten übersäuert und müsste kein basisches Wasser trinken.

Dann hat er wahrscheinlich Ihren Gehalt an Standard-Bikarbonat im Blut gemessen, der bei Ihnen als Mann 22,5-26,9 mmol/L sein sollte. Bikarbonat oder Hydrogencarbonat, HCO3, ist der wichtigste Puffer zur Aufrechterhaltung des Blut pH. Wäre der Messwert unter der Norm, würde der Arzt Ihnen aber mit Sicherheit auch kein basisches Wasser zu trinken geben, sondern eine Blutpufferlösung in die Vene tropfen lassen, um eine Azidose (Übersäuerung) zu stabilisieren.

Basisches Aktivwasser trinkt man nicht, um eine bereits im Blut sichtbare manifeste Azidose zu bekämpfen, dafür wäre es nicht stark genug gepuffert, selbst wenn es aus sehr mineralreichem Wasser hergestellt würde. Immerhin hat ein Erwachsener etwa 5 Liter Blut im Kreislauf – wenn diese mal sauer sind, müsste man immens viel trinken, um das zu korrigieren. Basisches Aktivwasser trinkt man am besten bei einer „subklinischen“ Azidose, also noch ehe schwere Störungen auftreten.

Die basische Eigenschaft von basischem Aktivwasser dient nach einem Wort von Dr. med. Walter Irlacher als „Perpetuum Mobile der Entsäuerung“. Das meint er natürlich nur im übertragenen Sinne. Die vielen Basen darin sorgen bei regelmäßigem Konsum vor allem in der Gewebsflüssigkeit dafür, dass sich keine Übersäuerung aufbauen kann, die am Schluss so stark ist, dass sie 5 Liter Blut versäuern würde. Als Notfall-Medikament bei Übersäuerung ist basisches Aktivwasser untauglich. Aber es ist der ideale Ersatz für saure Getränke.
Gerade bei hohen Standard-Bikarbonat Werten sollte man prüfen, ob nicht vielleicht eine chronische Gewebsübersäuerung vorliegt. Manchmal „hortet“ das Blut Puffersubstanzen, um auf starke Säureattacken, wie z.B. im Extremfall bei Alkoholexzessen, vorbereitet zu sein.

Blutgasanalysen

Interessant für Ihren Arzt sind vielleicht vergleichende Blutgasanalysen vor und 45 Minuten nach dem Trinken von 1 Liter basischem Aktivwasser. Nach meinen Erfahrungen verbessern sich dabei regelmäßig einige Kernwerte, wie Ihr Arzt an dem Beispiel unten sehen kann. Vielleicht überzeugt er sich dann ja auch mal selbst von der Wirkung und empfiehlt es dem einen oder anderen Patienten, wie es weltweit immer mehr Ärzte tun.

PO2 Sauerstoffdruck steigt Aktivwasser

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Sigrun F.: Soll man basisches Aktivwasser auch für Darmspülungen (Einläufe) verwenden?

Darmspülungen

Bezüglich des Redoxpotentials im Dickdarm gibt es in einer russischen Forschungsarbeit (Vorobjeva, N., Selective Stimulation of the growth of anaerobic microflora in the human intestinal tract by electrolyzed reducing water, Med. Hyp 2005;64(3), S. 543-546) die Angabe, dass anaerobe Darmbakterien sich nur in einem Potentialfenster von -97 bis -197 mV —-> ORP vermehren. Bei einer Dysbalance der Dickdarm-Bakterien (Zuviele Aerobier) wird basisches Aktivwasser empfohlen, allerdings zum Trinken. Dies scheint auch praktikabler, denn bei einer direkten Einführung in den Dickdarm etwa durch einen Colon-Hydromat dürfte nur basisches Aktivwasser mit Redoxwerten zwischen -97 und – 197 mV verwendet werden. Die exakte Kontrolle dieser Werte dürfte ebenso schwierig sein, wie der Erwärmungsprozess des Wassers, da die handelsüblichen Colon-Hydromaten keine das Redoxpotential schonenden Erwärmungsmöglichkeiten besitzen.

Colon Darmreinigung

Die meisten Studien beschäftigen sich mit der positiven Auswirkung des Trinkens von basischem Aktivwasser auf die Darmtätigkeit. Es gibt auch ein russisches Therapieschema zur Behandlung von Colitis ulcerosa unter Verwendung von basischem Aktivwasser (Prilutsky/Bakhir. S. 123).
Darmspülungen betreffen das Milieu des Dickdarms, der zum Ende hin immer basischer wird. Beim Eintritt in den Dickdarm hat der Stuhl einen mittleren pH Wert von 5,5, also immer noch sauer.

In „hochentwickelten“ Ländern erreicht der Stuhl dann im Enddarm sogar Werte knapp über pH 7. (Mittelwert pH 6,5). Hier Messbeispiele aus meinem Labor:

Stuhl (humaner Fleischesser) : pH 7,16
Stuhl (humaner Vegetarier) : pH 6,45
Stuhl (humaner Mischköstler mit 4 Actimel®Probiotica Fläschchen: pH 6,30

Aus welchem Grund sollte man also durch Darmspülungen mit basischem Aktivwasser eine Anhebung des pH-Milieus im gesamten Dickdarm veranlassen? Eine zu frühe Anhebung des pH-Werts in der Dickdarmpassage fördert die Vermehrung von unerwünschten Fäulniskeimen, besonders bei Fleischessern. Deren Wachstum wird durch die Anwesenheit säuernder Bifidobakterien effektiv behindert. Daher rate ich auch von Einläufen mit basischem Wasser ab. Wasser für Darmspülungen sollte meiner Meinung nach neutral sein, um das empfindliche Milieu der Bakterien nicht zu stören.

In unserem „Service Handbuch Mensch“ haben Dr. Irlacher und ich daher das „Bad Füssinger Darmzottenbad“ als beste Methode der Darmsanierung dargestellt. Gespült wird mit neutralem Wasser und Sauerstoff. Der Sauerstoff behindert die anaeroben Fäulnisbakterien am effektivsten. Getrunken wird basisches Aktivwasser, das über den Dünndarm kommt und nicht vom Enddarm wie bei einem Einlauf. In dem dadurch geschaffenen günstigen Redoxmilieu lässt sich eine ausgewogene Keimmischung optimal einpflanzen und vermehren. Zur Freude der Immunabwehr!

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Roman R.: Ich habe gelesen, dass die Elektroden nach dem Benutzen immer trocken sein sollen. Wieso? (Elektrolysezelle Trocknung)

Das ist so bei allen Auftisch-Durchlauf-Ionisierern

Würde noch aktiviertes Wasser darin stehen bleiben, unterliegt dieses den Regeln der —> Relaxationszeit, das heißt unter anderem, dass Mineralien wie Calcium ausgefällt werden, die letztendlich sowohl die Elektrolyse als auch den Wasserdurchfluss durch den Auslauf behindern würden.

Der Grund, warum ich bisher nur ein Modell von —> Untertisch-Geräten empfehlen kann, liegt genau darin: Das aktivierte Wasser kann nicht abfließen und zwingt bei kalkreichem Wasser zu unzumutbar häufigen manuellen Entkalkungsprozeduren.

. Eine Elektrolysezelle in einem modernen Wasserionisierer ist über Jahrzehnte korrosionsresistent, solange dieKorrosion ist bei dieser Fragestellung kein Thema galvanisierte Platinschicht nicht beschädigt ist.

Bei unzureichender Filtrierung können aber Eisenteilchen, die an die Anode kommen, über der Platinschicht eine Oxidschicht aufbauen, welche die Leistung mindert. Man kann die Oxidschicht wegschaben und das Platin wieder frei legen, muss aber dafür die —> Elektrolysezelle zerlegen.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Marcus S.: Ich benutze seit ca. 4 Monaten einen Ionisierer zur Herstellung von basischem Aktivwasser. Beim Betrieb des Gerätes habe ich starke elektrische Felder (ca. 1500 V/m) direkt am Gerät gemessen. Hat dieser E-Smog negative Auswirkungen auf das Aktivwasser? Da Wasser Informationen speichern kann, gehe ich davon aus, dass ein großer Teil der Belastung in das aufbereitete Wasser übergeht und damit den gesundheitlich positiven Aspekt des Aktivwassers ins Gegenteil verkehrt. Auf Ihrer Internetseite schreiben Sie dazu Folgendes (Auszug): Zusätzlich erzeugen sie „Elektrosmog“, dessen Auswirkungen auf das Wasser bislang ergebnislos diskutiert werden. Einen messbaren Unterschied im produzierten Aktivwasser hinsichtlich der Netzteile gibt es jedenfalls nicht. Gibt es dazu inzwischen neue Erkenntnisse? Gibt es Geräte, die keine Hoch- und Niederfrequenzen während des Betriebes erzeugen?

Der absolute Superradiergummi

Ich bin auf diese Frage schon kurz im allgemeinen Teil 1 dieses Buches eingegangen. Da die elektrischen Felder, die durch verbaute Trafos im Gerät ausgestrahlt werden, viel schwächer sind als das, was an den Grenzflächen der Elektroden herrscht, liegt die Vermutung nahe mal, dass sie auf das Aktivwasser keinen Einfluss haben. Im Ergebniswasser ist jedenfalls bislang kein Unterschied festgestellt worden.

Auf dem deutschen Markt sind beispielsweise die Geräte von Kangen, Aquion, Nexus und Ionquell mit Trafonetzteilen ausgestattet. Ich habe bei manchen über 1 Gauß Magnetfeld gemessen. Die moderneren Geräte dagegen werden mit Schaltnetzteilen versorgt und es ist kein Magnetfeld zu messen. Im Zweifel sind also diese Gerätekonstruktionen vorzuziehen, zumal sie auch weniger Strom verbrauchen.

Die Meinungen über EM-Smog sind zwar kontrovers, jedoch herrscht zumindest unter Wissenschaftlern grundsätzlich Übereinstimmung, dass nur eine permanente Bestrahlung mit EM-Wechselfeldern als Ursache negativer physiologischer Auswirkungen diskutabel ist.
Da die Wasserionisierer nur kurz in Betrieb sind, ist das Betriebsrisiko von Geräten mit Trafo sicherlich gegenüber anderen Haushaltsgeräten als so gut wie nicht vorhanden einzustufen.

Um den Esoterikern ebenfalls genüge zu tun, vertreibt eine Firma für Ihre Geräte einen sogenannten Elektrosmog Protektor, der nach meinen Messungen aber keinerlei Auswirkung zeigt.

Seine „Wirkung“ wurde mithilfe eines kinesiologischen Verfahrens „bestätigt“, mit dem man meiner Meinung nach alles „beweisen“ kann, was man will. Ich rate daher nachdrücklich davon ab, dieses Pseudoteil zu kaufen.

Die Informationsspeicherungsfähigkeiten von Wasser sind vor allem auf Temperaturen zwischen 0 und 4 Grad Celsius und bestimmte Interfacezonen zu hydrophilen Nachbarn beschränkt, in denen Wasser sich durch Exklusion gelöster Salze auf die Gefrierphase vorbereitet oder sich mit Fremdkörpern auseinander setzt. Dabei werden kristallartige Strukturen ausbildet, in denen grundsätzlich Informationen speicherbar sind.

Insbesondere gibt es auch in normalem Wasser nach den Forschungen von Gerald Pollack im Bereich hydrophiler Grenzflächen Exklusionszonen, die durch Strahlung im Infrarotbereich mit der dazu nötigen Kristallisationsenergie versorgt werden.

Auch diese wie ein Fließkristall aufgebauten Exklusionszonen haben eisähnliche sechseckige (hexagonale) Strukturen, unterscheiden sich jedoch offenbar im Aufbau der Schichten.

Unter Grenzflächen versteht Pollack Interfacestrukturen, also eine Art Adapter, den das Wasser entwickelt, um sich mit anderen Arten von Materie auseinander zu setzen.

Nur im Bereich der Oberfläche und an den Rändern des Gefäßes, in dem sich das Wasser befindet (das kann von der Größe einer Mokkatasse bis zu einem Ozeanbett jedes Gefäß sein) sind es tatsächlich „Flächen“. Insofern ist der Ausdruck „Grenzflächen“ von Pollack etwas unglücklich gewählt, denn auch viele im Wasser gelöste Stoffe werden von in diesem Fall eher kugelähnlichen Exklusionszonen umgeben.

So faszinierend die Forschung über die Exklusionszonen („EZ-Wasser“) bei Temperaturen über 4 Grad Celsius ist: Es handelt sich dabei um eine verschwindend geringe Wassermenge im Verhältnis zu der sich ständig in Sekundenbruchteilen umstrukturierenden Masse des Wassers, das die Exklusionszonen umspült („Bulk-Wasser“) und generiert.

Es ist auch noch keineswegs klar, ob die von Pollack dargestellten EZ-Wasser-Phänomene ihre Energieversorgung ausschließlich durch Infrarotstrahlung beziehen können.

Pollack hat lediglich dargelegt, dass Infrarotstrahlung eine von vielen Möglichkeiten darstellt, um dem Wasser seine Arbeit bei der Auseinandersetzung mit anderer Materie zu ermöglichen.

Durch Druck, Resonanz, Schallwellen und/oder starke EM-Felder oder eine Reihe anderer technischer Maßnahmen kann man derartige Strukturen auch in höheren Temperaturbereichen vorübergehend erzeugen, was in der Grundlagenforschung der Informationswissenschaften diskutiert wird, aber noch nicht an der Technologieschwelle ist.

Sicher ist jedoch: Keiner dieser hexagonalen Zustände dominiert den physikalischen Zustand von Trinkwasser, das wir konsumieren.

Insbesondere deshalb, weil der Wassertrinker im Moment des Trinkens ein viel stärkerer Infrarotstrahler ist als seine Umgebung und dadurch mit jedem Schluck die Größe und Zahl von Exklusionzonen radikal verändert.

Flüssiges Wasser kann in sehr labilen und winzigen Strukturen „Informationen“ abbilden. Doch jeder Wassertrinker ist ein viel stärkerer Radiergummi als alles, was in fließkristallinen Ministrukturen zuvor gespeichert werden konnte.

Im übrigen ist bei elektro-aktiviertem Wasser schon vor dem Trinken der absolute Superradiergummi tätig geworden:

Denn es gibt wohl kaum ein geeigneteres Verfahren zur Löschung von Informationen im Wasser geben als die Elektrolyse, bei der sämtliche Strukturen, die für Informationsspeicherung infrage kämen, vollständig zerrissen werden.

Denken Sie an das Formatieren einer Festplatte, das im Unterschied zum Beschreiben nur Sekunden dauert. Man kann Wasser aus einem Wasserionisierer mit Gewissheit als vollständig informationsbereinigt bezeichnen.

Leiten Sie doch mal ein homöopathisches Präparat durch eine Elektrolysezelle – wenn es danach noch wirkt, müssten Sie mir erklären, warum!

Die gesundheitlichen Aspekte von basischem Aktivwasser werden der Wirkung von H, H2 und OH-, sowie der Anionenauswanderung und Kationenzuwanderung während der Elektrolyse in der Kathodenkammer zugeschrieben.
Keiner dieser 5 Faktoren wird durch äußere EM-Felder in der Größenordnung von Trafostrahlung beeinflusst, da, wie oben schon erläutert, die Feldkräfte in der Elektrolysezelle unvergleichlich höher sind.

Eine minimale Beeinflussung wäre lediglich beim Abfüllen des Wassers theoretisch denkbar, jedoch sind dort auch die Feldkräfte von Trafonetzteilen durch die Entfernung schon so gering, dass sie mit natürlichen und technischen Feldern unserer unsichtbaren Umwelt über- und unterlagert werden.
Genaueres zu diesem Thema und den zugrundeliegenden Naturgesetzen finden Sie beispielsweise in dem nach wie vor fundamentalen Buch „Unsichtbare Umwelt“ oder „Elektrischer Strom als Umweltfaktor“, beide von Prof. Herbert L. König.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Daniela G.: Ich habe in Dietmar Fergers Buch „Jungbrunnenwasser“ gelesen, dass davon abgeraten wird, „während der Schwangschaft mit dem Trinken von basischem Aktivwasser zu beginnen, da es durch die Entgiftungswirkung evtl. zu Säurefluten im Körper kommen kann, die dem Fötus schaden können.“ Dagegen sei es „für die Gesundheit des heranwachsenden Fötus ideal, wenn die Schwangere mindestens 6 Monate vor der Schwangerschaft mit dem Trinken von basischem Aktivwasser beginnt“.

Immer wieder wird basisches Aktivwasser mit dem Thema Entgiften in Zusammenhang gebracht. Dort gehört es aber gar nicht hin, und man muss sich nicht wundern, wenn Fachleute über basisches Aktivwasser den Kopf schütteln, dem solche absurden Wirkungen zugeschrieben werden.

Dietmar Ferger ist ein Autor, der schon lange über Aktivwasser schreibt. Er ist neben Dr. med. Walter Irlacher Mitautor des von mir 2008 erstmals herausgegebenen Buches „Trink Dich basisch“. Die dort formulierten Aussagen kann ich noch heute unterschreiben. In dieser Frage bin allerdings anderer Meinung.

Viele Internetseiten und Bücher behaupten fälschlich, dass Gifte ebenso wie Säuren durch Basen ausgeschwemmt werden können. Doch sind zum Beispiel hochgiftige Schwermetalle selbst sogenannte Basenbildner. Man kann sie mitnichten mithilfe von Basen ausleiten, sondern benötigt dafür spezielle Säuren, sogenannte Chelatbildner wie EDTA oder DMPS, die Schwermetalle wasserlöslich machen und dadurch über den Urin ausscheidbar. Basisches Aktivwasser kann in dem seiner mineralischen Pufferung entsprechenden Umfang —> entsäuern.

Entgiften im toxikologischen Sinne kann es nicht, es sei denn, es handelt sich um Gifte, die saurer Natur sind. Das sind dann aber eher Alltagsgifte wie Alkohol, Nikotin und Coffein. Das Thema Entgiftung ist heutzutage im Internet eine Spielwiese für Amateure, die eine Vergiftung nicht von einer Übersäuerung unterscheiden können und Entsäuerungsmittel zur Entgiftung empfehlen.

Quecksilber, eines der übelsten Gifte, lauert im Amalgam der Zahnfüllungen und wird als Kation durch sauren Speichel und saure Lebensmittel langsam herausgelöst. Es gelangt aber auch durch die Luft, durch das Rauchen und beim unsachgemäßen Herausbohren von Amalgamfüllungen über den Darm und den Riechnerv ins Gehirn.

Toxikologie ist eine klare Angelegenheit in der Medizin. Dass sich innerhalb dieses Themas Scharlatane tummeln können, liegt daran, dass die wenigsten Menschen tatsächlich vergiftet sind, sondern ihnen das nur suggeriert wird. Solche „eingebildeten Kranken“ sind auch sehr leicht zu entgiften, ob man jetzt Katzenkrallen auflegt, Elektroschocks verabreicht oder irgendetwas Magisches schlucken lässt.

Besonders beliebt, die —> Bioresonanz oder die kinesiologische Trickkiste, mit der man jede Heilung scheinbar dokumentieren kann, vor allem bei Belastungen, die man dem Patienten vorher mit derselben Methode eingeredet hat.

Die im Internet weit verbreiteten Behauptungen über die Entgiftungswirkung von Chlorella-Algen sind mir wohl bekannt. Ich frage mich, warum ein Lebewesen, das – wie wir selbst leider auch – im lebendigen Zustand Schwermetalle aufsaugt, dies auch als pulverisierte Konserve tun soll? Besteht nicht eher die Gefahr, dass es gerade deshalb damit kontaminiert ist?

Schwermetalle lagern nach der Aufnahmephase in Zielorganen ein und nehmen nur in sehr geringfügigem Umfang am Stoffwechsel teil. Selbst in die Haare werden Schwermetalle eingelagert. Der Abbau ist auch dort so gering, dass die Halbwertszeit der Ausleitung über Jahrzehnte geht.

Mir ist keine Untersuchung bekannt, in der sich eine Haaranalyse oder eine Gewebeprobe aus Zielorganen durch Einnahme von Algenpräparaten oder anderen oralen Mitteln mit angeblicher Entgiftungswirkung verbessert hätte.

Zu Hulda Clarks Methoden der Entgiftung: Ihre Grundthesen des Parasitismus aus ihren dicken Büchern sind mehr als fragwürdig. Dr. W. Irlacher führt pro Jahr mehr als 1.000 Vitalblutanalysen und findet höchstens 30-40 parasitenbefallene, wie unten gezeigt ,darunter. Frau Clark dagegen behauptet, dass nahezu jeder betroffen ist. Das halte ich für gezielte Panikmache.

Dennoch finden wir immer wieder zahlreiche „Entgiftungstestimonien“ in den Berichten von Aktivwassertrinkern, die meiner Meinung dadurch zustande kommen, dass die Hersteller von Wasserionisierern in ihren Bedienungsanleitungen solche als mögliche Reaktionen suggerieren (Placeboeffekt).

Rucola vor und nach ionisiertem Wasser

Ein Beispiel für eine solche Reaktion: „Es sieht so aus, als würde da eine extreme Entgiftung gestartet, noch deutlich stärker als ich es erlebt habe wie ich vor Jahren auf Rohkost umgestellt habe.“

Offensichtlich hat basisches Aktivwasser einen gewissen „Rohkosteffekt“, denn es verjüngt, gealterte oder denaturierte Nahrungsmittel. Sie sehen dies hier unten als Beispiel an einem Bündel von welkem Rucola, der eine halbe Stunde in basisches Aktivwasser eingelegt wurde.

Dies ist aber kein Entgiftungseffekt im eigentlichen Sinne, sondern die Erfahrung, was eine Umstellung auf eine elektronenreiche und basenreiche Getränkezufuhr bewirkt: Wer entsäuert und sich energetisiert, tut sich viel leichter mit dem Entgiften!

Sehr sinnvoll während der Schwangerschaft mit dem Trinken von basischem Aktivwasser zu beginnen

Baby Fötus Fruchtblase

Fergers Aussage „dass es zu Säurefluten im Körper kommen kann“, wenn man basisches Aktivwasser trinkt, dürfte eher eine werbliche Aussage zugunsten von Wasserionisierern sein. Von der Sache her ist sie nämlich unlogisch: Wie sollte eine Base eine Säureflut auslösen? Eine Base kann immer nur so viele Säuren mobilisieren, wie sie neutralisieren kann.
Aufgrund der geringen Pufferung von basischem Aktivwasser ist auch keine Basenflut im Körper zu erwarten, selbst wenn – was nicht zu erwarten ist – alle Säuren neutralisiert wären, was unmöglich ist.

Nun aber zu der merkwürdigen Aussage, man solle nicht während der Schwangerschaft mit dem Trinken von basischem Aktivwasser beginnen: Es ist bekannt und evident, dass Schwangere durch den zusätzlichen Stoffwechsel des Fötus eine deutlich höhere Säurebelastung haben als Nichtschwangere.

Schließlich müssen die sauren Rückstände von zwei Organsystemen durch ein einziges Entsorgungssystem ausgeleitet werden. Gerade deshalb kann es nach meiner Überzeugung sehr sinnvoll sein, auch während der Schwangerschaft mit dem Trinken von basischem Aktivwasser zu beginnen. Selbstverständlich gilt auch hier die Trinkwasserverordnung mit einem höchstzulässigen pH-Wert von 9,5 (in manchen Ländern pH 9) als Maß aller Dinge, das auch in der Schwangerschaft gelten muss.

Es kann vermutet werden, dass sich der Elektronenüberschuss des basischen Aktivwassers eher positiv als negativ auf Schwangere und Fötus auswirkt. Denn die meisten anderen Getränke sind oxidativ und können den bei Schwangeren ohnehin herrschenden oxidativen Stress erhöhen.

Was ich aus eigenen Versuchen berichten kann, ist eine Übertragung von negativem Redoxpotential, also antioxidativem Wasserstoff nach der Geburt auf die Muttermilch. Muttermilch habe ich mit Werten zwischen -5 mV und -70 mV gemessen.

Als ich einer stillenden Mutter 2 Liter basisches Aktivwasser (pH 9,5, ORP -280 mV) zu trinken gab, verdoppelte sich das negative Redoxpotential ihrer Muttermilch innerhalb von 24 Stunden. Mehr Elektronen für das Baby!

Durch Aufbewahrung in einer Milchpumpe verliert Muttermilch an negativem Redoxpotential. Nach rund 12 Stunden Aufbewahrung zieht sie mit Babymilchpulver gleich und wird oxidativ.

Babymilchpulver kann man aber durch Anrühren mit frischem basischen Aktivwasser an das Niveau hochwertiger Muttermilch annähern. Näheres unter dem Stichwort —> Milch.

Im Hinblick auf die Lebensmittelqualität nach Prof. Manfred Hoffmann könnte man dies als Steigerung der Produktqualität interpretieren. Aufgrund meiner geringen Datenbasis müssten diese Versuche von einem universitären Forschungsinstitut hinsichtlich Methodik und Reproduzierbarkeit überprüft werden und ich würde derzeit höchstens eine private Empfehlung aussprechen.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Andrea W.: Als ich meinem Hausarzt sagte, dass ich jetzt basisches Aktivwasser gegen meine Übersäuerung nehme, hat er mich regelrecht ausgelacht. Wenn ich übersäuert wäre, hätte er mich längst in die Klinik eingeliefert, und mit Wasser könne man überhaupt nicht entsäuern, da es nicht gepuffert sei, deshalb seien Wasserionisierer völlig wertlos und nur Geschäftemacherei. Nun bin ich völlig verunsichert.

Auch Ärzte sind nicht immer einer Meinung. Wenn Dr. med. Walter Irlacher im „Service Handbuch Mensch“ basisches Aktivwasser als das „Perpetuum Mobile der Entsäuerung“ bezeichnet hat, wollte er damit sicherlich nicht dessen Einsatz in der Notfallmedizin bei akuter Azidose fordern, wenn also 5 Liter Blut im Körper schon so sauer sind, dass es nicht mehr genügend Sauerstoff transportieren kann. In einem solchen Fall müssen direkt in den Kreislauf stark gepufferte Basenlösungen eingebracht werden. Vor allem aber bekommt der Notfallpatientin reinen Sauerstoff zu atmen. Da käme basisches Aktivwasser viel zu spät und könnte auch nicht in der nötigen Menge verabreicht werden, um mehrere Liter Blut wieder aus einer Übersäuerung heraus zu führen.

Selbst in der Schulmedizin unterscheidet man verschiedene Arten von Übersäuerung (Azidose), wie akut, chronisch, metabolisch, respiratorisch. Auch der Ort der Übersäuerung (Blut, Gewebsflüssigkeit, Speichel, Urin, Zelle…) spielt eine Rolle bei deren medizinischer Beurteilung. In einem Magen würde kein vernünftiger Mensch bei sehr niedrigen pH-Werten von einer Azidose sprechen, doch viele beklagen sich über einen „übersäuerten Magen“, der in Wirklichkeit nur dadurch wahrnehmbar wird, dass Magensaft in die Speiseröhre nach oben gedrückt wird, die nicht darauf eingerichtet ist, so starken Säuren standzuhalten. Dies geschieht häufig durch Gärungsvorgänge mit Blähungen im Darm oder bei Schwangerschaften, die zum Zwerchfellhochstand führen und damit den Magen nach oben drücken.

Aktivwasser enthält Puffersubstanzen

Nun kommen wir zum Pufferargument, das man immer wieder in Artikeln findet, die sich gegen Basisches Aktivwasser positionieren. Da wird dann immer wieder pauschal gesagt, Wasser sei eine ungepufferte Substanz, was jeder Chemiker wisse.

Dabei wird übersehen, dass im Gegensatz zu reinem Wasser, über das der Chemiker redet, basisches Aktivwasser sehr wohl über Puffer verfügt. Es enthält nicht nur eine seinem pH-Wert entsprechende hohe Zahl an freien OH- Ionen, sondern darüber hinaus auch noch eine gegenüber dem ursprünglichen Leitungswasser deutlich erhöhte Anzahl an Kationen, also Mineralien, die Basen bilden können, kurzum: Puffersubstanzen.

Bestimmt können Sie mit Ihrem Arzt Einigkeit darüber erzielen, dass das bei weitem wichtigste Entsäuerungsorgan des Menschen die Lunge ist, weshalb ja ein Versagen der Atmung binnen weniger Minuten zum Tod durch Azidose führt. In dem Dokumentarfilm „Trink Dich basisch“ zeigen wir anschaulich, wie 0,2 Liter basisches Aktivwasser mit pH 9,5 eine volle Minute lang die Säurelast der Ausatemluft eines erwachsenen Mannes abpuffern können.

Vielleicht schafft Ihr Arzt es ja, eine volle Minute lang den Atem anzuhalten, um das sich im Körper stauende Kohlendioxid abzupuffern. Aber wenn er kein geübter Taucher ist, wird er dann schnellstmöglich wieder ausatmen, um nicht das Bewusstsein zu verlieren. Die Pufferkapazität basischen Aktivwassers ist also keineswegs so gering wie die von chemisch reinem Wasser oder von Wasser aus einer Umkehrosmose-Anlage!

Wenn mineralisiertes Wasser basisch ist, kann man zweifelsfrei davon ausgehen, dass es auch Säuren neutralisieren kann. Der pH-Wert ist aber ein reiner Verhältniswert. Man kann das sehr schön an einem Autorennen illustrieren, wo zwei Fahrzeuge gleicher Bauart und PS-Zahl in entgegengesetzter Richtung eine kreisförmige Rennstrecke mit Höchstgeschwindigkeit befahren.

Am Anfang werden Sie sich immer an der gleichen Stelle begegnen. Doch irgendwann wird eines der Autos stehenbleiben, nämlich das mit dem geringeren Tankinhalt. Bis der Tank leer ist, fahren die Fahrzeuge gleich schnell. Ein 0,2 Liter Glas basisches Aktivwasser ist ein kleiner Tank gegenüber 5 Litern Blut im Körper. Nach 1 Minute ist er leer, wie wir gesehen haben. So braucht man zum Beispiel zur Neutralisierung eines Glases Cola mit pH 2,5 zwischen 15 und 30 Gläser basisches Aktivwasser pH 9,5. Es hängt davon ab, wie viele Puffermineralien dieses Aktivwasser enthält.

Durch die Zugabe von —> Calcium kann man bei weichem Wasser die Pufferung des Aktivwassers erhöhen, was in modernen Wasserionisierern meist bereits über die Filter geschieht.
Da zum Beispiel Magensäure extrem stark gepuffert ist, beeinflusst ein Glas basisches Aktivwasser mit pH 9,5 diesen praktisch überhaupt nicht. Trotzdem stellen viele Werbeaussagen die „basische Kraft“ des Aktivwassers in den Vordergrund, die aber verglichen mit anderen Wirkungen nur zweitrangig ist.

Entsäuern können Sie auch nicht, indem Sie eine notwendige Säureproduktion im Körper pharmakologisch unterdrücken: So wie die Lunge den Blut-pH reguliert, hat jeder Organverband sein eigenes pH-Fenster. Wird aus Kochsalz (NaCl) und Wasser über die Protonenpumpen Salzsäure (HCl) für den sauren Magensaft produziert, fällt am anderen Ende für den Bauchspeichel und das Blut basisches Natriumbikarbonat an.

Wenn ich einen Protonenpumpenhemmer nehme, blockiere ich damit also die Produktion von basischem Bauchpeichelsekret, besonders bei längerem Einsatz. Wenn man, wie früher, Natriumbikarbonat schluckt, kommt es zu einem Säure-Rebound-Effekt, das heißt, der Magen puffert das an der falschen Stelle eindringende Natriumbicarbonat durch erhöhte Säureproduktion bei gleichzeitiger Erhöhung der eigenen Natriumbicarbonat-Produktion des Pankreas. Dies kann auf Dauer zur Totalerschöpfung beider Organe führen.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Hildgard F.-K.: Ich möchte zwei Wochen Fasten zur Entschlackung. Soll ich außer basischem Wasser auch noch Glaubersalz nehmen oder irgendeine Nahrungsergänzung?

Das sollten Sie mit dem Arzt oder Heilpraktiker abklären, der Ihre Fastenzeit überwacht. Nur er kann Ihnen sagen, ob Abführmittel wie Glaubersalz oder Nahrungsergänzungen für Sie sinnvoll sind, wenn Sie fasten wollen. Ich kann Ihnen hier nur allgemeine Hinweise geben.

Entsäuerungsmüll

Der Begriff „Entschlacken“ wird in der Fachwelt ziemlich kontrovers diskutiert. Die einen meinen damit eine Darmreinigung, andere zählen zum Beispiel auch die Blutwäsche bei einer Dialyse dazu, andere halten es gar für esoterischen Unfug (Siehe Diskussion: http://de.wikipedia.org/wiki/ Diskussion:Entschlackung).

Der Fastenarzt Buchinger hat den Begriff beim Heilfasten eingeführt. Im Zusammenhang mit basischem Aktivwasser kam er wohl mit Dietmar Fergers Übersetzung von Sang Whangs Buch „Reverse Aging“ ins deutsche „Der Weg zurück in die Jugend“ auf. Ferger übersetzte den Begriff „Acidic Waste“ (saurer Müll) mit „saure Schlacken“.

In unserem gemeinsamen Buch „Trink Dich basisch“ (neben Dipl. Ing. Dietmar Ferger mit Co-Autor Dr. med. Walter Irlacher) haben wir in dem Kapitel „Von der Übersäuerung zur Verschlackung“ den Begriff „Entsäuerungsabfall“ geprägt, der mir auch heute noch als der beste erscheint, weil Whangs Begriff „Acidic Waste“ eigentlich keine Säure meint, sondern ein mehr oder weniger neutrales Salz, das aus einer durch eine Base abgepufferten Säure entstanden ist.

Wir rechnen aber auch einen Harnsäurekristall, der aus einer mineralischen Abpufferung von Harnsäure entstanden ist, oder aber eine arteriosklerotische Plaque, in der sich Aminosäuren und Fettsäuren mit Calcium zu einer festen Struktur vereinigt haben, zu diesem Entsäuerungsmüll.

Auch Steinbildungen wie Nieren-, Blasen-, Gallen- oder Kotsteine können je nach ihrer Zusammensetzung zu diesem Entsäuerungsabfall gerechnet werden.

Im Gefolge der fehlenden Nahrungsaufnahme beim Fasten werden die geringen Zuckervorräte der Leber rasch aufgebraucht.

Danach werden die zum Betrieb des Körpers notwendigen Kalorien aus der Verbrennung von Körpersubstanz, also aus Muskeln und Fett gewonnen. Bereits ab dem zweiten Fastentag überwiegt die Fettverbrennung.

Durch basisches Aktivwasser wird der Abbau von Säuren generell durch das reichliche Trinken unterstützt. Wir haben in „Trink Dich basisch“ dokumentiert, warum es zu weniger „Fastenkrisen“ kommt.

Sollten Sie durch Glaubersalz, Einläufe etc. einen künstlichen Durchfall erzeugt haben, haben Sie dadurch wahrscheinlich nicht nur viel Wasser, sondern auch einen Großteil Ihrer freundlichen Mitbewohner im Darm verloren.
Da diese „guten“ Bakterien des Dickdarms ein niedriges Redoxpotential schätzen, ist das Trinken von basischem Aktivwasser zusammen mit der Einnahme ausgewogener Darmflora ein optimaler Ausgangspunkt für deren Wiederansiedlung und den Aufbau eines gesunden Immunsystems.

Zumindest in meinen Laborversuchen wuchsen diese darmfreundlichen Kulturen in basischem Aktivwasser viel schneller heran als in normalem Leitungswasser. Ob Sie die Magenpassage dadurch besser überstehen, ist noch Gegenstand der Forschung.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Susanne C.: Mir bekommt das Trinken von basischem Aktivwasser ausgezeichnet. Mein Mann klagte jedoch schon nach wenigen Gläsern über Gelenksschmerzen. Kann es sein, dass dies bei ihm nur eine Erstverschlimmerung war?

Aktivwasser sorgt niemals für einen Säureschub

Das kann man seriös wohl nur nach einer medizinischen Untersuchung Ihres Mannes beantworten. Vielleicht ist es aber ein Suggestiveffekt, da beinahe alle Hersteller von Wasserionisierern in Ihren Bedienungsanleitungen den meist in der Homöopathie verwendeten Begriff der Erstverschlechterung erwähnen, wohl um vorschnelle Geräterückgaben auszuschließen.

Viele Besitzer von Wasserionisierern liegen geradezu „auf der Lauer“ nach einem solchen Effekt und führen jedes Missbehagen, das sie sonst gar nicht beachten würden, auf die Wirkung des basischen Aktivwassers zurück. Sie fühlen sich geradezu glücklich, wenn eine Erstverschlimmerung auftritt, weil sie ja dann von einer Wirkung ausgehen müssen.

Da meistens Männer für die Montage zuständig sind und daher die Bedienungsanleitung lesen, während Frauen die Geräte nur nutzen wollen, kenne ich derartige „Erstverschlimmerungen“ auch fast nur von Männern.
Natürlich gibt es beim Umstieg von Industriegetränken auf funktionell entsäuerndes Wasser die verschiedensten Reaktionen. Diese sind aber überwiegend geschmacklicher Natur. Es wird daher überall empfohlen, erst mit niedrigerem pH-Wert (pH 8,5) „einschleichend“ zu beginnen.

Besonders, wenn jemand zuvor an —> Umkehrosmosewasser gewöhnt war, sollte er mit niedrigeren pH-Werten beginnen. Aus meiner über 10-jährigen Erfahrung mit vielen tausend „Einsteigern“ kann ich sagen, dass 95 % keinerlei Probleme haben, wenn sie von Anfang pH 9,0 bis 9,5 trinken.

Unangenehme Geschmacksempfindungen treten allerdings häufig auf, wenn jemand pH-Werte über 9,5 trinkt. Dieses Wasser schmeckt dann für viele „laugig“.
In manchen Broschüren und Büchern wird die Vorstellung genährt, das basische Aktivwasser würde alle Schlacken und Gifte, die der Körper in Depots weggesperrt hatte, sofort in Umlauf bringen.

Es wird dabei das Bild von der „Säureflut“ an die Wand gemalt, die sich auch in den Gelenken zeigen würde, wo zum Beispiel Harnsäurekristalle eingelagert sind und in der naiven Vorstellung dort aufgelöst würden. In dem Fragekapitel —> Entgiften bin ich auf die Absurdität dieser Sichtweise bereits eingegangen.

Basisches Aktivwasser kann niemals mehr Säuren aus Salzen lösen, als es neutralisieren kann. Es kommt daher niemals zu einem Säureschub, da das Ergebnis einer Neutralisation eben pH-neutral, also nichtsauer ist. Basisches Aktivwasser ist ein sanft wirkendes Entsäuerungsmittel („Perpetuum mobile der Entsäuerung“) und sorgt niemals für einen Säureschub.
Erstverschlimmerungen in der Heilkunde von Gelenken sind vor allem aus der Kurmedizin als Badereaktion bekannt. Tatsächlich bewegen sich Gelenkskranke im Thermalwasser zehnmal leichter als an Land, sodass es durch die ungewohnte Gelenksaktivität und die erhöhte Durchblutung durch Wärmewirkung tatsächlich zur schmerzhaften Freisetzung etwa von Harnsäure aus dem Blut an die Gelenke im Sinne einer Drainage kommen kann. Dies wäre dann ein echter Säureschub, der aber mechanisch und thermisch verursacht wird. Durch basisches Aktivwasser, so ist jedenfalls meine langjährige Erfahrung an Europas größtem Thermalbadeort Bad Füssing, werden solche nicht sehr häufigen Badereaktionen aber gemildert.

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Grete Z.: Ich mag kein kaltes Wasser aus der Leitung trinken. Aber wenn ich es anwärme, schmeckt mir das basische Aktivwasser nicht mehr. Was kann ich tun?

Stellen Sie Ihre Flasche oder Ihr Glas in heißes Wasser

Basisches Aktivwasser ist ein sehr empfindliches Frischprodukt, ähnlich wie Milch, deren Geschmack auch mit unterschiedlicher Frische und Temperatur stark variieren kann. Durch direkte Erwärmungsmethoden etwa auf einer Herdplatte oder in einem Metallgefäß auf Gas, geht das negative Redoxpotential, das wir als den Frische-Index ansehen können, praktisch sofort verloren, indem der antioxidativ wirkende Wasserstoff ausgast.. Geübte Zungen spüren das Redoxpotential durch ein leichtes „Bitzeln“ beim Trinken.

Das negative Redoxpotential ist es auch, was das basische Aktivwasser so „süffig“ macht. Es wird vom Blut viel schneller aufgenommen als oxidatives Wasser, weil der Körper keinen Spannungsunterschied überwinden muss. Blut hat ein Redoxpotential zwischen -7 mV und -100 mV (CSE). Im Gegensatz zu normalem Wasser (+50 mV bis +400 mV CSE) bringt basisches Aktivwasser (-100 mV bis -350 mV CSE) sogar noch Elektronen mit. Es „flutscht“ also schwungvoll in die Blutbahn, während normales Wasser unter Elektronenverbrauch aufgesogen werden muss.

Eine das Redoxpotential schonende Erwärmungstechnik, wenn auch etwas länger dauernd ist ein heißes Wasserbad. Stellen Sie Ihre Flasche oder Ihr Glas in heißes Wasser, bis es die gewünschte Temperatur hat.

Nicht nur die Temperatur und das Alter des Aktivwassers spielen neben dem pH-Wert und Redoxpotential eine Rolle bei der Geschmacksempfindung, sondern offenbar auch der körperliche Zustand des Trinkers. So haben zum Beispiel oft Menschen, die jahrelang entionisiertes Wasser aus einer Umkehrosmoseanlage getrunken haben, eine unangenehme, aggressive Geschmacksempfindung, wenn sie mit basischem Wasser über pH 9 anfangen.

Die ungewohnte Basizität und das Vorhandensein von ionisierten Mineralien kommen diesen Personen zunächst unangenehm vor. Allerdings verflüchtigt sich diese Empfindung meist schon binnen einer Woche. Es hilft auch, zunächst einen niedrigeren pH Wert zu wählen.

Der Erfinder der therapeutischen Nutzung von aktiviertem Wasser, Alfons —>Natterer, arbeitete von den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts bis in die 80er Jahre mit drei verschiedenen Aktivwassersorten (basisch, neutral, sauer) und stellte seine Trinkkuren nach der Typenlehre von Dr. Manfred Curry zusammen.
Jeder Patient bekam alle 3 Sorten zu kosten und musste den Geschmack beschreiben. Anhand dieser Beschreibung wurde ihm eine bestimmte Wassersorte empfohlen. Die Bildzeitung berichtete in zwei großen Artikeln 1973 und 1977 über diese Diagnose- und Kurmethode, die von der Heilpraktikerin Edith Krebs bekannt gemacht wurde.

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Hiltrut G.: Mein Wasserionisierer verbessert ja nur das Trinkwasser. Wäre es kontraproduktiv, wenn ich für das ganze Haus noch zusätzlich einen GIE-Aktivator einbauen lasse?

Ein GIE-Wasseraktivator nach Peter Gross wird auch von einem Händler angeboten, der Wasserionisierer vertreibt. Ich werde daher öfter gefragt, welche „Technik“ die bessere zur Wasseraufbereitung sei. In einer Beschreibung des Geräts im Internet heißt es:

„Der GIE® Wasseraktivator arbeitet mit 15 Wirkprinzipien gleichzeitig, ist wartungsfrei und braucht lediglich den Wasserdruck zum einwandfreien Arbeiten. Der GIE® Wasseraktivator kann in die Trinkwasserleitung angeschlossen zu werden. Das gesamte Hauswasser wird aktiviert und belebt. Schadstoffinformationen im Wasser werden gelöscht. Schadstoffe und Schwermetallbelastungen im Körper werden durch das Trinken von GIE® Wasser ausgeschwemmt. Nahrungsmittel werden energetisiert und bekömmlicher. Das Blut wird mit bis zu 20% mehr Sauerstoff angereichert. Das bedeutet mehr Speichervolumen für Energie, erhöhte Leistungsfähigkeit und mehr Vitalität im täglichen Leben“.

Das Blut wird mit bis zu 20% mehr Sauerstoff angereichert. Das bedeutet mehr Speichervolumen für Energie, erhöhte Leistungsfähigkeit und mehr Vitalität im täglichen Leben“.
Nachweise für diese Behauptungen liegen zumindest öffentlich nicht vor.

Auf der zitierten Internetseite werden 15 Wirkprinzipien aufgeführt, bei denen es sich um eine Kombination verschiedener Verwirbelungssysteme mit der Anwendung von Permanentmagneten handelt.
Als Hintergrund werden die Namen Schauberger, Reich, Flanagan und Gross aufgeführt.
Da alle diese mechanisch physikalischen Methoden dem Redoxpotential von basischem Aktivwasser messbar schaden, ist davon auszugehen, dass die Verwendung eines GIE-Wasseraufbereitungsgerätes nicht sinnvoll sein kann, wenn sie hinter einem Wasserionisierer erfolgt.

Es wird nicht behauptet, dass Schadstoffe entfernt werden.

Lediglich „Schadstoffinformationen“ sollen gelöscht werden. In den Parametern der Trinkwasseranalyse ändert sich jedenfalls nichts, sodass keine Verbesserung oder Verschlechterung der Ergebnisse zu erwarten ist, wenn das GIE® Gerät vor einem Wasserionisierer eingesetzt wird.

Wasserwirbler anderer Hersteller mit weniger als 15 Wirkprinzipien haben wir als Vorschaltgeräte von Wasserionisierern getestet. Dabei zeigte sich, dass zumindest eine höhere Gasmobilität erreicht wird. Tatsächlich brachte z.B. ein Wirbler namens UMH® einen höheren Wasserstoffgehalt und entsprechend ein niedrigeres Redoxpotential als ohne den Wirbler zustande. Nachdem das GIE® Gerät auch ein Wirbler ist, halte ich einen solchen Effekt für möglich. Wenn Sie mir ein Exemplar für einen Test zur Verfügung stellen wollen, testen wir das gerne.

Da die Verwirbelung des Wassers im Hochspannungsfeld einer Elektrolysezelle viel stärker ist, als sie durch noch so viele mechanische Verwirbelungen erzeugt werden kann, sehe ich allerdings keinen Sinn darin, ein solches Gerät einzusetzen, um so etwas wie „Schadstoffinformationen“ zu löschen. Ich bin absolut davon überzeugt, dass es in flüssigem Wasser mit Trinktemperatur keine „Schadstoffinformationen“ gibt, wenn die Schadstoffe physisch nicht vorhanden sind. Auch nach den neuesten Forschungsergebnissen über das Verhalten von Wasser in hydrophilen Interfacebereichen (Gerald Pollack) ist das Vorhandensein eines physischen hydrophilen Objekts die zwingende Voraussetzung für eine Strukturveränderung von Wasser. Information bedeutet immer Interaktion. Wenn kein Interaktionsobjekt im Wasser ist, gibt es auch keine Information darüber. Höchstens im Sekundenbereich, etwa wie es Volumeneffekte wie Wellen gibt, wenn man einen Stein aus einem Wasser entnimmt.

Das GIE Gerät scheint nach der Überzeugung des oben zitierten Anwenders bereits überholt zu sein: „Da es den GIE Wasseraktivator schon seit 1996 gibt hat sich der Hersteller in dieser Zeit auch weiterentwickelt und nach langer und reiflicher Überlegung ein zweites Gerät geschaffen. Da bei der Wasseraktivierung in den feinstofflichen energetischen Bereich eingegriffen wird, kann ich ihnen dies auch nur symbolisch erklären.

Der GIE Wasseraktivator hat die Innenliegende Rohrführung im Sinne einer Lemniskate ( Die unendliche 8 ). Diese wirkt auf den Organismus Pflanze, Tier, Mensch mit einer stärkenden Art. Der Water Evolution hat die innenliegende Rohrführung im Sinne des Äskulapstabes. Dieser wirkt auf den Organismus Pflanze, Tier, Mensch mit einer heilenden, harmonisierenden und ordnenden Wirkung.

Durch die längere Rohrführung ist das Gerät natürlich auch etwas größer und schwerer. Die restlichen Funktionen sind dem GIE Wasseraktivator sehr ähnlich.“

Ich finde, man muss diese Beschreibung nur lesen, um zu dem Schluss zu kommen, dass diese Art von Wasseraufbereitung mit den Mitteln des Verstandes nicht zugänglich ist.
Sie fällt vielleicht eher unter den Begriff der Glaubensfreiheit.
Verwirbelungs- und magnetbedingte Veränderungen in der Wasserstruktur sind jedenfalls nach gesichertem Wissen nicht anhaltend, da magnetische und elektromagnetische Felder der Umwelt – wie etwa die permanente Schumann-Resonanz – unmittelbar nach der Aufbereitung wieder Einfluss auf die Dipole des Wassers ausüben. —> Wassercluster.

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Alice V.: Sie sagten in einem Ihrer Vorträge, dass der Säureschutzmantel existiert…die Jentschurafreaks sagen, er existiert nicht und Dietmar Ferger empfiehlt ebenfalls basische Vollbäder und sagt, dass der Säureschutzmantel ein Märchen ist. Da sind wieder alle Meinungen vertreten, ohne dass eine davon jetzt besonders schlüssig wäre…

Nach aktueller Forschungslage liegt der Haut pH eines gesunden Menschen im Durchschnitt bei pH 4,9 mit einer Schwankungsbreite von etwa 1 pH nach oben und unten. Dies gilt übrigens auch für andere Säugetiere, ist also nicht als Zivilisationskrankheit des Menschen anzusehen und schon gar kein Märchen.

Mehr zu diesem Thema: —> Basenbäder

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Anton K.: Woher weiß ich, welche Mineralien im regionalen Leitungswasser in welcher Konzentration überhaupt vorhanden sind und ob diese überhaupt einem „gesunden Wasser“ entsprechen?

Ich habe Ihre Frage nach „gesundem Wasser“ jetzt mal unter dem Begriff „Heilwasser“ einsortiert. Denn grundsätzlich dürfen eigentlich nirgendwo gesundheitsbezogene Aussagen zu Wasser gemacht werden, es sei denn, es handelt sich um eines der rund 35 staatlich anerkannten „Heilwässer“ in Deutschland, die durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen wurden. Komischerweise werden diese arzneimittelrechtlich protegierten Wässer inkl. Heilaussagen im normalen Getränkehandel ohne Fachberatung verkauft. Den Arzt und Apotheker ersetzt dann das Flaschenetikett mit folgenden Angaben:

  • Name des Heilwassers und Anschrift des Heilbrunnenbetriebs
  • Amtliche Zulassungsnummer
  • Chargenbezeichnung
  • Analyseauszug mit wirksamen Bestandteilen
  • Anwendungsgebiete
  • Gegenanzeigen
  • Nebenwirkungen und Wechselwirkungen (falls vorhanden)
  • Trinkmengenempfehlung

Der Lobbyverband „Deutsche Heilbrunnen“ ( www.heilwasser.com ) spricht neuerdings von einem „functional drink“. Und man staunt, was dort alles an Heilaussagen dargeboten wird, die im Zusammenhang mit Wasserwerbung wohl in der ganzen übrigen Welt verboten wären:

 

  • Magnesium kann Depressionen verhindern. Eine Übersicht über Studien zu Magnesium und Depressionen mit deutscher Zusammenfassung sowie Links zu den Originalarbeiten finden Sie unter http://www.heilwasser. com/index.php?idcatside=210
  • Eine geradezu dreist manipulative Tabelle zeigt dann den Magnesiumgehalt. Da wird 1 kg (1 Liter) Heilwasser mit jeweils 100 g Nahrung verglichen!

Magnesiumgehalt

Kontrollierte Standardparameter

Kin Deutschland eine eigene Verordnung, deren Grenzwerte erheblich großzügiger bemessen sind als die in der Trinkwasserverordnung, die nicht nur für Leitungswasser, sondern auch für „Tafelwasser“ gilt.

Meiner Meinung nach bedarf die gesamte Systematik einer grundsätzlichen Neuausrichtung vor dem Hintergrund der neueren Wasserforschung.

Da aber derzeit nicht einmal zwischen der WHO und der EU, oder zwischen der EU und einzelnen Mitgliedsstaaten Einigkeit über die Bewertung einzelner Parameter herrscht, ist kaum damit zu rechnen, dass sich die etablierten Strukturen verbessern lassen.

Weder das Redoxpotential noch der Anteil an gelöstem Wasserstoff gehören zu den kontrollierten Standardparametern.

Diese Parameter, die so etwas wie die „Bioparameter von Wasser“ sind, werden bei der Bewertung der Trinkbarkeit von Wasser gar nicht erhoben, da sie sich viel zu schnell verändern, um für einen Wasserversorger oder Getränkehersteller relevant zu sein.

Dennoch kann man straflos „Bio-Kristallwasser“ und sogar „Lebendiges Wasser“ verkaufen, obwohl sich in dessen Biosphäre keine Bakterien oder sonstigen Lebewesen tummeln.

Jeder Trinkwasserversorger stellt aufgrund gesetzlicher Vorgaben den Verbauchern eine umfassende Trinkwasseranalyse zur Verfügung, die auch den Gehalt an Mineralien ausweist. Der Trinkwasserversorger muss ferner dafür Sorge tragen, dass keiner der Grenzwerte der Trinkwasserverordnung überschritten wird. Dadurch wird nach wissenschaftlichen Kriterien erwiesen, dass ein Trinkwasser nicht der Gesundheit schadet, wenn man täglich lebenslänglich trinkt.

Dass dieses Wasser gesund ist, ergibt sich dadurch nicht. Denn darüber gibt es keine anerkannte wissenschaftliche Sichtweise, außer, dass das Wasser keine Schadstoffe oberhalb von Grenzwerten enthalten sollte.

Auch Heilwässer dürfen nicht als generell gesund bezeichnet werden. Jedes anerkannte Heilwasser wirkt nur bei bestimmten Indikationen positiv. Es gilt zum Beispiel in Deutschland als Arzneimittel und kann daher auch Kontraindikationen und Nebenwirkungen haben. Seit 1742 gibt es das Heilwasser von „Staatlich Fachingen“. In Werbeaussagen wird es heute als „ältestes functional food der Welt“ gefeiert. (Quelle: Christian Skywottek https://www.brandeins.de/archiv/2005/hilfe/das-grosse-schlucken/ ). Aber für die Verkaufsstrategen war das Heilwasser ein Hemmschuh. Denn welcher junge gesunde Mensch möchte so etwas auf einer Party trinken? Also erfand der Brunnen eine neue Marke, indem er Kohlensäure hineinpumpte, und das ganze „Medium“ nannte. Nun sprudelt auch wieder Geld in die Firmenkasse.
Noch völlig ungeklärt ist die Frage, wie mit modernen Wasserprodukten umzugehen ist, die man vielleicht besser unter dem Oberbegriff „Designerwasser“ bezeichnen sollte als dem technisch anmutenden Begriff „Funktionswasser“, der heute dafür üblich ist.
Das bekannteste Designerwasser deutscher Herkunft dürfte Active O ® sein, das die oberbayerischen Klosterschwestern aus Bad Adelholzen auf den Markt brachten. Durch die Anreicherung mit Sauerstoff steigerten sie den Umsatz ihres Mineralwassers innerhalb von 2 Jahren um 70 Millionen Flaschen.
Die meisten Funktionswasser-Ideen stammen aus den USA, Frankreich und Großbritannien, neuerdings auch aus Japan, wie ich auf S. 79 dargestellt habe.

Manches hat dabei einen wissenschaftlichen Hintergrund, anderes beruht auf pfiffigen Werbeideen. So bietet die Kaffeehauskette ein „Ethos Water“ an, das jede verkaufte Flasche mit einer 5-Cent-Spende für die Wasserversorgung der dritten Welt verbindet.

In Japan ist es besonders krass. Da arbeitet Coca Cola mit dem Parfumhersteller Shiseido zusammen und hat ein „Body-Style-Water“ mit angeblich fettreduzierenden Aromen kreiert. Da stößt man schnell an die Grenzen dessen, was noch Wasser ist, und was ein Gebräu. Zusätze von Tee, Kräutern oder Vitaminen und Geschmacksstoffen verwässern den Begriff von Wasser immer mehr.

Gerolsteiner spielt mit der Idee saisonaler Wässer, St. Leonhard füllt bei Vollmond ab. In der Branche gibt es längst den scheinbar absurden Begriff „Near water-Wasser“.
Auch das Konsumentenverhalten ändert sich. Die klassischen „Sprudel“ sind auf dem Rückzug (Skywottek, a.a.O.): „Die stärksten Zuwachsraten beim Absatz verzeichnen die stillen Wässer ohne Kohlensäure, zu Lasten der traditionellen deutschen Wässer mit viel Kohlensäure. Stille Wässer aber sind seit Jahren Sache der französischen Marken Volvic, Vittel und Evian, die multinationalen Konzernen wie Nestlé und Danone gehören. Volvic besetzt mit einem Anteil von mehr als fünf Prozent Platz zwei auf dem deutschen Gesamt-Wasser-Markt von rund 9,3 Milliarden Litern, Vittel schafft mit mehr als drei Prozent Platz vier.“ Wenn solche Global Player mitmischen, sind regional gebundene Brunnenprodukte unter hohem Konkurrenzdruck. Das führt auch allmählich zum Aussterben der traditionellen Pfandflaschen aus Glas, da sich ein Transport von Wasser in Glasflaschen ab 100 km Entfernung nicht mehr zu rechnen scheint.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
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Siehe auch: Watanabes Rattenversuche mit basischem Aktivwasser: —> Roberts, Jan
Vincents Hartwasser-Thesen —> Umkehrosmose

Dietmar M.: Als ich mir vor Jahren eine Umkehrosmoseanlage kaufte, hieß es, hartes Wasser sei schlecht für die Gesundheit: Je mehr ppm/Mikrosiemens das Wasser habe, desto schlechter. Sie und Dr. Irlacher sagen nun in „Trink Dich basisch“ das Gegenteil. Wem soll ich glauben?

Wasserfakten

Uns, dem eigenen Faktencheck in der wissenschaftlichen Literatur und der Weltgesundheitsorganisation WHO! Herrn „Professor“ Vincents aus ungeprüften und unauffindbaren Statistiken gewonnene Thesen aus dem letzten Jahrhundert haben keine überprüfbare Grundlage und auch keine wissenschaftliche Resonanz gefunden, sodass seine Arbeiten im WHO Report „Calcium and Magnesium in Drinking Water – Public Health Significance“, an dem die bedeutendsten Wasserforschungsinstitute mitgewirkt haben, nicht einmal zitiert werden. Claude Vincent, der mythologische Ahnherr der Umkehrosmoseverkäufer hatte übrigens nie einen Lehrstuhl an irgendeiner akademischen Einrichtung, sondern war nur eine kurze Zeit seines Lebens „Professeur“ an einer Art Gymnasium, wo Lehrer so genannt werden…

Zurück zu den Wasserfakten:

Hartes, mineralreiches Wasser hat mehr ppm/Mikrosiemens als weiches Wasser. Basisches Aktivwasser ist immer härter und reicher an Mineralien als das Wasser vor der Elektrolyse.

Der o.g. WHO-Report sagt: „…denn offenbar gibt es in Regionen mit mineralstoffreichem oder hartem Trinkwasser eine geringere Auftrittswahrscheinlichkeit von Herzinfarkten und Bluthochdruck“.

Eine über 30 Jahre gehende statistische Studie an fast 19.000 finnischen Männern aus dem Jahr 2004 hat belegt, dass jeder zusätzliche Härtegrad dH im Trinkwasser deren Herzinfarktrisiko um 1 % senkte.

Eine 10 Jahre dauernde deutsche Studie im Kreis Wernigerode belegt es in der umgekehrten Beziehung: „Bei dem sehr weichen und weichen Wasser können somit die Infarkte fast doppelt so häufig sein.

Bei älteren Patienten treten sie im Durchschnitt ca. eineinhalbmal so häufig auf.“ (Quelle: Teitge, J., Herzinfarktinzidenz und Mineralgehalt des Trinkwassers. http://www.mgwater.com/teitge.shtml)

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Marianne S.: Das Volk der Hunza wird uralt – obwohl es fast nur minera- larmes Gletscherwasser trinkt. Glauben Sie wirklich, dass mineralreiches basisches Aktivwasser besser ist?

Hunza Volk

Hunza Rajah und Stammesangehoerigen

Ja, denn ich halte mich an die Fakten. Nirgendwo ist das hohe Durchschnittsalter des pakistanischen Hunzavolkes belegt worden. Der Mythos entstammt einem vom Sohn des Schweizer Müsli-Erfinders Bircher verfassten uralten Buch mit dem Titel: „Hunza – Das Volk, das keine Krankheit kennt“. Tatsächlich herrscht dort eine eher frühe Sterblichkeit. Die Kindersterblichkeit ist mit einer Todesrate von 30 % vor dem 10. Lebensjahr extrem hoch, 10 % der Erwachsenen sterben vor dem 40. Lebensjahr. (Quelle: Ensminger, A., Concise En- cyclopedia of Foods and Nutrition. 2nd ed. 1995, S. 619)

Gerade weil die Hunza auf 2500 m Meereshöhe kein gutes mineralreiches Wasser besitzen, sondern hauptsächlich Schmelzwasser, sind sie für ihr relativ hochwertiges Himalaya Kristallsalz bekannt geworden, das sie selbst mit dem Wasser zusammen konsumieren, um zu überleben.

Da dieses aber hauptsächlich aus Kochsalz (Natriumchlorid) und Spurenelementen besteht, fehlen Mengenmineralstoffe wie Calcium, Kalium und Magnesium. Möglicherweise ein Grund für die geringe Lebenserwartung.

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Bei der Frage nach der „Struktur“ von Wasser denken die meisten Menschen sicherlich unmittelbar an die chemische Formel H2O. Aber es kommt auch darauf an, wie die einzelnen Wassermoleküle miteinander verbunden sind. Sogenanntes hexagonales Wasser besteht vorwiegend aus Clustern von jeweils sechs Molekülen, die – wie der Name bereits andeutet – sechseckig angeordnet sind. Man kennt diese Struktur von Schneeflocken und Eiskristallen, wie sie Masaru Emoto immer wieder fotografiert. Denn in gefrorenem Zustand ist Wasser immer hexagonal. Sechseckige Strukturen bei flüssigem Wasser gehen dagegen mit zunehmender Temperatur verloren. Auch Schadstoffe im Wasser oder Kläranlagen beeinflussen die natürliche Clusterbildung von Wasser negativ.

Woher kommt hexagonales Wasser?

Hexagonale Wassercluster finden sich in schmelzendem Schnee oder Gletscherwasser. Auch in einigen natürlichen Heilquellen, Tiefbrunnen und unberührten Bächen kann man sie vorfinden. Von gläubigen Menschen wurde hexagonales Wasser früher oft als „heiliges Wasser“ bezeichnet.

Tatsächlich ist es nicht gänzlich korrekt, hexagonales und „ungeordnetes“ Wasser strikt voneinander zu trennen: Sechseckige Molekülcluster befinden sich in praktisch jedem Wasserkörper – allerdings in äußerst unterschiedlicher Konzentration. Gewöhnliches Leitungswasser besteht zum Beispiel überwiegend aus Clustern von zwölf bis 20 H2O-Molekülen. Wenn man von hexagonalem Wasser spricht, ist damit also generell Wasser gemeint, in dem man hauptsächlich Sechs-Molekül-Formationen vorfinden kann.

Hat hexagonales Wasser eine Wirkung im Organismus?

Wasser ist der sprichwörtliche „Ursprung allen Lebens“ und insgesamt für den Stoffwechsel unverzichtbar. Um unseren Wasserhaushalt aufzufrischen, ist es wichtig, jeden Tag ausreichend zu trinken. Damit ist es allerdings noch nicht getan – damit das Wasser für unseren Organismus nutzbar wird, muss es zuerst von den Zellen absorbiert werden.

Hier scheint hexagonales Wasser einen klaren Vorteil zu besitzen: Je kleiner die Molekülcluster der Flüssigkeit sind, desto besser könnten sie vielleicht in die menschlichen Zellen eindringen. Letztlich nehmen Zellen durch die Zellkanäle (Aquaporine) immer nur einzelne Wassermoleküle auf. Es scheint aber leichter, Sechseck-Strukturen in einzelne Wassermoleküle zu zerlegen, als die viel größeren Strukturen von Leitungswasser. Das von Sechseck-Strukturen geprägte Wasser wird also viel schneller vom Körper aufgenommen als Leitungs- oder auch herkömmliches Mineralwasser.

Vorteile für den Menschen

Wie schnell hexagonales Wasser in die Zellen übertragen wird, können wir buchstäblich am eigenen Leib erfahren: Wer zwei oder drei Gläser hintereinander trinkt, wird feststellen, dass praktisch kein Sättigungsgefühl eintritt – der Magen lässt das Wasser über die „kleine Magenstraße“ über den Nahrungsbrei hinweg in den Zwölffingerdarm gleiten, wo es im weiteren Verlauf im Dünndarm sofort für seine primären Zwecke genutzt werden kann. Hydrierung ist immer besser, wenn sie schnell erfolgt, weil Durst ein Alarmsignal des Körpers darstellt.

Im Wettrennen um die schnellste Art der Hydrierung hat hexagonales Wasser aus der Natur einen ernstzunehmenden Konkurrenten bekommen: den elektrolytischen Wasserionisierer. Auch ionisiertes Wasser enthält kurzfristig deutlich mehr hexagonale Strukturen als das Leitungswasser, aus dem es gewonnen wurde. Dies ist ein Ergebnis der Verwirbelung im Rahmen der Elektrolyse und lässt sich anhand der Magnetresonanzfrequenz deutlich zeigen. Durch die schnellere Aufnahme und bessere Beweglichkeit im Körper kann auch hexagonales Wasser aus einem Wasserionisierer positiv auf diverse Stoffwechselvorgänge wirken. Indirekt kann hier von einem „reinigenden“ Effekt gesprochen werden, da unerwünschte Nebenprodukte des Stoffwechsels bei einer schnellen und guten Hydrierung effizienter abtransportiert werden.

Hexagonales Wasser im eigenen Haushalt herstellen

Verständlicherweise haben die wenigsten von uns uneingeschränkten Zugang zu einem Tiefbrunnen oder wohnen neben einem schmelzenden Gletscher oder einem Wasserfall, wo man hexagonales Wasser direkt von der Natur geliefert bekommt. Auch ohne großen technischen Aufwand ist es möglich, die Verwirbelungsprozesse der Natur mit einem einfachen Wasserwirbler zu imitieren und so den Anteil hexagonaler Wassercluster zu steigern. Auf diese Weise stellen Sie ohne großen Aufwand direkt zu Hause bekömmliches und gesundes Trinkwasser her.

Richard T.: Obwohl ich seit einem Jahr täglich 2 Liter basisches Aktiv- wasser trinke und mich gesund mit viel Obst und Gemüse ernähre, zeigt meine Körperanalysewaage immer unter 55 % Körperwasser an. Muss ich noch mehr Wasser trinken?

Für Männer gibt die Weltgesundheitsorganisation 60 – 65 % Körperwasser an, für Frauen 50 – 55 %., für Kinder 60-75 %. Daraus leiten Sie nun offenbar aufgrund der Messung mit einer Bioimpedanz-Waage einen Verdacht auf Dehydrierung ab. Das halte ich für sehr unwahrscheinlich, da diese Waagen meist sehr ungenau sind. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über diesen Verdacht, er kann Ihnen in Kürze auch ohne Waage sagen, ob Sie unterversorgt mit Wasser sind.

Falls Sie es tatsächlich sind, wird er Ihnen nicht unbedingt raten, mehr zu trinken. Vielleicht hat er Ihnen wegen Bluthochdruck oder Herzschwäche wasserabführende Medikamente verschrieben, die das Körperwasser bewusst niedrig halten sollen.

Vielleicht haben Sie eher einen weiblichen Körperbau mit mehr Fettgewebe, wo 50 – 55 % optimal sind. Oder Sie haben Übergewicht.
Manchmal ernähren sich Vegetarier so salzarm, dass ihr Körper das Wasser gar nicht halten kann. Dann genügt eine Prise Salz ins Wasser, um das Verhältnis zu verbessern. Schon —> Batmanghelidj hat dies Wassertrinkern empfohlen.

Alle diese Fragen kann Ihr Arzt ohne großen Aufwand in Kürze klären. Ich kann Ihnen nur sagen, dass Sie bestimmt nicht zu wenig basisches Aktivwasser trinken. Entweder, Sie haben gar kein Problem, oder das Problem hat eine andere Ursache.

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Barbara R.: In Ihrem Buch „Elektroaktivertes Wasser – eine Erfindung mit außergewöhnlichen Potential“ beschreiben Sie, dass der Münchner Ingenieur Alfons Natterer wohl der erste war, der bewusst und viele Jahre lang elektroaktiviertes Wasser hergestellt hat. In Ihrem Vortrag bei Youtube zeigen Sie auch einen Nachbau seiner 3-Kammer-Zelle, in der er basisches und saures, aber auch neutrales Elektrolytwasser hergestellt hat. Warum ist die heutige Wasserionisierer-Industrie – und Sie selbst offenbar auch – vom 3-Kammer-System auf 2-Kammer-Systeme umgestiegen? Auch mit dem neutralen „Hydropuryl“ hatte Natterer doch offensichtlich Erfolg – und nicht jeder mag und braucht vielleicht ein basisches Wasser trinken.

Das ist nicht gerade leicht zu erklären und es wird daher eine sehr ausführliche Antwort werden. Kurz gesagt ist es so, dass Natterer offenbar selbst nach und nach vom neutralen Hydropuryl abgekommen ist und es in seinen letzten Dokumenten nicht mehr direkt bewirbt. Der Grund scheint zu sein, dass man, wenn ein pH-neutrales Elektrolytwasser gewünscht wird, dies auch durch gezieltes Vermischen der sauren und basischen Sorte erzeugen kann.
Aber fangen wir von vorne an. Alfons Natterer lebte nach Informationen seines Enkels Siegfried Natterer, der mir viele Dokumente aus dem Nachlass seines Großvaters zur Auswertung übergeben hat, von 1893 bis 1981 und wurde 88 Jahre alt. Geboren am 18.1.1893 in Altusried kam er nach München, wo er 1930 über die Möglichkeit nachzudenken begann, Bier nach Münchener und Pilsener Art mit einem elektrolytisch behandelten Wasser zu brauen, das er so standardisieren wollte, dass man es überall auf der Welt herstellen konnte.

Dies berichtet die Weidener Zeitung „Der neue Tag“ 1974 in einer ganzseitigen Sonderveröffentlichung anlässlich seines Firmenjubiläums in Wernberg/Oberpfalz, wohin er in späteren Jahren seine Wasserfabrik verlegt hatte.
Bier, besonders Pilsener Bier, erfordert zumindest in der Brauphase des Würzekochens ein möglichst weiches Wasser, da sich die Inhaltsstoffe des Malzes damit besser herauslösen lassen als mit hartem Wasser.
Über die Aufbereitung von Trinkwasser durch Anwendung von Elektrolyse mit Gleichstrom kursierten in den 1920er Jahren einige Ideen: Die Berliner Elektro-Osmose-Aktiengesellschaft von Botho Graf von Schwerin formulierte in einem ab 11.9.1921 erteilten Patent über die „Reinigung von Wasser auf elektroosmotischem Wege“ wohl erstmals eine Erfindung, die auch der „Fabrikation künstlicher Mineralwässer“ und der Bierbrauerei nützen sollte. Sie beschrieb eine elektrische Methode, da alle chemischen Zusätze zum Wasser „nur Umsetzungen bewirken, die ein Salz entfernen und ein neues entstehen lassen.“

Die vorgeschlagene Lösung war der Einbau von zwei verschiedenen, statt nur einem Diaphragma in eine Elektrolysezelle, wodurch eine dritte Kammer (M) in der Mitte entsteht, aus der die Ionen des Speisewassers (S) je nach Ladung zur Anodenkammer (An)- oder Kathodenkammer (Kn) gezogen werden. An und Kn werden dabei über die Zuflüsse D und die Abflüsse F mit Leitungswasser gespült. Die Pumpe P lässt das Wasser so lange im Kreislauf durch das elektrische Feld von M laufen, bis der gewünschte Entionisierungsgrad von S erreicht ist. Nach Angaben der Patentschrift dauert der vollständige Entionisierungsprozess bis zu 37,5 Stunden. Unerwähnt bleibt, da damals unbedacht, dass aus den Abflüssen F jeweils basisches und saures Aktivwasser fließen. Das Gerät ist also ebenso ein Umlauf-Wasserionisierer wie ein Umlauf-Entionisierer! Hier die Zeichnung zum Reichspatent DE 383666 dazu:

Diagram Reichspatent DE 383666

Auch Natterer arbeitete mit sehr langen Elektrolysezeiten von etwa 24 Std.
Um die Reinheit ging es auch in der Schrift DE 631496 des aus Österreich stammenden Pariser Forschers Jean Billiter, die ab 13.4.1929 als deutsches Patent erteilt wurde. Aber auch sein „Verfahren zur Reinigung salzarmer Lösungen, insbesondere natürlicher Wässer mit Hilfe elektrischen Stromes“ sieht im sauren Anolyt und im alkalischen Katholyt lediglich schwer kalkulierbare Umstände. Er möchte mit seiner Erfindung ein Verfahren beschreiben, das hinsichtlich des erzielten Reinheitsgrades in der mittleren Kammer sogar mit der Mehrfach-Destillation in Wettbewerb treten kann.
Die Besonderheit von Billiters 3-Kammer-Zelle ist der Einsatz flüssigkeitsdurchlässiger Membranen und die Aufrechterhaltung der Ionentrennung durch hydrostatischen Druck.
Anfang der 30er Jahre war die Diskussion um die Entionisierung von Wasser auf ihrem Höhepunkt angelangt. Dem Münchener Erfinder Karl Kaisser gelang die Konstruktion einer völlig diaphragmafreien Elektrolysezelle mit 3 Kammern. Mithilfe von Strömungsdynamik und Gummiklappen wollte er die Rückvermischung der Ionen mit dem Wasser verhindern. Kaissers Erfindung wurde erstmals aktenkundig am 27. März 1931. 1936 wurde sie noch durch Zusätze ergänzt. Ihr Zweck war vor allem die Meerwasserentsalzung. Wie wir wissen, haben sich dafür heute andere Verfahren wie die Umkehrosmose durchgesetzt. Kaissers Erfindung floppte, doch sein Patent bestand international. Hier Kaissers komplexe Konstruktionszeichnung:

Komplexe Konstruktionszeichnung

Auch Alfons Natterer versuchte, die empfindlichen Diaphragmen durch eine raffinierte Strömungstechnik zu umgehen. Ober er schon in den 30er Jahren die später von ihm patentierte Zellkonstruktion verwendet hat, war weder durch Dokumente aus dem Nachlass noch durch die Befragung seines Enkels Siegfried ermittelbar. Natterer hat zuerst ein Verfahrenspatent „zum Haltbarmachen von Flüssigkeiten, insbesondere zur Gewinnung therapeutischer Flüssigkeiten“ beantragt, das ab dem 1. Juni 1944 auch geschützt wurde. Die letztlich erfolgreiche Version seiner „Vorrichtung“  hat er erst am 1. Oktober 1948 angemeldet, und es dauerte 12 Jahre, bis zum 1. April 1960, bis ihm die Patentschrift44) übergeben wurde.

Zu diesem Zeitpunkt liefen aber die Elektrolysezellen Natterers schon lange fabrikmäßig. Noch vorhandene Fotos zeigen nichts typisches. Es existiert jedoch eine in einer Frauenzeitschrift veröffentlichte Zeichnung aus der Berchtesgadener Ära von Natterers Firma, die gut erkennen lässt, worauf es ihm ankam. Man sieht, dass die mittlere Kammer jeweils etwas größer ist als die Kathoden- und Anodenkammern. Das zeigt, dass es Natterer auch noch in den 50er Jahren darauf ankam, möglichst viel von dem mittleren, neutralen Wasser zu gewinnen, ähnlich wie bei den früheren Konzepten der von Schwerin AG, Billiters und Kaissers.

Patentschrift Natterer

 

Patentiert für Alfons Natterer, Wernberg (Obpf.) ERTEILT AUF GRUND DES ERSTEN ÜBERLEITUNGSGESETZTES VOM 6 JULI 1949 (Wi G B1. S. 175) BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND PATENTSCHRIFT 1 068 427 DEP 1068427 KL 30 h 2/01 INTERNAT. KL. A 61k ANMELDETAG: 1. OKTOBER 1959 BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UND AUSGABE DER AUSLEGESCHRIFT: 5. NOVEMBER 1959 AUSGABE DER PATENTSCHRIFT: 21 APRIL 1960 STIMMT ÜBEREIN MIT AUSLEGESCHRIFT 1 068 427 (p 10440 IVa / 30k D)

Frau im Spiegel.

Die Bierbrauer hatten übrigens sein Wasser nicht akzeptiert und er verkaufte es ab 1937 bereits über Apotheken zu Literpreisen, bei denen die Brauer vor Neid erblasst sein müssen…

Hier zunächst die Zeichnung aus der „Frau im Spiegel“ vom 13. Nov. 1954: So ungefähr sah der erste bewusst betriebene Wasserionisierer aus.

Der rührige Natterer hatte im Jahre 1934 mithilfe des in Adelskreisen agierenden Münchener Arztes Dr. Tyroff und des Wiener Mediziners Dr. Leinberger eine günstige Wirkung des Elektrolytwassers bei Stoffwechselkrankheiten herausgefunden. Auch darüber gibt es als einzige Quelle nur den Zeitungsartikel aus „Der neue Tag.“ Wie viele Entwicklungsschritte von der ersten 3-Kammer-Zelle zu dem komplexen System des erteilten Patents lagen, ist nicht zu ermitteln, da alle Unterlagen und Geräte vor dem 11. November 1940 bei einem britischen Bombenangriff auf München vernichtet wurden.

Im folgenden Natterers Patentzeichnung aus dem Jahre 1948.

Zeichnungen Blatt 1

 

Fig. 1 ist ein waagerechter Schnitt durch einen Teil des Apparates,
Fig. 2 ein Schnitt nach der strichpunktierten Linie 10 der Fig. 1.
Die Fig. 1 und 2 erläutern schematisch das erfindungsgemäße Verfahren mit Vorrichtung.
Der aus Isoliermaterial, aus Hartgummi, Glas oder emailiertem, gummiertem oder mit Hartgummi isoliertem Eisenblech bestehende Dreikammerapparat arbeitet ohne Diaphragmen. Die der Unterteilung in die Kammern dienenden Zwischenwände bestehen aus den U-förmigen, senkrecht stehenden Hartgummiprofilen a (Elektrodenkammern), mit den zwischen ihnen befindlichen, durchlochten Hartgummistreifen b mit Glaswolleinlage c nebeneinander angeordnet, mit Fuß- und Kopfleiste verbunden mit hiermit als ganzes Aggregat leicht herausnehmbar.
Die Anordnung der stehenden Elektroden d in den U-förmigen, senkrecht stehenden Hartgummiprofilen a (Elektrodenkammern), mit den zwischen ihnen befindlichen, durchlochten Hartgummistreifen b mit Glaswolleinlage c dient dem Zweck, die Bewegungsunruhe der an den Elektroden sich entladenen Ionenzu beseitigen und hiermit eine Rückdiffusion von Ionen zu verhindern. Die zwischen den Hartgummistreifen b liegenden Glaswolleinlage c haben den Zweck, die zwei Streifen b elastisch und anschmiegbar zu führen, zu dichten und leicht auswechselbar zu machen, was vor allem bei der Reinigung des Apparates erforderlich ist. Die Glaswolleinlage c dient als Filter und ermöglicht den Ionen leichten Durchgang, sichert absolut ruhige Arbeit. Durch diese Anordnung in Zussamwirkung mit der Energiedosierung ist eine Rückdiffusion der Ionen ausgeschlossen. Zwei solche Wandaggregate vereinigt, bilden den Dreizellenapparat mit den Kammern H, K und S. H ist das neutrale, K das Alkalische und S das saure Wasserabteil; vier Aggregate und mehr ergeben den Mehrzellenapparat, wobei nur die Glaswand E lose eingesetzt ist.

Link zum Text

Natterer spricht in Zeile 17 der Zeichnungsbeschreibung davon, der Apparat würde ohne Diaphragmen arbeiten. Die verwendete Glaswolleinlage würde man aber heutzutage durchaus als eine Art Diaphragma ansehen, das Ionenströme zumindest verlangsamt.
Tatsächlich taucht in der Patentbeschreibung Zeile 1/33 auch der Begriff „ionisiert“ im Zusammenhang mit Wasser bereits auf, der heute wegen seiner Unsauberkeit manchmal kritisiert wird. Von den Patentfachleuten in Deutschland wurde er jedenfalls offenbar schon in den 40er Jahren zweifelsfrei verstanden.

 

Aber auch die Wässer, welche stark ionisiert sind, besitzen besondere therapeutische Wirkungen. Der pH Wert des Wasser in der Kathodenkammer beträgt je nach Dauer der Behandlung und der Zusammensetzung des Urspungswasser 7,3 bis 13, hat also einen ausgesprochenen alkalischen Charakter, während das Wasser in der neutralen Kammer einen pH Wert zwischen 6,8 und 7,2 aufweist. In der Anodenkammer kann eine Wasserstoffkonzentration erreicht werden mit einem pH Wert zwischen 0,5 und 6,7 , was einem absolut saueren Charakter entspricht.

Von den bisher bekanntgewordenen Verfahren oder Vorrichtung zur elektrolitischen Behandlung von Wasser oder Flüssigkeiten unterscheidet sich das erfindungsgemäße Verfahren grundsätlich dadurch, daß sich die Elektrolyse im absolut ruhenden Zustand der Flüssigkeit vollzieht und während der Dauer des Vorganges weder eine Zufuhr neuer Flüssigkeit, noch auch eine Ableitung flüssiger oder feste Stoffe stattfindet.

Bei den bisher bekanntgewordenen Verfahren und Apparaten, welche der elektrolytischen Behandlung von Wasser dienen wird angestrebt, eine möglichst weitgehende Entsalzung herbeizuführen, um auf diese Weise ein Wasser zu erzielen, das dem Charakter des destillierten Wasser gleichkommt. Es wird deshalb bei allen solchen Verfahren und Apparaten mit fließendem Wasser gearbeitet, um eine möglichst große Durchsatzleistung zu erzielen.

Der Erfindung liegt weiterhin die Erkenntnis zugrunde, daß die Elektrolyse nicht nur in einer absolut ruhenden Flüssigkeit durchgeführt wird, sondern daß Spannung und Stromstärke des zur Durchführung der Elektrolyse benötigten Gleichstroms so verändert werden, daß der von Anfang an eingestellte, möglichst niedrige Stromverbrauch während der ganzen Dauer des Verfahrens beibehalten wird.

Eine Begrenzung des Stromverbrauchs von Anfang an wird deshalb vorgenommen, weil zu Beginn der Elektrolyse die erforderliche Überspannung größer ist und damit auch die Stromdichte. Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es von Wichtigkeit, daß die Erwärmung der behandelten Flüssigkeit während der Behandlung möglichst niedrig ist. Außerdem wird durch die geringe Stromdichte bewirkt, daß die an den Elektroden entstehende Gasbildung möglichst gering ist und die in den Elektrodenkammern sich ansammelnden Ionen im Ruhestand bleiben.

Eingehende Untersuchungen und Messungen haben bewiesen, daß nur bei einer Durchführung des Verfahrens, wie es der Erfindung zugrunde liegt und einer erfindungsgemäßen Ausbildung der Apparate solch extreme pH Werte erreicht werden können, wie sie bereits weiter oben angegeben wurden.

Auch die grundsätzliche Problemstellung der Stromregelung und das Temperaturproblem heutiger Wasserionisierer wurde von Natterer bereits erkannt und gelöst.
Für Natterers hohe Intuition spricht, dass er im Gegensatz zu heutigen Herstellern von Topfionisierern die Gasbildung möglichst gering halten wollte. Tatsächlich braucht ja das basische Aktivwasser längere Zeit, um sich mit Wasserstoffgas zu sättigen, und bei einem Topf-Ionisierer würde viel davon schon während der Elektrolyse entweichen. Nur durch eine druckdichte geschlossene Elektrolysezelle kann man den Wasserstoff schneller in das Wasser „pressen“, wie es heute bei den Durchlauf-Ionisierern der Fall ist. Es funktioniert auch bei Topf-Ionisierern, die vollständig befüllt und druckdicht verschlossen sind. So braucht man nicht viele Stunden für das gewünschte Ergebnis, wie sie sich der Münchener Erfinder des letzten Jahrhunderts nahm.

Natterers Topf klein

Erst im Sommer 2015 gelang es mir, mit einem Prototyp des von mir entwickelten Aquavolta® Everfresh Mobil-Ionisierers diese Hürde zu überwinden, der mit der sehr geringen Spannung eines USB-Ports (5 V) und der geringen Stromstärke aus einem üblichen Lithium-Ionen Akku für Handys auskommt und dennoch in kurzer Zeit optimales elektroaktiviertes Aktivwasser herstellen kann.
Durch die lange Ionisierzeit von über 12 Stunden kam Natterer mit seinen mehr als hektolitergroßen, offenen 3-Kammer-Elektrolysegefäßen sowohl in der Kathodenkammer als auch in der elektrodenfreien mittleren Kammer zu einem „hydrogen-enrichted“ Wasser, wie man sich heutzutage ausdrücken würde. Dies haben meine Versuche mit dem grundsätzlichen Nachbau einer seiner Zellen eindeutig ergeben.

Schon 1937 wurde das mittlere neutrale und wasserstoffreiche Hydropuryl®-Elektrolyt-Wasser in Gehes Codex der Arzneimittelspezialitäten aufgenommen und im Folgejahr publiziert.

Natterer hatte also spätestens ab 1937 einen Kompagnon namens W. Wagner, dessen Name möglicherweise auch Bestandteil der späteren Firmenbezeichnung „NAWA“ (Natterer-Wagner) ist. Wagner blieb nach einer Angabe von Natterers Enkel Siegfried Natterer bis Ende der 70er Jahre bei der Firma.

Bedauerlich ist: Die Geschichte der ersten 20 Jahre lässt sich nur durch sehr wenige zeitgenössische Dokumente belegen, da sämtliche Geräte, Dokumente und Forschungsunterlagen bei einem britischen Bombenangriff am 8. November1940 zusammen mit der Wasserfabrik in München zerstört wurden, gerade als man dabei war, wichtige Geschäftspartner für das Wasser zu interessieren, wie ein wahrscheinlich von Wagner verfasstes Dokument vom Dezember 1940 zeigt.

Gehes Codex Hydropuryl Text
Hydropuryl – L.A.:”Elektrolytisch entmineralisiertes Trinkwasser” zur Trinkkur gegen Stoffwechsel-Krankheiten; (Fl. à 5 L, 10 L, 20 L). D. 3mal 1/4 L pro die. H. Deutscher Hydropuryl-Vertrieb, W. Wagner, München 2 SO, Holzstr. 47

Hydropuryl Logo

 

 

 

Das Schriftstück nach dem Schock der Zerstörung versucht, wenigstens den neuesten Stand des Hydropuryl®-Projekts zu dokumentieren. Auf S. 8 wird ein Sanatorium erwähnt, das im April 1941 eröffnet werden sollte. Seine Grundausstattung war mit 6000 Litern (!) Elektrolytwasser angesetzt. Das Dokument zeigt, dass Natterers Firma alles vermied, was an ein „Allheilmittel“ denken lassen könnte.

Natterer Ein grosses sueddeutsches Haus

 

Natterer Krieg 01

Ein großes süddeutsches Haus schreibt unter Bezugnahme auf mein Schreiben vom 5.11.40, dass ist sich ganz wesentlich und das Problem der absoluten Güte des von uns hergestellten Wassers für höchstqualifizierte Produkte interessiert – leider ist, wie aus dem gegenwärtigen Darlegungen ersichtlich, bereits wenige Tage darauf (8.11.40) alles, Ich Aber auch alles, zerstört wurden, – und so bedauert dieses Haus mit seinem Schreiben vom 9.12.40 das Vorkommnis, in welchem es wirklich schreibt:
“Wir bestätigen Ihr Schreiben vom 4.12.40: /: wir haben diesem Haus mit diesem Schreiben vom 4.12. den Unglücksfall mitgeteilt :/ und bedauern sehr dass sie nicht in der Lage sind, die angebahnten Versuche durchzuführen. Gegeben der Hoffnung Ausdruck, dass es Ihnen bald gelingen wird, Ihre Versuchsarbeiten wieder aufzunehmen und begrüßen Sie in diesem Sinne ……..”.

 

Für Einblick der Wasserverwendung auf medizinischen Gebiete aus Resten oder Trummern von Unterlagen! – Sämtliche Laboratoriumsversuchsreihen und daten sind gänzlich vernichtet. –

Natterer Krieg 02

„Wir haben alles vermieden und unterbunden, was nach Propaganda riechen konnte, denn Forschungsarbeit ist nicht eine Angelegenheit des lauten Lebens, schon deshalb nicht, weil es sehr wohl sein hätte können, daß daß diese noch in ihrem Endstadium fehl schlägt. Angesichts der zahlreichen Versuche im Laboratorium, sowohl biologisch wie anorganisch, wurde uns die unbestreitbare Gewissheit des restlosen Gelingens tatsächlich erst im August 1940.“

Im folgenden Absatz offenbart das Dokument dann, dass tatsächlich bereits alle drei durch die 3-Kammer-Elektrolyse erzeugten Hydropuryl-Sorten sowie Mischungen davon, untersucht worden sind:
„Für jeden, der in der Lage ist, sich in das vorliegende Gebiet zu vertiefen, wird unzweifelhaft klar geworden sein, daß dieses unübersehbar ist, insbesondere auch vom ärztlichen Standpunkt aus, wenn der Arzt einmal die entsprechenden Dosierungen, sei es H, K oder S oder auch ein Kombinieren, erkannt haben wird.“

Ein Firmenvermerk auf der Abschrift erläutert die Bezeichnungen wie folgt: H = neutral, K = alkalisch, S = sauer

Das Dokument von 1940 umfasst Behandlungserfolge aus dem Jahr 1940. Da an einer Stelle eine Fallnummer 408 genannt wird, müssen bis dahin also mindestens 408 Fälle dokumentiert worden sein. Eine Bewertung aus heutiger Sicht ist schwierig, weil meist nicht angegeben wird, mit welcher der drei Hydropuryl®-Sorten therapiert wurde.

Ohne Angabe der Wassersorte nennt das Dokument Fallberichte zu folgenden Indikationen (im damaligen medizinischen Sprachgebrauch):

  • Darmträgheit
  • Zwölffingerdarm-Geschwür
  • Gallenleiden
  • Gestörte Magenverdauung
  • Bluthochdruck
  • Schrumpfniere
  • Bleivergiftung mit Verätzung der Magenschleimhaut und Magengeschwür
  • Depression
  • Körperermattung
  • Arbeitsunlust
  • Gehbeschwerden
  • Zittern
  • Magenschmerzen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Kopfschmerzen, Migräne. Föhnleiden
  • Schlafstörungen
  • Appetitmangel
  • Knochenentzündung
  • Nervöse Wundheilungsstörung
  • Gedächtnisprobleme im Alter
  • Magenkrämpfe
  • Blasenentzündung
  • Gicht

Bei folgenden Indikationen wird die verwendete Wassersorte angegeben:

Ischias (H =neutral + S =sauer)
Körperpflege und Kosmetik (S=sauer)
Darmstörungen (erst H, dann S)
Nierenleiden (H + S)
Atembeschwerden (K=alkalisch und H)
Gripperekonvaleszenz (K + H)
Sehvermögen (H)
Bronchialkatarrh (H)
Schwerhörigkeit (H)
Rückenmarksentzündung (H)
Rheuma (K + H)
Akne (H + S)

Trotz aller Trauer über die Zerstörungen des 8. November 1940 gibt das Dokument einen grundsätzlich selbstsicheren und optimistischen Ausblick:

Natterer Krieg 04

Es kann infolgedessen nicht überraschen und nicht wundernnehmen, das über die eigentliche medizinische Bedeutung hinaus, also nicht nur aus Sanatoriumskreisen, sondern auch anderen großen Häusern, und in der Zukunft nicht zuletzt von Gesundungshäusern großes Interesse besteht.

Doch der sich zum „totalen Krieg“ steigernde Wahnwitz dieser Jahre führte nicht zur Errichtung neuer Gebäude, sondern zur 90-prozentigen Zerstörung der Münchener Altstadt. Insgesamt standen bei Kriegsende 1945 nur noch die Hälfte aller Gebäude in München. Was Natterer und Wagner nicht daran hinderte, weiterhin fleißig Arztgutachten zu sammeln.

Dr. med. F. Dammert, München, Nimrodstraße 4        7.7.1942

Dr. Med. F. Dammert

Nachdem ich als Facharzt für innere Krankheiten nun seit drei Viertel Jahren mit dem neuartigen, durch gewisse elektrische Ströme behandelten Wasser von neutraler und saurer Reaktion praktische Versuche in meiner Privatpraxis für meist längere Zeit durchgeführt habe und dabei größten Wert darauf legte, diese Fälle auch unter meiner ständigen Kontrolle zu halten, kann ich mir heute schon ein Urteil Über den Wert dieser aufsehenerregenden biologischen Behandlungsmethode erlauben.
Ich habe bisher nach besonderer Wahl hauptsächlich Fälle folgende Kategorien herausgegriffen:
Bronchialasthma, chron. Gelenkerkrankungen, vor allem auch harnsaure Diathese mit degenerativen chron. Gelenkveränderung (Arthrosis deformas), Herz- und Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck mit Atheromatose, Fälle von Dystonie mit Erschöpfungs- und Ermüdungserscheinungen, des weiteren in äußerer ha Anwendung. Fälle von Verletzungen, Zellgewebsentzündungen, Verbrennung in 1. und 2. Grades.

Ich bin überrascht über die in allen Fällen beobachtete günstige und rasche Heilwirkungen, die ich bisher bei keinem der bisher üblichen das Behandlungsversuche gesehen habe.
Ich erkläre mir den so überaus günstigen Erfolg dieser innerlichen wie äußerlichen Anwendung des nach besonderem Verfahren (längere Einwirkung bestimmter elektrischer Ströme) hergestellten Heilwassers in erster Linie durch eine intensive Zellaktivierung des Gewebes und Anregungen des Stoffwechsels.

Diese neue Heilmethode eröffnet in medizinischer wie pflanzenbiologischer Beziehung eine ungeahnte Perspektive und hatte Ich Gelegenheit, letztere im Laboratorium für Pflanzenversuche zu kontrollieren.
Auf Grund dieser interessanten Beobachtungen kann ich nur wünschen, dass der weiteren Entwicklung des aussichtsreichen Verfahrens, von allen Seiten das nötige Interesse und die notwendige Förderung entgegengebracht wird, die es in volkswirtschaftlicher und medizinischer Hinsicht verdient.

Aus dem dem obigen ärztlichen Gutachten des Internisten Dr. F. Dammert geht hervor, dass es Natterer und Wagner spätestens im November 1941 gelungen sein muss, also 1 Jahr nach der Zerstörung, die Hydropuryl®-Produktion wieder aufzunehmen. Nach einem 3/4 Jahr, in welchem er das neutrale und das saure Aktivwasser testete, berichtet Dammert, dass in allen Fällen bei Bronchialasthma, chronischen Gelenkerkrankungen, Herz- und Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck mit Atheromatose, Dystonie, Ermüdungs- und Erschöpfungszuständen, sowie äußerlicher Anwendung bei Verletzungen, Zellgewebsentzündung und Verbrennungen 1. und 2. Grades eine außergewöhnlich günstige und rasche Heilwirkung eintrat. Gleichzeitig spricht er von ersten pflanzenbiologischen Versuchen jener Zeit.

W. R. Schürmeister, Assistenzarzt, Hilfskrankenhaus Bogenhausen, München, Mühlbauerstraße 15.        28.7.1943

Natterer Schürmeister1943

Nach Jahren Frist gebe ich Ihnen wieder kurzen Bericht über meine Erfahrungen bei therapeutischen Versuchen mit ihren elektrolytisch behandelten Wasser. Meine vorjährige Äußerungen, dass sich bei Anwendung dieses Wassers vor allem eine parasympathikotrope, bzw. – mimetische Wirkungen durch Blutdrucksenkung, Pulsverlangsamung, Peristaltikanregung, Uterustonisierung etc. zeigte, kann ich erneut bestätigen.
Ich hatte Gelegenheit, bei folgenden Erkrankungen das Wasser mit zum Teil guten, zum Teil sehr gutem Erfolg anzuwenden:
Bei essentieller und renaler Hypertonie (in allen Fällen wurde der systolische Druck durchschnittlich um 20-26 Prozent gesenkt!), bei Migräne, bei chron. Polyarthritis, rheumatica, bei Arthrosis deformas, bei chron. Obstipation, bei Gastritis und Ulcusdiathese leichten Grades, ebenso bei Hyperthyreose leichten Grades, Bei Ekzemen, Pruritus und Furunkulose, bei Dysmenorrhöe.
In einem Fall von Paroxysmaler Tachycardie und in einem Fall von Atonia post partum.
Bei einer größeren Zahl von Patienten habe ich vor und nach Wasseranwendung Blutuntersuchung vorgenommen. Dabei zeigten sich sehr häufig, als auffallendes Ergebnis, eine Vermehrung der Lymphozyten. In 17 Fällen von 27 Fällen könnte ich sogar eine Steigerung der Lymphozyten um durchschnittlich 61,91 Prozent gegenüber der Lymphozytenzahl vor dem Gebrauch des Wassers feststellen.
Eine Hebung des Allgemeinbefinden, eine Besserung des Appetits und des Schlafes, eine Mehrung der Vitalität wurde in den meisten Fällen beobachtet und von den Patienten dankbarst empfunden.

Natterer gewann trotz der Kriegsjahre einige Ärzte für die Anwendung des Elektrolytwassers. W. R. Schürmeister, Assistenzarzt am Hilfskrankenhaus München Bogenhausen, hat sich offenbar ab 1942 damit beschäftigt. In einem Gutachten vom 27. Juli1943 – an diesem Tag sterben in Hamburg 34.000 Menschen durch einen Bombenangriff – gibt er sogar präzise Zahlen (20-26 % Blutdrucksenkung bei Hypertonie) an und spricht von gutem bis sehr gutem Erfolg.

Als Therapiegebiete nennt er u.a. Migräne, chronische Polyarthritis, Arthritis rheumatica, Arthrosis deformans, chronische Verstopfung, Gastritis, Ulcusdiathese, Schilddrüsenüberfunktion, Ekzeme, Juckreiz, Furunkulose und Menstruationsstörungen. Leider gibt sein Bericht nicht an, welche der drei Wassersorten und in welcher Dosierung sie zum Einsatz kamen.

Mitte 1942 konnte auch Dr. med. Chr. Stahl im oberbayerischen Endorf gewonnen werden. Der Landarzt behandelte hartnäckige Furunkulose und Magengeschwüre mit Trinkkuren. Unterschenkelgeschwüren und schweren Verwundungen rückte er erfolgreich mit Umschlägen und Bädern zuleibe. Bedauerlicherweise fehlen auch hier die Details der Behandlungen.

Dr. med. Chr. Stahl, Endorf/Obb.      25. 8. 1943

NattererStahl 1943

Seit ungefähr einem Jahr verwende ich versuchsweise Bei einem Teil meiner Patienten das von Ihnen nach besonderem elektrischen Verfahren hergestellte Wasser bei umfangreicher und hartnäckiger Furunkulose so wie bei eitrigen Wunden, Bei Unterschenkel- und Magengeschwüren. Es handelt sich bei diesem Versuchen meistens um Fälle, die nach üblicher schulmedizinischer Behandlung keine befriedigende Besserung aufweisen.
Bei monatelang sich hinziehender Furunkulose der Haut zeigt bereits eine acht- bis in zehntägige Trinkkur ein sehr eindeutiges, fast vollständiges aufhören der Furunkel- und Abszeßbildung. Jedoch ist notwendig, die Trinkkur längere Zeit forzusetzen, da sonst ein Rückfall nicht ausgeschlossen ist.
Bei den starken übelriechenden und jauchigen Unterschenkelgeschwüren, wie sie häufig bei alten Leuten und ganz besonders bei der Bauernbevölkerung anzutreffen sind, bewirkt die äußerliche Behandlung mit diesem Wasser in Form feuchter Umschläge und Bäder eine auffallend prompte Desodorierung so wie weitgehende Linderung der oft sehr großen Schmerzen.

Der meistens mit schlaffen, schmierigen und stinkenden Granulationen bedeckte Geschwürsgrund reinigt sich sehr rasch, womit die Grundbedingung geschaffen ist für frische, gesunde Granulation und Epithelisierung, wie sie dann häufig zu beobachten ist. Bei vorzeitigem aussetzen der feuchten Behandlung tritt rasch Wieder die stinkende Verjauchung der Geschwüre ein.
Bei einer tiefen Kreissägeverletzung in den Zeigefinger mit Durchtrennung des Knochens trat bei feuchter Behandlung und Ruhigstellung trotz der starken Zerfetzung und Verschmutzung der Weichteile keine Eiterung ein. Knochen und Finger waren nach vier Wochen geheilt. Ähnlich und ohne zu eitern verließ mich nur mäßiger Entzündung ein gleichbehandelter Fall, wo sich ein Bauer beim hantieren an der Dreschmaschine schwere, bis auf den Knochen reichende Riß-und Quetschwunden an zwei Fingern zuzog, die wegen der starken Verschmutzung unbedingt schwere Entzündung und Eiterung erwarten ließen.
Wegen der vielseitigen, erfolgreiche und überzeugenden Anwendung das Wasser bei inneren und chirurgischen Krankheiten, ist es begreiflich, dass eine große Nachfrage besteht, umsomehr als die Anwendung ständig weitere Kreise zieht.

Von 1943 bis 1948 hat sich Natterer, der bei Kriegsende bereits 52 Jahre alt war, wohl schwerpunktmäßig mit der Formulierung seiner Patente beschäftigt.
Im Zusammenhang mit der Patentdokumentation stehen wahrscheinlich die erhaltenen Wasseranalysen des Instituts für angewandte Chemie der technischen Hochschule München, die 1948 von Regierungs-Chemierat Dr. Müller und Dr. Leuser durchgeführt wurden.

Natterer besaß also zu diesem Zeitpunkt sowohl den Mut als auch die Mittel, sich an höchstrangige wissenschaftliche Institute zu wenden.
Zunächst ergab die Analyse vom 18. März 1948, in der die Aktivwasserproben unter den Arbeitsnamen Sanquisan 503 (sauer), Sanquisan 507 (neutral) und Sanquisan 503 (alkalisch=basisch) geprüft wurden, folgendes Ergebnis:

Natterer Institut Ergebnisse 1

Natterer Institut Ergebnisse 2

Natterer Institut Ergebnisse 3

Das Gutachten wurde unterzeichnet
I.A. Dr. Leuser

Ab 1949 gibt es eine Vielzahl von neuen Forschungsaktivitäten, nachdem die Urheberansprüche angemeldet waren.

4 Jahre später hatte man alle 3 Wassersorten und auch bestimmte Rückvermischungen davon umfangreich getestet. Natterers Firma wurde zunächst in Berchtesgaden, dann in der Oberpfalz wieder aufgebaut, und die Forschung wurde sogar intensiviert. Das Bundesgesundheitsamt registrierte inzwischen 3 seiner Wässer als Arzneimittel, in den 50er Jahren wurden bestimmte Teile der Herstellungsmethodik in Deutschland patentiert.
Einer der wichtigsten Partner Natterers war der damals weltberühmte medizinische Tausendsassa, ursprünglich einer der berühmtesten Segler aller Zeiten (u.a. Erfinder der „Curry-Klemme“), Eiskunstläufer, Arzt und Klimaforscher Dr. Manfred Curry, ein reicher amerikanischer Staatsbürger, der Zeit seines Lebens in Bayern lebte. Seine umfangreichen Werke mit revolutionären Ideen zur medizinischen Bioklimatologie werden erst seit den 80er Jahren von einigen Forschern aufgearbeitet. In meinen Augen war Dr. Curry ein genialer Visionär und hat sich bis zu seinem frühen Tod 1953 mit dem Hydropuryl Wasser beschäftigt.

Natterer ging in der Curry Klinik und dem Forschungsinstitut in Riederau am Ammersee ein und aus.
Anfang der 60er Jahre war Alfons Natterer selbst ein halbes Jahr zu Forschungen im Institut der Curry-Klinik am Ammersee bei Currys Nachfolger Dr. Hänsche tätig und das Curry-Institut war wohl die einzige wissenschaftliche Institution, die das Hydropuryl-Wasser dank einer eigenen Elektrolyseanlage selbst herstellen konnte. Hier wurden auch umfangreiche Versuche zum Pflanzenwachstum durchgeführt, wie wir sie später aus der japanischen, russischen und koreanischen Forschung kennen.

Es kam allerdings zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Dr. Hänsche und Natterer über die Haltbarkeit der unterschiedlichen Hydropurylwässer. Hydropuryl S, das saure Aktivwasser, bezeichnet Dr. Hänsche als sehr lange haltbar. Das neutrale Hydropuryl N und ganz besonders das basische Hydropuryl A aber hielt er für unstabil. In einem Gutachten schrieb Dr. Hänsche, dass auch die staatliche bakteriologische Untersuchungsanstalt zu derselben (aus heutiger Sicht korrekten) Meinung gekommen war.

Natterer Bakteriologische Untersuchung

Natterer 20 Liter Hydropuryl Flaschen

Dagegen beharrten Natterer und Wagner in einer empörten Replik auf der falschen Ansicht, dass alle 3 Wassersorten über Monate und Jahre haltbar waren.

Die Wahrheit hätte sein gesamtes Geschäftskonzept beschädigt, das auf großen Abfüllmengen und langer Aufbewahrung aller drei Wassersorten beruhte. Das Bild zeigt eines der NAWA-Flaschenlager. Die Flaschen fassten bis zu 20 Liter Hydropuryl.

Was Natterer nicht sah, dass mit größerer Entfernung zum Endverbraucher, wie es in der Oberpfalz der Fall war, auch die Erfolge bei der Anwendung des basischen und neutralen Hydropurylwassers nicht mehr dokumentierbar waren. Sowohl die Statements Curry-Klinik als auch die meisten der wissenschaftlich ernst zu nehmenden späteren ärztlichen Erfahrungsberichte aus dem Nachlass weisen hauptsächlich auf Erfolge mit dem lange haltbaren sauren Hydropurylwasser S hin.

Wir wissen heute: Tatsächlich ist weder das neutrale noch das alkalische Hydropuryl® über längere Zeit haltbar. Diese Erkenntnis hat sich wohl auch bei Natterer und Wagner letztendlich durchgesetzt.

In einem der letzten mir aus dem Nachlass vorliegenden Prospekte ist zumindest vom neutralen Hydropuryl nicht mehr die Rede. Da gibt es nur noch Gold (leicht sauer) und Silber (leicht basisch).

Elektrolyt Wasser?

Elektrolyt Wasser

Elektrolyt Wasser

Die in dem Prospekt aufgeführten Indikationen in den 70er Jahren decken sich weitgehend mit dem, was auch russische und japanische Forscher damals empfohlen haben. Vielleicht mit Ausnahme der Appetitlosigkeit, die man manchen übergewichtigen Zeitgenossen heutzutage eher wünschen möchte, als sie für eine Krankheit zu halten.

Vielleicht lag die Freude über eine Appetitsteigerung durch basisches Elektrolytwasser ja auch an den Hühnerzüchtern und Gärtnern, die eine nicht zu unterschätzende Klientel für Natterers Wasser waren.

Hydropuryl Silber

NAWA Salbe Creme

Vielleicht lag die Freude über eine Appetitsteigerung durch basisches Elektrolytwasser ja auch an den Hühnerzüchtern und Gärtnern, die eine nicht zu unterschätzende Klientel für Natterers Wasser waren.

Das saure Elektrolytwasser, mit einem pH-Wert deutlich unter pH 3 wurde von Natterer auch für eine heute noch erfolgreiche Elektrolytsalbe S entwickelt. Sie ist von einfachster Rezeptur, wie die Zeitung „Der neue Tag berichtet.
Diese elektrolytisch gewonnenen Salben, Emulsionen und Sprays sind vor allem Spitzensport höchst angesehen und es gab seit der Olympiade 1988 in Seoul sensationelle Erfolgsberichte über die Behandlung mit der auf Sauerwasserbasis hergestellten Elektrolytsalbe.
Auch der bekannte deutsche Sportmediziner und Anti-Doping-Experte Dr. Helmut Papst hat mir deutlich bestätigt: er habe immer einen Karton der Elektrolytsalbe S (NAWA) im Kofferraum. Ich benutze diese Salbe übrigens selbst mit verblüffendem Erfolg bei meinen jahrzehntelang quälenden Gelenks- und Sehnenentzündungen an den Gelenken von Fingern, Hand und Ellenbogen. Es funktioniert zwar auch mit Bädern in saurem AktivWasser, doch kann man ja nicht immer eine entsprechende Badewanne mit sich herumtragen.

In Natterers Nachlass konnte ich nur ein maschinenschriftliches Dokument  finden, welches die Hydropuryl-Therapie in systematischer Form darstellt. Ob es von Natterer, Wagner oder einem Dritten stammt, ließ sich nicht mehr ermitteln. Der Titel lautet: „Elektrolyt-Wasser-Therapie „Hydropuryl“ – Seine Anwendung zur Heilung und Vorbeugung von Krankheiten“
Den Text der 10-seitigen Abhandlung, die anhand der letzten angegebenen Quelle etwa aus dem Jahr 1966 stammt, gebe ich hier rechtschreibkorrigiert wieder:

„Die Bausteine allen Lebens sind elektrisch geladene Teilchen, Elektronen und Ionen. Deshalb werden alle Erscheinungen des Lebens, wie beispielsweise das Stoffwechselgeschehen, die Entzündung und ihre Heilung, ja jeder Zellaufbau und -abbau von elektrischen Vorgängen bestimmt und begleitet.

Aus einer inneren Gesetzmäßigkeit des Lebens wirkt die Elektrizität im Feinbau der Zellen und Gewebe. Darum kann auch die mit dem Wasser in der. Körper aufgenommene Elektrizität biologische Vorgänge in den Zellverbänden beeinflussen.

Chemische Medikamente müssen im Körper umgebaut und abgebaut werden, um wirken zu können. Sie unterliegen mannigfachen Transportproblemen im Gewebe der Zellen und Bindegewebe, ehe die Wirkstoffe zum Kern ihrer innersten Wirkung gelangen können.

Oft stehen ihnen unüberwindliche Barrieren, wie Zellmembranen, Verkalkungen und Verhärtungen entgegen.  Hemmnisse dieser Art kennt nur die Bio-Elektrizität nicht. Diese dringt durch alle hemmenden Mauern im Lebendigen.

Mehr noch, sie konzentriert sich meistens an den Stellen, an welchen sie als Heilmittel am dringensten gebraucht wird. Die moderne Wissenschaft beginnt gerade zu ergründen, warum die natürlichen Mineral- und Heilwässer so belebend, kräftigend und heilend auf den menschlichen Körper wirken. Die Ärzte des Altertums kannten diese Wirkungen bereits.

Das beweisen die uns noch erhaltenen Schriften des Arztes Hippokrates, der 400 Jahre vor unserer Zeitrechnung lebte. Mit Ausnahme einzelner zeitlicher Unterbrechungen hat sich der Gebrauch dieser Heilwässer bis auf den heutigen Tag erhalten.
Elektrolyte sind alle Stoffe, die bei ihrer Auflösung im Wasser in zwei elektrisch entgegengesetzt geladene Teilchen zerfallen. Das heißt, daß diese Elektrolyte bei ihrer Auflösung in je ein elektrisch positiv geladenes Kation und ein elektrisch negativ geladenes Anion aufgespalten werden. Im Wasser enthaltene Kationen machen dieses sauer, darin ‚enthaltene Anionen machen es alkalisch. Wenn der Gehalt an Kationen und Anionen gleich groß ist, dann spricht man von neutral reagierendem Wasser. Das jeweilige Verhältnis der in einem Wasser enthaltenen sauren und alkalischen Bestandteile zueinander bestimmt seinen sogenannten pH-Wert. Dieser wird durch die Zahlen von 0 bis 14 ausgedrückt, wobei pH 7,0 dem neutralen Wasser entspricht. Von pH 7,0 nach pH 0,0 wird das Wasser zunehmend saurer; von pH 7,0 nach pH 14,0 wird es zunehmend alkalischer.
Der pH-Wert im menschlichen Blut schwankt zwischen den Grenzen von pH 6,8 bis pH7,6 und ist je nach Alter immer etwas im sauren oder alkalischen Bereich. Die Neigung des pH-Wertes im Blut zum Sauren oder Alkalischen wird jedoch außerdem noch durch einige andere Umstände und Einflüsse, vor allem aber durch den jeweiligen Typ des Menschen bestimmt; das heißt, ob der Mensch ein sogenannter W- oder Plustyp, ein sogenannter K- oder Minustyp, oder aber ein G- oder Gemischter-Typ ist…“

Es folgt eine Darstellung, die auf der 1946 von Dr. Manfred Curry publizierten „bioklimatischen Typenlehre“ beruht.

Manfred Curry Bioklimatische Typenlehre 1

Manfred Curry Bioklimatische Typenlehre 2

Bioklimatischen Typenlehre 2

Nun weiter im Text des Dokuments:

 

„Zur Aufrechterhaltung der körperlichen Gesundheit, ja auch des seelischen Gleichgewichtes ist ein genau ausgewogenes Verhältnis der im gesamten Organismus enthaltenen sauren und alkalischen Bestandteile, des Elektrolyt-Haushaltes unbedingt notwendig. Bereits sehr geringe Abweichungen in dieser Beziehung können Neigungen und Anfälligkeiten zu bestimmten Krankheiten hervorrufen. Größere Abweichungen steigern die Anfälligkeit zum Außersten. Entsprechend umgekehrt können diese Krankheiten und auch die Neigungen dazu durch Verbesserung des Gleichgewichts im Elektrolyt-Haushalt geheilt werden. Die zur Harmonisierung des Elektrolyt-Haushaltes notwendigen Kationen beziehungsweise Anionen sind in den natürlichen Mineral- und Heilwässern vorhanden, in hochenergetischer Form aber im Elektrolyt-Wasser enthalten. Durch die Trinkkur werden sie dem Körper zugeführt.

Natürliche Mineral- und Heilwässer

Die unter einer Vielzahl von Quellennamen oder anderen Markenbezeichnungen im Handel angebotenen natürlichen Mineral- und Heilwässer bestehen aus Wasser, das sowohl saure als auch alkalische Bestandteile enthält. Vom Standpunkt des Elektrolyt-Haushaltes gesehen heben sich die sauren und alkalischen Bestandteile aber in ihren Wirkungen auf. Nur die in der Überzahl darin enthaltenen sauren oder alkalischen Bestandteile geben dem betreffenden Wasser seinen sauren oder alkalischen Charakter.

 

Elektrolyt-Wasser „HYDROPURYL“

Dieses ist ein beim Bundesgesundheitsamt als Arzneimittelspezialität registriertes Therapeutikum, also Heilmittel. Es wird durch elektrolytische Aufteilung von hochwertigem, reinem oberpfälzischen Quellwasser hergestellt. Im Gegensatz zu den natürlichen Mineral- und Heilwässern enthält das Elektrolyt-Wasser-S nur saure, das Elektrolyt-Wasser-A nur alkalische und das Elektrolyt-Wasser-N fast gar keine mineralischen Bestandteile. Weil Elektrolyt-Wasser-S und Elektrolyt-Wasser-A fast keine Ionen der ihnen entgegengesetzten elektrischen Ladung enthalten, können sie sehr wesentlich intensiver wirken und auch gezielter eingesetzt werden als natürliche Mineral- und Heilwässer. Elektrolyt-Wasser-N ist fast frei von Ionen.

Es ist daher in höchstem Maß geeignet, im Organismus befindliche Abbauprodukte, Schlacken, Gifte u.s.w. zu lösen und über die Nieren und den Urin aus dem Körper zu entfernen. Alle bisherigen Beobachtungen deutscher Ärzte haben ergeben, dass Elektrolyt-Wasser-“HYDROPURYL“ behandelte Patienten spätestens nach 10 Wochen keine Steine und Schlacken mehr in ihrem Körper haben.

Diese Auskristallisierung ist die Folge der elektrolytischen Wirkung des Elektrolyt-Wassers. Alle drei Arten des· Elektrolyt-Wassers „HYDROPURYL“ enthalten keinerlei zugesetzte chemische Substanzen. Sie sind so erfrischend wie hochwertiges natürliches Quellwasser.

Elektrolyt-Salben und NAWALYT-Cremes

Zur Heilung von „äußerlichen Krankheiten“, für die Anwendung über die Haut sind die Elektrolyt-Wässer auch in Form von Salben und Cremes erhältlich. Dem Gesetz entsprechend sind die Elektrolyt-Salben apothekenpflichtig und müssen auf Verlangen des Patienten vom Arzt verschrieben werden. Dagegen sind die NAWALYT-Cremes frei verkäuflich.

Diese Salben und Cremes bestehen zu 75 % aus Elektrolyt-Wasser-S, -N oder -A und 25% Eucerin anhydr., einer neutralen und nicht fettenden oder schmierenden Salbengrundlage. Sie wirken ähnlich wie Elektrolyt-Wasser-Packungen oder -Umschläge.
Dabei werden die darin enthaltenen Elektrolyt-Wässer nur langsamer an die Haut abgegeben und dringen daher entsprechend langsamer in die Tiefe.

Die Elektrolyt-Salben und NAWALYT-Cremes sind genau so frei von Nebenwirkungen wie die ihnen entsprechenden Elektrolyt-Wässer „HYDROPURYL“.

Bei welchen Erkrankungen kann Elektrolyt-Wasser heilend wirken?

Die vorbeugende und heilende Wirkung der Elektrolyt-Wässer erstreckt sich grundsätzlich über alle , durch eine Disharmonie im Elektrolyt-Haushalt begünstigte oder hervorgerufene Krankheiten und erfaßt, damit die meisten der bekannten Leiden.

Elektrolyt-Wasser-Trinkkuren sind angezeigt im Falle von:-
Gallenwegserkrankungen und -entzündungen, Gallensteinen, katarrhalicher Gelbsucht, akuten und chronischen Nierenentzündungen, Nierensteinen und -gries, Urämie, echter Arteriosklerose, echter essentieller Hypertrophie, rheumatischen Leiden, Asthma, Zuckerkrankheit, Affektionen der Zunge, Menierische Krankheit, Nervenentzündung und -schwäche, Schlafstörungen, Müdigkeitserscheinungen, Nachlassen der natürlichen Sexualkraft, Verdauungsbeschwerden, nervöse Atembeschwerden, wetterumschlagsbedingte Beschwerden, chronischen Leiden, Altersbeschwerden, alle durch eine Acidose (Übersäurung) oder eine Alkalose (Untersäurung) begünstigte oder verursachte Krankheiten und Beschwerden und so weiter.
Grundsätzlich kann bei allen abnormen Veränderungen des Stoffwechsels Elektrolyt-Wasser getrunken werden, so bei Herz- und Kreislaufbeschwerden, Darm- und Magenleiden, Gicht und Ischias, Leber- und Gallenleiden. Trinkkuren sind ebenfalls angezeigt bei allen äußeren Krankheiten, die durch innere Unstimmigkeiten wie beispielsweise unreines Blut hervorgerufen werden. die aber auch durch die Anwendung von Elektrolyt-Salbe oder NAWALYT-Creme behandelt werden.
Selbst wenn keine äußeren Merkmale von Krankheitserscheinungen vorliegen, sind Elektrolyt-Wasser-Trinkkuren allen denjenigen zu empfehlen, die aus beruflichen oder irgendwelchen anderen Gründen wenig körperliche Bewegung haben, einseitige Kost essen, unter dauernden Verdauungsbeschwerden oder Stuhlverstopfung leiden u.s.w.
Elektrolyt-Wasser-S ist ein natürliches Mittel zur Hemmung und Beseitigung von Entzündungen. Bei Schnupfen oder Erkältungen sowie Genitalbeschwerden (Balanitis) sind Spülungen bzw. ist Gurgeln damit angezeigt.

Äußere Anwendungen mittels Elektrolyt-Salben oder NAWALYT- Cremes.
Elektrolyt-Salbe-S oder NAWALYT-Creme-W sind grundsätzlich angezeigt bei allen Erkrankungen entzündlicher Art; das heißt bei:-

  1. Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes sowie der Schleimhäute (besonders im Genitalbereich), eitrige Hautausschläge, Erfrierungen, Verbrennungen 1. und 2. Grades, Schürfwunden, Schleimhautgeschwüre, Bindehautentzündungen, Wundliegen bzw. Druckbrand, Sonnenbrand (vorbeugend und akut), allen entzündlichen Arten der Akne.
  2. Venenentzündungen~ Krampfadern und Krampfadergeschwüren, Haemorrhoiden, Gliederschmerzen (Gicht, Arthrosis deformans), Muskelzerrungen, Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, Haematomen, Rheumatismus (akute Schübe), Gürtelrose und -flechte, Blutergüssen, Entzündungen der Brustdrüsen und -warzen, Furunkel, Insektenstichen,Sehnenentzündungen, Thrombosen und Embolien.
  3. Beschwerden kosmetischer Art (als Tages- und Nachtcreme), Pickeln und Hautunreinheiten im Gesicht. rissiger und geröteter Haut an Händen, Ellenbogen u.s.w., durch Einwirkung von Alkalien (scharfe Seifen u.s.w.) hervorgerufene rauhe Hände (Maurerhände) und mehr.

Elektrolyt-Salbe-A oder NAWALYT-Creme-K findet Anwendung bei Pilzerkrankungen der Füße, der Schenkelbeuge und der Achselhöhlen sowie durch Säureeinwirkung entstandene Ätzwunden, ferner bei brüchigen Fuß- und Fingernägeln.

Die Elektrolyt-Wasser „HYDRPURYL“ Trinkkur

Im Allgemeinen umfaßt eine Trinkkur 24 Flaschen zu je einem Liter. Elektrolyt-Wasser-N wird bei jeder Trinkkur angewandt.

Der Trinktest entscheidet im einzelnen Fall, ob der Patient zusätzlich Elektrolyt-Wasser-S oder Elektrolyt-Wasser-A, oder aber von beiden zusätzlich trinken muß. Alle Elektrolyt-Wässer sollten beim Trinken Zimmertemperatur haben. Dazu köhnen sie gegebenenfalls in der Originalflasche oder in einem geeigneten Glasbehälter im Wasserbad angewärmt werden. Sie dürfen nicht mit Metall in Berührung kommen. Beim Anwärmen dürfen sie 40 0  Celsius nicht erreichen.

Am einfachsten bewahrt man die Flaschen bereits einen Tag vor und während dem Gebrauch bei Zimmertemperatur auf. Die Elektrolyt-Wesser sollten jeweils 10 bis 30 Minuten vor den Mahlzeiten getrunken werden. Sie sollten in kleinen Schlückchen getrunken und sofort heruntergeschluckt werden.

Alle Abbauprodukte, Schlacken, Gifte u.s.w. kannen nur in wassergeIöster Form, über den Urin aus dem Karper entfernt werden. Um dieses zu ermöglichen, müssen dem Körper täglich mindestens 4 % seines Gewichts an Flüssigkeit zugeführt werden. – (Alkoholische Getränke, besonders aber Bier sind Nahrungsmittel) – In dieser Mindestmenge an Flüssigkeit ist das in der normalen Nahrung befindliche Wasser enthalten. Die Nahrungsmittel bestehen aber zum größten Teil aus Wasser.

Deshalb kann das Gewicht der täglich aufgenommenen Nahrung von der errechneten MindestFlüssigkeitsmenge abgezogen werden, um die ungefähre Wassermenge zu errechnen, die in Form von Trinkwasser, Kaffee, Tee, verdünntem Fruchtsaft u.s.w. mindestens täglich.zu trioken ist. Wenn gutes Trinkwasser nicht zur Verfügung steht, sollte das Fehlende durch ein gutes neutrales Mineralwasser ersetzt werden.

Während der Elektrolyt-Wasser-Trinkkur ist diese Mindestmenge an Flüssigkeit, die dem Körper täglich zugeführt wird, von besonderer Wichtigkeit, um eine graßtmögliche Wirkung der gesamten Trinkkur sicherzustellen. Im Durchschnitt sollten mindestens 2 Liter täglich getrunken werden.

Der Elektrolyt-Wasser-Trinktest

Die in mehr als 30 Jahren gesammelten Erfahrungen hinsichtlich der Elektrolyt-Wasser-Therapie zeigen eindeutig, dass im einzelnen Fall die Fragen bezüglich der Zusammensetzung der Elektrolyt-Wasser-Kur am besten und einfachsten durch den persanlichen Geschmack des Patienten beantwortet werden. In wunderbarer Weise verlangt der Karper über den Geschmack genau das, was ihm an Elektrolyten, Anionen und Kationen, Salzen oder Spurenelementen fehlt. Richtig ist, das zu trinken, was dem Brunnenwasser am ähnlichsten, also was dem Patienten am besten schmeckt. Um das zu ermitteln, trinkt der Patient von allen drei Elektrolyt-Wasser-Arten, also „S“, „N“ und „A“ .Dabei sollte die ganze Aufmerksamkeit auf die Geschmacksempfindung hinsichtlich der betreffenden Elektrolyt.Wasser-Art gerichtet werden. Das heißt, die Beurteilung sollte nicht durch andere beeinflusst werden. Ein und dasselbe Wasser kann verschiedenen Personen sehr verschieden schmecken. Bei der Geschmacksbeurteilung spielt, jede persönliche Über- oder Untersäurung eine ausschlaggebende Rolle. Von der jeweiligen Elektrolyt-Wasser-Art ist ein guter Schluck in den Mund zu nehmen und sofort  hinunter zu schlucken. Wenn das Elektrolyt-Wasser eine Weile im Mund behalten oder in diesem herumgespült wira, vermischt es sich mit dem Speichel. Dadurch wird der Geschmackseindruck verfälscht. Wird der persönliche Geschmack des betreffenden Elektrolyt-Wassers nicht eindeutig festgestellt, können in gleicher Weise mehrere Schlücke genommen werden. Am einfachsten geht man nach der folgenden Reihenfolge vor:
Die mit den 3 Probeflaschen, Elektrolytwasser -S. -N und -A, gelieferten 3 Becher werden nebeneinander, in einer Reihe vor den Patienten gestellt. Jeder dieser Becher enthält 1/8 Liter, wenn er bis zum obersten der ringförmigen Rillen gefüllt ist. Vom Patienten aus gesehen, wird hinter jeden der 3 Becher je eine der 3 Probeflaschen gestellt. Dabei kommt die mit einem gelb bedruckten Aufklebezettel und einer gleichfarbigen Verschlußkappe versehene Flasche mit Elektrolyt-Wasser-N in die Mitte. Dann wird jeder der drei Becher aus der jeweils hintei ihm stehenden Flasche gefüllt. Dabei wird jede der Flaschen nach der Füllung des entsprechenden Bechers wieder hinter diesen zurückgestellt; um eventuelle Verwechselungen zu vermeiden.
Hinsichtlich des geschmacklichen Eindruckes der 3 Elektrolyt-Wässer auf Patienten gibt es im Allgemeinen 6 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten.
Jeder dieser Möglichkeiten entspricht eine besondere Zusammenstellung der während der Kur zu trinkenden Elektrolyt-Wässer. Die persönliche Unter- oder Übersäurung des Patienten bestimmt, welche der 6 Elektrolyt-Wasser-Zusammenstellungen für ihn die  geeignetste ist.

Um dies zu ermitteln versucht der Patient:

  1. das Saure, also Elektrolyt-Wasser-S entsprechend obigen Anweisungen. – Schmeckt es wie reiner Zitronen- oder Rhabarbersaft, schmeckt es wie Zitronenwasser, schmeckt es wie ein leichtes Zitronenwasser, oder schmeckt es wie reines Brunnen- oder gutes Leitungswasser, d.h. ohne jeden Geschmack; schmeckt es angenehm oder unangenehm? – Dann versucht der Patient:
  2. einen guten Schluck Neutral, also Elektrolyt-Wasser-N aus dem mittleren Becher, um den Geschmack des sauren Elektrolyt-Wassers zu neutralisieren. – Wie schmeckt das neutrale Elektrolyt-Wasser? – Daraufhin versucht der Patient:
  3. das Alkalische, also Elektrolyt-Wasser-A (guter Schluck und sofort hinunterschlucken). Schmeckt es wie Brunnenwasser, schmeckt es leicht süß, schmeckt es bittersüß oder  schmeckt es faulig, schwefelig, nach faulem Ei; schmeckt es angenehm oder unangenehm?
    Mit den Ergebnissen des Trinktests kann der Patient jetzt entscheiden, welcher der folgenden 6 Fälle für ihn zutrifft.

Mit den Ergebnissen des Trinktests kann der Patient jetzt entscheiden, welcher der folgenden 6 Fälle für ihn zutrifft.

  1. Fall
    Elektrolyt-Wasser-S schmeckt nach Brunnenwasser oder ganz leicht sauer;
    Elektrolyt-Wasser-A schmeckt nach faulem Ei, nach Schwefel oder bitter, eben widerlich.
    Damit ist erwiesen, dass der Patient untersäuert ist. Er braucht Elektrolyt-Wassser-S und -N.
    Angezeigte Trinkkur:                     12 Flaschen Elektrolyt-Wasser-S,                 12 Flaschen Elektrolyt-Wasser-N
    Morgens und mittags: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-S
    Abends und vor dem Schlafen: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser N
  2. Fall
    Elektrolyt-Wasser-S schmeckt nach rohem Rhabarbersaft, nach reinem Zitronensaft;
    Elektrolyt-Wasser-A schmeckt nach Brunnenwasser oder nur leicht süßlich.
    Damit ist erwiesen, daß der Patient übersäuert ist. Er brauchtElektrolvt-Wasser-A und -N.
    Angezeigte Trinkkur:                     12 Flaschen Elektrolyt-Wasser-A                12 Flaschen Elektrolyt-Wasser-N
    Morgens und mittags: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-A
    Abends und vor dem Schlafen: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-N
  3. Fall
    Elektrolyt-Wasser-S schmeckt wie leichtes Zitronenwasser, angenehm;
    Elektrolyt-Wasser-A schmeckt bittersüß.
    Der Patient ist leicht untersäuert.
    Angezeigte Trinkkur:                     8 Flaschen Elektrolyt-Wasser-S                16 Flaschen Elektrolyt-Wasser-N
    Morgens: jeweils 1/8 liter Elektrolyt-Wasser-S
    Mittags und abends: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-N
  4. Fall
    Elektrolyt-Wasser-S schmeckt nach Zitronensaft;
    Elektrolyt-Wasser-A schmeckt süß oder etwas metallisch, aber nicht unangenehm.
    Der Patient ist etwas übersäuert.
    Angezeigte Trinkkur:                     8 Flaschen Elektrolyt-Wasser-A                16 Flaschen Elektrolyt-Wasser-N
    Morgens: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-A
    Mittags und abends: jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-N
  5. Fall (kommt selten vor)
    Elektrolyt-Wasser-S schmeckt nach Zitronensaft;
    Elektrolyt-Wasser-A schmeckt nach fauligen Eiern.
    Der Patient hat von beidem zuviel.
    Angezeigte Trinkkur:                     2 Flaschen Elektrolyt-Wasser-S                2 Flaschen Elektrolyt-Wasser-A                20 Flaschen Elektrolyt-Wasser-N
    Montags bis Samstag Morgens. mittags und abends:- jeweils 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-N
    Sonntag. morgens: jeweils 1/16 Liter (1/2 Becher) Elektrolyt-Wasser-S und -A zusammenschütten und sofort trinken.
  6. Fall
    Elektrolyt-Wasser-S schmeckt wie Brunnenwasser oder nur ganz leicht säuerlich;
    Elektrolyt-Wasser-A schmeckt ebenfalls wie Brunnenwasser oder nur ganz leicht süß.
    Der Elektrolyt-Haushalt des Patienten ist zu arm an Ionen. Seinen Zellen fehlt Ladung und Spannung.
    Angezeigte Trinkkur:                     8 Flaschen Elektrolyt-Wasser-S                8 Flaschen Elektrolyt-Wasser-N                8 Flaschen Elektrolyt-Wasser-A
    Im täglichen Wechsel jeweils:
    Morgens, mittags und abends:                 1/8 Liter Elektrolyt-Wasser S, bzw.             1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-N, bzw.             1/8 Liter Elektrolyt-Wasser-A.

Wichtig
Während der Trinkkur, besonders aber zu Anfang kann der Urin des Patienten stark gefärbt sein oder stinken. Das ist jedoch nur ein Zeichen der Wirkungen des Elektrolyt-Wassers.
Elektrolyt-Wasser-S wirkt auf natürliche Weise anregend. Dem Elektrolyt-Haushalt des einzelnen entsprechend ist diese Wirkung jedoch verschieden. Obwohl es in der Anwendung völlig sicher ist, sollte es nicht in größeren Mengen, besonders Abends getrunken werden.
Falls während der Trinkkur eines .der Elektrolyt-Wässer „S“ oder „A“ etwas unangenehm schmeckt, so ist es ratsam, das betreffende Elektrolyt-Wasser 2 bis 3 Tage nicht zu trinken und anschließend in kleinen Mengen wieder anzuwenden.

Die Anwendung der Elektrolyt-Salben und NAWALYT-Cremes

Elektrolvt-Salbe-S und NAWALYT-Creme-W
Bei Entzündungen und Verletzungen in den äußeren Gewebeschichten verschiebt sich der pH-Wert in den betroffenen Gewebepartien nach der pathologischen, also krankhaften Seite. Durch die Anwendung von Elektrolyt-5albe-S oder NAWALYT-Creme-W, die die Haut leicht durchdringen, kann in den betroffenen Hautschichten der physiologische pH-Wert wieder hergestellt werden. Dadurch werden diese Entzündungen überraschend schnell abgebaut und beseitigt. Dabei ist es von großer Bedeutung, daß durch diese Normalisierung des pH-Wertes den in das kranke Gewebe eingedrungenen Bakterien der Nährboden entzogen wird.
Bei Blutergüssen wirkt die Normalisierung des pH-Wertes verflüssigend auf‘ das in den Zellen eingelagerte Blut.

Elektrolyt-Salbe-S oder NAWALYT-Creme-W
Anwendung
:

Mehrmals täglich auf die erkrankte Haut oder die Umgebung der Wunde auftragen bzw. leicht einmassieren.

Ein kurzes vorübergehendes Brennen ist kein Zeichen von Unverträglichkeit. Es wird durch den Umpolarisationseffekt hervorgerufen. (E.Götze, Lehrbuch der Patholog· Physiologie, 1964 , Seite 772)
Elektrolyt-Salben „N“ und „A“ oder NAwALYT-Cremes „W“ und „K2“
Anwendung:
Mehrmals täglich auf die erkrankte Haut auftragen und leicht einmassieren.

Wichtig:
Elektrolyt-Salben und NAWALYT-Cremes sollten ebenfalls nicht mit Metall in Berührung kommen; sie sollten mit einem Holz – oder Kunststoffspatel der Dose entnommen werden.
Literaturnachweis:
Prof. Dr. med. Heinrich Hausser, Die Melsunger med. Pharmazeutischen Mitteilungen aus Wissenschaft und Praxis,, Nr. 93, 1960.
Dr. med  Hug, Experimentelle Untersuchungen über Elektro-Osmotisch getrenntes Wasser am Tier und am Menschen, Inaugurale Dissertation, Bayer, Staatsbiliothek: U 51/6933, UNI – München 1951
Dr. med. Nitschköff und Dr. med. H. Leisenring, „Erfahrungen mit Hydropuryl“ Med. Monatszeitschrift, 7. Jahrg., Heft 6/1953, Seiten 372 – 375

Prof. Fritz Zinnitz,  Zur Pharmakologie hochentionisierten Wassers, gleichzeitig ein Beitrag über Spurenelementewirkung, Med. Monatszeitschrift, 9. Jahrg., Heft 1/1955, Seiten 18 – 25
Prof. Zinnitz und Prof. Clara, Über die Biologische Wirksamkeit der neutralen Komponente elektroosmotisch getrennten Wassers im Menschen-, Tier- und Pflanzenorganismus, Schweiz. Med. Zeitschrift, Basel, 8 März -[2, 10. 260, 1952
Dr. med. Schwamm, Die med. physikalische Forschungsgemeinschaft des Unterlahnkreises.
Dr. med. Hänsche, Ärztliche Praxis, 1958 und 1963, 9. 2. Nr. XV/6, Seite 345
Dr. med. Biedermann und Dr. med. K.Rummler, Homotoxin-Journal Heft 1vom1.Februar 1965, Seiten 162-163

Fachärztliche Gutachten

  • Dr. med. F. Dammert
  • Dr. med. W. Glückmann
  • Dr. med. H. Gutschmidt
  • OMR Dr. Marx
  • Dr. med. K.Mayr
  • Dipl.lng. Willy Rieger
  • Dr. med. Chr. Stahl
  • Dr. med. W. Gerloff
  • Dr. med. J. Golling
  • Dr. med. H. A. HänscheDr. med. Engelhardt
  • Dr. med. H. Würdinger
  • Dr. med. W. Schürmeister
  • Dr. med. N. Zett

Hinweis: Nur die Gutachten von Damert, Gutschmidt, Glückmann, Stahl, Gerloff, Hänsche Engelhart und Schürmeister konnte ich in den mir überlassenen Nachlassdokumenten verifizieren.

Es gab in den 60er Jahren auch einen J. Erich Moser in Stuttgart, der das Hydropuryl® als Sonderabfüllung unter dem Namen Galvalit® vertrieben hatte und Arztberichte von Gutschmidt und Glückmann dafür anführte.

Galvalit 1

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Auch Gutschmidts Äußerungen enthalten leider keine Hinweise, mit welcher der 3 Sorten die Erfolge erzielt wurden.

Galvalit 2

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Über viele Punkte von Natterers Trinkuren mag man heutzutage lächeln, etwa über Dr. Manfred Currys Typenlehre oder über die „subjektive Diagnostik“ die in dem darin geschilderten Trinktest liegt. Diesen könnte man leicht als suggestives Pharma-Marketing abtun.

Schließlich war der gebürtige Allgäuer Natterer ein gewitzter Verkäufer seiner Ware und hat sein Wasser wirklich nicht billig verkauft. Umgerechnet in heutige Kaufkraft kostete eine der dargestellten Trinkkuren mit 24 Literflaschen Elektrolytwasser etwa 125 € für eine Einzelperson! So eine Trinkkur war für 64 Tage ausgelegt. Wenn man, wie ich es heute für sinnvoll erachte, elektroaktiviertes Wasser – und zwar angesichts der im Vergleich zu den 60er Jahren viel größeren Übersäuerungsbedrohung täglich im basischen Modus trinken will – wäre man mit dem Hydropuryl® A Natterers schon bei über 700 €. Bei einem 2-Personen-Haushalt bei 1.400 € und wenn man eine Großfamilie versorgen will, schon nach einem Jahr weit über dem Anschaffungspreis des teuersten heutigen und technisch weit überlegenen Wasserionisierers.

Natterer hat schlauerweise seine Wasserionisierer nur an ganz wenige Kunden verkauft. Außer der Curry-Klinik konnte ich nur eine einzige Kundin ausmachen, der er ein Gerät verkauft hat: Die mit zwei ganzseitigen Artikeln der 70er Jahre in der BILD – Zeitung gefeierte Hamburger Heilpraktikerin Edith Krebs. In der Ausgabe vom 14. Mai 1977 berichtet die Hamburger BILD in dem ganzseitigen Artikel „Geheilt mit ein paar Glas Wasser“, dass Sie 3 Flaschen des Wassers für 23,25 DM an Patienten abgibt. Die inzwischen weit über 80-jährige Dame ist immer noch aktiv und hat mir im Jahr 2012 versichert, dass sie Natterers Trinktest immer noch für eine geniale Diagnosemethode hält. Sie habe selbst eines seiner Geräte im Betrieb gehabt, es funktioniere aber nicht mehr. Verkaufen wollte sie es mir nicht.

Als ich ihr dann erklärte, dass es heutzutage neuere und bessere Geräte gäbe, klingelte schon ihr Patiententelefon. Es ist war wirklich nicht einfach, bei dieser nach wie vor populären Heilpraktikerin einen Telefontermin zu bekommen…

Immerhin zeigt dieses Beispiel, dass es bis in unsere Tage eine lückenlose Tradition der Anwendung von elektroaktiviertem Wasser in Deutschland gibt.
Bitte nehmen Sie die Anwendungshinweise aus den historischen Dokumenten als das was sie sind: historisch. Das gilt sowohl für das Wasser als auch für die Salben und Cremes. Halten Sie sich an die Empfehlungen der Hersteller … oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Zum Beispiel ist die heute erhältliche – und auf Alfons Natterer zurückgehende – Elektrolytsalbe S der NAWA® Heilmittel GmbH natürlich nicht mehr identisch mit dem von Alfons Natterer erfundenen Produkt und hat auch eine neue pharmazeutische Zulassungsnummer (PZN: 00815191).

Ich kann sie Ihnen aber dennoch ebenso wie die ähnlichen Produkte der Marke Elyth® aus eigener Erfahrung empfehlen und Ihnen versichern, dass ich zu diesen Firmen in keinerlei Kontakt stehe oder in irgendeiner Weise Zuwendungen für diese Empfehlung bekommen habe.
Die Erkenntnis, dass insbesondere das saure Elektrolytwasser bei Hautleiden gut eingesetzt werden kann, kam Natterer bereits im Jahr 1949, wie ein Erfahrungsbericht des Münchner Hautarztes Dr. med. habil. Willy Koch vom 18.3.49 zeigt.  Der Universitätsdozent schrieb:

„Sonquisan 503 (saures Elektrolyt) wurde von mir zur Behandlung von nässenden Dermatosen äußerlich angewandt. Nässende intertriginöse Ekzeme trocknen unter Sanquisanumschlägen im Verlauf von 2 Tagen ab (…). Mit auslösend dürfte gerade die saure Komponente der Lösung sein, die bei entzündlichen Dermatosen den normalen pH-Wert der Haut, der ja bei ungefähr 5,3 liegt, durch Neutralisation der krankhaften alkalischen Verschiebung wieder herstellt und dadurch beginnende oder bestehende Infektionen, besonders Mykosen, den Nährboden nimmt.
Bei allen Schleimhautinfektionen des Mundes hat sich Sanquisan 503 bestens bewährt. Stomatiden kommen unter Pinselung mit 503 innerhalb von 24 Stunden zum Schwinden. (…)
Ein Malariaanfall wurde mit 503,5 ccm intramuskulär kupiert. Das Fieber sank innerhalb von einer halben Stunde von 40,5o auf 36,8O. Der Patient ist seit dieser zeit, ungefähr 14 Tage, rückfallfrei geblieben.
Die Behandlung der Furunkulose ist mit intraglutalen Injektionen von 2 ccm 503 in 2-tägigen Intervallen verblüffend und übertrifft die bisherigen Vaccine- und Sulfonamidtherapie.
Zusammenfassend haben wir in Sanquisan ein Therapeutikum, von dem man heute schon sagen kann, dass es in den Kreis unseres therapeutischen Rüstzeuges eingehen wird..“

Soweit Doz. Dr. Koch anno 1949.

Dr. Gerloff von der Nervenklinik der Universität München schrieb am selben Tag ein Gutachten, das von einer überraschenden Heilerfolgen mit dem sauren und dem neutralen Elektrolytwasser bei Oberlippenfurunkeln, infizierten Schürfwunden und Lippenherpes berichtet.
Auch in der Tiermedizin fanden Natterers Methoden schon früh einige Anhänger. Dr. med. vet. E.v. Szekely, ein praktischer Tierarzt aus Prien/Chiemsee behandelte im Jahr 1949 schlecht heilende Wunden bei Pferden, Schafen, Kühen, Kühen und Hunden mithilfe von Umschlägen, die fallweise in das saure oder in das neutrale Elektrolytwasser getaucht waren, ohne jeglichen Misserfolg.
Innerlich gab er seinen Tierpatienten dasselbe Wasser zu trinken und behandelte damit erfolgreich

  • Gastroenteritis beim Hund
  • Durchfallerkrankung einer Kuh.
  • Coli-Infektionen in einem Hühnerbestand

Auch die Bayerische Landesanstalt für Moorwirtschaft berichtete 1949 von einer innerlichen Anwendung des neutralen (wasserstoffreichen) Sanquisan 507 Elektrolytwassers. Direktor Bader schrieb am 22. 6. 1949:

„Von dem durch die weiße Ruhr auf 15 St. dezimierten Hühnerbestand des Moorwirtschaftsbetriebes Haspelhof erhielten 12 Hühner vorschriftsmäßig Sanquisan verabreicht. 3 Hühner bleiben unbehandelt. Alle Tiere hatten vorher kränkliches Aussehen, blasse Kämme und geringe Fresslust.
Bereits 2 Tage nach der ersten Behandlung zeigten die 12 Hühner, die Sanquiaan erhielten, frische rote Kämme lebhaftes Aussehen und bessere Fresslust. Sie machten den Eindruck ganz gesunder Tiere.
Nach etwa 8 Tagen nahm auch die Eierlegetätigkeit zu. Von den 3 unbehandelten Hühnern ist eines am 10.6.1949 eingegangen. Die Verabreichung von Sanquisan an die kranken Hühner brachte einen äußerst überraschenden, wirklichen vollen Erfolg.“

Ebenfalls 1949 berichtet der Tierarzt Dr. Hoffmann aus Traunstein an das tierärztliche Referat der Regierung von Oberbayern, wie Euterschäden bei Kühen mit Maul- und Klauenseuche durch jeweils nur 1-minütiges Baden der Zitzen in neutralem Elektrolytwasser binnen 24 Stunden zur Abschwellung gebracht werden konnten, während ein zur Kontrolle unbehandeltes Tier weiterhin krank blieb. Dr. Hoffmann hatte schon vorher in seiner Tätigkeit als Regierungsveterinärrat des Landkreises Schrobenhausen ebenfalls über Erfolge bei Maul- und Klauenseuche gemeldet.

Übrigens hat Alfons Natterer auch Kontakte zum Leiter der Paracelsus Laboratories in den USA Dr. Albert R. Riedel gepflegt, der ihn seit den 50er Jahren öfter besucht hat und 1980 einen großen englischen Artikel über Natterers „Electrolytic Water Therapy“ schrieb. Dr. Riedel gilt in der Spagyrikszene unter seinem Pseudonym Frater Albertus als der größte Alchimist des 20. Jahrhunderts. Das ist nicht unbedingt eine Eintrittskarte in die Welt der Schulmedizin.

So richtig warm wurde auch Natterer offenabr nicht mit ihm, denn er hat viel über die amerikanischen Nachahmer geschimpft. Dennoch ist sein, hier aus unbekannter Quelle aus dem Nachlass in Deutsch vorliegender Titel, das einzige erhaltene Dokument aus einer externen Sicht, das eine ansatzweise systematische Darstellung der Hydropuryl-Therapie noch zu Natterers Lebzeiten versucht hat und den bayerischen Erfinder in das Licht stellt, das er mit seiner Lebensleistung verdient.

Unbekannt ist, ob Natterer über die Wasserforschung in Japan und der Sowjetunion informiert war. Da letztere aber schon aus sprachlichen Gründen und wegen des kalten Krieges im Westen kaum bekannt war, kann man dies wohl fast auschließen, zumal auch seinen Erben darüber nichts bekannt ist.

Umgekehrt kann man aber aufgrund der großen Öffentlichkeitswirkung in Deutschland, des internationalen Ansehens von Dr. Manfred Curry, der amtlichen Veröffentlichungen des Gesundheitsamtes und vor allem durch die Patentschrift Natterers davon ausgehen, dass seine Methoden und Forschungen  immerhin bekannt sein konnten, wenngleich die außerdeutsche Quellenlage zu elektrolytisch gewonnenem Wasser vor Natterers Tod 1981 als äußerst dürftig einzustufen ist.

Ich konnte nur eine einzige Quelle über japanische Forschungen zu Elektrolytwasser ausmachen, die den Anfang der dortigen Entwicklung etwa um 1931 ansiedelt. Das ist genau der Zeitpunkt, als Karl Kaissers 3-Kammer-Elektrolysezelle international patentiert wurde. Die Informationsquelle über diese frühe Zeit in Japan ist die japanische Interessengruppe „Association of alkaline Ionized Water Apparatus“.

Sie benennt den Medizingeräteforscher Machisue Suwa als jemanden, der zu dieser Zeit erstmals über den Zusammenhang von Wasser und Elektrizität nachgedacht haben soll. Das Nachdenken führte aber nachweislich erst 21 Jahre später, 1952, also deutlich später als Natterer, aber etwa gleichzeitig mit dessen deutschen technischen Patentverfahren, zu einem konkreten Ergebnis in Japan.

Alfons Natterer starb am 5. Mai 1981. In den rund 50 Jahren, in denen er sich mit elektroaktiviertem Wasser beschäftigt hat, hat er jedenfalls alle Formen, auch die rückvermischten, zum therapeutischen Einsatz gebracht. Seine Indikationsspektren decken sich beinahe lückenlos mit dem, was die späteren Forschungen in der Sowjetunion, Japan und Korea bestätigt haben.

Natterer war ein Tüftler, Pragmatiker und Visionär, der nur vage Vorstellungen vom tasächlichen Geschehen nach der Elektrolyse von Wasser besaß. Er teilt das Schicksal von Johann-Wilhelm Ritter, der als erster Wissenschaftler im Jahre 1800 die Wasserelektrolyse untersucht hat und im Grunde den allerersten Wasserionisierer mit einer diaphragmalosen 3-Kammer-Zelle konstruiert hat, ohne die Vorgänge dabei ganz zu verstehen. Dies hat rund 200 Jahre gedauert.

Ritters Apparat

Damit komme ich zurück auf Ihre Frage, warum 3-Kammer-Systeme – ob mit oder ohne Diaphragma – den heutigen 2-Kammer-Systemen unterlegen sind. Sie sehen hier Ritters klassischen Versuch, wobei ich den Bereich des sauren Aktivwassers rot eingefärbt habe, den des basischen lila und den des neutralen grün.

Auch dies ist gundsätzlich ein diaphragmaloser 3-Kammer – Wasserionisierer. Ich habe seinen Versuch nachgebaut, und mit den heutigen Messinstrumenten die Veränderungen im pH-Wert und im Redoxpotential nachgemessen.

Unten sehen Sie mit pH 7,72 und ORP + 274 mV (CSE) die Ausgangswasserwerte vor der Elektrolyse. Rechts den auf 7,42 gesunkenen pH im linken, sauerstoffgefüllten Glas und im wasserstoffgefüllten rechten Glas den auf 8,4 erhöhten pH-Wert.

Ausgangswasserwerte

Es sinkt das Redoxpotential nicht nur im basischen, sondern auch im pH-neutralen Zwischenwasser auf -316 mV (CSE).
Dieses Zwischenwasser entspricht Natterers neutralem Elektrolytwasser Weder Ritter noch Natterer konnten diesen Vorgang mangels Messtechnik registrieren. Er erklärt aber die Wirksamkeit des neutralen Hydropuryl®.
Wir wissen heute, dass das scheinbar anormal niedrige Redoxpotential durch gelösten Wasserstoff verursacht wird. Es sinkt dadurch auf bis zu (-) 800 mV (CSE) Da nur ca 1,5 mg/Liter  Wasserstoff im drucknormalen Wasser löslich ist, strebt dieser nach allen Richtungen aus dem Wasser hinaus, in dem am meisten Überschuss davon vorhanden ist. Dies ist im Falle dieses Versuchs das rechte Glas mit dem basischen Aktivwasser. es ist übersättigt mit gelöstem Wasserstoff., da sich darüber eine mit Wasserstoffgas gebildete Druckblase gebildet hat.
Der Wasserstoff füllt also das Neutralwasser zwischen den Gläsern und das Redoxpotential sinkt in diesem Beispiel auf ungewöhnliche (-) 316 mV, die man sonst nur bei hochbasischem Aktivwasser erwarten würde.

Natterer und seine Zeitgenossen registrierten nur die Verschiebung des pH-Werts und die Wanderung von Anionen und Kationen zwischen den Kammern. Die starke Veränderung des Redoxpotentials und damit des Wasserstoffgehalts auch im neutralen Wasser war noch unbekannt.
Daher beruhte die Wirkung des neutralen „Hydropuryl“ nur auf Erfahrungswerten. Heute können wir sie erklären. Am ehesten würde man Hydropuryl® N heutzutage als Katholyt neutral bezeichnen, da Katholyt immer für Wasser mit niedrigem Redoxpotential steht. Wenn Sie also partout kein basisches Wasser trinken wollen, aber trotzdem etwas gutes für sich tun wollen, mischen Sie es einfach mit einem sauren Obstsaft, bis es neutral wird. Oder sogar mit etwas saurem Aktivwasser… Der Wasserstoff bleibt dabei zumindest kurfristig erhalten.
Durch Rückvermischung und eventuelle elektrolytische Nachbehandlung der beiden Aktivwassersorten, kann man nahezu beliebige Wassereigenschaften „designen.“. Also brauchen wir die 3-Kammer-Zellen nicht mehr. Und für das, was Botho von Schwerin, Jean Billiter, Karl Kaisser und Alfons Natterer in ihrer vom Reinheitsgedanken besessenen Zeit erreichen wollten, nämlich „reines Wasser“, brauchen wir heutzutage nur noch Wasserdruck und eine Umkehrosmosanlage. Die elektroosmotische Wasserentionisierung – mit der aber alles begann –  ist nämlich eine längst überholte Technologie.
Tut mir leid, dass die Erklärung so weit ausholend war. Einem Spezialisten hätte man es auch in 20 chemischen Reaktionsformeln erklären können. Aber so hat es vielleicht jeder Laie auch verstanden. Und die meisten Chemiker glauben, sie hätten wichtigeres zu tun, als sich mit primitiven Wasserfragen zu beschäftigen, die sie schon im Grundstudium abgehakt haben.
Alles liegt daran, dass Wasser so alltäglich scheint, dass man seine derzeit (17.9.2015) bekannten 73 Anomalien achselzuckend schluckt, anstatt sie mit einer umfassenden Theorie zu erklären.

Anomalien sind ein anderer Ausdruck für „Wunder“. Manche Wasserspezialisten bauen darum herum Kapellen, andere komplizierte Kathedralen. Aber seit Lavoisiers bahnbrechendem Experiment könnte jeder wissen, dass Wasser nur angerosteter Wasserstoff ist, ein chemisches Zwischenprodukt, das in der immer noch unerklärten Autoprotolyse sogar mit sich selbst „herumspielt“, weil es mit diesem halbverrosteten Zustand nicht zufrieden scheint und gerne wenigstens ein schickes OH—Ion haben möchte.
Schon ein bisschen Infrarotwärme reicht aus, um Wasser glücklicher zu machen. Die Forschungen von Gerald Pollack zum Aufbau der Exklusionszonen haben einen neuen Deutungsraum der Anomalien aufgestoßen, der uns in den nächsten Jahren noch viele Überraschungen verspricht. Wasser und Energie sind nicht nur in Wasserkraftwerken verbunden…
Aller Erkenntnis zum Trotz: im Unterbewusstsein gehen doch die meisten immer noch davon aus, dass Wasser ein Urelement ist, so sicher, wie die Erde eine Scheibe ist… Mineralwasser muss „ursprünglich“ erhalten bleiben, um trinkbar zu sein… wieviel Gedankenlosigkeit offenbart sich eigentlich in diesen in Gesetze und Verordnungen gegossenen Dogmen? Welche Verordnungen gelten eigentlich für basisches Aktivwasser? Sind es dieselben, die auch für Leitungswasser, Mineralwasser, Heilwasser oder Tafelwasser gelten? Warum sind Heilaussagen über Wasser verboten, das nicht aus einer natürlichen Quelle stammt?
Alle diese „geregelten“ Wasserarten sind technisch stabilisierte Produkte, die mit den verschiedensten Methoden vor Verkeimung geschützt werden.
Ein Gastwirt darf seinen Gästen Leitungswasser, Tafelwasser, Mineralwasser, ja sogar Heilwasser anbieten. Aber wenn er  abgekochtes, destilliertes, Schmelzwasser, elektroaktiviertes oder Umkehrosmosewasser anbietet, kommen manche Ordnungsbehörden schon auf die Idee, ihm das untersagen zu wollen, weil es dafür keine Verordnung gibt.

Wer schreibt eigentlich einem Heilwasser-Brunnenbetrieb vor, dass er seinen Wirkungsnachweis bei bestimmten Krankheiten in einem 500 km entfernten Getränkemarkt kontrollieren lassen muss? Die regelmäßige Feststellung  konstantern Mineralgehalts und ein medizinisch balneologisches Gutachten werden nicht beim Verbraucher vorgenommen. Dabei sind die gelösten Gase, die bei der Abfüllung und beim Transport so leicht verschwinden können, meist ganz entscheidend an der Heilwirkung beteiligt.

Für Natterer war es offenbar nicht schwierig, eine arzneimittelrechtliche Zulassung für alle Sorten seines Elektrolytwassers beim Bundesgesundheitsamt zu bekommen, von der Dr. Albert Richard Riedel in einem englischsprachigen Artikel noch im Jahr 1980 berichet.
„These waters are recognized as medical specialty by the German Board of Public Health and registered under number H 636, H 637, H 638“
(Quelle: Riedel, A.R., Electrolytic-Water Therapy,  in: Essentia, Journal of evolutionary thought in action, Band 1, 1980.)
Dr. Riedel (links) war mit Natterer schon seit den 50er Jahren bekannt und warb  in den USA für die Elektrolytwasser-Therapie.
Natürlich rennt man mit einem Dr. Riedel, der sich später Frater Albertus nannte und in der Spagyrikszene als „größter Alchimist des 20. Jahrhunderts“ gefeiert wird, nicht die Türen der sehr konservativen amerikanischen Schulmedizin ein.

Aber bereits 1990 erschien in den USA das Buch „Reverse Aging“ des Koreaner Sang Whang, das den US-Markt für die aus Japan stammende Technologie der Heim-Wasserionisierer öffnete.
Alfons Natterer hat in der deutschen Ärzteschaft einige überzeugte und überzeugende Freunde gefunden und war 50 Jahre lang erfolgreich mit seinem Elektrolytwasser. Aber  er fühlte sich wohl nicht als Revolutionär. Er war kein Kopernikus, Kepler oder Galilei. Er sagte auch nicht, dass man sein Elektrolytwasser täglich trinken soll. Dazu wollte er es viel zu teuer verkaufen. Als Arznei.
Als usbekische und japanische Forscher die Türe noch ein bisschen weiter aufgestoßen haben, waren die der traditionellen Medizin müden Menschen schneller: Sie kauften immer mehr Wasserionisierer, die das natürliche Glück des Wassers, sich durch Energieaufnahme vom Rost zu befreien, auch als Vorteil für ihr eigenes Leben ansahen. Einer der Gründe dafür mag sein, dass in der gesamten asiatischen Welt Prophylaxe eine viel größere Rolle spielt als medizinische Krankheitsbehandlung.

Niemand versteht dort eine deutsche Krankenkasse, die Unsummen für nach den eigenen Standards eigentlich unheilbar Kranke ausgibt und bei der Krankheitsvermeidung mit aller Gewalt spart.
Aber nicht nur die Angst vor drohender Krankheit ist ein starkes Motiv, basisches Aktivwasser mit besonders vielen OH–Ionen und Wasserstoff zu trinken. Unser Geschmackssinn betrügt uns nicht: Es schmeckt einfach besser als normales Wasser. Das merken manche zunächst gar nicht, weil sie gar nicht gewohnt sind, überhaupt Wasser zu trinken.
Unsere Kultur der sauren Getränke liegt in den Genen verborgen. Bis vor wenigen Jahrzehnten war Wasser ein riskantes Getränk, weil es – wie Louis Pasteur meinte – 90 % aller Krankheiten übertrug. Und weil das – leider – heute noch in vielen Teilen der Welt gilt. Wie wir nicht nur risikolos, sondern auch wohltuend Wasser aufbereiten können, habe ich im ersten Band dieses Buches erklärt.

Alfons Natterer und Siegfried Natterer

So ist nun aus Ihrer scheinbar einfachen Frage nach Alfons Natterers Methode, eine umfassende geschichtliche Darstellung geworden. Und ein Plädoyer für elektroaktiviertes Wasser. Aber an welcher Stelle wäre es besser platziert?

Ich bin seinem Enkel Siegfried Natterer zu tiefstem Dank verpflichtet, dass er mir die Schätze aus dem Nachlass seines Großvaters für meine Forschungen zur Verfügung gestellt hat.

Es war mir eine große Ehre, darüber als erster umfassend berichten zu dürfen. Mit seiner Erlaubnis darf ich Ihnen daher neben seinem Großvater auch noch ein Bild von Siegfried Natterer zeigen, der als Erfinder und Heilpraktiker das Erbe seines bedeutenden Vorfahren weiter entwickelt.

Auszug aus dem Buch von Karl Heinz Asenbaum: „Elektroaktiviertes Wasser – Eine Erfindung mit außergewöhnlichem Potential. Wasserionisierer von A – Z“
Copyright 2016 www.euromultimedia.de

Edwin K.: Ich bin mir völlig im Unklaren über den Redoxwert, den ich trinken soll. Ein Vertreter schreibt, mit seinem Leveluk® SD 501 Gerät habe er ein ORP von -570 mV bei pH 9,5 im Rhein-Maingebiet gemessen. Ein anderer behauptet, sein Titanion SE Ultra könne -650 mV erreichen. Wie sind denn Ihre Messwerte in München?

Entscheidend bei all diesen Vergleichen ist die Angabe der Referenzelektrode, da diese sich ja unter Normalverhältnissen um 207 mV (—> Redoxmessung) unterscheiden. Ich gebe in diesem Buch grundsätzlich die üblichen Ag/AgCl (CSE) Werte an. Die von Ihnen angegebenen Werte kommen mir für die angegebenen Geräte etwas übertrieben vor, selbst wenn es ebenfalls CSE-Werte wären. Oft verwenden Verkäufer auf Verbrauchermessen nicht funktionsgenaue oder nicht kalibrierte und polierte Messgeräte. Das ist so, als wolle man mit einem falschen Tacho ein lahmes Auto verkaufen.

Hier sind meine Vergleichswerte in München mit der Maximalleistung der von Ihnen genannten Geräte

Enagic Leveluk SD 501 höchste Stufe ohne Salzzuführung, („Enhancer“)

Durchfluss 0,9 L/Minute: pH 9,54, ORP -222 mV (CSE)

Bionlite Titanion SE Ultra höchste Stufe ohne Salzzuführung.

Durchfluss 1,4 l /Minute. pH 9,68, ORP – 271 mV (CSE)

Dies sind die beiden stärksten Durchlaufgeräte, die 2012 auf dem Markt waren. Die Frage ist, was soll man trinken?

Hinsichtlich des pH-Werts gibt uns die Trinkwasserverordnung als vertrauenswürdigen Grenzwert nach oben pH 9,5, nach unten pH 6,5 an.
Für Redoxpotentiale gibt es gibt es nur auf Fachkongressen diskutierte Grenzwerte. Dort argumentiert man, je weniger oxidativ, desto besser, aber nicht antioxidativer als -350 mV (CSE).

Dies war lange Zeit auch meine Meinung, denn bei meinen Messungen der gängigsten Nahrungsmittel habe ich niemals ein niedrigeres Redoxpotential als – 350 mV (CSE) gefunden. Deren Redoxpotential misst man, indem man sie in destilliertem Wasser auflöst, da man Redoxpotentiale nur in wässrigen Lösungen bestimmen kann.

Beispiele in mV (CSE)

Blattspinat (erntefrisch) -320 bis -350 mV

Wasserkefir vergoren aus Honig  – 344

Rinderbrühe -151

Rosenkohl (Tiefkühlware) -120

Pizzatomaten (Dose) -096

Avocado -092

und umgekehrt auf den oxidativen Spitzenpositionen

Aprikosen (unreif) +356 mV

Nektarinen +329

Apfel (süß)  +295
Ich konnte auch keine Industriegetränke oder Alkoholika finden, die außerhalb der Spannungsbreite von +350 bis -350 mV (CSE) lagen.

Warum sollten wir also Antioxidantien niedrigeren Potentials als -350 mV (CSE) zu uns nehmen, wenn wir von der Evolu- tion her gar nicht daran gewöhnt sind? Man sollte nie ver- gessen, dass genau wie zwischen Säuren und Basen auch zwischen Antioxidantien und Oxidantien ein physiologisches Gleichgewicht erhalten werden muss.

Diese Überlegungen muss man aber als eine reine und möglicherweise übertriebene Vorsichtsmaßnahme auf einem noch sehr jungen Forschungsgebiet sehen. Denn das Besondere am basischen Aktivwasser ist, dass der ungewöhnlich niedrige Redoxwert zum größten Teil von dem darin gelöst vorhandenen Wasserstoff abhängt. Diesen Zusammenhang beleuchte ich unter dem Stichwort Relaxationszeit genauer. Bei einem sehr wasserstoffreichen Wasser, wie es durch verschiedene neue Methoden erzeugt werden kann, sind durchaus Redoxpotentiale zwischen (-) 500 und (-) 800 mV möglich. Und dies ist keineswegs schädlich.

Ein Redoxpotential wird durch die Summe der gelösten Bestandteile hervorgerufen, egal, ob sie gesund sind oder nicht. Deswegen kann ein negatives Redoxpotential auch schlecht sein. Der gute Ruf des negativen Redoxpotentials von basischem Aktivwasser beruht darauf, dass es einerseits aus gefiltertem und von Schadstoffen gereinigtem Wasser besteht. Es ist also nichts Schädliches drin. Hinzu kommt der bei der Elektrolyse sich im Wasser lösende Wasserstoff, der das Redoxpotential enorm senkt. Nicht das extrem niedrige Redoxpotential bringt dabei die gesundheitlichen Vorteile, sondern der Gehalt an molekularem Wasserstoff.

Ist nicht Wasserstoff ein ziemlich reaktionsträges Gas, das eigentlich gar nicht antioxidativ wirkt? Stimmt: Doch wenn ein bestimmter elektrischer Schwellenwert überschritten wird, werden aus dem trägen Wasserstoffmolekül zwei äußerst stark antioxidativ tätige Wasserstoffatome. Dieser Schwellenwert wird mit ca. + 2,3 Volt beim Hydroxylradikal erreicht. Weniger aggressive Radikale lösen keinerlei Reaktion beim Wasserstoff aus. Er ist also ein selektives Antioxidanz.
Ich gebrauche hier gerne das Bild vom Rauchmelder, der erst Alarm auslöst, wenn es wirklich brennt und nicht schon beim Rauch einer Zigarette auslöst. Und ein ähnlicher Reiz auf den Wasserstoff geht auch auf diesen aus, wenn wir ein Redoxmessgerät ins Wasser halten, dessen Elektrode mit einer Batteriespannung von + 4,5 – 12 Volt belegt ist.

Durch die Messung lösen wir eine elektrochemische Reaktion aus, bei der Wasserstoffmoleküle an der Messelektrode eine negative Spannung aufbauen, weil sie in Wasserstoffatome zerlegt werden.

Damit kann ich Ihre Frage ganz klar beantworten: Ganz sicher sollte der Redoxwert Ihres Wassers negativ sein. Wie stark negativ, spielt aber keine erstrangige Rolle. Denn der negative Redoxwert gibt keine Auskunft über den tatsächlichen Gehalt an Wasserstoff. Seit etwa 2010 ist es nicht mehr besonders wichtig, zur Wasserbeurteilung das Redoxpotential zu messen. Primär wichtig ist die –> Wasserstoffmessung.

Wenn man alle im Wasser gelösten Redoxpotentialfaktoren außer Wasserstoff und Hydroxid-Ionen außer acht lässt, ergibt sich nach der Nernst-Gleichung bei 1 Atm Druck folgen- des: Bei 1,6 ppm gelöstem Wasserstoff und pH 7 errechnet sich ein Redoxpotential von etwa -414 mV. Bei pH 10 würde sich aber bei gleichem Wasserstoffgehalt ein Redoxpotential von – 600 mV errechnen.

Schon 0,05 ppm Wasserstoff verursachen ein stark negatives Redoxpotential. Das gilt vor allem, wenn der pH-Wert hoch ist. Wie ich aber selbst schon an Experimenten mit Topfionisierern gesehen habe, bei denen der Wasserstoff während der Elektrolyse fast komplett ausgast, kann ein Wasser bei einem pH von 9,8 auch ein ORP von (-) 761 mV aufweisen, obwohl darin nur 0,2 ppm Wasserstoff gelöst sind. Der US-Forscher Tyler Le Baron hat mir am 21.2.2017 folgendes Beispiel zur Erläuterung geschickt:
In normalem Trinkwasser sind normalerweise nicht mehr als 0,0000001 ppm molekularen Wasserstoffs gelöst. Das Wasser hat dann zum Beispiel ein REdoxpotential von + 200 mV. Wenn man nun die Wasserstoffkonzentration um den Faktor 1 Million auf 0,1 ppm erhöht, sinkt das Redoxpotential beispielsweise auf (-) 500 mV. Wenn wir nun den Wasserstoffgehalt nur um den Faktor 10 auf 1,0 ppm erhöhen, verringert sich das Redoxpotential praktisch gar nicht. Darum ist ein ORP-Messung nicht geeignet, den Gehalt an Wasserstoff einzuschätzen.
Selbst ein Wasser mit positivem Redoxpotential kann durch seinen gelösten molekularen Wasserstoff selektiv antioxidativ wirken. Zum Beispiel wenn oxidierende Substanzen darin gelöst sind, die in der Summe die negativen Ladungen durch den Wasserstoff übertreffen.

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Walter J.: Kann man durch einen Speicheltest wirklich eine Übersäuerung feststellen?

Nein. Dazu bedarf es umfangreicherer, aber auch kostenintensiverer Tests. Aber der Speicheltest hat sich als guter Index erwiesen, um richtige Übersäuerungstests wie Blutgasanalyse, Vitalblutanalyse, Nierenausscheidung, Haut-pH, Haarmineralanalyse etc. zu veranlassen.

Der Mundspeichel nährt sich in seiner Masse überwiegend aus extrazellulärer Flüssigkeit. Er ist daher ein guter Indikator für diese. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Mundinhalt, der oft durch Nahrung, Getränke, Kaugummi, Zahnpasta oder Kariesbakterien Messwerte ohne Aussagekraft produziert.

Gemessen werden muss frischer, stimulierter Speichel, der aus der Speicheldrüse unterhalb der Zunge kommt. Ein Speichelwert von pH 7 ist noch tolerabel. Fällt er unter pH 7, sind bereits die Zähne einer Gefährdung ausgesetzt. Ich sehe einen Wert unter pH 6,5 als Interventionsschwelle für Entsäuerungsmaßnahmen an.

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Peter Z.: Trotz Ihrer scheinbar plausiblen Argumente bin ich skeptisch. Denn die evidenzbasierte Medizin (EBM) fordert nun mal placeobokontrollierte Doppelblindstudien zum Nachweis der Wirksamkeit einer neuen medizinischen Methode. So etwas haben Sie aber nicht.

Das Problem bei der medizinischen Bewertung des Aktivwassers besteht darin, dass man für wissenschaftliche Doppelblind-Studien nach EBM-Maßstäben bislang keine normierte Ausgangsbasis hat. Das gilt auch für Studien zu Wasserstoffwasser nichtbasischer Natur, obwohl diese seit 2008 aufgekommene Forschungsrichtung methodisch etwas sauberer vorgehen kann, weil Wasserstoffwasser der Einfachheit halber meist in Form von entionisiertem Wasser mit Wasserstoffgehalt verwendet wird. Dies trifft aber nicht auf alle Studien zu. Hier herrscht noch eine lebhafte Normierungsdiskussion.

Eine Schwierigkeit ist, dass außer einem Anstieg des Sauerstoffpartialdrucks und einer Durchblutungszunahme die meisten Wirkungen erst langfristig eintreten. Und man kann die Studienteilnehmer nicht ein Jahr an denselben Ort zwingen. Keine Ethik-Kommission würde das bei derart unklarer Ausgangslage genehmigen.

Denn wenn einer mit demselben Gerät und denselben Einstellungen in Aachen basisches Wasser herstellt, bekommt er aufgrund des überall unterschiedlichen Leitungswassers und andersartiger Mineralpuffer ein völlig unterschiedliches Ergebniswasser als etwa in Madrid, selbst wenn der pH- Wert, der Wasserstoffgehalt oder das Redox-Potential gleich sein sollten.

In einem Labor kann man sicher normiertes Wasser herstellen, doch liegt die Schwierigkeit an der Unstabilität des Produkts. Man kann es den Patienten, die es ja mehrmals täglich frisch trinken sollen, nicht in Flaschen füllen.

Auch die Normierung des Ausgangswassers ist nicht einfach. Der Wasserforscher V. Shironosov hat ein Studiensystem patentieren lassen, mit dem man an jedem Ort der Welt dasselbe Aktivwasser herstellen kann:

Zunächst wird das Wasser durch Umkehrosmose entionisiert, dann mit definierten Mineralien versetzt, um anschließend in einem Wasserionisierer elektrochemisch aktiviert zu werden. Das wäre ein Ansatz, und das System wird bereits als Studienversion verkauft. Es gibt auch Pläne, an der udmurtischen Universität Studenten in einem relativ abgeschlossenen Campus mit normiertem Aktivwasser zu versorgen und die Auswirkungen zu dokumentieren. Dies wäre der erste kontrollierte Großversuch.

Aber selbst, wenn dieses Herstellungsgerät für einheitliches aktiviertes Wasser technisch funktionieren sollte,: Wer definiert die mineralische Zusammensetzung des Wassers für eine sinnvolle wissenschaftliche Studie? Ist die Severyanka No. 4 Mineralmischung Shironosovs das beste Konzept dafür?

Oder nehmen wir Gerolsteiner oder Volvic, Apollinaris oder Nordenau-Wasser als Vorbild für die mineralische Zusammensetzung, deren Wirkung im aktivierten Zustand dann in einer aufwändigen Doppelblindstudie getestet werden soll? Wo ist die Institution, die eine solche Studie unabhängig konzipiert und die Finanzmittel dafür aufbringen kann?

So muss ich mit Stand vom September 2015 zugeben: Obwohl es seit 1931 Aktivwasser in München gibt, verfüge ich nur über Daten, die in größtenteils nicht definierten Beziehungen zueinander stehen. Es gibt weltweit noch keine relationale Datenbank über Aktivwasserwirkungen.

Ihren Einwand teile ich also durchaus: Wir sind, obwohl es die Entdeckung schon seit über 80 Jahren gibt, bezüglich aktiviertem Wasser immer noch in der wissenschaftlichen Jäger-Sammler-Periode. Das heißt aber, nicht, dass wir noch mit steinzeitlichen Methoden forschen. Uns fehlen nur bisher die Forschungsgelder.

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Uli S.: Kann es sein, dass irgendwann, dann wenn alles Saure ausgeschwemmt ist, der Urin ins Basische übergehen sollte?

Tote pinkeln nicht. Ohne Säureausscheidung würde ich mir ernsthaft Sorgen um Sie machen. Säure im Urin ist ein sehr komplexes Thema. Sie können zum Beispiel stark übersäuert sein und trotzdem einen basischen Urin haben. Es gelangen ja nicht alle Säuren durch die Niere. Daher ist der Urintest in der Übersäuerungsdiagnostik weniger brauchbar als im Allgemeinen behauptet wird.

Gesamtsituation nicht anzeigt, sondern nur den Ausschnitt, der in der Zwischenzellflüssigkeit manifest wird. Immerhin eine große Flüssigkeitsmenge und mehr als das bisschen Urin.

Es gibt Urin-Deuter in Internetforen, die sagen, dass ein Glas basisches Aktivwasser den Urin sogar so antioxidativ macht wie ein Teller Broccoli. Ich habe in keiner meiner vielen Harnmessungen jemals einen antioxidativen Wert gemessen, obwohl ich seit 10 Jahren Aktivwasser trinke. Dies schiene mir auch widersinnig. Warum sollte der Körper Elektronen freiwillig in die Toilette spülen?

Die gemessenen Harnwerte lagen zwischen +6 und 91 mV (CSE). Die einzigen antioxidativen menschlichen Körperausscheidungen meiner Messungen waren Muttermilch und Sperma mit Werten zwischen -27 mV und – 78 mV. Hier macht die Elektronenabgabe Sinn, da sie an den eigenen Nachwuchs gerichtet ist.

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FAQ: Wird bei der Ionisation des Wassers auch das oxidierende Gas Ozon produziert?

Guten Morgen, Herr Akgün.

Ich beabsichtige mir einen Wasser-Ionisator zuzulegen. Der AquaVolta hält mich derzeit in seinem Bann 🙂 Es ergeben sich einige Fragen … die wichtigste: Wird bei der Ionisation des Wassers auch Ozon hergestellt? Bei Raum-Ionisatoren bzw Luftionisatoren / Luftionisierer ist das ja der Fall.

Beste Wünsche
…….michael M…….

Antwort von Herrn Asenbaum, ob bei der Elektrolyse von Wasser durch einen Wasserionisator Ozon entsteht

Hallo Herr M.,

darauf kann ich Ihnen kurz antworten. Bei der Elektrolyse entstehen, vereinfacht gesagt, folgende Reaktionsprodukte:

 

  1. An der Anode entsteht durch Oxidation „saures“ Aktivwasser: 2H2O − 4e → 4H+ → + O2 ;
  2. An der Kathode entsteht durch Reduktion „basisches“ Aktivwasser: 2H2O + 2e → H2 + 2OH- ;
  3. Daraus bilden sich folgende hochaktive Antioxidantien: OH−, H3−O2−, H2 , HO2•, HO2−, O2−.
  4. Wenn sich Kochsalz NaCl im Wasser befindet, bildet sich auch Chlorgas an der Anode: 2Cl − − 2e → Cl 2 ;
  5. Daraus bilden sich die folgenden hochaktiven Oxidantien in der Anodenkammer: Cl2O, ClO2 , ClO−, HClO, Cl•, O2•, O3 (=Ozon), HO2 , OH• ;

Typisch für basisches Elektrolytwasser (früher sagte man „ionisiertes“ Wasser) ist eine Anhebung des pH Werts und eine ungewöhnliche Senkung des Redoxpotentials.

Typisch für saures Elektrolytwasser (früher sagte man „ionisiertes“ Wasser) ist eine Senkung des pH Werts und eine ungewöhnliche Erhöhung des Redoxpotentials.

Was bedeutet in diesem Fall „ungewöhnlich“? Normalerweise, bei nicht elektrolysiertem Wasser, ändert sich das Redoxpotential mit dem pH Wert pro pH-Stufe um 60 Millivolt.

Das heißt, das durch seine Inhaltsstoffe entstehende Redoxpotential eines normalen Wassers ist bei pH 8 um 60 Millivolt niedriger als eines mit ph 7, während es bei pH 6 um 60 Millivolt höher ist.

Dagegen kann in elektrolysiertem Wasser das Redoxwasser pro pH Stufe um weit mehr als 100 mV nach oben oder unten verschoben werden. Das Redoxpotential von Elektrolytwasser ist aber aus heutiger Sicht kein Faktor mehr, der sich zu messen lohnt, da es letztlich – für das Trinkwasser – vor allem um den Gehalt an gelöstem H2, also Wasserstoff geht. Denn dieser ist für das außergewöhnliche Redoxpotential verantwortlich, und zwar völlig unabhängig vom veränderten pH-Wert. Es kann also beispielsweise auch Wasser mit pH 6 und niedriger geben, das ein außergewöhnlich niedriges Redoxpotential aufweist.

Ich weiß ja nicht, warum Sie gerade das Ozon so stark interessiert. Es tritt aber in einem Wasserionisierer nur in dem Wasser auf, das nicht zum Trinken, sondern zur Desinfektion bestimmt ist und reagiert dort auch schnell zu den genannten Reaktionsprodukten.

Heutzutage gibt es auch Geräte zur ausschließlichen Herstellung von wasserstoffreichem Trinkwasser. Etwa der Aquavolta Wasserstoff-Booster. Diese arbeiten mit einer anderen Membran als Wasserionisierer und benötigen auf der Anodenseite kein (saures) Wasser. Sie verändern auch den pH-Wert nur unwesentlich. Dort entweichen Sauerstoff und Ozon in die Luft. Beim Aquavolta Wasserstoff-Booster reagiert sich das Ozon aber in dem unteren Kondenswasserbehälter sekundenschnell ab, sodass kein Ozon entweichen kann. Dies ist der Unterschied zu anderen Wasserstoff-Boostern, die das Gas direkt an die Luft abgeben. Aber auch dort sind die Mengen kaum messbar.

Mit freundlichen Grüßen

Karl Heinz Asenbaum

  1. Ist die hexagonale Struktur von Wasser aus einem Wasseronisierer messbar bzw. mikroskopisch belegbar?

  2. Wenn Wasser eine hexagonale Struktur aufweist, bedeutet das dann stets auch, dass dieses wasser auch „informiert“ ist ? Oder kann es sein, dass man ein Hexawasser hat, welches NUR diese hexagonale Struktur aufweist aber NICHT „informiert“ ist.

  3. Kann man Wasser mit einer hexagonalen struktur auch NEGATIV also mit „bösen“ informationen behaften/informieren oder ist die hexagonale Struktur nur für die GUTEN/POSITIVEN informationen „reserviert“ ?

Karl Heinz Asenbaum | Messbarkeit von hexagonales Wasser, Struktur, Informationen, EZ-Wasser nach Gerald Pollack

Zu 1.

Die gute Nachricht für alle Esoteriker zuerst: Sowohl mikroskopisch als auch mithilfe von Magnetresonanzuntersuchungen kann man hexagonale, also sechseckige Wassermolekül-Cluster in Wasser aus einem Wasserionisierer nachweisen. (Siehe hierzu die Studien unten in diesem Beitrag.)

Die beiden schlechten Nachrichten: Diese sind nur Abbildungen eines Augenblicks und sie stellen nie das gesamte Wasser dar. Ersteres liegt daran, dass selbst tief gefrorenes Wasser neben den typischen hexagonalen Eiskristallen auch noch größere und kleinere Cluster besitzt, die in ständiger Veränderung begriffen sind.

Letzteres wird in dem Buch von Gerald Pollack „Wasser – Viel mehr als H2O“ anhand vieler Untersuchungen gezeigt. Pollack unterscheidet im Bereich von flüssigem, also nicht gefrorenem Wasser zwischen „Bulk“-Wasser (also der Hauptmenge einer Wasserprobe) und EZ-Wasser (Exklusionszonen-Wasser), bei dem er eine hexagonale Struktur nachgewiesen hat, die sich in manchen Punkten von der von Eiskristallen unterscheidet.

Aus dieser EZ-Struktur wird alles, was nicht reines Wasser (H2O) ist, nach unten ins Bulk-Wasser ausgesondert – dies sind vor allem Ionen – um eine reine, dünne, dem Eis ähnliche kristalline Hexagonalstruktur zu bilden. Dieses EZ-Wasser bezieht sich auf sehr dünne Grenzflächen zu hydrophilen (Wasser nicht abstoßenden) Stoffen.

EZ Wasser ist also ein Rand-Phänomen, wie an unserem Körper die Haut. Es handelt sich um ein Interface-Phänomen von Wasser, das ich gerne mit folgendem Beispiel illustriere:

Normalerweise hat Wasser eine Oberfläche, die es zur Atmosphäre abgrenzt. Die Atmosphäre nimmt Wasser auf, ist also hydrophil. Wenn ich nun Wasser abstoßendes (hydrophobes) Öl auf die Wasseroberfläche gieße, bilden sich an dieser Stelle keine hexagonalen EZ-Zonen. Innerhalb von natürlichem Wasser gibt es aber weitere EZ-Zonen. Denn natürliches Wasser ist auch ein Lösungsmittel für hydrophile Substanzen, wie zum Beispiel die Kationen von Mineralien wie Natrium, Calcium, Magnesium, etc.

Um diese Kationen herum bilden sich ebenfalls hexagonal strukturierte Zonen, mit denen das Wasser sich sozusagen von den gelösten Stoffen abgrenzt. Je nach Menge der gelösten Mineralien gibt es also auch an diesen inneren Grenzlinien hexagonale Strukturen:

Im toten Meer sind davon aufgrund des höheren Salzgehalts deutlich mehr vorhanden als im mineralarmen Volvic Wasser.

Grundsätzlich, und die Hauptmasse (Bulk) des flüssigen Wassers betreffend, folgt die Bildung von Wasserclustern neben den Einflüssen von Schwerkraft und Bewegungsdynamik aber einer sehr einfachen Regel:

Je wärmer das Wasser ist, desto größer wird die durchschnittliche Clustergröße, bis sich alle Cluster über dem Siedepunkt auflösen. Aus Wasserdampf destilliertes Wasser enthält nichts anderes als Wassermoleküle. Ob diese hexagonal, kleiner oder größer strukturiert sind, hängt in erster Linie von der Temperatur ab. Grundsätzlich ist es aber immer ein Gemisch von Strukturen. Je heißer das Wasser aber ist, desto weniger hexagonale Strukturen gibt es darin.

Zu 2:

Sobald wir von Struktur sprechen, beinhaltet dies auch die Möglichkeit einer Informationsspeicherung, von der beim Wasser unter dem Schlagwort „Wassergedächtnis“ gesprochen wird. Dies gilt insbesondere, wenn sich diese Struktur stabil halten lässt, was der Fall ist, wenn flüssiges Wasser sich zu Eis umformt.

Auch Eis sondert gelöste Fremdstoffe wie Ionen während des Gefriervorgangs nach unten in das noch nicht gefrorene Wasser aus, das dadurch mineralreicher wird. Aufgetautes Eis enthält nur noch Spuren von Salzen.

Alle wissenschaftlichen Versuche zum Nachweis einer Informationsspeicherung in Wasser beziehen sich daher auf sehr kaltes Wasser. Dies macht den Glauben, man könne durch das Trinken von „informiertem“ Wasser nützliche oder schädliche Gesundheitseffekte erzielen, zu einem esoterischen Dogma.

Denn alles Wasser, was wir trinken, wird vom Körper auf ca. 37 Grad C erwärmt, bevor es vom Kreislauf aufgenommen werden kann. Selbst wenn wir Eis lutschen, kommt dessen hexagonale Struktur und etwa gespeicherte Informationen nicht ins Blut, weil insbesondere die kleineren Cluster bei dieser Temperatur fast vollständig verschwunden sind.

Hinzu kommt noch ein weiteres Argument:

Schon wenn wir die Lippen an das Trinkglas setzen und die Oberfläche des Wassers damit berühren, verschwinden die EZ-Zonen dort. Denn die Lippen sind hydrophob, also Wasser abstoßend. Alle Zellen unseres Körpers sind von einer wasserabstoßenden Lipid- (Fett-) schicht umhüllt.

Hexagonales Wasser hat also auch aus diesem Grund keine Möglichkeit, durch etwa gespeicherte Informationen dem Körper zu schaden oder zu nutzen. Keine unserer Körperzellen besitzt die Möglichkeit, strukturiertes, geclustertes oder „informiertes“ Wasser aufzunehmen.

Wenn die Zellen Wasser benötigen, machen sie einen Schalter auf, an dem sich die Wassermoleklüle nicht als „Reisegruppe“, sondern nur einzeln anstellen dürfen, um Einlass zu finden. Diesen Schalter nennt man Aquaporine. Sie lassen nur unstrukturiertes Wasser molekül für Molekül in die Zelle.

Die Frage, ob es hexagonales Wasser ohne Information gibt, kann man ganz trivial mit nein beantworten. Denn ein Hexagon beinhaltet eine andere Information als ein Oktogon oder Dodekaeder.

Wasser hat bei jeder Temperatur und entsprechend den gelösten Stoffen seine jeweils eigene Mathematik und Physik. Letztlich entscheiden genau diese beiden Faktoren auch darüber, ob ein Wasser gesundheitsfördernd wirkt oder schadet.

Zu 3: Ob selbst Wasser „gut oder böse“ sein kann, wenn es hexagonal ist?

Meine Antwort als Wissenschaftler kann nur lauten: Das ist eine reine Glaubenssache.

Wenn Wasser überhaupt mit einer moralischen Kategorie beurteilt werden soll – wie dies der 2014 verstorbene japanische Fotokünstler Masaru Emoto getan hat – sollten Sie besser einen Priester darüber befragen.

Etwa den Pfarrer Jürgen Fliege, der mit Emoto ein Glaubensbuch über „Die Heilkraft des Wassers“ verfasst hat.

Emoto selbst hat diese Art von Heilkraft, die aus Belobigung und Tadel für Wasser bestand, jedenfalls bei seinem Diabetes Typ II nicht geholfen. Das wusste er auch, als er laut Wikipedia schließlich sagte:

“Therefore, the photograph of crystals is neither science nor religion. I hope it is enjoyed as a new type of art.”

Leider kann man auch Fotos nicht trinken.

Vortrag Masaru Emoto über hexagoanle Strukturen im Wasser

Downloads Studien | Wassercluster, Hexagonales Wasser, Wasserstoffbrückenbindungen, Wasserstruktur, Molekülstrukturen Wasser

Ich bevorzuge ein neutrales Wasserstoffwasser | Was meint Herr Asenbaum dazu?

Moin aus Kiel!

Ich bin Diplombiologe und arbeite u.a. als Gesundheitsberater und Präventionspraktiker. Bei meinen jahrelangen Recherchen bin ich immer wieder auf das Thema Wasser gestoßen und habe mich vor 3 Jahren für eine High-End-Trinkwasseraufbereitung mit Molekularfiltration, Restrukturierung und Energetisierung und mit Edelstahl- statt Plastikschläuchen entschieden.

Bei meinen Vortragen und Beratungen bin ich immer wieder überrascht und bestärkt, welchen großen Einfluss das Wasser auf unsere Gesundheit hat. Angeregt durch einen Vortrag über Basenwasser bin ich durch Recherchen auf Ihre Seite und das sehr gute Kompendium gestoßen.

Die Ausführungen zum Wasserstoffwasser haben mich besonders neugierig gemacht. Da ich vom basischen Wasser nicht überzeugt bin, da es meiner Ansicht nach in der Natur nicht als Lebensraum oder Trinkwasser vorholt, bevorzuge ich ein neutrales Wasserstoffwasser. Daher interessiere ich mich besonders für den AquaVolta Hydrogen Booster Classic.

Metalsclauch

Leider sind meine Reserven für neue Anschaffungen recht mau, daher möchte ich anfragen, ob eine Ratenzahlung für das Gerät möglich ist. Ich freue mich darauf, das Wasserstoffwasser zu testen und werde es bei guten Resultaten auch weiter empfehlen. Vielleicht bieten Sie ja auch die Möglichkeit einer Refinanzierung durch Weiterempfehlung an…?

Mit herzlichen Grüßen von der Ostsee,
Thorsten W.

Antwort | basisches Wasserstoffwasser ziehen wir vom Aquacentrum, nicht nur geschmacklich vor

Guten abend nach Kiel,

nun, bevor wir Ihnen irgendetwas auf Raten anbieten, würde es mich schon interessieren, wieso ausgerechnet ein Dipl.Biol. basisches Wasser nicht als Lebensraum ansieht? Haben Sie das in Ihrem Studium gelernt oder auf einer obskuren Internetseite gelesen? Ich würde Ihnen einfach mal empfehlen, ein pH- Messgerät in einen größeren Fluss wie Rhein, Donau, Elbe oder Inn zu halten und einen Fischer zu fragen. Denn in basischen Gewässern werden diese besonders groß. In manchen Flüssen finden Sie pH 8-9.

Abgesehen davon ist natürlich Wasserstoffreiches Wasser auch ohne Basen interessant, zumindest für diverse oxidative Stress-Krankheiten. Ich bin allerdings von Empfehlern, die Rabatte durch Weiterempfehlung erhalten wollen, ohne eigene Erfahrungen und Kenntnisse haben wollen, eher abgeschreckt und empfehle Ihnen, sich erst mal kundig zu machen, bevor Sie mit einem solchen Anliegen an uns herantreten.

5-16 zoll -8mm - polypropylen wasserschlauch - druckfest 400

Aufgrund Ihrer Ausbildung sind Sie grundsätzlich als Partner willkommen. Aber wenn Sie keine Sachkenntnis über die unterschiedlichen Arten von „Plastikschläuchen“ haben, wird es etwas schwierig. Denn alle verbreiteten Wasserfilter und elektrolytischen Wasseraufbereitungsgeräte nutzen solche BPE-freien Verbindungen und nicht nur Edelstahl, den ich aufgrund des Nickelgehalts für weitaus problematischer halte.

Weiterführende Informationen finden Sie in Fülle in den Links unten in diesem Mail:

Mit freundlichen Grüßen,
Karl Heinz Asenbaum.

Link zum FAQ-Beitrag

Fragen über Wasserstoffwasser-Produktion durch Wasserstoffwasser Generatoren

Guten Tag Herr Dipl.Ing.

Ich habe einige für mich noch ungeklärte Fragen an Sie:

Ein Wettbewerber erklärt daß derzeit nur „sein“ (koreanisches Produkt) „Lourdes Generator“ der außerdem noch extrem teuer ist, weltweit das einzige Gerät sei das den Wasserstoff (antioxidanz) von Sauerstoff (oxidanz) trennt sodaß man nur Antioxidatien trinkt!!!
Stimmt das? Trennen die Wasserstoffbooster die Sie anbieten und der eine kurzzeitige wesentlich höhere Sättigung ermöglicht ebenfalls korrekt Wasserstoff und Sauerstoff sodaß man ebenfalls NUR die „gesundheitsfördernden“ Antioxidatien trinkt? Die Geräte von Aquacenter arbeiten im Gegensatz zum „Lourdes Generator“ mit Druck. Geht bei erheblicher Druckausübung nicht wieder die hexagonale Wasserstruktur sowie die kleinen Cluster die beim Jonisierungsprozess entstehen wieder verloren denn die starke erhebliche Mehrheit der Wassermenge ist eben „normales“ Wasser das man trinkt, es geht ja nur um ppm´s beim Wasserstoff.

Lourdes Wasserstoff Wasser Generator antioxidatives Wasser weiss perspektive

Erzeugen die Jonisierungsgeräte von Aquacenter auch basisches Wasser wenn das Eingangswasser von einer vorgeschalteten Umkehrosmose stammt?
Eigentlich dürfte keine Jonisierung mehr stattfinden denn bei einem elektrisch nichtleitenden Wasser kann man natürlich auch keine Veränderung durch Elektrizität erreichen.
Der Wasserstoff der beim Jonisierungsprozeß entsteht ist sicherlich nicht vom Sauerstoff getrennt, wenn ja, wohin geht bei den Jonsierungsgeräten von Aquacenter dann der Sauerstoff, schließlich handelt es sich um eine geschlossene Kammer wo die Elektrolyse stattfindet?!
Wenn H und O nicht getrennt werden dann ist das Wasser aus Jonisierungsgeräten doch nicht so extrem gesund!

Bietet das Aquacenter auch mobile Umkehrosmoseanlagen, ohne Anschluß an die Wasserleitung, an, so wie dies bei einem Jonisierungsgerät der Fall ist!? Der Wettbewerber behauptet außerdem vehement daß die Mineralien die isoliert im Wasser vorkommen bloß die Adern verstopfen und das Bindegewebe belasten weil der Körper diese Isolationsmineralien gar nicht aufnehmen kann und dies die letzten Jahre durch viele wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt worden sei. Letztes Jahr habe ich eine Menge isolierter Mineralien und anderes isoliertes Zeug von Dr.Hittich (bekannter Nahrungmittelproduzent im Eigenvertrieb – „Wir wollen nur Ihr Bestes (Geld)“, so das Schlagwort) eingenommen und habe in der Tat erlebt daß der Körper versteift mit stechenden Empfindungen, ich habe mir Schmerzen mit viel Geld erkauft; also ich glaube dem Wettbewerber aus eigener Erfahrung!

Das sind jetzt zugegebenerweise etliche Fragen die ich etwas unstrukturiert aufgezählt habe aber vielleicht finden Sie doch Zeit diese in den kommenden 2 Wochen zu beantworten. Es eilt nicht extrem.

Mit freundlichen Grüßen

Hübler J.

Antwort von Karl Heinz Asenbaum | Lourdes Generator | Wassercluster | RO-Wasser | Mineralien

Hallo Herr Hübler,

aufgrund Ihrer Fachanfrage darf ich mal kurz zu einigen Ihrer Fragen Stellung nehmen.

Punkt 1: Der Lourdes Wasserstoffgenerator ist ein drucklos arbeitendes HIM Gerät mit einer PEM-Zelle, die Sauerstoff und Ozon zuverlässig entfernen sollte. Seine aufgrund der Redoxverhältnisse zwischen Sauerstoff und Wasserstoff definierbare Maximalleistung bei normalem Atmosphärendruck und 20 Grad Celsius beträgt 1200 mg/L H2. Das bestätigen auch meine Messungen. Insofern genügt das Gerät dem heutigen Mindeststandard und ist keineswegs einzigartig, sondern die Regel. Das Gerät ist also aus meiner Sicht durchaus okay. Womit er vergleicht, sind wahrscheinlich alte HRW-Geräte, die noch mit 1-Kammer-Elektrolyse arbeiten und daher keinen Sauerstoff/Ozon entfernen, somit auch zu Sauerstoffradikalen führen, die in Trinkwasser nichts zu suchen haben. Das Gerät hat aktuelle Pitcher-Technik, ist aber verhältnismäßig teuer gegenüber ähnlichen Geräten wie diesem   https://www.aquacentrum.de/shop/hydrogen-water-pitcher-h08-spe-pem-zelle/

Punkt 2 – Druck: Nur durch Druck lässt sich mehr als 1,6 mg/l Wasserstoff im Wasser durch Elektrolysesysteme lösen. Dies passiert in Wasserstoff-Boostern, die ich für die aktuell konkurrenzlose Lösung halte. Das Gerede von Wasserclustern ist in diesem Zusammenhang völlig substanzlos. Wassercluster sind in erster Linie abhängig von der Wassertemperator und ändern sich innerhalb von Picosekunden. Es geht hier um Wasserstoffkonzentration (ppm) und sonst nichts. Ein Booster kann deutlich mehr als ein offenes HIM Gerät wie der Lourdes oder der Pitcher. Und Wasserstoff ist erheblich kleiner als jedes Wassercluster, kann also auch besser in die Zellen vordringen. Wasser wird im übrigen ausschließlich als Einzelmolekül und nicht in Clustern durch Aquaporine von den Zellen aufgenommen. Auch deshalb ist die Clusterthese außerhalb jeglicher wissenschaftlichen Diskussion und nur noch bei Marketingleuten anzutreffen.

Punkt 3: Wasserionisierer und RO-Wasser. Wenn aus der Umkehrosmoseanlage mehr als 1,0 Liter/Minute fließen, arbeiten Wasserionisierer auch, wenn sie mindestens 1000 cm2 Reaktionsfläche (meist bei 7 Elektroden erreicht) haben. Auch Wasser ohne gelöste Elektrolyten hat nämlich einen Rest von Leitfähigkeit durch die Autoprotolyse des Wassers. Es ist nur die Frage, ob man so ein dünnes Wasser trinken will. Dagegen gibt es mehr Argumente dafür als dagegen, die Sie in meinem Buch „Elektroaktiviertes Wasser“ in verschiedenen nachlesen können. Unten kostenlos zum Download. In jedem Wasserionisierer geht der bei der Elektrolyse entstehende Sauerstoff in die Anodenkammer und damit ins daure Abwasser. Der Prozess ist im Prinzip derselbe wie bei einer PEM-Zelle, nur dass er dort nicht isn Wasser, sondern in die Abluft geht – ebenso wie das Ozon.

Punkt 4: Mineralien verstopfen Adern: das ist der haltlose Argumentations-Klassiker Nr 1 von Verkäufern von Umkehrosmoseanlagen. Frage: Warum verstopfen die Mineralien aus unserer Nahrung die Adern dann nicht ebenso? Die sagen dann: Weil diese Mineralien organisch gebunden sind. Das ist aber völliger Unsinn, denn durch den Verdauungsprozess werden die Mineralien ja auch ins Körperwasser gelöst. Warum sollten wir sie uns also nicht gleich durch Wasser zuführen anstatt Riesenportonen Käse zu essen, um den immensen Bedarf unserer Knochen an Calcium zu decken?

Ich sehe den wahren Grund für die Zunahme der Übergewichtigen im Mineralienmangel. Wer nicht genügend Mineralien durch Wasser bekommt, muss einfach mehr essen.

Mineral-Ergänzungstabletten, die Sie offenbar excessiv aufgenommen haben, sind zwar meist kalorienarm, sind aber meist Salze, die aus einer Basen- und einer Säurekomponente bestehen. Da Calcium, Magnesium, Kalium und Natrium dazu dienen, den Säure-Basenhaushalt des Körpers zu regeln, nützt es nichts, Tabletten oder Pulver zu sich zu nehmen, die in sich schon ausgeglichen sind. Was der Körper braucht, sind die reinen Kationen dieser Stoffe ohne Anionen.

Im basischen Aktivwasser aus einem Wasserionisierer finden Sie diese (fast) ausschließlich vor. Mit Nahrungsergänzungen schlucken Sie gleich das Gegenmittel dazu und haben keinerlei Bilanz-Gewinn. Schauen Sie sich vieleicht mein Erklärvideo dazu an. https://youtu.be/YV42-pvRnXE

Wasser ist definitiv die unkomplizierteste Methode, lebenswichtige Mineralien zu sich zu nehmen. Jeder Grashalm tut das. Jede Kuh frisst ihn deshalb. Warum warten, bis die Milch zu Käse wird, anstatt selbst mal mineralreiches Wasser zu trinken? Haben Sie schon mal eine Kuh gesehen, die Umkehrosmoswasser trinkt? Gibt es irgendein Lebewesen, das das freiwilig tun würde? Haben Sie schon mal ein Reh gesehen, das seine Zunge in den (umweltverseuchten und mineralfreien) Regen hält, anstatt aus einer Pfütze zu trinken, wo sich das Wasser bereits mit Minerlaien aus dem Erdboden angereichert hat? Trotz des Bakterienrisikos? Ich kann Ihnen nur aus meinen eigenen Messungen sagen: Am Erdboden, in Bächen und Flüssen, woraus Wildtiere trinken, finden Sie nahezu immer basisches, mineralreiches Wasser mit einem hohen Leitwert. Dasselbe gilt für Pflanzen, mithin für unsere gesamte Ernährungskette. Ich kann es wirklich nicht nachvollziehen, wie jemand etwas anderes behaupten kann, denn ich messe das seit 14 Jahren. Warum sollte man dann als Mensch einen anderen Weg als die Natur gehen, und mineralsfreise Wasser aus einer Umkehrosmosanlage trinken?

Reh trinken

Eine Frage, die immer wieder aufkommt, weil ich mich immer wieder dazu geäußert habe, dass ich es falsch finde, destilliertes oder Umkehrosmosewasser zu trinken, will ich hier ganz deutlich beantworten. Das heißt keineswegs, dass ich die Technik der Destillation oder der Umkehrosmose für schädlich halte. Gegen die Technik der Destillation spricht höchstens der enorm hohe Energieaufwand, der ja dem der Schnappsherstellung ähnlich ist.

Der Filterungsgrad von Umkehrosmose ist aber meiner Meinung nach völlig ausreichend zur effizienten Beseitigung bedenklicher Schadstoffe im Trinkwasser. Und den Aufwand an Abwasser, den diese Technik erfordert, halte ich für vertretbar, um problematisches Wasser zum Trinken aufzubereiten.

Worum es mir ausschließlich geht, ist meine Warnung vor nicht nachmineralisiertem RO Wasser (Reverse-Osmosis-Water) aus Umkehrosmoseanlagen. Ich möchte in diesem Zusammenhang wieder einmal darauf hinweisen, dass der auf Umkehrosmose angewiesene Staat Israel gesetzlich vorschreibt, dass das Trinkwasser gesetzlich eine Anreicherung mit 50 mg/l Calcium vorschreibt, um die Gesundheit der Bevölkerung nicht zu gefährden.

Dies beruht auf plausiblen wissenschaftlichen Quellen und nicht auf dem unverantwortlichen Geschwätz von Verkäufern teurer Anlagen. Im österreichischen Trinkwasserrecht (Codexkapitel B1 Trinkwasser) wird sogar eine Mindesthärte von 8,4° dH nach einer Enthärtungsanlage gefordert, was 60 mg/l Calcium entspricht.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Umkehrosmose eine Technik ist, die für Notsituationen erfunden wurde. Schon die Seeleute im antiken Griechenland haben sie benutzt, um Meerwasser zu entsalzen. Die moderne Welt hat die Technik der Umkehrosmose entwickelt, damit Raumfahrer ohne großen Ballast ins Weltall reisen können und ihren Urin wieder zum Trinken aufbereiten können.

Die große Frage ist aber, ob das in der Regel befrieidgend aufbereitete Leitungswasser in Mitteleuropa tatsächlich so belastet ist, dass es einer Notstandssituation wie auf hoher See oder im Weltraum gleicht und den beträchtlichen Aufwand einer mehrstufigen Filtration durch eine Umkehrosmoseanlage rechtfertigt.

In manchen Fällen, vor allem wenn sich radioaktive Elemente oder andere Schwermetalle in einem Bereich nahe der offiziellen Grenzwerte befinden, rate auch ich zu einer Anschaffung einer Umkehrosmoseanlage, allerdings ausschließlich mit Nachmineralisierung auf mindestens 8,4° dH.

Was die elektrolytische Herstellung von Aktivwasser mit Wasserstoff betrifft, also Wasserionisierer oder PEM-Zellen Geräte, sind diese Geräte heutzutage in der Regel so stark, dass sie auch mit Umkehrosmosewasser klar kommen. Das ist es ja wahrscheinlich, was unsere Mittbewerber  zu ihrem Umschwenken bewegt hat. Allerdings sind die meisten Umkehrosmoseanlagen nicht in der Lage, den von einem Wasserionisierer geforderten Mindestdurchfluss von 1 l/Minute auszuliefern. Es gibt aber solche Anlagen, meist mit Tank und Elektropumpen, die das leisten können.

Verkäufer von RO-Anlagen werfen gern das Horrorbild von „2000 Schadstoffen“ im Leitungswasser an die Wand. Aber das sind die 2000 Schadstoffe, die jemals weltweit in irgendeiner Art von Leitungswasser gefunden wurden. Die sind wahrhaftig nicht in jedem Leitungswasser nachweisbar. Die meisten davon sind selbst durch simpelste Aktivkohlefilter entfernbar. Nach meiner Erfahrung aus 14 Jahren Wasseranalytik sind es meist minderwertige Armaturen am Spülbecken und die Wasseruhren, die für wirklich gefährliche Schadstoffe verantwortlich sind, und nicht die Wasserversorger (Stichwort „Nickel“), die einer strengen Überwachung unterliegen. Der Rest ist reine Hysterie, die zu Geschäftszwecken instrumentalisiert wird.

Gegebenenfalls, wenn Zweifel an Ihrer Hauszuleitung und Ihren Armaturen, oder sogar an der Glaubwürdigkeit der Analysen Ihres Trinkwasserversorgers bestehen, empfehle ich Ihnen dann eine private Trinkwasser Analyse, die Ihnen jeder seriöse Anbieter von Wasseraufbereitungsanlagen zum Preis von weniger als 100 € anbieten wird.
Auf jeden Fall sollte eine so wichtige Entscheidung wie: Was soll ich trinken? auf rationaler Grundlage getroffen werden. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
Karl Heinz Asenbaum.

Link zum FAQ-Beitrag

Emulsionsfähigkeit von Katholyt-Wasser für Öl

Eileen N.:
Ich hatte mir von meinem Wasserionisierer mit Salztank etwas mehr Emulsionsfähigkeit bei einem pH von 11,5 erwartet. Das eingetropfte Öl löst sich kaum im Wasser.

Antwort von Karl Heinz Asenbaum | Emulsionsfähigkeit

Die Emulsionsfähigkeit von Katholyt-Wasser für Öl – und übrigens auch von basischem Aktivwasser ohne Salzzusatz, wenn der pH-Wert pH 11 überschreitet, ist zunächst merkwürdig. Denn trotz des hohen pH-Werts ist Katholyt keine Lauge im chemischen Sinn, sonst wäre es ätzend. Man braucht dafür aber selbst bei einem pH-Wert von pH 13,5 keine Schutzhandschuhe zu tragen, sondern kann sogar darin mit guter Wirkung für die Haut baden.
Eine chemische Lauge ist ein in Wasser gelöstes Metall-Hydroxid. Die typischen Wassermetalle sind Natrium, Calcium, Magnesium und Kalium. Es geht also zum Beispiel um Natrium-Hydroxid (Na+OH-), das wir in jedem Katholyt finden. Laugen sind bekanntlich fettlösend. Die Fettlösekraft einer Natronlauge bemisst sich aber nicht nach dem pH-Wert, der sich aus dem Überschuss an Hydroxid-Ionen (OH-) ergibt, sondern an der gleichen Anzahl an Natrium – Ionen (Na+) .
Nun ist es aber so: In Katholyt, das durch Zusatz von Natriumchlorid zu Wasser durch Elektrolyse hergestellt wird, befinden sich zwar dieselbe Menge an Hydroxid-Ionen wie in einer Natronlauge mit demselben pH-Wert.

Aber es sind erheblich weniger Natrium-Ionen darin, die für den fettlösenden und „ätzenden“ Charakter einer Lauge verantwortlich sind.
So sind in einer hoch fettlösenden und ätzenden 50-prozentigen Natronlauge etwa 287 Gramm Natrium pro Liter gelöst, während in einem Liter Katholyt, das üblicherweise mit 4 Gramm Kochsalzzusatz hergestellt wird, nur 1,56 Gramm Natrium gelöst sind.
Im Katholyt (ebenso wie im basischen Aktivwasser) herrscht immer ein immenser Überschuss von Hydroxid-Ionen, die den hohen pH-Wert ermöglichen. Aber es ist nur eine verschwindend geringe Menge an Metall-Ionen („Basenresten“) vorhanden. Man spricht daher davon, dass der pH-Wert im basischen Aktivwasser bzw. Katholyt nur eine sehr geringe Pufferung aufweist.
Kurz gesagt, es besitzt praktisch keinerlei Laugencharakter und ist somit auch überhaupt nicht ätzend.
Dennoch besitzt es eine, wenn auch vergleichsweise geringe Fettlösefähigkeit. Viele Anbieter von Katholyt erzeugenden erzeugenden Geräten, zum Beispiel Kangen® oder Aquavolta®.

Auch mit Topfionisierern lässt sich Katholyt erzeugen, das eine gewisse Menge Öl leicht emulgiert, wie in dem Bild bei ein Rapsöl bei einem Katholyt-pH von 11,19.

Die Wirkung ist bei Topfgeräten etwas auffälliger als bei Durchlauf-Ionisierern und tritt dort bei niedrigeren pH-Werten auf.

Das mag daran liegen, dass Topfionisierer nur relativ wenig Wasserstoff im Wasser lösen, der eine Emulgierung eher behindert.

FAQ Emulgationsfaehigkeit Topfionisierer

Je besser der Wasserionisierer Wasserstoff speichert, desto geringer die Emulsionsfähigkeit. Es hängt auch ziemlich stark von der Qualität des verwendeten Speiseöls ab. Im folgenden zeige ich Ihnen ein paar Beispiele dafür mit dem Wasserionisierer Aquavolta® ECA Tractor, der zu den moderneren Fabrikaten zählt, die auf hohen Wasserstoffgehalt (bis zu 2,5 ppm) ausgerichtet sind und daher nicht so stark emulgieren wie schwächere Fabrikate.

FAQ Emulsionsfaehigkeit AquaVolta Tractor

FAQ Emulsionsfaehigkeit AquaVolta Tractor Sonnenblumenoel

Oben: Katholyt mit Salzzugabe mit Emulsionseffekt bei einem billigen Sonnenblumenöl vom Discounter.

FAQ Emulsionsfaehigkeit AquaVolta Tractor Katholyt Maiskeim Oel

FAQ Emulsionsfaehigkeit AquaVolta Tractor Katholyt Maiskeim Oel 2

Oben: Katholyt mit Salzzugabe mit Emulsionseffekt bei einem weltweit als Markenprodukt verbreiteten Maiskeim-Öl. In der nächsten Bildfolge zeige ich, dass man den Preisunterschied bei derselben Ölsorte tatsächlich in Korrelation zur Emulsionsfähigkeit setzen kann.

FAQ Emulsionsfaehigkeit Olvenoel Discounter

FAQ Emulsionsfaehigkeit Olivenoel Discounter 2

 

So zeigt das Extra Vergine Olivenöl vom Discounter (3,80 €/L, oben) eine größere Emulsionsneigung als das wesentlich teurere kaltgepresste Bio-Olivenöl (10 €/L unten)

Unten: Bio Oliven-Öl

FAQ Emulsionsfaehigkeit Bio Olivenoel

FAQ Emulsionsfaehigkeit Bio Olivenoel 2

Die geringste Emulsionsneigung zeigte sich beim teuren Lein-Öl (16 €/L) unten.

FAQ Emulsionsfaehigkeit Leinoel

FAQ Emulsionsfaehigkeit Leinoel 2

Man kann seinen Wasserionisierer also auch außerhalb der normalen Zweckbestimmung zur Qualitätskontrolle seines Salatöls verwenden. Dies scheint mir jedenfalls sinnvoller, als die letztlich auf einen leichten Laugencharakter hinweisende Emulsionsfähigkeit von Katholyt/basischem Aktivwasser, als besonderen Marketingvorteil anzusehen. Was meine ich damit?

Vor allem in der Kangen® – Wasser Szene geistert der Vorschlag durch die Reihen, möglichst alles Obst und Gemüse mit —> Anolyt zu desinfizieren und mit Katholyt von aufgesprühten Pflanzenschutzmitteln zu befreien, weil Katholyt Fette emulgieren kann. Diese Pflanzenschutzmittel seien alle fettlöslich. Ältere Pflanzenschutzmittel (z.B. das lange verbotene Lindan) waren in der Tat meist fettlöslich, wohingegen neuere auch wasserlöslich sind (z.B. Atrazin, Simazin und Diuron), eine Tatsache, die uns gerade beim Grundwasser große Probleme bereitet, weswegen Wasserfilter für Trinkwasser gerade beim Endverbraucher heute sehr anzuraten sind.
Ein typisches Beispiel ist die Kangen® – Tomaten Show. Da werden Tomaten in Katholyt eingelegt – und bald färbt sich das Wasser rot. „Pestizid-Alarm“, schreit der Kangen® – Vertreter. Blöderweise passiert die Rotfärbung des Tomatenwassers bei völlig pestizidfrei erzeugten Bio-Tomaten genau so, wie ich in meinem Buch „Elektroaktiivertes Wasser“ gezeigt habe.

Die Rotfärbung stammt vom Lycopin, dem wertvollsten Stoff in einer Tomate. Es ist eines der wenigen hochwirksamen Antioxidantien, die den Vorgang des Kochesn unbeschadet überleben.

Lykopin ist fettlöslich und sitzt hauptsächlich in der Tomatenschale. Und raten Sie mal, wo das Lycopin ist, wenn die Tomate in Katholyt eingelegt wurde? Es hat die Tomate Richtung Wasser verlassen! Diese Tomaten sind nur noch Wasser in runder, roter Form, wie man scherzt. Es gibt kaum einen größeren Unsinn, als Tomaten in Katholyt einzulegen.
Ein Apfel hat kein Lykopin in der Schale. Deswegen verfärbt sich auch das Katholyt nicht beim Einlegen. Die ganze Kangen® Kampagne zur Obst- und Gemüse-Reinwaschung mit fettlösendem Katholyt steht also auf tönernen Füßen. Der Hauptgrund ist, dass man Nahrung, die mit Pflanzenschutzmitteln belastet ist, nicht wirklich durch ein wie auch immer geartetes Waschen davon befreien kann. Genauso wenig können Sie sich von einer Vergiftung befreien, wenn Sie sich 12 Stunden in der Badewanne abschruppen! Auch innerhalb des Apfels oder der Tomate sitzen Gifte, wenn der Bauer sie in der Wachstumsperiode aufgebracht hat.
Daher ist es besser, Bio-Ware zu kaufen als einen angeblichen Katholyt-Waschautomaten in Form eines Wasserionisierers mit Salztank.

Der Hauptzweck eines derartigen Geräts ist nämlich die erzeugung von —> Anolyt, dem umweltfreundlichsten hochwirksamen Desinfektionsmittel, das es gibt.

Mit freundlichen Grüßen /with kind regards,

Karl Heinz Asenbaum.

Ergänzung zur FAQ über Emulsionsfähigkeit von Öl im basischen Wasser durch K. H. Asenbaum

hallo hr. Asenbaum….

können sie mir bitte erklären wieso dieses experiment mit dem öl nicht mit den Geräten funktioniert die man an der wasserleitung anschliesst….

 

Emulsionsfähigkeit von Öl im basischen Wasser | siehe ab Min 8:14

Hallo Herr F.,

nein, der pH Wert muss nicht 11,5 sein. Das geht auch niedriger. Die Emulsionsfähigkeit einer Lauge besteht durch den Anteil an Basenresten, in diesem Falle also Natrium-Ionen.

Basisches Trinkwasser mit 11,5 ohne Kochsalzzugabe wie bei der Katholytherstellung, löst kein Fett und ist daher auch nicht ätzend. Katholyt kann man mit bestimmten Geräten herstellen, aber es ist nicht zum Trinken vorgesehen. Mediziner benutzen es als Bad oder Bandage zur äußeren Behandlung und unter Beachtung strenger Regeln.

Wenn Herr Ivarsson das behauptet, was Sie sagen, müsste er dafür irgendeinen Beweis vorlegen. Ich kenne ihn ja, und habe mit ihm lange über das Thema gesprochen. Ich glaube nicht, dass er das heutzutage noch behaupten würde. Diese früheren Katholytlösungen wie Sanacare, Basenplus Alakalife etc. sind heutzutage nur mehr sehr schwer zu verkaufen, weil sie wissenschaftlich nicht haltbar und einige auch schon verboten worden sind. Diese sogenannten Basenkonzentrate sind nur ganz leicht ätzend und fettlösend, sollten aber dennoch immer verdünnt werden.

Denn: Kurz gesagt: Jede Zellmembran besteht aus einer Fettschicht. Wenn Sie Katholyt oder gar eine stärkere Lauge dorthin bringen könnten, wäre die Zelle sofort zum Tod verurteilt, weil die Membran dann zerstört würde. (was unsere Physiologie natürlich verhindert – man kann sich höchstens die Magenschleimhaut beschädigen damit). Falls Ivarsson solche Behauptungen nach wie vor aufstellt, wäre das wirklich verantwortungslos.

 

Die gesundheitliche Wirkung von basischem Aktivwasser besteht nicht in der Alkalinität (Laugenreste, Alkali-Ionen) sondern in der Basizität (hoher pH Wert mit freien Hydroxid-Ionen). Basenkonzentrate kamen etwa 2005 auf. Sie sind nach heutigem Kenntnisstand nicht sinnvoll, da sie, wenn sie nicht völlig frisch hergestellt werden, keinerlei gelösten Wasserstoff mehr enthalten und daher medizinisch sinnfrei sind.

Mit freundlichen Grüßen / with kind regards, Karl Heinz Asenbaum

Link zum FAQ-Beitrag

Zuführung von Wasserstoff über eine NADH Tablette oder lieber über Wasserstoff-Wasser?

Sehr geehrter Herr Asenbaum,

ich habe mir kürzlich den Wasserstoffbooster Classic bestellt und mir kam nun die folgende generelle Überlegung zur Wasserstoffversorgung :

Wenn ich mich recht erinnere hatte Prof. Birkmayer in einem Vortrag erklärt, dass durch die Einnahme einer NADH-Tablette dem Körper Wasserstoff zugeführt wird, was sich natürlich positiv auf die ATP-Produktion, die Stoffwechselvorgänge usw. auswirkt.

Wäre die Einnahme von NADH also eine Alternative zum Wasserstoff-Wasser, wie sehen Sie das ?

Schöne Grüße aus Göppingen
Thomas S.

Antwort von Karl Heinz Asenbaum | Wasserstoff über NADH

Hallo Herr S.,

NADH (C21H27N7O14P2) wird in den Mitochondrien produziert.

Es ist ein sehr großes Moleklül mit einer Molmasse von 660 g/mol. Mich würde interessieren, wie sich Herr Birkmayer den Transportweg vom Verdauungstrakt zu den Mitochondrien vorstellt. Ich halte diesen Transport für schlichtweg unmöglich. Unter den auf seiner Webseite angeführten „Studien“ ist keine einzige Studie.

http://snip.ly/6z9dd#http://nadh.wiki/

Was dort angeführt ist, kann man allerhöchstens als Werbematerial für seine Produkte oder als eine schlichte Beschreibunng der Wirkung von NADH, das bereits in den Zellen vorhanden ist, bezeichnen.

Wasserstoff dagegen besitzt nur eine Molmasse von 1g/mol und kann als das kleinste aller Gasmoleküle jede Stelle des Körpers durchfluten. Daher ist NADH in Tablettenform keine Alternative zum Wasserstoffwasser, sondern eine Verbrauchertäuschung.

Mit freundlichen Grüßen / with kind regards,

Karl H. Asenbaum.

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